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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Digitalisierung der Hamburger Palmblatthandschriften

1. Juni 2018
von MEM — abgelegt in: Schätze der Stabi — 666 Aufrufe

Ein Beitrag zur Forschungsförderung und Bestandserhaltung.

Die Welt rückt enger zusammen … zumindest technisch gesehen. Globalisierung und technische Weiterentwicklung lassen zuvor lange Zeit kaum beachtete Handschriften außereuropäischer Kulturen zunehmend in den Fokus der Forschung treten.

Abb. 1 Indische Palmblatthandschrift 35.3161, fol. 54v-55r

Abb. 1 Indische Palmblatthandschrift 35.3161, fol. 54v-55r

478 indische Palmblatthandschriften werden seit dem frühen 20. Jahrhundert in der Stabi Hamburg aufbewahrt – Schriftzeugnisse auf einem für Europäer ungewohntem und zerbrechlich anmutendem Material (Abb. 1). Selbst wer die verschiedenen indischen Schriften wie Grantha, Telugu, Devaganari – nicht lesen kann, nimmt die in die Oberfläche der getrockneten Palmblätter eingeritzten Texte als sehr dekorativ wahr. Dazu trägt auch bei, dass diese Einritzungen meist noch durch die Aufbringung eines rußhaltigen Öls geschwärzt wurden, um ihre Lesbarkeit zu erhöhen.
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Zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit…

30. April 2018
von MEM — abgelegt in: Schätze der Stabi — 391 Aufrufe

Streifzüge in der Stabi Hamburg…bzw. der Arbeiterbewegung, ein Beitrag aus der Reihe «Streifzüge in der Stabi» zu „Arbeit in vormoderner Kunst und Manuskriptkultur“.
 
 

Zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit bzw. der Arbeiterbewegung, ein kurzer Streifzug zu „Arbeit in vormoderner Kunst und Manuskriptkultur“ (Abb. 1).

Abb. 1 Psalter, Mitte 13. Jh.: Hamburg,
SUB, Cod. in scrin. 83: Kalendarblatt für Februar

Bis Arbeit neutral und im profanen Kontext dargestellt wurde, sollte einige Zeit vergehen. Denn mit Blick auf das Mittelalter spiegelt die Arbeit einerseits ein Ideal des Benediktinerordens wider, bekannt in der Kurzform „ora et labora“ – bete und arbeite. Bei den Benediktinern wurde unter „labor“ manuelle Arbeit und damit ein Teil des Tagwerks verstanden, das durch Gebet und Arbeit rhythmisiert wurde.

Prinzipiell eher positiv bewertet und von manchen als Keim einer Lebensform betrachtet, die trotz gegenteiligem mönchischem Ideal meist zu Besitz und Reichtum führte, ist dies nur die eine Seite der Medaille. Denn andererseits haben sich die ältesten Darstellungen von Arbeit nur aus biblischem und religiösem Kontext erhalten, also etwa die Illustration der „Ersten Arbeiten“, welche Adam und Eva nach dem Sündenfall ausführen mussten wie an den Hildesheimer Bronzetüren (Abb. 2; um 1020) oder der Bau der Arche Noahs und der Turmbau zu Babel wie hier bei den Elfenbeintäfelchen, die zu einem Altarantependium im süditalienischen Salerno gehören und im 9. Jahrhundert entstanden sind (Abb. 3, 4).
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Das Heiligenstädter Testament in der Elbphilharmonie

1. September 2017
von MJGT — abgelegt in: Hamburg,Schätze der Stabi — 1.605 Aufrufe

Beethovens berühmter Brief im Original als Leihgabe der Stabi zur Eröffnung der neuen Konzertsaison.

