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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Theaterzensur in der Franzosenzeit (1806-1814)

30. Juni 2016
von Redaktion — abgelegt in: Schätze der Stabi — 725 Aufrufe

Von Dominik Stoltz.

In der französischen Besatzungszeit Hamburgs mussten alle Theaterstücke vor der Aufführung einem Zensor vorgelegt werden, der die Textbücher durchlas und – meistens – mit einem Eintrag wie „vu et approuvé“ (gesehen und genehmigt) versah. In der Theater-Bibliothek des Hamburger Stadttheaters, die sich heute in der Stabi befindet und im Handschriftenkatalog HANS erfasst ist, haben sich 135 Stücke erhalten, die Einträge des hiesigen Zensors Johann Philipp Nick (1777-1815) enthalten. Ein kurzer Hinweis auf den Zensureintrag findet sich jeweils auch im Katalog.

Streichungen des Zensors zeigen problematische Textstellen (Theater-Bibliothek : 477, fol. 28v-29r)

Streichungen des Zensors zeigen problematische Textstellen, etwa die Bemerkung des Hauptmanns (für sich): „Ich kann dem Menschen kaum ins Auge sehn“, und den Anfang des 15. Auftritts
(Theater-Bibliothek : 477, fol. 28v-29r)


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Der Schabbat - Grundlagen des jüdischen Glaubens

Eine Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg.

Ca. 100.000 Juden leben in Deutschland. Die meisten davon dürften die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Sie sind längst ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. Auch wenn wiederum nur ein Teil von ihnen als „religiös“ betrachtet werden kann, so sind es doch so viele, dass wir mehr über ihre Religion und deren Bezug zum Leben in Deutschland kennenlernen wollen. Fremdheit und daraus folgende tägliche Ablehnung und Diskriminierung können wir dadurch abbauen, dass wir mehr übereinander erfahren, mehr voneinander wissen.

19:00 Uhr: Vortrag und Diskussion
Ort: Vortragsraum, 1. Etage

Arie Rosen: Der Schabbat – Grundlagen des jüdischen Glaubens
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Philippinische Passionsrituale (12.7.)

29. Juni 2016
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 656 Aufrufe

Selbstkreuzigung auf den Philippinen

Selbstkreuzigung auf den Philippinen. Foto: istolethetv (CC BY 2.0)

Vortrag Prof. Dr. Peter J. Bräunlein (Universität Göttingen): Philippinische Passionsrituale.
Medien und Medialität als Herausforderungen der Katholizismusforschung.

Selbstgeißelungen und Selbstkreuzigungen – für den westlichen Blick ebenso spektakulär wie erschreckend – sind feste Bestandteile österlicher Passionsbräuche auf den Philippinen. Alljährlich strömen Tausende von Menschen zusammen, um blutigen Kasteiungen beizuwohnen oder zu verfolgen, wie sich Männer und Frauen im Nachvollzug des Leidensweges Christi ans Kreuz nageln lassen.

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Stellenausschreibung: Medienbereitstellung, Ausleihverbuchung… (E5)

28. Juni 2016
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 897 Aufrufe

An der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende befristete Stelle zu besetzen:

stabilogo-150

Tarifbeschäftigte/r E5

Medienbereitstellung, Ausleihverbuchung, Ausgabe, Auskunftserteilung, Magazindienst

Führungsposition: nein
Arbeitsumfang: Vollzeit auch teilzeitgeeignet
Beschäftigungsdauer: bis zum 14.08.2017

Bewerbungsschluss: 25.07.2016

Ausführliche Informationen zur Bewerbung entnehmen Sie bitte diesem PDF.

Ihre Aufgaben Weiter lesen „Stellenausschreibung: Medienbereitstellung, Ausleihverbuchung… (E5)“

Abbildungen und Urheberrecht: Schulung am 13. Juli 2016

27. Juni 2016
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 908 Aufrufe

justicia Das Urheberrecht hat in vielen Bereichen des wissenschaftlichen Betriebs einen großen Einfluss, oft ist den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern jedoch nicht ganz klar, was genau erlaubt ist und wo mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen ist. Gerade im Bereich der Abbildungen ist es schwer, eine klare Trennlinie zwischen erlaubter und nicht erlaubter Verwendung zu ziehen.

