FAQ
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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Visuelle Poesie – Literatur und Kunst zugleich

22. März 2021
von Anne Liewert — abgelegt in: Hamburg,Schätze der Stabi — 407 Aufrufe

Zum 80. Geburtstag Klaus Peter Denckers

Klaus Peter Dencker: Geschichte (2010)

Am 22. März 2021 begeht die Kunst der Visuellen Poesie einen besonderen Festtag, da einer der international bedeutendsten Autoren dieser Gattung seinen 80. Geburtstag feiert: Klaus Peter Dencker, der mit der Stadt Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek eng verbunden ist, wurde 1941 in Lübeck geboren, begründete aber schon durch sein Studium der Literaturwissenschaft, Japanologie und Philosophie seine wissenschaftliche Laufbahn an der Universität Hamburg und wirkte hier später 17 Jahre lang als Leitender Regierungsdirektor der Kulturbehörde. Besondere Bedeutung und internationale Anerkennung erlangte er als Fernsehschaffender durch etwa 100 Dokumentar- und Experimentalfilme, als Vordenker auf dem Gebiet der experimentellen Literatur (1985 wurde er zum Honorarprofessor für „Medientheorie und Medienpraxis“ ernannt) und nicht zuletzt als Autor der Visuellen Poesie, der Kunst, die in Einzelblättern, Blattfolgen oder Objekten dem Betrachter eine einzigartige Facette der Kombination von Text und Bild, von Theorie, Poesie und Visualisierung nahebringt. 2012 wurde Klaus Peter Dencker das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
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Eine Stiftung zur Förderung der Wissenschaft

4. Februar 2021
von AKH — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg,Schätze der Stabi — 464 Aufrufe

Dr. Wilfried Rinke zum 90. Geburtstag.

Exlibris Dr. Wilfried und Gisela Rinke-Stiftung

In ihrer bald 550-jährigen Geschichte hat die Staats- und Universitätsbibliothek immer wieder großzügige Geschenke und Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt erhalten. Auch im 21. Jahrhundert gibt es Menschen, die sich für die Förderung der Wissenschaft und der Bibliothek einsetzen.

Einer der großzügigsten Förderer der letzten Jahrzehnte ist, gemeinsam mit seiner Ehefrau Gisela, Dr. Wilfried Rinke. Seinen heutigen 90. Geburtstag nehmen wir zum Anlass, die Geschichte der von ihm und Gisela Rinke gegründeten Stiftung und ihre wertvolle Arbeit für die Staats- und Universitätsbibliothek vorzustellen und zu würdigen. Weiter lesen “Eine Stiftung zur Förderung der Wissenschaft”

Beethoven zum 250. Geburtstag am 16.12.2020

16. Dezember 2020
von JN — abgelegt in: Aktuelles,Schätze der Stabi — 1.041 Aufrufe

Heiligenstädter Testament

Anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven – bekannt ist nur das Taufdatum (17.12.1770), das jedoch nach damaliger Gepflogenheit auf den Vortag als Geburtsdatum rückschließen lässt – möchte die Staatsbibliothek an eines ihrer berühmtesten Sammlungsstücke erinnern: Beethovens sogenanntes Heiligenstädter Testament. Wann und wie es in die Bibliothek kam, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
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Stabi Adventskalender

26. November 2020
von MJGT — abgelegt in: Schätze der Stabi — 4.453 Aufrufe

Hinter jeder dieser 24 Stabi-Türen verbirgt sich ein Schatz aus unseren Sondersammlungen. Ab 1. Dezember geht’s los. Nach Klick auf die erst dann zu öffnende Tür des jeweiligen Tages gelangen Sie zur Abbildung und Beschreibung eines Exponates aus unseren Sammlungen samt Link zum Download des “Schatzes” in den digitalisierten Beständen der Bibliothek.

“Erst die seit 2006 an der SUB angeschobenen Aktivitäten zur Sichtbarmachung verborgener Schätze in den Sondersammlungen haben auch die Kupferstichsammlung aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und endlich in den Fokus der Lehre und Forschung gerückt.

