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© 2018 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

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Salomon Heine (28.2.)

6. Februar 2018
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 296 Aufrufe

Salomon Heine, um 1825Großzügiger Gastgeber, erfolgreicher Geschäftsmann und geliebter Onkel. Ein Vortrag von Sylvia Steckmest.
Mittwoch, 28. Februar 2018, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage.

Als stadtbekannter Mäzen und als Gründer des Israelitischen Krankenhauses ist Salomon Heine in die Geschichte eingegangen. Weniger bekannt sind die vielen interessanten Gäste seiner Sonntagseinladungen in Ottensen und später am Jungfernstieg. Salomon Heine war ein reicher Mann, aber wie und womit verdiente er sein Geld, welche Art Geschäfte machte er? Bankiers wie heute gab es noch nicht. Die Beziehung zu seinem Neffen Heinrich Heine war bekanntermaßen schwierig, doch das Verhältnis zu dessen Bruder Maximilian war ein fast ungetrübtes, wie den Briefen Salomon Heines zu entnehmen ist. Diese drei unterschiedlichen Themen sollen in diesem Vortrag erläutert werden.

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Bücher aus der Bibliothek von Gustav Gabriel Cohn

31. Januar 2018
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 545 Aufrufe

Von Anna von Villiez.

Das einzige erhaltene Bild von Gustav Gabriel Cohn (1863– 1942), Quelle: Privatbesitz

Am 22. Januar konnte die Stabi 10 Bücher aus dem Bestand NS-Raubgut auf den Weg nach Israel bringen. Die Werke, allesamt Hebraika, stammten ursprünglich aus der Bibliothek von Gustav Gabriel Cohn, einem Hamburger Fondsmakler, der im Laufe seines Lebens eine umfangreiche Privatbibliothek zu religiöser Literatur des Judentums aufgebaut hatte.

Cohns Bücher gelangten, vermutlich im Rahmen der Beschlagnahmung des Besitzes nach seiner Deportation, in den Bestand der Stabi, wo sie im sogenannten „Altbestand“ erst viel später entdeckt und eingearbeitet wurden.

Gustav Gabriel Cohn wurde in Rawitsch im damaligen Posen als Sohn des jüdischen Religionslehrers Markus Cohn und seiner Frau Pauline geb. Brie geboren. Als junger Mann ging er nach Berlin, wo er etwa zehn Jahre verbrachte und unter anderem am Rabbinerseminar seine Ausbildung absolvierte. Noch in Berlin entschied er sich dann für eine weltliche Karriere als Bankier und Finanzmakler.

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Zur Geschichte eines europaweit einmaligen Gebäudes. Vortrag.

Schiller-Oper (2009)

Nirgendwo in Europa ist ein solcher Bau aus dem Fin de Siècle in kompletter Stahlskelettbauweise noch erhalten: Die Schiller-Oper, heute eine Ruine, wurde 1891 als festes Zirkusgebäude für den „Circus Busch“ errichtet. Genutzt wurde sie als Zirkus, Theater und Oper. 1939 fand die letzte Aufführung in der Rotunde statt. Danach diente das Gebäude als Kriegsgefangenenlager, Unterbringungsort für „Gastarbeiter“ und für Asylsuchende. In der Schiller-Oper und den Diskursen um sie spiegelt sich – wie an keinem anderen Ort der Stadt – die Geschichte Hamburgs und Deutschlands. Seit 2012 steht sie unter Denkmalschutz.
Weiter lesen „Dr. Anke Rees: „[…] gewiss ein gewagtes Unternehmen“ – die Schiller-Oper in Hamburg. (7.2.)“

Von Maimonides bis Da Costa. Sefardische Manuskripte und Bücher aus Hamburg Die sefardischen Manuskripte und Bücher der Staats- und Universitätsbibliothek sind ein verborgener Schatz. Die Manuskripte stammen aus Hamburger Privatsammlungen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts und wurden von den jüdischen Familien Abas, de Castro, Meldola, Cassuto, Sealtiel, Mussaphia Fidalgo und Heyman Baruch Levy kenntnisreich zusammengetragen. Vieles wurde über die Zeit gerettet, vieles wurde verkauft oder gilt heute als verschollen. Mit den erhaltenen Handschriften aber besitzt die Staats-und Universitätsbibliothek heute einen großartigen Bestand an Hebraica und Sefardica.

In enger Zusammenarbeit mit dem Centre for the Study of Manuscript Cultures der Universität Hamburg und der Bibliothek des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden sowie Hamburger Museen gibt die Ausstellung einen exemplarischen Überblick über die Hamburger Sammlungen, wobei der Schwerpunkt auf den sefardischen Handschriften in spanischer Sprache und lateinischer Schrift liegt.
Weiter lesen „Von Maimonides bis Da Costa. Sefardische Manuskripte und Bücher aus Hamburg (18.1.-4.3.)“

Das war unsere „Nacht des Wissens“

7. November 2017
von MG — abgelegt in: Aktuelles,Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 657 Aufrufe

Viele wissbegierige Besucherinnen und Besucher, klein und groß, besuchten die Stabi am Sonnabend, 4.11., bei der Nacht des Wissens (Programm). Sie streiften durch die Magazine, ließen sich von unseren Buchschätzen in Erstaunen versetzen, besuchten wissenschaftliche Vorträge oder ließen sich von Buchkunst verzaubern.

Für alle, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabi, war es ein besonderes Ereignis.

Sehen Sie hier die Bilder der Nacht des Wissens in der Stabi in einer Fotogalerie:
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Vortrag von Dr. Jutta Braden
Mittwoch, 15. November 2017, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, der Eintritt ist frei.

