FAQ
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Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten Leichte Sprache

Mittwoch, 21.6., 19 Uhr, Vortragsraum.


Was sind die ungeschriebenen Regeln einer Großstadt, nach denen neu Ankommende nicht zu fragen wagen oder von denen sie gar nicht wissen, dass sie existieren?

Die Autorin Paula Hildebrandt begibt sich auf die Suche nach einer Sprache, um die Realität einer diversen Stadtgesellschaft zu beschreiben. In ihren Erkundungen befasst sie sich mit dem Ankommen und Bleiben, mit Fragen nach Identität und Zugehörigkeit, den Grenzen und Ambivalenzen deutscher Willkommenskultur. Paula Hildebrandt liest aus ihrem Buch Welcome City und spricht mit dem adocs Verlag über ihre Arbeit. Der Eintritt ist frei.

In der Reihe „Indie Stabi“ stellt an jedem dritten Mittwoch im Monat ein Verlag aus der Liste unabhängiger Verlage Hamburg (LuV) sich und seine Produktion vor. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 17.5., 19 Uhr, Vortragsraum.

Illustration: Svea Öhlschläger

Zwei Lebensgeschichten im „Jahrhundert der Extreme“: Martha und Harry Naujoks, beide Anfang des 20. Jahrhunderts geboren, nahmen an den Kämpfen der jungen Republik teil, beide waren – getrennt voneinander – schon 1933 in Haft. Martha emigrierte 1935 über Prag nach Moskau und überlebte die stalinistischen Säuberungen, Harry war zwölf Jahre in mehreren KZs und baute als „Lagerältester“ eine Widerstandsgruppe auf. Der Historiker Henning Fischer stellt die beiden eindrucksvollen Biografien vor.
Weiter lesen “IndieStabi: Für die Befreiung: Martha und Harry Naujoks. Zwei Lebensgeschichten im Widerstand (17.5.)”

Mittwoch, 19.4., 19 Uhr, Vortragsraum.

Edition Nautilus

Mit Planet ohne Visum hat Jean Malaquais, „einer der großen Abenteurer der europäischen Literatur“, den vielen Menschen ein Denkmal gesetzt, die 1942 im Hafen von Marseille strandeten und zwischen Kollaborateuren, Spitzeln und Widerstandskämpfern auf Weiterfahrt hofften.

Nadine Püschel, Foto: privat

 

Planet ohne Visum ist zugleich Agententhriller und Milieustudie, ein packendes Epos der Menschen ohne Papiere, dessen elegante Sprache und stilistischen Reichtum Nadine Püschel meisterhaft ins Deutsche übertragen hat. 1947 in Frankreich erschienen, liegt der Roman damit erstmals in deutscher Übersetzung vor.

„Ein literarisches Ereignis“, ein „Jahrhundertbuch“, „eine späte, aber grandiose Entdeckung“, „ein Juwel“ – die Presse zeigte sich einhellig begeistert über die Veröffentlichung von Jean Malaquais’ Roman „Planet ohne Visum“ auf Deutsch.
Weiter lesen “IndieStabi: Malaquais’ “Planet ohne Visum”. Ein Abend mit der Edition Nautilus (19.4.)”

Mittwoch, 15.3., 19 Uhr, Konferenzraum (2. Etage).

Else Laudan. Foto: Miguel Ferraz

Zeitschrift 'DAS ARGUMENT' Der Argument Verlag entstand ab 1959 mit der Zeitschrift „DAS ARGUMENT“, veröffentlichte Gramsci, Stuart Hall, Haraway, Haug, das Historisch-kritische Wörterbuch des Marxismus, Gestalten der Faschisierung und weitere Autor:innen, Reihen und Schriften. Doch politische Bildung ist für das Verlagsteam nicht auf Theorie begrenzt: Kritische Gegenwartsliteratur in Krimiform – diese Pflanze gedeiht hier als Politik des Kulturellen. Mit Krimis die Große Erzählung verändern? Ja! Ein guter Krimi ist ein Fenster zur Welt, hochpolitisch und bei Ariadne (seit 1988) intersektional feministisch. Else Laudan, Verlegerin und Übersetzerin, stellt die aufrührerische bunte Palette vor, zeigt besondere Projekte und Autorinnen, liest starke Stückchen vor.
Weiter lesen “IndieStabi: Von linker Theorie bis zu feurigen Politkrimis. Argument Verlag mit Ariadne”

Mittwoch, 15.2., 19 Uhr, Konferenzraum (2. Etage).

In der Reihe „IndieStabi“ stellt der Kunsthistoriker, Künstler und Performanceforscher Johannes Lothar Schroeder sein Buch abhängen. Bilder und Gefühle verwerfen vor. Erschienen ist es im ConferencePoint Verlag, der sich in seinen Kunst-, Fotografie- und Theoriebüchern dem Zusammenwirken von Wort und Bild nähert.

Für abhängen nahm sich Schroeder die Arbeiten von Dieter Rühmann, Annegret Soltau und Boris Nieslony aus kunsthistorischer Sicht vor und war auf ein Neues mit den Herausforderungen seit den 1970er Jahren konfrontiert. Er begegnete dem Widerwillen, mit dem man sich gegenüber den Produkten der Bildindustrie behaupten musste. Nutzte man am Ende selbst Video oder Audio oder verlegte man sich auf das Schreiben? Solche Fragen standen im Raum. Mit der Abkehr von den Idealen der 68er-Revolte kam ein innerer Bildersturm, der den Wert der Kunst generell in Frage stellte. abhängen fällt aus der Zeit, denn es wendet sich zurück.