Die zu bearbeiteten Fragen der Schulung sind:

  • Liegen Werke oder sonstige, urheberrechtlich geschützte Leistungen vor? Welche?
  • Ist das Werk vielleicht schon gemeinfrei?
  • Ist meine beabsichtigte Nutzung erlaubt?
  • Wenn sie nicht erlaubt ist, gibt es vielleicht doch noch eine gesetzliche Lizenz für meine Zwecke?
  • Sind weitere Rechte außerhalb des Urheberrechts betroffen?
  • Besteht eine Vergütungspflicht?
  • Wie kann ich ein vertragliches Nutzungsrecht etwa in Form einer CC Lizenz oder anderer Vertragbedingungen erwerben?

Das Ziel der Schulung ist, Ihnen eine erste und ganz eigene Übung in der Beurteilung urheberrechtlicher Fragen zu ermöglichen. Sie sollen bereits in Ansätzen in die Lage versetzt werden, einen Sachverhalt mit einer urheberrechtlichen Fragestellung zu verbinden. Sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, wo Sie nach einer Antwort darauf suchen können.

Bei Interesse melden Sie sich bitte hier an: stabi.hamburg/service/schulungen/urheberrecht.

Mittwoch, 13. Juli 2016, 16 – 18 Uhr c.t.
Veranstaltungsort: Stabi Hamburg, Konferenzraum (HG260)

Malerei und Plastik in Deutschland 1936. Die Geschichte einer verbotenen Ausstellung Im Jahr der Olympischen Spiele wurde am 21. Juli 1936 im Kunstverein Hamburg eine repräsentative Ausstellung eröffnet, auf der 249 Kunstwerke von 175 Künstlern gezeigt wurden. Nach 10 Tagen musste die Ausstellung auf Anweisung des aus Berlin herbeigeeilten Vizepräsidenten der Reichskulturkammer, Adolf Ziegler, geschlossen werden. Begründung: es würde Kunst der „Verfallszeit“ gezeigt.

Der Konflikt hatte für die Künstler tief greifende Folgen: Der deutsche Künstlerbund wurde aufgelöst, das Gebäude des Hamburger Kunstvereins enteignet und damit dem Verein die Ausstellungsmöglichkeit genommen. Gegen den Organisator der Ausstellung, den Hamburger Maler Heinrich Stegemann, wurde ein „Ehrengerichtsverfahren“ eingeleitet, das mit einem Verbot der Berufsausübung hätte enden können. Ein Jahr später waren 118 Künstler von den 175 der Hamburger Ausstellung von der Aktion „Entartete Kunst“ (1937) betroffen mit insgesamt 9229 Beschlagnahmen in deutschen Museen.
Weiter lesen „Malerei und Plastik in Deutschland 1936. Die Geschichte einer verbotenen Ausstellung (8.7.-28.8.)“

Citavi-Helpdesk 29. Juni

24. Juni 2016
von TB — abgelegt in: Aktuelles — 670 Aufrufe

Citavi Kennen Sie das? Sie stehen kurz vor der Abgabe Ihrer Hausarbeit. Nachtschicht. Letzter Check: „Habe ich alles? Alles richtig zitiert? Alles drin im Literaturverzeichnis? Stimmen die Seitenangaben in den Anmerkungen? Habe ich den richtigen Zitierstil?“

Im Laufe Ihres Studiums werden Sie Berge an wissenschaftlicher Literatur lesen und verarbeiten müssen, oft zu mehreren Themen gleichzeitig. Da verliert man schnell den Überblick. Wie können Sie Informationen zeitökonomisch organisieren, so dass sie jederzeit abrufbar und leicht in Ihre Arbeit einzufügen sind? Sehr hilfreich sind hierbei Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi, welches Sie als Uni-Angehörige/r kostenfrei auf dem Campus nutzen können.

Haben Sie konkrete Fragen zu Citavi? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Stabi und den Fachbibliotheken beraten Sie gern

Nächster Termin:
Mittwoch 29. Juni von 15 bis 17 Uhr
in der Zentralbibliothek Recht
, Rothenbaumchaussee 33, 20146 Hamburg

Sicherheitssanierung – Update 12.8.

23. Juni 2016
von SH — abgelegt in: Baustelle Stabi — 1.557 Aufrufe

Die erste Etappe der Arbeiten in den Büchermagazinen ist geschafft. Wir können einen großen Teil der Bestände wieder freigeben.

