FAQ
© 2017 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Der Kartoffelkönig von Ochsenwärder

20. Februar 2017
von Redaktion — abgelegt in: E-Medien,Hamburg — 1.355 Aufrufe

Von Bernd Reinert.

Werbe-Ansichtskarte des Ernst-Drucker-Theaters zum ‚Kartoffelkönig‘ mit Bildern der Schauspieler

Ein vergessener Autor, ein verschollenes Theaterstück – die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg schafft Abhilfe. Theodor Franckes „Der Kartoffelkönig von Ochsenwärder“ hat Aufnahme in ihre E-Medien gefunden.

Die „grosse Lokalposse aus Hamburgs jetziger Zeit (1916)“ – so die Erinnerungsansichtskarte des Ernst-Drucker-Theaters – dreht sich um die Liebe und einen skrupellosen Kartoffelhändler und Bauern aus Ochsenwerder, der letztlich vor einer tatkräftigen „Landsturmfrau“ die Flucht ergreift. Der Text wurde wahrscheinlich nie gedruckt, und so kann es gut sein, dass das in den Digitalisierten Beständen jetzt eingestellte Manuskript aus einer privaten Sammlung das einzige erhaltene Exemplar ist. Das in hochdeutscher und plattdeutscher Sprache gehaltene Stück weist sicher keine besonderen Qualitäten auf (vielleicht ist es zu Recht nie im Druck erschienen), aber es ist ein Dokument seiner Zeit und ermöglicht einen Einblick in das Repertoire des Ernst-Drucker-Theaters vor gut hundert Jahren. Und es spiegelt die vom Krieg und seinen Begleiterscheinungen geprägte Lebenssituation in Hamburg: zum Zeitpunkt der Erstaufführung im Februar 1916 mangelte es an Nahrungsmitteln – im Laufe des Jahres verschärfte sich diese Situation weiter, sodass das Thema nichts an Aktualität einbüßte.
Weiter lesen „Der Kartoffelkönig von Ochsenwärder“

Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog

19. Januar 2017
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 1.410 Aufrufe

Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog

Update 26.1.: Der Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog ist nun freigeschaltet.

Im Rahmen der Vorbereitungen auf das 100-jährige Jubiläum der Universität Hamburg im Jahr 2019 hat die Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte eine Datenbank zu den Lehrenden der Hamburger Universität von ihrer Gründung im Jahre 1919 bis in die Gegenwart erarbeitet.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zur

Freischaltung des Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalogs
am Donnerstag, 26. Januar 2017, 10 Uhr,
Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg,
Albrecht-Mendelssohn-Bartholdy-Hörsaal (Hörsaal K).

Der Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog (HPK) enthält mehr als 5.000 Datensätze und präsentiert die jeweiligen Personen mit ihrem Fachgebiet und der Dauer ihrer Zugehörigkeit zur Universität Hamburg. Angereichert werden die Einträge u. a. mit kurzen Lebens- und Herkunftsangaben sowie mit Verlinkungen zu anderen biografischen und bibliografischen Portalen. Der HPK ist damit ein zentrales biografisches Hilfsmittel und ein wichtiges Instrument zur Erschließung der Hamburger Universitätsgeschichte.
Weiter lesen „Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog“

Von Mark Emanuel Amtstätter.

Wer das Glück hat, Wolfgang Rihms Komposition „Reminiszenz (Hamburg). Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn“ zur Eröffnung der Elbphilharmonie zu hören [wir berichteten], könnte den dort vertonten Ausschnitt aus Hans Henny Jahnns Roman „Fluß ohne Ufer“ auch in der Originalhandschrift mitlesen (alle hier gezeigten Abbildungen sehen Sie nach Klick darauf in groß).

Hans Henny Jahnn 'Fluß ohne Ufer'
Weiter lesen „Zur Elbphilharmonie-Eröffnung vertonte Hans Henny Jahnn-Passage in erster Niederschrift und im Typoskript“

NDR berichtet über geraubte Bücher in der Stabi

9. Januar 2017
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 970 Aufrufe

Arbeitsstelle Provenienzforschung - NS-Raubgut der Stabivon Maria Kesting.

Am 28.12.2016 berichtete NDR 90,3 über die Tätigkeit der „Arbeitsstelle Provenienzforschung – NS-Raubgut der Stabi.“

Die Mitarbeiter der Arbeitsstelle beschreiben darin die mühsame Suche nach den geraubten Büchern und die detektivischen Recherchen, die nötig sind, um Erben zu ermitteln, denen die Bücher restituiert werden können.

