„Eine wirkliche Freundschaft“? Der Politiker Helmut Schmidt und der Unternehmer und Stifter Kurt A. Körber (12.12.)
26. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.218 Aufrufe
Ein Vortrag von Dr. Josef Schmid.
Helmut Schmidt und Kurt A. Körber waren sich jahrzehntelang in Freundschaft verbunden. Wenngleich diese persönlichkeitsbedingte Grenzen aufwies, zeitigte sie doch vielfältigen Nutzen – für die beiden Protagonisten wie auch für die Allgemeinheit. Körber bekam mit Schmidt vor allem einen wichtigen Ratgeber und ein „Zugpferd“ für zahlreiche stifterische Initiativen an die Seite. Umgekehrt lobte der Politiker den Unternehmer gern öffentlich als vorbildlich gemeinwohlorientiert und griff gelegentlich auf dessen Hilfe zurück, wenn es um Belange im eigenen Wahlkreis ging.
Der Zeithistoriker Josef Schmid verfasste zahlreiche Unternehmensgeschichten und Biografien, auch über Kurt A. Körber.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek Hamburg, der Körber-Stiftung und der Helmut und Loki Schmidt Stiftung.
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Tagung: Zacharias Conrad von Uffenbach in seiner Zeit – Wissen und Gelehrtenkultur um 1700 (30.11./1.12.)
22. November 2018
von MEM — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.046 Aufrufe
Zacharias Conrad von Uffenbach, der Protagonist der angekündigten Tagung, zählte zu den herausragenden Sammlern und gelehrten Netzwerkern seiner Zeit. Im Laufe seines Lebens soll er einen Bestand von etwa 40.000 Büchern und Handschriften erworben haben, von denen sich viele heute noch lokalisieren lassen. 2000 kostbare Bände seiner Bibliothek sowie seine reiche Gelehrtenbrief-Sammlung werden in der Stabi Hamburg aufbewahrt.
Der Umfang von Uffenbachs Kollektion war damit zweifellos außergewöhnlich. Eine der Fragen, die die Konferenz in Hamburg zu stellen haben wird, ist die nach den Gründen für Uffenbachs besonderen Erfolg beim Zusammentragen von Gedrucktem und Handgeschriebenem. Neben den Besonderheiten von Uffenbachs Leben und Aktivitäten möchte die Tagung auch die zeittypischen Elemente dieser Gelehrtenfigur herausarbeiten. Es geht also nicht zuletzt darum, an Hand einer exemplarischen Beschäftigung mit Uffenbach zeittypische Konstellationen, Praktiken und Rahmenbedingungen von Gelehrsamkeit und gelehrten Sammlungsstrategien zu untersuchen.
Bei einer Person wie Uffenbach, die insbesondere durch ihre Fähigkeit zur Akquise von Büchern Berühmtheit erlangt hat, interessieren der Blick auf die Erwerbungsvorgänge wie Kauf oder Schenkung sowie auf Auswahl und Bewertung von Angeboten besonders. Nicht zuletzt soll nach den inhaltlichen Kriterien und intellektuellen Vorlieben Uffenbachs gefragt werden, wozu idealerweise die Sammlung als Ganzes oder in Teilen zu den reichlich vorhandenen Ego-Dokumenten Uffenbachs (Briefe, Reiseaufzeichnungen) in Beziehung zu setzen wäre.
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stadt macht bildung – Die wachsende Stadt (bildungs-)gerecht gestalten (10.12.)
21. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.517 Aufrufe
Hamburg wächst und damit auch seine Bildungseinrichtungen. Notwendig ist jetzt eine darauf abgestimmte Planung aufgrund von transparenten Entwicklungskriterien und Leitzielen. Das erfordert auch einen Schulentwicklungsplan, aber vor allem ein beteiligungsorientiertes koordiniertes Vorgehen von Stadt- und Bildungsplanung, nicht nur über festgelegte quantitative Fragen (wieviel Platz und Pädagogen brauchen wir), sondern eine qualitative Abstimmung über zukunftsfähige inklusive Bildungseinrichtungen. Dabei spielt die Frage der Bildungsgerechtigkeit eine immer größere Rolle, in der der Zusammenhang zwischen Armut und Bildungserfolg und die Ballung von Problemlagen in armen Stadtteilen zum Thema wird.
Auf der Veranstaltung wird der Architekt Jochem Schneider (Schulbauberatung und -planung, Mitautor von „Handbuch SCHULEN PLANEN UND BAUEN“ der Montag-Stiftung Urbane Räume), in dessen Fokus die sozialräumliche Betrachtung von Bildungsprozessen steht, einen inhaltlichen Input geben.
Mit ihm diskutieren:
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Veranstaltungsflyer Dezember
16. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.522 Aufrufe
Das Veranstaltungsjahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. Falls Sie wissen möchten, was der letzte Monat des Jahres an Programmpunkten bereit hält, empfehlen wir Ihnen einen Blick in unseren monatlich erscheinenden Flyer. Dort finden Sie die kommenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Als gedrucktes Exemplar wird er an vielen Stellen in der Stadt verteilt und liegt im Foyer der Stabi aus. Sie können den Flyer auch bequem auf Ihren Rechner herunter laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für Dezember ist nun da: Flyer Dezember 2018 (PDF, 1,4 MB).