BaustelleSiSa

Es bleiben noch folgende Signaturenbereiche gesperrt:Stabi runderneuert

Sem 2/1 – Sem 2/331 und B/96731 – B/112979

Außerdem steht der Zugang zur Tiefgarage bis voraussichtlich Ende September nicht zur Verfügung.

Am 27.6. wurde mit der Sicherheitssanierung im Büchermagazin im Keller begonnen. Ca. 4 Monate wird es dauern, dann wird der Keller fertig sein.

Von der Magie des ersten Satzes

23. Juni 2016
von MJGT — abgelegt in: Schätze der Stabi — 482 Aufrufe

Von Dominik Stoltz.

Anfangsseite im Soufflierbuch der Hamburger Fassung des „Telemach“

Während man bei einem gedruckten Buch anhand von Titel, Ort und Erscheinungsjahr meist genau weiß, welche Fassung eines Textes vorliegt, ist das bei Handschriften oft komplizierter. Jede Abschrift enthält kleine Abweichungen; Titel lassen sich leicht ändern und Bearbeiter werden selten genannt.

Anfangsseite im Soufflierbuch der Hamburger Fassung des „Telemach“

Anfangsseite im Soufflierbuch der Hamburger Fassung des „Telemach“(Theater-Bibliothek : 470 (2) b, S. 3)

Gerade unter den handschriftlichen Textbüchern des Hamburger Stadttheaters, die mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013-2015 im Handschriftenkatalog HANS erfasst werden konnten, befinden sich viele eigene Übersetzungen und Bearbeitungen von Stücken, die teilweise speziell auf das Stadttheater und den Geschmack der Hamburger von damals zugeschnitten waren.

Wir haben uns dafür entschieden, bei allen Theaterstücken die ersten auf der Bühne gesprochenen Worte bzw. Sätze (mitsamt Sprecherangaben) in den Katalog zu übernehmen. Dadurch kann oft schon ein erster Eindruck davon gewonnen werden, um was für eine Fassung es sich handelt, worum es in dem Stück gehen wird, was für Akteure und was für soziale Mileus, vorkommen werden.
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Stabi runderneuert – Sicherheit geht vor

22. Juni 2016
von MJGT — abgelegt in: Baustelle Stabi — 675 Aufrufe

Stabi runderneuert Die Staats- und Universitätsbibliothek am Standort Von-Melle-Park ist seit fast sieben Jahrzehnten ein sicherer und komfortabler Ort zum Arbeiten und Lernen. Damit das so bleibt, müssen wir fast 35 Jahre nach der Eröffnung des Hauptgebäudes sicherheitstechnische Komponenten austauschen und Systeme sanieren. Dank einer großzügigen Zuwendung der Hamburgischen Bürgerschaft aus dem Sanierungsfond 2020 ist es uns nach mehrjähriger intensiver Planungsphase gelungen, das Projekt auf den Weg zu bringen: die Arbeiten starten Ende Juni 2016.

Die Baustelle wird uns drei Jahre begleiten. Als Wanderbaustelle betrifft sie das ganze Haus und greift teilweise auch in die Substanz ein. Dabei müssen wir natürlich dafür sorgen, dass der Betrieb der Stabi möglichst wenig gestört wird. Daher die gute Nachricht vorab: Gearbeitet wird nur in den Nachtstunden ab 21:00 Uhr bis morgens um 08:00 Uhr, so dass der Publikumsbetrieb so wenig wie möglich gestört wird.

Ganz spurlos wird die Baustelle aber nicht an uns vorbei gehen. Es wird immer wieder zu Sperrungen kleinerer Bereiche kommen, auch Bestände werden zeitweise nicht erreichbar sein, wenn bei den Regalanlagen im Keller gearbeitet wird. Am sichtbarsten werden aber die Container auf dem Vorplatz der Stabi von der Sanierung künden.

„Sicherheit geht vor“ bedeutet aber auch, dass noch etwas danach kommt. Immer wenn die Sicherheitssanierung weitergewandert ist, werden wir die bearbeiteten Pulikumsbereiche erneuern, soweit noch nicht geschehen. Und erst dann gilt: Stabi runderneuert.