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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Autographe Partitur von Georg Anton Benda identifiziert

1. September 2022
von JN — abgelegt in: Schätze der Stabi — 334 Aufrufe

Bei der Vorbereitung eines Digitalisierungsauftrags konnte in diesen Tagen von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) eine bislang „nur“ als Kopistenabschrift von 1778 eingestufte handschriftliche Partitur des Singspiels Romeo und Julie von Georg Anton Benda (1722–1795) als eigenhändige Partitur des Komponisten identifiziert werden, was die Bedeutung der Handschrift und damit ihren ideellen wie auch materiellen Wert um ein Vielfaches erhöht.

G.A. Benda, Romeo und Julie (Gothaer/Hamburger Fassung von 1776/78)

Abb. 1) G.A. Benda, Romeo und Julie (Gothaer/Hamburger Fassung von 1776/78), Beginn der eigenhändigen Partitur des Komponisten (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, ND VII 35)


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Von Dr. Katrin Janz-Wenig.

Am 28. Juni 2022 wird ein neues Portal für asiatische und afrikanische Handschriften in Deutschland online gehen: Qalamos.net.

Der Neologismus, gebildet aus dem griechischen Wort für Rohrfeder (Kalamos) und dem arabischen Wort für Schilfrohr (Qalam), steht stellvertretend für aufgezeichnete Schriften verschiedener Manuskriptkulturen der östlichen Welt.

Das Portal ist das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes, das bis 2023 laufen wird. Qalamos verzeichnet bereits jetzt über 55.000 Handschriften, die in deutschen Sammlungen zu finden sind. Das Projekt hat zahlreiche Kooperationspartner, zu denen auch die SUB zählt.
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Stabi-Musikhandschrift wird nach 315 Jahren wieder zum Klingen gebracht

17. Juni 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Schätze der Stabi — 541 Aufrufe

Aria ‚Grata merce di costante fe‘, gesungen von der Sopranistin Anna Maria Schober (1672–1728)

Unter den Raritäten in der Musiksammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) befindet sich eine Handschrift mit sämtlichen Arien der 1707 in der Hamburger Gänsemarkt-Oper erstaufgeführten Karnevalsoper Der angenehme Betrug oder Der Carneval von Venedig aus der Feder des äußerst erfolgreichen Komponisten Reinhard Keiser (1674–1739). Sie war in den darauffolgenden Jahren – neben einer weiteren Oper Keisers – das meistgespielte Stück des Theaters am Gänsemarkt. Die Handschrift ist heute die einzige noch erhaltene Musikquelle zu dieser Oper.

Die hier vorgestellte Ariensammlung (Bibliothekssignatur: ND VI 2889g) entstand wohl schon im Uraufführungsjahr von Keisers Der angenehme Betrug und wurde 1708 von einem unbekannten Vorbesitzer, dessen Monogramm „P. B. H.“ bislang noch nicht aufgelöst werden konnte, in einen dunklen Lederband mit goldgeprägtem Monogramm und Jahreszahl eingebunden. 1856 gelangte sie aus dem Nachlass des Hamburger Organisten Johann Friedrich Schwencke (1792–1852) in die Stadtbibliothek (die heutige Staatsbibliothek). Von Schwencke stammt auch die aufgeklebte Titelvignette. Infolge der kriegsbedingten Verlagerung wertvoller Bestände der SUB Hamburg war die Handschrift nach 1945 zunächst verschollen, kehrte aber 1991 zusammen mit anderen kriegsverlagerten Musikhandschriften aus Hamburgs Partnerstadt Leningrad in die SUB zurück (Digitalisat der Handschrift: https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/HANShm281).
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Zum 125. Todestag: Brahms-Briefe online

3. April 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Schätze der Stabi — 467 Aufrufe

Johannes Brahms, Postkarte vom 29.3.1897

Johannes Brahms, Postkarte vom 29.3.1897 (fünf Tage vor seinem Tod) an den Stiefbruder Fritz Schnack und die Stiefmutter Caroline Brahms in Pinneberg: „L.[iebe] M.[utter]. Der Abwechslung wegen habe ich mich ein wenig hingelegt u. kann daher nur unbequem schreiben. Sonst habt keine Angst, es hat sich nichts geändert u. wie gewöhnlich habe ich nur Geduld nöthig. Von Herzen Euer Joh.[annes]“
https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/HANSb290378

Pünktlich zum 125. Todestag von Johannes Brahms (1833–1897) am 3. April 2022 ist die Digitalisierung der in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg verwahrten Briefe von und an Johannes Brahms abgeschlossen worden. Sie sind zum überwiegenden Teil bereits online einsehbar.