Heiligenstädter Testament

Das NDR Elbphilharmonie Orchester hat heute Abend unter der Leitung von Thomas Hengelbrock die neue Konzertsaison eröffnet. Der Auftakt stand ganz im Zeichen von Ludwig van Beethoven. Zunächst ist Beethovens Musik zu Goethes »Egmont« in einer neu konzipierten, halbszenischen Fassung mit dem Schauspieler Klaus Maria Brandauer aufgeführt worden, dann folgten im Rahmen des Nachtstudios Lesungen, Lieder und Klavierwerke von Ludwig van Beethoven. Brandauer hat dabei auch aus einem Brief Beethovens an dessen Brüder Kaspar Karl und Johann aus dem Jahr 1802 gelesen. Ein wichtiges Dokument, bekannt als «Heiligenstädter Testament». Das Original ist Teil der Musiksammlung der Stabi Hamburg und war als Leihgabe unseres Hauses im Rahmen der Saisoneröffnung heute Abend in der Elbphilharmonie zu sehen.

Wir nehmen dies zum Anlass, hier nicht nur die Information zu veröffentlichen, die heute Abend auch die Besucher der Elbphilharmonie vorgefunden haben, sondern liefern am Ende dieses Artikels auch den Link auf das Originaldigitalisat sowie einen Erläuterungstext samt Übertragung des Briefes. Das kostbare Exponat ist für die Besucher der Opening Night in der Elbphilharmonie mit folgenden Worten begleitet ausgestellt worden:
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Arabische Handschriftenfragmente

10. Juli 2017
von MEM — abgelegt in: Aktuelles,Schätze der Stabi — 788 Aufrufe

Koptisches Fragment ZZ, 16r (14. Jh.)

Koptisches Fragment ZZ, 16r (14. Jh.): Johannes-Evangelium 20,20-23, im quadratischen Feld Schreiberverse mit Datierung in das Jahr 731 Hiğra (=1330/31 n.Chr.; julianischer Kalender).

Neuerscheinung: Arabische Handschriftenfragmente der koptischen Klöster Dayr Abū Maqār und Dayr Abū Pšoi der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

Über 5.000 zuvor völlig unbearbeitete Fragmente arabischer Handschriften aus den koptischen Klöstern Dayr Abū Maqār und Dayr Abū Pšoi sind nun dank der Arbeit von Dr. Veronika Six in zwei gewichtigen Katalogbänden als Grundlage für die weitere Erforschung erschlossen. Die Bearbeitung erfolgte im Einvernehmen mit der deutschen morgenländischen Gesellschaft und im Auftrag der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (=KOHD). Die Ergebnisse werden in der Reihe „Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland“ (VOHD) in Form der beiden Teilbände 43,1-2 publiziert.

Zwischen 1966 und 1968 wurden die jetzt analysierten Papierfragmente für die Stabi erworben. Bei den Stücken handelt es sich um Texte, welche die in den beiden koptischen Klöstern gepflegte Liturgie und Theologie und damit das religiöse und geistige Leben widerspiegeln. Das nordwestlich von Kairo gelegene Makariuskloster und das in der Vergangenheit eng damit verbundene Pšoikloster sind mit ihren ursprünglich reichen Buchbeständen für die Kenntnis der koptischen Handschriftenkultur in Europa von zentraler Bedeutung. Weiter lesen „Arabische Handschriftenfragmente“

Streifzüge in der Stabi Hamburg Streifzüge in der Stabi Hamburg.

Beim Kennenlernen der hochkarätigen Handschriftenbestände der Stabi fiel der neuen Referentin für Handschriften, PD Dr. Monika Müller, in einer Psalterhandschrift des 13. Jahrhunderts einiges Faszinierendes auf …

 

Orient und Okzident – Spuren von Krieg und Frieden in Kunst und Kultur des Mittelalters

Orient und Okzident – ihr gespanntes oder friedliches Verhältnis zueinander – sind nicht nur derzeit aktuelle Themen. Das Interesse an der jeweils anderen Kunst und Kultur hat auch nicht erst im Jahr 1480 Spuren hinterlassen, als Sultan Mehmed II. sich in Istanbul bzw. damals noch Konstantinopel von dem venezianischen Maler Gentile Bellini (1429–1507) porträtieren ließ oder man sich in nachfolgenden Jahrhunderten zunehmend für orientalische Stoffe und Sujets der Malerei begeisterte. Umso faszinierender ist ein Blick in weiter zurückliegende Zeiten wie das 12. und 13. Jahrhundert.

