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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Tag der Provenienzforschung am 8. April 2020

8. April 2020
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles,Ausstellungen und Veranstaltungen — 692 Aufrufe

Von Anneke de Rudder.

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr geht es nun weiter: Am 8. April 2020 findet in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern zum zweiten Mal der Tag der Provenienzforschung statt, organisiert vom Arbeitskreis Provenienzforschung e.V..
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12. Treffen AK Provenienzforschung und Restitution Bibliotheken

29. November 2019
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 709 Aufrufe

Von Anneke de Rudder.

Hamburg, 27.-29.11.2019.

12. Treffen AK Provenienzforschung im Lichthof der SUB Hamburg

2014 trafen sich österreichische und deutsche Provenienzforscher*innen aus Bibliotheken zum ersten Mal in Hamburg und gründeten den Arbeitskreis „Provenienzforschung und Restitution Bibliotheken“. Seitdem trifft sich der Kreis regelmäßig zum Erfahrungsaustausch über die Suche nach Büchern, die sich zu Unrecht im Besitz öffentlicher Bibliotheken befinden. Als Gastgeberin fungiert jeweils eine Bibliothek in Deutschland oder Österreich. Nun war mal wieder die Hamburger Arbeitsstelle Provenienzforschung – NS-Raubgut dran: Vom 27. bis 29.11.2019 trafen sich die Provenienzforscher*innen an der SUB Hamburg und im Jüdischen Kulturhaus im Karolinenviertel.

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Logo Stabi Hamburg Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Arbeitsstelle Provenienzforschung – NS-Raubgut (20 Std. im Monat) zur Unterstützung bei der Recherche und Dokumentation von NS-Raubgut eine(n) zuverlässige(n) und sorgfältig arbeitende(n) Studierende(n), die/der sich für die deutsche Geschichte vor allem zwischen 1933 und 1945 interessiert.

Die Arbeitszeit ist flexibel, in Absprache mit den Mitarbeiterinnen der Arbeitsstelle und anderen Hilfskräften. Der Stundenlohn beträgt 10,13 €.

Wenn Sie mit Excel vertraut sind, bereit sind, sich in Katalogdatenbanken einzuarbeiten und Lust haben, mit handschriftlichen Dokumenten umzugehen, freuen wir uns auf Ihre Kurzbewerbung per Mail an: nsraubgut@sub.uni-hamburg.de bis zum 30.4.2019.

„Sao Paulo, den 6. August 1940 – Lieber Joseph!“

17. September 2018
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 965 Aufrufe

Von Maria Kesting.

'Zaren – Popen – Bolschewiken' von Egon Erwin Kisch

“Mit Deinem 1. Schreiben vom 14.v.M. haben wir uns sehr, sehr gefreut, um so mehr als wir seit unserer im Juli vorigen Jahres erfolgten Auswanderung keine Nachrichten von der Verwandschaft erhielten . …”

Dies lesen wir im Brief, den Benno Einfeld an seinen Neffen in New York schreibt.

Benno Einfeld war 1939 mit seiner Frau Marie über verschiedene Stationen nach Sao Paulo ausgewandert. Ihr Hab und Gut sollte ihnen per Schiff folgen. Im Hamburger Hafen jedoch wurde es beschlagnahmt und versteigert. Ein Buch “Zaren – Popen – Bolschewiken” von Egon Erwin Kisch gelangte in unsere Bibliothek. Im Zuge unserer Suche nach NS-Raubgut in den Bibliotheksbeständen haben wir es gefunden und anhand eines Stempels Benno Einfeld zuordnen können.
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Neues Forschungsprojekt der Arbeitsstelle Provenienzforschung

6. August 2018
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 675 Aufrufe

Von Anneke de Rudder.

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste (DZK) Seit dem 1. August 2018 gibt es ein neues Drittmittelprojekt zur Provenienzforschung: „NS-Raubgut in den Sondersammlungen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky“. Es wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK), das Bibliotheken und Museen dabei unterstützt, ihre Sammlungen auf NS-Raubgut hin zu überprüfen.
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NDR-Bericht über Gustav Gabriel Cohn und die Restitution der Stabi Hamburg

9. Juli 2018
von MJGT — abgelegt in: Medienecho — 749 Aufrufe

Der NDR hat in der Sendung DAS! am vergangenen Samstag einen Beitrag über den Hamburger Büchersammler Gustav Gabriel Cohn und die Restitution der Stabi der von den Nazis geraubten Bücher an die Erben gezeigt, den Sie hier nachschauen können:

NDR über den jüdischen Büchersammler Gustav Gabriel Cohn und die Restitution der Stabi Hamburg from Stabi Hamburg on Vimeo.

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Was übrig bleibt!

5. Juli 2018
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 1.002 Aufrufe

Von Maria Kesting.

Als Hanns Blumenthal 1936 die Hamburger Isestraße in Richtung Sao Paolo verließ, um sich und seine Familie vor der nationalsozialistischen Verfolgung in Sicherheit zu bringen, ließ er neben einer Kunstsammlung auch eine Bibliothek zurück.