In der Reihe “Indie Stabi” stellt die Hamburger Liste unabhängiger Verlage an jedem dritten Mittwoch im Monat ein Buch vor. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 18.1., 19 Uhr, Konferenzraum (2. Etage).

hamburger bauhefte

hamburger bauhefte Das Engagement des 2012 gegründeten Schaff-Verlags zielt (neben der Kunst-) auf die Architekturvermittlung – die Wahrnehmung unserer gebauten Umwelt. Architektur kommuniziert Geschichte und Identität. Sie prägt Gemeinschaft. Sie bestimmt die Wahrnehmung unserer Aufenthaltsorte, die einer immer rasanteren Veränderung unterworfen sind. Ihrem Verständnis kommt verstärkte Bedeutung zu. Dabei sind wir nicht nur ein Verlag. Wir verstehen uns als eine Schnittstelle – zwischen Institutionen, Initiativen, Geschichtswerkstätten, Bauherr:innen, zwischen Politiker:innen, Denkmalpfleger:innen, Aktivist:innen, Fotograf:innen, Künstler:innen. In den hamburger bauheften verbinden wir architekturgeschichtliches Wissen, historisches Archivmaterial und aktuelle Aufnahmen mit verständlichen Texten in einem handlichen Format.

In der Reihe “Indie Stabi” stellt die Hamburger Liste unabhängiger Verlage an jedem dritten Mittwoch im Monat ein Buch vor. Der Eintritt ist frei.

Bildangabe: Coverillustration Jutta Drewes, Quelle: Hamburgisches Architekturarchiv, Bestand Paul Seitz, Fotograf: Eberhard Troeger

Mittwoch, 16.11., 19 Uhr, Vortragsraum.

'Figur & Kontext' von Rainer EhrtDer Verlag Angeli & Engel, der schön ausgestattete Kunstbücher herausbringt, wurde 2021 von dem Antiquar Rudolf Angeli und dem Schriftsteller Peter Engel gegründet. Er entstand aus dem Rundbrief „Der Hamburger Bothe“ für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft. Der Verlag, dessen Bücher an der Schnittstelle zwischen Text und Bild angesiedelt sind, startete mit dem Band Vor&NachBilder – Zeichnungen zur Literatur 1971 bis 2021 von Klaus Waschk.
Weiter lesen “Indie Stabi: Figur&Kontext. Ein Abend mit Rainer Ehrt und dem Verlag Angeli & Engel (16.11.)”

Mittwoch, 19.10., 19 Uhr, Vortragsraum.

Die Arbeit mit und an Theorie verändert uns: Wir beginnen die Welt und uns selbst in einem anderen Licht zu sehen, womöglich erkennen wir weder das eine noch das andere wieder.

Denn Theoretisieren und der Umgang mit Theorie ist keine Einbahnstraße: Das Verhältnis von Theorie und Leben ist eine spannungsreiche Beziehung zwischen (wissenschaftlichem) Wissen und der intensiven Auseinandersetzung mit Theorie einerseits und andererseits dem Subjekt, das sich dieser Sache widmet. Dabei wird die Theorie durch das Leben herausgefordert. Es stellt eine Provokation für Theorien dar und zwingt zur Prüfung der Gültigkeit von Theorien für das Leben.

Das Buch “Lebendige Theorie” versammelt Beiträge aus Erziehungswissenschaft, Philosophie, Soziologie und Kunstwissenschaften, die Theorie, Theoriebildung und Theoretisieren als lebendige Momente voraussetzen und diesen Spuren der Lebendigkeit nachgehen.

In der Reihe “Indie Stabi” stellt die Liste unabhängiger Verlage Hamburg an jedem dritten Mittwoch im Monat ein Buch vor. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 21.9., 19 Uhr, Vortragsraum

Buchcover 'Gertigstraße 56' von Ruth Stender Zum Auftakt unserer Reihe “Indie Stabi” mit der Liste unabhängiger Verlage Hamburg (LuV), in der fortan am dritten Mittwoch im Monat einer der assoziierten Verlage einen besonderen Titel aus seinem Programm vorstellt, liest die Schauspielerin Inés Fabig aus Ruth Stenders „Gertigstraße 56“, erschienen in der Galerie der abseitigen Künste. Das Buch erzählt die Geschichte der drei Brüder Rudolf, Ernst und Werner Stender, die schon als Jugendliche in der Arbeiterjugend organisiert waren und sich 1933 am Aufbau von Widerstandsgruppen beteiligen. Werner, der Jüngste, der als einziger die Nazi-Zeit überlebte, baute eine jugendliche jüdisch-kommunistisch-sozialdemokratische Gruppe in seinem Freundeskreis auf. Er wird zum Chronisten des gemeinsamen Widerstands.
Weiter lesen “LuV-Lesung: Indie Stabi mit „Gertigstraße 56“ aus der Galerie der abseitigen Künste (21.9.)”