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Ausstellung: Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung (24.8.-10.10.)

1. August 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 279 Aufrufe

Zwischen 1939 und 1945 ermordeten die Deutschen sechs Millionen Juden. Der Holocaust zielte auf die Zerstörung ihrer Kultur und die Verschleierung aller Spuren des Verbrechens.

Dieser vollständigen Auslöschung versuchten Jüdinnen und Juden noch während des Mordens entgegenzuwirken. Sie erforschten das Geschehen, um die Dimensionen des Massenmordes und der Vernichtung jüdischer Lebenswelten sichtbar zu machen und daran zu erinnern. Im Exil, aber auch unter lebensfeindlichen Bedingungen in den Ghettos und Lagern, dokumentierten sie die Taten, sammelten Fakten und sicherten Spuren. Sie gründeten Archive und Forschungsgruppen, die nach Kriegsende ihre Arbeit fortsetzten.

Sie wollten an die Ermordeten erinnern, die Shoah ergründen, die Täter vor Gericht bringen und gleichzeitig einen erneuten Genozid unmöglich machen.

Angetrieben von unterschiedlichen Motiven, widmeten sich diese Frauen und Männer mit verschiedenen beruflichen Hintergründen der Erforschung und dem Gedenken an den Holocaust. Sie verweigerten damit den Verbrecher:innen den endgültigen Triumph: Der millionenfache Mord fiel nicht dem Vergessen anheim und blieb nicht ohne Konsequenzen. Bücher, Gedenkstätten, Forschungsinstitute, Gerichtsprozesse und nicht zuletzt die UN-Genozidkonvention von 1948 waren Resultate ihres leidenschaftlichen Engagements. Auf diesem Vermächtnis beruht unser heutiges Wissen über den Holocaust.

Die Ausstellung, kuratiert von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und des Touro College Berlin in Zusammenarbeit mit der Wiener Library London, setzt Leben und Arbeit von zwanzig dieser Pionier:innen der Holocaustforschung ein Denkmal. Namen wie Rachel Auerbach, Raphael Lemkin, Simon Wiesenthal oder Joseph Wulf stehen exemplarisch für eine kleine Gruppe unermüdlicher Aufklärer:innen. Unter widrigsten Bedingungen und oftmals gegen Gleichgültigkeit und Ablehnung schufen sie die Grundlagen für die universelle Anerkennung des Holocausts als Menschheitsverbrechen.

Die Ausstellung wird in der Stabi Hamburg wird sie von einem breiten Veranstaltungsprogramm begleitet.

Dauer der Ausstellung: 24. August – 10. Oktober 2022
Im Lichthof des Altbaus, Eingang Grindelallee / Ecke Edmund-Siemers-Allee.
Öffnungszeiten: Mo.-So. 10-18 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung:

Am Dienstag, dem 23.8., um 19 Uhr
im Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Grußworte: Prof. Robert Zepf (Direktor SUB), Eike Stegen (Haus der Wannsee-Konferenz), Stefan Hensel (Antisemitismusbeauftragter der FHH)
Podium: Franziska Exeler, Markus Roth, Daniel Schuch
Moderation: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann (Direktorin Landeszentrale für pol. Bildung)
Der Eintritt ist frei.

Begleitendes Veranstaltungsprogramm:

(Die genauen Informationen zu diesen Veranstaltungen werden in eigenen Artikeln im Stabi-Blog bekannt gegeben, die nach ihrer Veröffentlichung sofort hier verlinkt werden.)

  • Di., 30.8., 19 Uhr, Vortragsraum: Projektbericht: Lernen über und an der frühen Holocaust-Forschung
  • Di., 6.9., 19 Uhr, Vortragsraum (Treffpunkt: Lichthof): Kreative und forschende Projektarbeit mit Schüler:innen zum Holocaust
  • Di., 13.9., 19 Uhr, Vortragsraum: Vom Buch zum „Hologramm“ – Zeug:innenschaft gestern und heute. Ein Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Umlauf
  • Di., 20.9., 19 Uhr, Vortragsraum: Raphael Lemkin: Historical and Legal Construction of the Crime of Genocide

Eine Antwort zu “Ausstellung: Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung (24.8.-10.10.)”

  1. […] bedeutet eine Ausstellung wie „Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“, ab dem 24. August im Lichthof der Stabi zu sehen, in unserer heterogenen, diversen, pluralen […]

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