FAQ
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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Von Katrin Janz-Wenig.

Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg verwahrt etwas mehr als 1.000 Papyri. Diese Objekte stammen stellenweise noch aus vorchristlicher Zeit und überliefern Texte und Notizen in verschiedenen Sprachen. Die überwiegende Zahl stellen die griechischen Papyri dar, aber es finden sich auch arabische, demotische, koptische, lateinische und weitere mehrsprachige Texte.

Nun ist unter den noch nicht erschlossenen griechischen Papyri eine für verschiedene Forschungsdisziplinen beachtliche Entdeckung gemacht worden. Lajos Berkes (Humboldt-Universität zu Berlin) und Gabriel Nocchi Macedo (Universität Lüttich, Belgien) konnten den Text, der auf dem Papyrus-Fragment P.Hamb.graec.1011 erhalten ist, als Ausschnitt aus dem Kindheitsevangelium nach Thomas identifizieren.

Mit dieser medienwirksamen Nachricht verbinden sich gleich mehrere Superlative (vgl. u.a. Ältestes Manuskript eines Evangeliums über die Kindheit Jesu entdeckt). Der im 4. oder 5. Jahrhundert entstandene Papyrus ist der älteste Beleg des griechischen Überlieferungsstranges des so weit verbreiteten Textes, der sich zudem in vielen Sprachen erhalten hat und bis ins europäische Mittelalter hinein tradiert wurde. Der neue Beleg erhärtet damit bedeutend die These, dass die Sprache, in der der Text wohl im 2. Jahrhundert geschrieben wurde, tatsächlich Griechisch war. Außerdem legen paläographische Betrachtungen nahe, dass sich hier eine Schreibübung eines Schülers erhalten hat. Solche Übungen sind sehr selten erhalten und stellen somit immer eine Rarität dar, die uns Einblicke in das alltägliche Leben um 400 n. Chr. ermöglichen.

Eine umfassende Erschließung der Hamburger Papyrus-Sammlung steht noch aus und so bleibt zu hoffen, dass wir noch weitere kleine Juwelen beherbergen, die gefunden werden (https://www.papyrusportal.de).

Ausstellung: Vom Klang der Dichtung. Klopstock und die Musik (2.7.-15.9.)

14. Juni 2024
von Konstantin Ulmer — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 228 Aufrufe

Ausstellung: Vom Klang der Dichtung. Klopstock und die Musik (2.7.-15.9.) Wenn Friedrich Schiller über Friedrich Gottlieb Klopstock sagt, er sei ein „musikalischer Dichter“, so benennt er damit sowohl den Kern von Klopstocks Dichtung als auch einen Grund für seine herausragende Bedeutung innerhalb der deutschen Literatur. Denn gerade die klangliche Komponente von Klopstocks Werk vermochte im 18. Jahrhundert mit Goethe, Schiller und Hölderlin eine neue Dichtersprache zu initialisieren.

Seelische wie körperliche Bewegung finden im Rhythmus der Dichtung ihren mitreißenden Ausdruck und inspirierten auf diese Weise noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auch zahlreiche Komponisten. Gleichzeitig fanden einige Texte Klopstocks eine weite Verbreitung über Liedvertonungen, die zum Teil noch heute in (Kirchen-)Liederbüchern zu finden sind. Diese Spannungsfelder von Klopstocks eigenem „bewegenden“ Rhythmus und dem neuen, mitunter fremden Rhythmus nicht minder bewegender Vertonungen, zwischen tief gedachter Dichtungstheorie und vielgestaltiger musikalischer Rezeption sollen die Leitlinien der Ausstellung „Vom Klang der Dichtung. Klopstock und die Musik“ sein und den großen Hamburger Dichter zum 300. Geburtstag in diesem faszinierenden Aspekt vorstellen.
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Mittwoch, 26.6, 18 Uhr, Vortragsraum.

Der Boden Hamburgs birgt so manche Geheimnisse. Alte Klöster, Burgen, Kontorhäuser, vergessene Straßen und Friedhöfe die im heutigen Stadtbild nicht mehr oder nur schwerzu erkennen sind offenbaren sich, wenn das Bodenarchiv geöffnet wird. Dabei werden durch bessere Datierungsmethoden und sorgfältigere Ausgrabungstechniken alte Erkenntnisse ergänzt oder mitunter korrigiert. Begleiten Sie den Archäologen Kay-Peter Suchowa auf einem Streifzug durch unsere wunderschöne Stadt.

Kay-Peter Suchowa, M.A., hat 1999 seinen Abschluss in Vor- und Frühgeschichte an der Universität Hamburg gemacht. Daraufhin leitete er zwischen 1999–2010 zahlreiche Stadtkerngrabungen in Lübeck. Parallel arbeitete er dort am Archäologischem Museum als Museumspädagoge. Es folgten Ausgrabungen in Hameln und Rinteln, bevor er 2012 nach Hamburg wechselte.

Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte. Der Eintritt ist frei.

Montag, 24.6., 19.30 Uhr, Vortragsraum.

