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Start der zweiten Phase des Projekts „NS-Raubgut in den Sondersammlungen“

29. Juli 2020
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 406 Aufrufe

Von Anneke de Rudder.

Gute Neuigkeiten für die Stabi: Das Forschungsprojekt zu NS-Raubgut in den Sondersammlungen der Bibliothek startet am 1. August 2020 in seine zweite Projektphase! Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste hat im Frühjahr den Antrag der Bibliothek bewilligt, die Provenienzforschung zu Manuskripten, Porträts, seltenen Büchern und anderen Sondermaterialien bis 2022 fortzusetzen. Damit ist die Stabi eine von 25 Institutionen, die das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in seiner ersten Förderrunde 2020 bedacht hat.

Insgesamt rund 2,87 Millionen Euro fließen an öffentliche Museen, Bibliotheken und Archive sowie unterschiedliche private Träger. Ziel ist bei allen Projekten die Überprüfung von Beständen im Hinblick auf NS-Raubgut und – sofern Raubgut identifiziert werden kann – das Erzielen einer fairen und gerechten Lösung mit den Erben der rechtmäßigen Eigentümer. Die Arbeitsstelle Provenienzforschung an der Stabi recherchiert schon seit vielen Jahren zu diesem Thema und kann inzwischen auf eine ganze Reihe erfolgreicher Restitutionen zurückblicken. Seit 2018 nimmt die Historikerin Anneke de Rudder die Bestände der Sondersammlungen im DZK-Projekt „NS-Raubgut in den Sondersammlungen“ genauer unter die Lupe.

2019 konnten im Rahmen dieses Projekts Bücher an die Erbin des Fontane-Patensohns Hans Sternheim zurückgegeben werden, und bis 2022 sind weitere Restitutionen geplant. Zuletzt hat die Arbeitsstelle mit einer Online-Präsentation und einem Blog-Beitrag zum Tag der Provenienzforschung am 8. April 2020 auf sich aufmerksam gemacht. Die Kolleginnen der Arbeitsstelle freuen sich über die Bestätigung dieser Arbeit und sehen den Forschungen der nächsten Jahre mit großer Zuversicht entgegen.

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