Doch bis zur beinahe vollständigen Erschließung und damit einhergehenden Digitalisierung und Auffindbarkeit war es ein weiter Weg. Dieser wurde von drei Lehr- und Publikationsprojekten am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg begleitet, die wesentlich dazu beigetragen haben, das große Potenzial dieser Sammlung aufzuzeigen.”
– aus dem Vorwort

Die SUB Hamburg beschäftigt sich seit 2006 intensiv mit der Erschließung ihres grafischen Materials. Im Rahmen des Projekts zur Erschließung und Digitalisierung der Kupferstichsammlung, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird, bringt die Bibliothek gemeinsam mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der UHH die vollständige Erschließung und Digitalisierung zunächst der Kupferstichsammlung wesentlich voran. Der vorliegende Sammelband gibt einen Einblick in Projektarbeit und -ergebnisse. 

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Neuerwerbung: Die erste hochdeutsche Bibelausgabe Hamburgs

4. November 2020
von MJGT — abgelegt in: Schätze der Stabi — 1.423 Aufrufe

Bücher haben ihre eigene Lebensgeschichte und bisweilen lassen sie uns daran sogar teilhaben, so auch im Falle der jüngsten Neuerwerbung der Sondersammlungen der Stabi:

Das Newe Testament, in der Übersetzung von Martin Luther, gedruckt im Jahr 1597 in Hamburg durch Theodosius Wolder (Sign.: Scrin A/2043).

Das Newe Testament, in der Übersetzung von Martin Luther

Bei dem kleinen Büchlein, das mit einer Rückenhöhe von nur etwa 10 cm für den Privatgebrauch gedacht war, handelt es sich um die früheste Hamburger Ausgabe des neuen Testaments in hochdeutscher Sprache. Andernorts, insbesondere in Wittenberg, wurden solche Druckausgaben bereits seit 1522 zahlreich verlegt. In Hamburg jedoch veröffentlichten die Druckereien jahrzehntelang ausschließlich niederdeutsche Übersetzungen, ganz im Sinne Martin Luthers, der ja darauf bedacht war, die Bibel in der Sprache des Volkes zu verbreiten, damit die Heilige Schrift für jedermann zugänglich würde. Da die Hamburger Bürger seit jeher Platt sprachen, waren die niederdeutschen Bibelausgaben, die schon ab 1523 in der Hansestadt verlegt wurden (vgl. Das nyge Testament tho dude), vorerst die naheliegende Veröffentlichungsform.

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Schätze der Stabi oder „geniale Künstler“

16. Dezember 2019
von Redaktion — abgelegt in: Schätze der Stabi — 986 Aufrufe

Von Sophia Kunze.

Wir stellen passend zur Weihnachtszeit einen Fund der Kupferstichsammlung vor!

Die Stabi beherbergt im Bereich der Sondersammlungen eine Kupferstichsammlung von reichlich 3000 Blatt namhafter niederländischer, deutscher, italienischer und französischer Künstler des 16.-18. Jahrhunderts, die im Rahmen eines BMBF geförderten Projektes aktuell erschlossen und digital bereitgestellt werden.

Wer ohne Spoiler rätseln möchte, kann sich die Abbildung anschauen, und versuchen, den „Clou“ selbst zu erkennen.
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Anlässlich der verheerenden aktuellen Situation im Amazonas-Gebiet (Waldbrände bzw. illegale Waldrodungen) werfen wir einen Blick zurück auf einen historischen Reisebericht, nein nicht von Alexander von Humboldt, der morgen seinen 250. Geburtstag feiert, sondern von Charles Marie de La Condamine: «Reise auf dem Amazonenstrome durch den Herrn de la Condamine», 1750 erschienen im «Hamburgisches Magazin, oder gesammelte Schriften, aus der Naturforschung und den angenehmen Wissenschaften überhaupt». Der Text befindet sich im Bestand der Stabi. Eine leicht abgewandelte Fassung des Textes ist an der Universitätsbibliothek Bielefeld digitalisiert worden und kann dort online gelesen werden.