Weiter lesen „Orient und Okzident – Spuren von Krieg und Frieden in Kunst und Kultur des Mittelalters“

Von Mark Emanuel Amtstätter.

Wer das Glück hat, Wolfgang Rihms Komposition „Reminiszenz (Hamburg). Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn“ zur Eröffnung der Elbphilharmonie zu hören [wir berichteten], könnte den dort vertonten Ausschnitt aus Hans Henny Jahnns Roman „Fluß ohne Ufer“ auch in der Originalhandschrift mitlesen (alle hier gezeigten Abbildungen sehen Sie nach Klick darauf in groß).

Hans Henny Jahnn 'Fluß ohne Ufer'
Weiter lesen „Zur Elbphilharmonie-Eröffnung vertonte Hans Henny Jahnn-Passage in erster Niederschrift und im Typoskript“

Coding Da Vinci Nord: voller Erfolg für alle Beteiligten

7. November 2016
von MJGT — abgelegt in: E-Medien,Hamburg,Schätze der Stabi — 3.176 Aufrufe

Was war das für eine tolle Atmosphäre gestern im Bunker auf dem Heiligengeistfeld im resonanzraum. Nach dem Kickoff des Kulturhackathons Coding Da Vinci Nord vom 17./18.9. haben sich gestern alle Beteiligten wieder getroffen – sowohl die Kulturinstitutionen, die ihre Daten zur Verfügung gestellt haben, als auch die Programmierer und Gestalter, die mit diesen Daten etwas Neues geschaffen haben, um der Projektpräsentation der 17 Teams und der anschließenden Preisverleihung beizuwohnen. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll bei all der Begeisterung, doch machen wir es einfach so: erstmal die Preisträger und dann die Vorstellung der insgesamt sieben Projekte, die sich mit Daten der Stabi befasst hatten.
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Heute erscheint der sechste und letzte Teil unserer Blog-Serie „Hamburg 1883 | 2016: Der nördliche Grasbrook damals und heute“. Wir hatten die Erstellung der elektronischen Ausgabe der Fotosammlung „Hamburg 1883. Aufnahmen der niederzulegenden Stadttheile“ zum Anlaß genommen, diese historischen Bilder in unserem Blog näher zu präsentieren. Kurz vor Beginn der Bauarbeiten zur Errichtung der Speicherstadt erhielt der Fotograf Georg Koppmann 1883 von der Stadt Hamburg den Auftrag, die für den Bau der Speicherstadt abzureißenden Wohngebiete zu fotografieren, um die städtebaulichen Gegebenheiten vor dem großen Eingriff zu dokumentieren. So entstanden die stadtentwicklungsgeschichtlich spannenden Aufnahmen von den ehemaligen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm aus vorspeicherstädtischer Zeit.

Den 36 historischen Bildern der elektronischen Sammlung, die für Sie komplett downloadbar ist, haben wir für diese Blog-Serie als visuelle Anhaltspunkte jeweils zeitgenössische Aufnahmen vom – wo es möglich war – gleichen Standort aufgenommen gegenübergestellt und mit kurzen Bemerkungen in Beziehung gesetzt. Die heute präsentierten letzten sechs Fotografien zeigen hauptsächlich Motive der westlichen Kehrwieder-Insel.

Als Orientierungshilfe für die historischen Aufnahmen steht Ihnen ein Ausschnitt eines amtlichen Hamburger Stadtplans von 1868 (Signatur: Kt H 180: 1,1868  Gesamtdownload) zur Verfügung.1

Alle Artikel dieser Blog-Serie können Sie hier aufrufen oder alle Aufnahmen gebündelt über unser Hamburg-Schaufenster betrachten. Dort finden Sie weitere profunde Informationen und Bildmaterial zu Hamburgs Geschichte und Hamburger Persönlichkeiten.