Die Bibliothek richtete 1958 ein Brahms-Archiv ein, das auf einer Stiftung vorwiegend schriftlicher Dokumente aus dem Besitz von Brahms‘ Stiefbruder Fritz Schnack fußt, darunter große Teile der Familienkorrespondenz, aber auch der Brahmsschen Korrespondenz mit Verlegern, Dirigenten, Komponistenkollegen, Freunden und Bekannten.

Neben 18 eigenhändigen Musikhandschriften und 25 Stichvorlagen zu Kompositionen von Brahms, Urkunden, Fotos, Konzertprogrammen und weiteren Dokumenten aus dem Besitz oder Umfeld des Komponisten umfasst das durch Zukäufe und Schenkungen ausgebaute und mittlerweile zu den vier größten Brahms-Sammlungen zählende Archiv auch rund 2.600 Briefe. Die darunter befindlichen 880 eigenhändigen Briefe von und 730 Briefe an Johannes Brahms wurden nunmehr digitalisiert, nachdem sie bereits seit längerem im Handschriftenkatalog HANS der Bibliothek erschlossen sind. Weiter lesen “Zum 125. Todestag: Brahms-Briefe online”

Von Jürgen Neubacher.

Adresse Friedrich Schillers auf Brief von Jacob Herzfeld vom 19. Januar 1802

Adresse Friedrich Schillers auf Brief von Jacob Herzfeld vom 19. Januar 1802

2021 war es der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) möglich, für ihre Autographensammlung (genannt „Literatur-Archiv“) und in Ergänzung anderer Bestände einige herausragende Stücke zur Hamburger Musik- und Theatergeschichte zu erwerben.

Dazu zählt ein eigenhändiger Brief des von 1793 bis 1814 mit Unterbrechungen in Hamburg als Theatermusiker und freischaffender Künstler tätigen Violinvirtuosen und Komponisten Andreas Romberg (1767–1821), von dem die SUB unter ihren Musikhandschriften einen bedeutenden Teil seines kompositorischen Nachlasses verwahrt. Das an seinen Vetter Johann Christoph Schlüter gerichtete Schreiben Rombergs vom 29. April 1810 erhellt den Entstehungshintergrund eines weiteren Dokuments, das sich bereits seit 1916 im Besitz der SUB befindet: ein eigenhändiges Werkverzeichnis mit Stand von 1810, dem Romberg eine Lebensskizze vorangestellt hat. Klar ist nun durch die Zusammenführung der beiden aufeinander bezogenen Dokumente, dass das Werkverzeichnis (mit Biographie) auf Anforderung der Herausgeber eines Pariser „Dictionnaire historique de Musique“ verfasst wurde (Romberg hielt sich in den Jahren 1800–1802 mehrfach in Paris auf). Wegen Versäumens des Ablieferungstermins wurde es aber nie abgeschickt und folglich auch nicht publiziert. Bei dem im Brief genannten Lexikon handelt es sich fraglos um das zweibändige, 1810 und 1811 in Paris erschienene Dictionnaire historique des musiciens von Alexandre Etienne Choron und François Joseph Fayolle, in dem zwar ein kurzer Artikel für Rombergs Vetter Bernhard Romberg enthalten ist, einer für den bedeutenderen Andreas Romberg jedoch fehlt.
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Neue Digitalisate durch “Hamburger Kulturgut im Netz” online

18. Oktober 2021
von Redaktion — abgelegt in: E-Medien,Schätze der Stabi — 754 Aufrufe

Von Nele Leiner.

1. Eintragung von Goethe (1791) im Stammbuch des Schauspielers Friedrich Ludwig Schröder;
resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1700584316

Karl Lorenz (1930): W. Shakespeare; resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1732484430

Im Rahmen des an der Stabi angesiedelten Projektes “Hamburger Kulturgut im Netz” (HaKiN) konnten wieder weitere Bände aus den vielfältigen Beständen der wissenschaftlichen Bibliothekslandschaft Hamburgs digital frei verfügbar gemacht werden.