Dieser Artikel ist mit einigen Scans aus unserem Originalbericht bebildert (alle Vorschaubilder werden wie immer auf Klick in groß angezeigt). Sehenswert sind die Karten. Lesenswert ist unter anderem die Edisode mit dem Test der giftigen Pfeile (S. 332f, siehe erster Scan, auch online):

Nachlass von Werner von Melle online

9. Mai 2019
von MA — abgelegt in: E-Medien,Schätze der Stabi — 1.146 Aufrufe

Werner von Melle. Gemälde von Henry Ludwig Geertz (1911) Zum Universitätsjubiläum ist der Nachlass von Werner von Melle nun online einsehbar. Der Hamburger Senator und Bürgermeister Werner von Melle (1853-1937) war eine zentrale Persönlichkeit in der Ausprägung und Gestaltung des Hamburger Bildungswesens und war maßgeblich an der Gründung der Hamburgischen Universität im Jahr 1919 beteiligt.

Testamentarisch hat von Melle der Staats- und Universitätsbibliothek seine Korrespondenz und eine Sammlung mit Kabinettfotografien vermacht. Seine Korrespondenzpartner waren u. a. Gelehrte, Kaufleute, Politiker, Dichter und Künstler, darunter Namen wie Albert Ballin, Ernst Cassirer, Ida und Richard Dehmel, Gustav Freytag, Ricarda Huch, Hans Leip, Alfred Lichtwark, Johann Georg Mönckeberg, Robert Münzel, Richard Ohnsorg, Erwin Panofsky, Max Sauerlandt, Gustav Schiefler, Fritz Schumacher, Max Warburg.

Die Briefe sind ihrer ursprünglichen Ordnung folgend nach Personengruppen signiert. Die einzelnen Personengruppen sind in den Digitalisierten Beständen über die Signatur recherchierbar, z. B. „Hamburger Künstler“ unter „NvM : HK“. Wird innerhalb einer Personengruppe eine bestimmte Person gesucht, fügt man den Nachnamen an. Beispiel: Bei einer Suche nach Ida und Richard Dehmel sucht man nach „NvM : HK : Dehmel“.

Eine Übersicht mit den Signaturen der vorkommenden Personengruppen sowie der Zugang zu den Digitalisaten findet sich auf der folgenden Seite:

https://www.sub.uni-hamburg.de/de/sammlungen/nachlass-und-autographensammlung/nachlass-werner-von-melle.html

Carolin Vogel

Das Dehmelhaus in Blankenese

Künstlerhaus zwischen Erinnern und Vergessen

„Dem größten deutschen Dichter wurde eine Villa geschenkt“ titelte eine italienische Tageszeitung 1913. Hundert Jahre später stand Richard Dehmels Haus vor dem Verfall. Was war passiert?

Das Ehepaar Richard und Ida Dehmel (um 1901)

Dieses Buch rekonstruiert die Geschichte eines außergewöhnlichen Ortes und seiner Bewohner. Es erinnert an zwei Schlüssel­figuren der künstlerischen Moderne: an den Lyriker Richard Dehmel (1863–1920), der Thomas Mann entdeckte, Karl Schmidt-Rottluff bewegte und Arnold Schönberg inspirierte, und an die Kunstförderin Ida Dehmel (1870–1942), die Schriftsteller anregte, für Frauenrechte kämpfte und den Künstlerinnenverband GEDOK gründete.

Basierend auf Briefen wird der Wandel des Gesamtkunstwerkes Dehmelhaus vom sagenumwobenen Künstlertreffpunkt zum Erinnerungsort nachgezeichnet. Das vorliegende Werk fragt nach Gründen für sein Verschwinden und zeigt, wie das Dehmelhaus dennoch den Stürmen des 20. Jahrhunderts standhielt.

Das Dehmelhaus von Süden (um 1912)

Während ihrer Forschung nutzte die Autorin u. a. intensiv das umfangreiche Dehmel-Archiv der Stabi, das seit 1926 Eigentum der Bibliothek ist,  jedoch bis 1939 im Dehmelhaus untergebracht war.

Angaben zur Veröffentlichung
Erschienen als frei verfügbare PDF-Datei (Lizenz: CC BY 4.0) und
als Printausgabe:
ISBN 978-3-943423-60-0,
XIV, 481.S., 52 Abbildungen (davon 20 farbig),
Hardcover, 15,1 x 22,5 cm,
39,80 EUR.

Das Werk wurde durch die Dehmelhaus Stiftung ermöglicht.