Weiter lesen „Hamburg 1883 | 2016: Der nördliche Grasbrook damals und heute, Teil 6“

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1883 erhielt der Fotograf Georg Koppmann von der Stadt Hamburg den Auftrag, die Wohngebiete, die durch den Bau der Speicherstadt abgerissen werden sollten, zu fotografieren. Von diesen Aufnahmen befinden sich 36 Bilder in der Sammlung „Hamburg 1883. Aufnahmen der niederzulegenden Stadttheile“, die kürzlich von der Stabi digitalisiert wurde und komplett für Sie downloadbar ist.

Aus diesem Anlass präsentieren wir die Ansichten in der sechsteiligen Blog-Serie „Hamburg 1883 | 2016: Der nördliche Grasbrook damals und heute“. Die sechs Bilder des heutigen fünften Teils zeigen daraus größtenteils Motive in der Nähe der heutigen Kibbelstegbrücke. Wir haben den historischen Fotos als visuelle Anhaltspunkte jeweils zeitgenössische Aufnahmen vom – wo es möglich war – gleichen Standort aufgenommen gegenübergestellt. Zusätzlich werden kurze Anmerkungen die Bilder in Beziehung setzen.

Als Orientierungshilfe für die historischen Aufnahmen steht Ihnen darüber hinaus ein Ausschnitt eines amtlichen Hamburger Stadtplans von 1868 (Signatur: Kt H 180: 1,1868  Gesamtdownload) zur Verfügung.1

Alle bereits erschienenen Artikel dieser Blog-Serie können Sie hier aufrufen. Durch einen Klick auf die Bilder erhalten Sie jeweils eine größere Ansicht.

Der letzte Artikel aus dieser Serie erscheint am 27.10.2016.

Weiter lesen „Hamburg 1883 | 2016: Der nördliche Grasbrook damals und heute, Teil 5“

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Der vierte Teil unserer sechsteiligen Blog-Serie „Hamburg 1883 | 2016 – Der nördliche Grasbrook damals und heute“ zeigt Ansichten vom Kannengießerort, dem Sandtorkai, dem Kehrwieder und dem Altstädter Neuerweg von 1883. Sie wurden in den damaligen Wohngebieten der Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm im Auftrag der Stadt Hamburg von Georg Koppmann zur Dokumentation vor dem Bau der Speicherstadt aufgenommen. Koppmann hat sie in einer Sammlung mit 30 weiteren Bildern zusammengestellt: „Hamburg 1883. Aufnahmen der niederzulegenden Stadttheile.“ Alle Fotos dieser Sammlung sind vor kurzem von der Stabi digitalisiert worden und komplett für Sie downloadbar.

Anläßlich dieser elektronischen Ausgabe präsentieren wir diese Fotos hier im Blog und haben den historischen Fotos als visuelle Anhaltspunkte jeweils zeitgenössische Aufnahmen vom – wo es möglich war – gleichen Standort aufgenommen gegenübergestellt. Zusätzlich werden kurze Anmerkungen die Bilder in Beziehung setzen.

Als Orientierungshilfe für die historischen Aufnahmen steht Ihnen darüber hinaus ein Ausschnitt eines amtlichen Hamburger Stadtplans von 1868 (Signatur: Kt H 180: 1,1868  Gesamtdownload) zur Verfügung.1

Alle bereits erschienenen Artikel dieser Blog-Serie können Sie hier aufrufen. Durch einen Klick auf die Bilder erhalten Sie jeweils eine größere Ansicht.

Der nächste Artikel aus dieser Serie erscheint am 20.10.2016.

Weiter lesen „Hamburg 1883 | 2016: Der nördliche Grasbrook damals und heute, Teil 4“