Der Radio-Beitrag von Sven Barske (Dauer 2 Min. 49 Sek.) kann hier nachgehört werden:

Digitale Semesterapparate: (erst einmal) gute Nachrichten

15. Dezember 2016
von IM — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien,Hamburg — 4.065 Aufrufe

Kultusministerkonferenz (KMK), Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) haben in einer Grundsatzvereinbarung vom 23.12.2016 eine Einigung zur Anwendung des § 52a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) getroffen. Im Ergebnis wird die bisherige Regelung (bis 31.12.2016) mit einer pauschalen Vergütung durch Bund und Länder bis zum 30.9.2017 verlängert. Bis zum Wintersemester 2017 wird die AG weiter beraten, um eine befriedigende Lösung vereinbaren zu können. Die Vereinbarung bedarf noch der Zustimmung des Verwaltungsrates der VG Wort und der Amtschefkonferenz der KMK.
(Update vom 3.1.2017)

Gegebenenfalls wird der Gesetzgeber dabei Vorgaben machen, da die CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz aufgefordert hat, den Gesetzentwurf mit einer allgemeinen Wissenschaftsschranke in die parlamentarische Beratung einzubringen, wie es der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vorsieht.

kopierer_in_der_stabi

Erst einmal bleibt der Ansturm aus.

 

Die wichtigste Mitteilung für heute ist somit, dass keine digitalen Textdokumente zum 31.12.2016 vom Netz genommen werden müssen!

Hintergrundinformationen finden Sie auf unserer Webseite zum Thema.

Seit 2003 können Hochschulen in E-Learning-Plattformen und wissenschaftlichen elektronischen Apparaten für Forscher urheberrechtlich geschützte Werkteile zum Abruf bereitstellen. Die rechtliche Grundlage dazu bildet der Paragraf 52a des Urheberrechtsgesetzes.

Die Nutzungen wurden bislang pauschal durch die Länder für ihre Hochschulen vergütet. Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) hat auf dem Gerichtswege erstritten, dass sie für Textwerke Anspruch auf eine Einzelmeldung und Einzelvergütung jeder Nutzung hat. Die BGH-Entscheidung wurde in einem Rahmenvertrag Länder und VG Wort gefasst. Dieser tritt zum 1.1.2017 in Kraft.

Die Hamburger Hochschulen sind wie Hochschulen in den anderen Bundesländern dem Rahmenvertrag nicht beigetreten. Sie haben sich damit auch einer entsprechenden Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) angeschlossen. Grund ist, dass ein erheblicher administrativer und personeller Mehraufwand erwartet wird, der Lehre und wissenschaftliche Forschung beeinträchtigt.

kopierer_in_der_stabi

Die Ruhe vor dem Sturm?

 

Die Kultusministerkonferenz (KMK), die HRK und die VG Wort haben in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, dass sie eine AG gegründet haben, die zum Ziel hat, bis zum Jahresende noch eine praxistaugliche Lösung über den 1.1.2017 hinaus zu finden.

Update 15.12.2016: Die AG hat eine Einigung erzielt! Es müssen keine digitalen Textdokumente zum 31.12.2016 vom Netz genommen werden!

Nähere Informationen zum Rahmenvertrag, mögliche Handlungsoptionen bei dessen Inkrafttreten sowie Unterstützung bei Fragen zur Rechtslage bieten wir Ihnen auf unserer Webseite https://www.sub.uni-hamburg.de/service/UrhG52a.

Historischer Rückblick im Bergedorf-Blog auch in 2017

5. Dezember 2016
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien,Hamburg — 832 Aufrufe

bergedorf1917

Gute Nachrichten für die Leserschaft des Bergedorf-Blogs. Staatsrat a.D. Bernd Reinert wird auch im kommenden Jahr das Blog mit seiner auf Nachrichten der Bergedorfer Zeitung gestützten historischen Rückschau auf die Ereignisse in Bergedorf vor 100 Jahren fortsetzen. Das im Jahr 2013 eingerichtete Blog mit seinen historischen Betrachtungen anhand von Quellen der Stabi Hamburg geht damit in das fünfte Jahr seines Bestehens.

Weiter lesen „Historischer Rückblick im Bergedorf-Blog auch in 2017“

Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg (7.12.)

