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Vorankündigung: Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung

4. April 2022
von Konstantin Ulmer — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.571 Aufrufe

Aktuelle Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie hier:
Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung

Ausstellung vom 23. August – 10. Oktober 2022
Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Louis de Jong

Im Institut für Kriegsdokumentation in Amsterdam ordnet Louis de Jong Dokumente über die deutsche Besatzung der Niederlande, 1950. © Nationaal Archief / Collection Spaarnestad Photo

 

Zwischen 1939 und 1945 ermordeten die Deutschen sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Der Holocaust zielte auf die Vernichtung von Menschen und die Zerstörung ihrer Kultur. Die Täter wollten alle Spuren ihres Verbrechens verschleiern. Dem wirkte die erste Generation der Holocaustforschung entgegen. Eine Ausstellung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und des Touro College Berlin in Zusammenarbeit mit der Wiener Library London stellt die Protagonist*innen dieser Arbeit gegen das Verschleiern und Verdrängen ab dem 23. August 2022 im Lichthof der Stabi vor.

Noch während des Mordens versuchten die Betroffenen der vollständigen Auslöschung entgegenzuwirken. Sie dokumentierten die Taten, sammelten Fakten und sicherten Spuren. Sie gründeten Archive und Forschungsgruppen, die nach Kriegsende ihre Arbeit fortsetzten. Sie wollten an die Ermordeten erinnern, den Holocaust ergründen, die Täter vor Gericht bringen und gleichzeitig einen erneuten Genozid unmöglich machen.

Damit verweigerten sie den Tätern den endgültigen Triumph: Der millionenfache Mord fiel nicht dem Vergessen anheim und blieb nicht ohne Konsequenzen: Bücher, Gedenkstätten, Forschungsinstitute, Gerichtsprozesse und nicht zuletzt die UN-Genozidkonvention von 1948 waren Resultate ihres leidenschaftlichen Engagements. Auf diesem Vermächtnis beruht unser heutiges Wissen über den Holocaust.

Die Ausstellung setzt Leben und Arbeit von zwanzig dieser Pionierinnen und Pioniere der Holocaustforschung ein Denkmal. In der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg wird sie von einem breiten Veranstaltungsprogramm begleitet. Weitere Informationen dazu folgen.

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