Bestimmend für jüdisch-christliche Konversionen im frühneuzeitlichen Hamburg war das orthodoxe Luthertum, das die jüdische Religion für Gotteslästerung und die Bekehrung der Juden zum Christentum für erstrebenswert hielt. In Hamburg manifestierte sich diese Idee in einer Stiftung, die der Orientalist Esdras Edzardi (1629-1708) 1667 zur Beförderung der Judenbekehrung gründete. Der Vortrag berichtet über die Stiftung und die Hamburger, die sie unterstützten. In der Folge wuchs die Zahl an Konvertiten, die als Grenzgänger zwischen zwei Religionen ein eigenes Bevölkerungssegment im Randbereich zwischen Judentum und Christentum bildeten.

Verein für Hamburgische Geschichte Die Historikerin Jutta Braden forscht zur deutsch-jüdischen Geschichte in der Frühen Neuzeit, mit einem Schwerpunkt auf jüdisch-christlichen Konversionen im Hamburg des 17. bis 19. Jahrhunderts.

Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

Preisverleihung HamburgLesen 2017 (27.10.)

9. Oktober 2017
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 734 Aufrufe

Am Freitag, dem 27. Oktober, ab 17 Uhr ist es wieder soweit: Zum fünften Mal vergibt die Staatsbibliothek ihren Buchpreis HamburgLesen an ein Buch der aktuellen „Jahresproduktion“, das sich in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befasst. Im Rennen um den mit 5.000 € dotierten Buchpreis sind folgende sieben Titel der Shortlist:


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Senat beschließt „Hamburg Open Science“

27. September 2017
von IM — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg,Open Access,Open Science — 988 Aufrufe

Die Ergebnisse öffentlich finanzierter Hamburger Forschung sollen frei zugänglich und einfach auffindbar sein – für alle.

Zur Umsetzung dieses Ziels hat der Hamburger Senat am 26.9.2017 das Programm Hamburg Open Science beschlossen. Über einen nutzerfreundlichen Zugang sollen wissenschaftliche Publikationen, Forschungsdaten und Informationen zu Forschungsprojekten zentral verfügbar gemacht werden; aktuelle Informationen und Entwicklungen zu Open Access und Open Science werden laufend vorgestellt.

Die Direktorin der Stabi, Prof. Dr. Gabriele Beger, äußert sich erfreut: Weiter lesen „Senat beschließt „Hamburg Open Science““

Erlebte Inklusion im 19. Jahrhundert (11.10.)

20. September 2017
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 753 Aufrufe

Martina G. Herrmann (Freiburg i. Br.): Erlebte Inklusion im 19. Jahrhundert.
Erfahrungen aus dem privaten Briefwechsel der jüdischen Familie Isler in Hamburg

Stadtplan von 1904

Stadtplan von 1904

Rund 4000 Briefe der Familie Isler berichten vom ganz alltäglichen Leben – was man so schreibt, wenn ein Familienmitglied nicht zu Hause ist. Sie erzählen nicht nur vom bildungsbürgerlichen Alltag und von Fortschritten in der Frauenfrage. Islers waren Juden. Und so teilen die Briefe in vielen Details mit, wie der Prozess der Inklusion in der Sicht der Betroffenen aussah, sehr anders nämlich als aus der Sicht der Mehrheitsgesellschaft damals und heute. Der Briefwechsel reicht von 1827 bis 1888 und umfasst drei Generationen. Inklusion, so erfahren wir, ist auch mit gutem Willen nicht im Handumdrehen zu erreichen.

Im Vortrag wird dieser Prozess anhand der Briefe und ihrer Verarbeitung in dem Buch „Sophie Isler verlobt sich“ nachgezeichnet.
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Das Heiligenstädter Testament in der Elbphilharmonie

1. September 2017
von MJGT — abgelegt in: Hamburg,Schätze der Stabi — 1.257 Aufrufe

Beethovens berühmter Brief im Original als Leihgabe der Stabi zur Eröffnung der neuen Konzertsaison.

Heiligenstädter Testament

Das NDR Elbphilharmonie Orchester hat heute Abend unter der Leitung von Thomas Hengelbrock die neue Konzertsaison eröffnet. Der Auftakt stand ganz im Zeichen von Ludwig van Beethoven. Zunächst ist Beethovens Musik zu Goethes »Egmont« in einer neu konzipierten, halbszenischen Fassung mit dem Schauspieler Klaus Maria Brandauer aufgeführt worden, dann folgten im Rahmen des Nachtstudios Lesungen, Lieder und Klavierwerke von Ludwig van Beethoven. Brandauer hat dabei auch aus einem Brief Beethovens an dessen Brüder Kaspar Karl und Johann aus dem Jahr 1802 gelesen. Ein wichtiges Dokument, bekannt als «Heiligenstädter Testament». Das Original ist Teil der Musiksammlung der Stabi Hamburg und war als Leihgabe unseres Hauses im Rahmen der Saisoneröffnung heute Abend in der Elbphilharmonie zu sehen.

Wir nehmen dies zum Anlass, hier nicht nur die Information zu veröffentlichen, die heute Abend auch die Besucher der Elbphilharmonie vorgefunden haben, sondern liefern am Ende dieses Artikels auch den Link auf das Originaldigitalisat sowie einen Erläuterungstext samt Übertragung des Briefes. Das kostbare Exponat ist für die Besucher der Opening Night in der Elbphilharmonie mit folgenden Worten begleitet ausgestellt worden:
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