22. November 2016
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 594 Aufrufe

Prof. Dr. Markus Friedrich Mittwoch, 7. Dezember 2016, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.
Prof. Dr. Markus Friedrich: Geduldet, verhasst, erfolgreich – Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg

Der Vortrag wird die Rolle und Tätigkeiten der Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg (und Altona) näher beleuchten. Er wird Ankunft, Selbstverständnis und Handlungsspielräume der Ordensmänner im streng lutherischen Kontext Norddeutschlands erörtern und dabei stärker als in den meisten bisherigen Arbeiten die Eigenperspektive der katholischen Akteure zum Ausgangspunkt nehmen. Welche Tätigkeitsfelder sahen die Mitglieder der Societas Iesu in der Hansestadt, wie schätzten sie ihr eigenes Handeln ein, welche Strategien des Überlebens verfolgten sie in einem weitgehend feindlichen Umfeld? Neben den neu herausgegebenen Jahresberichten der Ordensmänner selbst sollen dabei insbesondere auch die literarischen Auseinandersetzungen mit den lutherischen Geistlichen Hamburgs im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.
Weiter lesen „Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg (7.12.)“

MKG stellt Buchumschläge aus – viele davon aus der Stabi

16. November 2016
von Redaktion — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 480 Aufrufe

Karl Arnold, Rumpelstilzchen – Berliner Einerlei (Ausschnitt), Berlin 1922, Entwurf für einen Buchumschlag, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 Bis zum 26. Februar 2017 zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung „Schützen – Werben – Neugier wecken: Buchumschläge“.

Durch ihre grafische Gestaltung machen Buchumschläge auf ein Buch aufmerksam und schützen dessen Einband. Häufig geben sie auch nützliche Hinweise auf den Inhalt, was der Stabi das Erschließen der Bücher erleichtert.

Seit jeher werden Buchumschläge in der Stabi gesammelt und anschließend an das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg weitergeleitet. Wir freuen uns, dass wir somit zur dortigen Ausstellung beitragen konnten.

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, Do 10-21 Uhr

Abb.: Karl Arnold, Rumpelstilzchen – Berliner Einerlei (Ausschnitt), Berlin 1922, Entwurf für einen Buchumschlag, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Neu im Stabiverlag: Biographie zu Werner von Melle

16. November 2016
von IM — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg,Hamburg University Press — 495 Aufrufe

Stadt – Mann – Universität. Hamburg, Werner von Melle und ein Jahrhundert-Lebenswerk

Teil 1: Der Mann und die Stadt
Myriam Isabell Richter

(Mäzene für Wissenschaft, 18.1)

Werner von Melle (1899) (Privatbesitz, Foto Rudolph Dührkoop)

Werner von Melle (1899)
(Privatbesitz, Foto Rudolph Dührkoop)

Das Leben des promovierten Juristen und Journalisten Werner von Melle, der im ausgehenden 19. Jahrhundert in den politischen Ämtern Hamburgs  zu einem bedeutsamen Organisator der Wissenschaft und Gestalter des Bildungswesens werden konnte, umfasst eine Spanne von beinahe 84 Jahren (1853–1937). 1900 in den Hamburger Senat berufen, wurde Werner von Melle 1904 zum Präses der Oberschulbehörde bestellt. 1914 und 1917 bekleidete er das Amt des Zweiten und für 1915 und 1918 des Ersten Bürgermeisters.  Als Wegbereiter der Gründung der Universität Hamburg unterstützte von Melle unter anderem das öffentliche Vorlesungswesen und gründete die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung. Dem aus den Ämtern scheidenden 67-Jährigen wurde 1921 die Auszeichnung eines Rector magnificus honoris causa verliehen. Bei seinem Tod trugen Gelehrte, Künstler und Würdenträger einer neuen Zeit mit ihm auch ein Stück altes Hamburg zu Grabe.

Beide, der Mann und die Stadt, sind Gegenstand des ersten Teils dieser Biographie.

Erschienen als frei verfügbare PDF-Datei und
als Printausgabe:

Cover Werner von Melle, Mäzene für Wissenschaft Band 18.1
364 S., zahlreiche farbige Abb., 15,8 x 22,0 cm, 59,80 EUR
Hardcover mit Rundrücken und Lesebändchen
ISBN 978-3-943423-42-6

Bestellungen über: order.hup@sub.uni-hamburg.de; Fax: 040/42838-3352
oder über den Buchhandel