Quelle Bild: Privat

Quelle Bild: Privat

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Restitution an die Jüdische Gemeinde Hamburg

25. Juni 2018
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 2.362 Aufrufe

Bestände der Jüdischen Gemeindebibliothek Hamburg im Magazin der SUB Hamburg Von Maria Kesting (SUB Hamburg) und Nadine Kulbe (SLUB Dresden).

„…bemühen wir uns bislang leider vergeblich, die Rückführung unserer Bibliothek aus Dresden zu erwirken.“

So zu lesen in einem Schreiben der Jüdischen Gemeinde Hamburg an die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) vom 3. Juli 1955. Dass dieses Bemühen einmal von Erfolg gekrönt sein würde, konnte damals niemand ahnen. 1938 wurde die Bibliothek in der Nacht vom 9. auf den 10. November vom Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (SD) konfisziert und 1939 in 101 Kisten als „Hamburger Judenbibliothek“ nach Berlin ins Reichssicherheitshauptamt überführt.

„Es gehört zu den vornehmlichen Aufgaben unserer Bibliothek, Materialien für die Geschichte unserer Gemeinden zu sammeln.“ (Aus: Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg, Jahrgang 6, Nr.1 [13.1. 1930], S. 2)

Eine jüdische Gemeindebibliothek scheint es in Hamburg bereits seit dem 19. Jahrhundert gegeben zu haben. Aber erst im Zuge der Zusammenlegung der gemeindlichen Büchersammlung mit den Beständen der Lesehallen-Initiative im Jahr 1923 und der Wiedereröffnung als Bibliothek der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg begann die Gemeindebibliothek zu florieren. Mit der Anstellung des Orientalisten Isaak Markon Ende 1928 erfuhr die Bibliothek eine Neuausrichtung. Die Funktionen von Bibliothek und Lesehalle sollten voneinander getrennt werden. Der Lesehalle war die Aufgabe zugedacht, Leser mit belletristischem Stoff zu versorgen und durch Zeitschriften über jüdische Gegenwartsfragen zu orientieren, während die Bibliothek allgemeiner Belehrung und wissenschaftlichem Studium dienen sollte.
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Stolperstein für Gustav Gabriel Cohn

7. Mai 2018
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 1.113 Aufrufe

Am 24.4.2018 fand eine feierliche Zeremonie anlässlich der Stolpersteinverlegung für Gustav Gabriel Cohn statt. Für diese Feierlichkeit waren die Enkelsöhne Michael aus den Niederlanden und Uriel mit seiner Familie aus Israel angereist.

Familie Cohn

Gustav Gabriel Cohn war ein Hamburger Fondsmakler, der im Laufe seines Lebens eine umfangreiche Privatbibliothek zu religiöser Literatur des Judentums aufgebaut hatte.
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Besuch aus England anlässlich einer Raubgut-Restitution

20. April 2018
von HS — abgelegt in: Aktuelles — 2.496 Aufrufe

Von Anna von Villiez.

Kürzlich hatte die Stabi Besuch aus England im Rahmen unserer Forschung zu NS-Raubgut. Die Familie Dublon kam, um persönlich Bücher aus dem Besitz ihrer Familie entgegen zu nehmen, die als Raubgut in die Bestände der Stabi während der Zeit des Nationalsozialismus gelangt und im Rahmen der Provenienzforschung entdeckt worden waren.

Widmung an Daniel Dublon im Buch

Der Band „Israel Goldschmidt, Israels Gebete: Das Gebetbuch der Synagoge in poetischer Verdeutschung, Mainz 1902“ wies durch eine Prägung auf dem Buchdeckel „Daniel Dublon“ als den Vorbesitzer aus. Das Buch war offenbar ein Geschenk zu seiner Barmizwah, wie eine Widmung im Buchdeckel andeutet.

Handschriftliche Eintragung von Henni Dublon

In einem weiterem Buch, das durch die Gestapo in die Bestände der SUB gelangt war, fand sich ein handschriftlicher Besitzvermerk von Henni Dublon: Salomon Herxheimer, Jesode ha-thora. Glaubens- und Pflichtenlehre für Israelitische Schulen, Leipzig : Roßberg, 1897.

Henni und Daniel Dublon stellten sich als Geschwister heraus, die zur sehr verzweigten, ursprünglich sefardischen Familie Dublon gehörten, die ihre Wurzeln in dem rheinland-pfälzischen Ort Wittlich hat. Wie viele seiner Vorfahren hatte auch Daniel Dublon als Viehhändler seinen Lebensunterhalt verdient. Er war, wie auch seine Schwester Henni, in Lüneburg geboren worden. Erst in den 1930er Jahren zog er nach Hamburg, nach dem Tod der Mutter zog auch Henni nach Hamburg. Daniel war in zweiter Ehe verheiratet.
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