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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Hörerbriefe „Draußen vor der Tür“.

Zwischen den Schuttbergen der nachkriegsdeutschen Städte trieben massenhaft Gebrochene umher. Viele von ihnen waren zwischen 1939 und 1945 als flinke, zähe, harte Übermenschen eines Großdeutschen Reiches in den Krieg gezogen. Jetzt kehrten sie als Verlierer und Verlorene in ein Land zurück, das besiegt und besetzt war. Einer dieser Heimkehrer, die nicht heimkehren konnten, rauschte am 13. Februar 1947 durch die Radioempfänger zwischen Köln, Kiel und Berlin. Beckmann nannte er sich, hatte keinen Vornamen, „einfach Beckmann“. Er war Hauptfigur eines Hörspiels, das der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) mit Sitz in Hamburg produziert hatte.
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Plakat der Ausstellung 'Borchert heutzutage' (15.1.-20.2.) „TOD: Überfressen. Glatt überfressen. Das ist alles. Heutzutage kommt man aus dem Rülpsen gar nicht heraus. Rums! Tschuldigung.“

Unter dem Motto „Hamburg liest Borchert“ stand das vergangene Literaturjahr in der Hansestadt ganz im Zeichen Wolfgang Borcherts, der im Mai 2021 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Zum Abschluss des Jubiläumsprogramms stellen Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) aus dem Studiengang Illustration von Prof. Alexandra Kardinar und Prof. Bernd Mölck-Tassel ihre Arbeiten in der Ausstellung „Borchert heutzutage“ im Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek vor.

Das „Heutzutage“, seine unmittelbare Gegenwart, spielte für Borchert stets eine große Rolle. Unmittelbar vor seinem Tod im November 1947 schrieb er dem Verleger Ernst Rowohlt, der den jungen Autor im Verzeichnis seines renommierten Verlags an erste Stelle setzen wollte, seine Texte seien „Feuilleton für den Tag“ – bald, so vermutete Borchert, werde „kein Mensch das Zeug mehr lesen“.
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Stabi erwirbt wiederentdeckte Autographen Georg Heyms

11. Januar 2022
von Konstantin Ulmer — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 1.453 Aufrufe

Briefkonvolut Georg Heym Die Handschrift eines großen Expressionisten.

Zum 110. Todestag Georg Heyms kann die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg eine spektakuläre Neuerwerbung präsentieren: Die Tochter Karl Ludwig Schneiders, Herausgeber der Heym-Gesamtausgabe, übergab der Stabi fünfzehn Briefe und Postkarten aus der Feder des großen expressionistischen Dichters. Die Autographen hatten sich im Nachlass ihres 1981 verstorbenen Vaters befunden.

Prof. Robert Zepf (Direktor der SUB):

Wir sind sehr froh, dass wir durch diese Erwerbung den in der Staats- und Universitätsbibliothek bewahrten Nachlass Georg Heyms um fünfzehn Dokumente aus dem Besitz von Karl Ludwig Schneider ergänzen können. Prof. Schneider war der Universität Hamburg eng verbunden – und hat als Herausgeber der Gesamtausgabe hier über viele Jahrzehnte zu Heym geforscht. Es ist schön, dass seine Lebensleistung durch diese kleine Nachlassergänzung hier in Hamburg auf Dauer dokumentiert wird.

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