Seit 2018 werden mit Förderung der Stadt Hamburg Bestände wissenschaftlicher Bibliotheken in Hamburg digitalisiert. Die Stabi übernimmt dabei die Projektkoordination, Beratung, technische Umsetzung und logistische Organisation für alle beteiligten Bibliotheken. Ziel von HaKiN ist es, dem kulturellen und wissenschaftlichen Erbe der Stadt und Region zu digitaler Präsenz und vielfältiger, weltweit offen zugänglicher Nutzung zu verhelfen. Die Bestände zeichnen sich durch ihre Bedeutung für Wissenschaft und Bildung, die Region Hamburg sowie für die Geschichte der besitzenden Einrichtung aus und unterstützen bestandserhaltende Maßnahmen. Damit kann die physische Nutzung eines Objekts bis auf wenige wissenschaftlich begründete Ausnahmefälle vermieden werden und entsprechend geschont werden.
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Wolfgang Borcherts Nachlass im Netz

18. Mai 2021
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg,Medienecho,Schätze der Stabi — 1.476 Aufrufe



Briefe, Manuskripte und Bilder digitalisiert.

Digitalisierte Bestände Wolfgang Borchert

Das 100. Geburtsjahr Wolfgang Borcherts feiert Hamburg, die Heimatstadt des frühverstorbenen Autors, mit einem großen Festival. Die Staats- und Universitätsbibliothek trägt dazu neben einer Reihe von Veranstaltungen und der kürzlich eröffneten Dauerausstellung Dissonanzen. Wolfgang Borchert (1921-1947) noch ein weiteres Highlight bei: Alle Briefe, Manuskripte, Fotos und Grafiken von Wolfgang Borchert, dessen Nachlass Borcherts Mutter Hertha der Stabi 1976 übergeben hatte, sind digitalisiert worden und stehen fortan allen Interessierten weltweit zur Verfügung.
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Visuelle Poesie – Literatur und Kunst zugleich

22. März 2021
von Anne Liewert — abgelegt in: Hamburg,Schätze der Stabi — 981 Aufrufe

Zum 80. Geburtstag Klaus Peter Denckers

Klaus Peter Dencker: Geschichte (2010)

Am 22. März 2021 begeht die Kunst der Visuellen Poesie einen besonderen Festtag, da einer der international bedeutendsten Autoren dieser Gattung seinen 80. Geburtstag feiert: Klaus Peter Dencker, der mit der Stadt Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek eng verbunden ist, wurde 1941 in Lübeck geboren, begründete aber schon durch sein Studium der Literaturwissenschaft, Japanologie und Philosophie seine wissenschaftliche Laufbahn an der Universität Hamburg und wirkte hier später 17 Jahre lang als Leitender Regierungsdirektor der Kulturbehörde. Besondere Bedeutung und internationale Anerkennung erlangte er als Fernsehschaffender durch etwa 100 Dokumentar- und Experimentalfilme, als Vordenker auf dem Gebiet der experimentellen Literatur (1985 wurde er zum Honorarprofessor für „Medientheorie und Medienpraxis“ ernannt) und nicht zuletzt als Autor der Visuellen Poesie, der Kunst, die in Einzelblättern, Blattfolgen oder Objekten dem Betrachter eine einzigartige Facette der Kombination von Text und Bild, von Theorie, Poesie und Visualisierung nahebringt. 2012 wurde Klaus Peter Dencker das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
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Eine Stiftung zur Förderung der Wissenschaft

4. Februar 2021
von AKH — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg,Schätze der Stabi — 852 Aufrufe

Dr. Wilfried Rinke zum 90. Geburtstag.

Exlibris Dr. Wilfried und Gisela Rinke-Stiftung

In ihrer bald 550-jährigen Geschichte hat die Staats- und Universitätsbibliothek immer wieder großzügige Geschenke und Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt erhalten. Auch im 21. Jahrhundert gibt es Menschen, die sich für die Förderung der Wissenschaft und der Bibliothek einsetzen.

Einer der großzügigsten Förderer der letzten Jahrzehnte ist, gemeinsam mit seiner Ehefrau Gisela, Dr. Wilfried Rinke. Seinen heutigen 90. Geburtstag nehmen wir zum Anlass, die Geschichte der von ihm und Gisela Rinke gegründeten Stiftung und ihre wertvolle Arbeit für die Staats- und Universitätsbibliothek vorzustellen und zu würdigen. Weiter lesen “Eine Stiftung zur Förderung der Wissenschaft”

Beethoven zum 250. Geburtstag am 16.12.2020

16. Dezember 2020
von JN — abgelegt in: Aktuelles,Schätze der Stabi — 2.131 Aufrufe

Heiligenstädter Testament

Anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven – bekannt ist nur das Taufdatum (17.12.1770), das jedoch nach damaliger Gepflogenheit auf den Vortag als Geburtsdatum rückschließen lässt – möchte die Staatsbibliothek an eines ihrer berühmtesten Sammlungsstücke erinnern: Beethovens sogenanntes Heiligenstädter Testament. Wann und wie es in die Bibliothek kam, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
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