Joy Labinjo We came to a Country that we helped to Rebuild The international art scene has finally woken up to address the historical imbalances which have kept female artists far too long in the shadows. Art historian Linda Nochlin’s seminal 1971 essay, ironically titled “Why Have There Been No Great Women Artists?“ promised to be a transformative moment in art history, but male artists continued to dominate the narrative. In the wake of the #MeToo movement, museum directors, curators and academics are making up for lost ground. In her lecture “Let’s Hear it for The Girls“, Cindy Polemis looks at some of the leading female artists working today who should be household names.

Entrance free for members of The Arts Society Hamburg. Guests: 15 €, Students 5 €.

Vortrag und Konzert: Polens neuer Weg nach den Europawahlen (18.6.)

10. Juni 2024
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 397 Aufrufe

Jan Opielka Dienstag, 18.6., 19 Uhr, Vortragsraum.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg lädt zum Treffen mit dem polnischen Journalisten Jan Opielka ein, der die Hintergründe der aktuellen Entwicklungen in Polen erläutert. Wird die neue Regierung in der Lage sein, die Rechtstaatlichkeit und die Frauenrechte wieder herzustellen sowie das Land näher an Europa heranzuführen und zugleich die Beziehungen mit Deutschland zu normalisieren?

Im Anschluss wechselt der Referent die Rollen und wird eigene Musikstücke darbieten (Gitarre und Gesang) – auf Deutsch und Polnisch. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 21. Juni, 19 Uhr, Vortragsraum.

Claudio Steiger Zum 100jährigen Jubiläum von Thomas Manns großem Roman „Der Zauberberg“ laden wir zu einer Podiumsdiskussion mit dem Literaturwissenschaftler und Zauberberg-Experten Claudio Steiger (Heidelberg) ein.

In dem Gespräch soll es um zentrale Aspekte des Buches gehen wie etwa um Konservatismus am Beispiel von Hans Castorps Großvater, um die erbitterten Debatten zwischen dem Aufklärer Settembrini und dem reaktionären Jesuiten Naphta und um die Überwindung der Romantik am Beispiel der Musik.

Das Gespräch moderiert Oliver Fischer, Vorsitzender der Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg.

Die Besucher:innen sind herzlich zum Mitdiskutieren eingeladen! Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Mittwoch, 19.6., 19 Uhr, Vortragsraum.

Comicbuch Im Juni erscheint im Ankerwechsel Verlag die Graphic Novel „Face with Tears of Joy“ zum Thema Emojis. Was steckt hinter den Bildschriftzeichen? Woher kommen sie? Wie nutzen wir sie? Sind Emojis divers und demokratisch? Und funktionieren sie wirklich global? Copyright: Karla-Jean von Wissel
Weiter lesen “IndieStabi: „Face with Tears of Joy“ – Eine Comicbuch-Lesung mit Gespräch (19.6.)”

Stellenausschreibung: Leitung der Bibliothek für Geisteswissenschaften (A15/E15)

31. Mai 2024
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles — 891 Aufrufe

Die Universität Hamburg ist auf der Suche nach einer Leitung der Bibliothek für Geisteswissenschaften. Gerne weisen wir daher auf folgende Ausschreibung hin:

Einrichtung: Fakultät für Geisteswissenschaften

Wertigkeit: BESGR. A15 HmbBesG bzw. EGR. 15 TV-L

Arbeitsbeginn: schnellstmöglich, unbefristet

Bewerbungsschluss: 21.06.2024

Arbeitsumfang: teilzeitgeeignete Vollzeitstelle

Ausführliche Informationen zur Bewerbung entnehmen Sie bitte dieser Ausschreibung.

 

Montag, 17.6., 19 Uhr, Vortragsraum.

DDR-Nationalmannschaft 1974 in Hamburg

Die DDR-Nationalmannschaft auf dem Weg zum Training im Volksparkstadion v.l.n.r.: E. Hamann, H. Irmscher, R. Schnuphase, S. Wätzlich und W. Löwe. Bundesarchiv, Bild 183-N0612-0025 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA 3.0

Im Juni 1974 kommt es im Hamburger Volksparkstadion zum WM-Vorrundenspiel zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Mit dem überraschenden Sieg der DDR-Elf hat dieses Spiel seinen Platz in der deutschen Fußballgeschichte gefunden.

Nach einem einführenden Vortrag von Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) folgt ein Podiumsgespräch, moderiert von Andreas Käckell (NDR) und mit den damaligen Nationalspielern: Harald Irmscher (DDR) und Wolfgang Overath (DFB), sowie dem DDR-Schlagerstar Frank Schöbel.

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung. Der Eintritt ist frei.

Chorkonzert: Klangformat Hamburg (14.6.)

31. Mai 2024
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 664 Aufrufe

Freitag, 14.6., 18.30 Uhr, Lichthof.

10 Jahre Klangformat Hamburg e.V.: Das ist ein fantastischer Anlass, zu feiern! 40 musikbegeisterte Menschen, jung und jung geblieben, musizieren regelmäßig gemeinsam und haben dadurch eine starke Gemeinschaft entwickelt. Das Jubiläumskonzert umfasst ein breites Spektrum aus Altem und Neuem, Stücken aus dem Repertoire und neu Eingeprobtes, ein bunter Mix.

Der Eintritt ist frei. Um Spende wird gebeten.