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Bücherflohmarkt (5.12.)
16. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.769 Aufrufe
Einen Tag vor dem Nikolaustag lädt die Staatsbibliothek ein zum jährlichen Bücherflohmarkt im prächtigen Lichthof (Zugang über den Haupteingang, Von-Melle-Park 3).
Für wenig Geld können Dubletten aus Geschenkzugängen des vergangenen Jahres erworben werden. Annähernd 4000 Bücher aus allen Fachgebieten stehen zum Verkauf bereit, der Schwerpunkt des Angebots liegt auf geisteswissenschaftlichen Werken. Neben Fachliteratur gibt es auch Belletristik in deutscher und englischer Sprache sowie Kinderbücher, Ratgeber, Kochbücher und vieles mehr. Taschenbücher und ausgesonderte Bände aus der Lehrbuchsammlung sind schon zum Preis von 1 Euro zu haben, während der Preis für gebundene Bücher zumeist zwischen 3 und 10 Euro liegt. Da der Erlös des Bücherflohmarkts dem Erwerbungsetat der Bibliothek zufließt, haben sich die Schenker mit dem Verkauf der nicht benötigten Bände einverstanden erklärt. Mit den erzielten Einnahmen kann verstärkt aktuelle Literatur beschaffen werden.
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Die beseelten Kreuze von Yukatan (29.11.)
15. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.286 Aufrufe
Historische und heutige Kreuzschreine der Cruzoob-Maya.
Vortrag von Dr. Armin Hinz.
Nachdem sich die mayasprachige Landbevölkerung 1847 zunächst erfolgreich gegen die städtischen weißen Eliten erhoben hatte, mussten sich die Aufständischen drei Jahre später in den bewaldeten Osten der mexikanischen Halbinsel Yukatan zurückziehen. Dort entstand ein Kult, um ein als beseelt geltendes Kreuz, welches seiner Anhängerschaft Freiheit von Unterdrückung versprach. Allerdings regierten auch die religiösen und militärischen Amtsinhaber ihre Kreuzkultgemeinschaft autoritär. Die Kreuzidee zeigte sich aber als so wirkungsvoll, dass Krisen immer wieder überwunden wurden. Daher konnten sich die Cruzoob-Maya bis 1901 die politische Unabhängigkeit von Mexiko erhalten. Im Vortrag wird die Geschichte der Kreuzkulte und die Lebensweise der Cruzoob-Maya im Hinterland der heutigen Tourismusgebiete an der Karibikküste behandelt. Darüber hinaus wird der Besuch 2016 eines im Wald versunkenen Kreuzschreins geschildert und dessen – erstmals dokumentierte – Bedeutung für das Überleben der Kreuzkult-Idee nach der militärischen Niederlage der Aufständischen 1901 diskutiert.
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
Donnerstag, 29. November 2018, 18:15 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.
Die neue ZHG ist da! (28.11.)
14. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 1.240 Aufrufe
Präsentation der druckfrischen Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 104 (2018).
Auch in diesem Herbst stellt der Verein für Hamburgische Geschichte den neuen Band seiner Zeitschrift in einer öffentlichen Veranstaltung vor. Die vier Aufsätze des neuen Bandes werden dabei in kurzen Statements von „ersten Leserinnen und Lesern“ (nicht von den Autorinnen und Autoren selbst) vorgestellt, und das Redaktionsteam wird Rede und Antwort stehen (Dirk Brietzke und Rainer Nicolaysen für den Aufsatzteil; Angela Graf und Franklin Kopitzsch für den Rezensionsteil). Wir freuen uns auf Ihren Besuch und darauf, mit Ihnen auf den neuen Band – sei es mit Wasser oder mit Wein – anzustoßen.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
Mittwoch, 28. November 2018, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1.Etage
Die Datenbank – Das längst fällige Geschenk zum 111. Geburtstag von Astrid Lindgren
14. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien — 2.033 Aufrufe
Am 14. November 2018, dem 111. Geburtstag Astrid Lindgrens, veröffentlichen zwei Experten eine neue Datenbank zu Lindgrens multimedialem Gesamtwerk und der dazugehörigen Fachliteratur in deutscher Sprache. Sie läuft auf dem öffentlich zugänglichen Portal ZOTERO und arbeitet nach dem Prinzip des Open Access zu Information und Wissenschaft.
Deutschland ist neben Schweden das Land, in dem Astrid Lindgrens Kinderkosmos seit drei Generationen am meisten geliebt, am intensivsten gelesen, gehört, geschaut und gefeiert wird. In keinem anderen Land beschäftigen sich so viele Fans, Experten und Wissenschaftler mit Astrid Lindgrens Welt. Die Zahl der Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene ist fast unübersehbar. Astrid Lindgren veröffentlichte von Beginn an in Büchern, Zeitschriften, Film, Funk und später im Fernsehen. Ihre Geschichten und Gestalten faszinieren auch in digitalen Medien. Aus Astrid Lindgrens zirka 70 Manuskripten sind allein in Deutschland in den letzten 70 Jahren Tausende von Ausgaben und Neuauflagen geworden.
Dieses Gesamtwerk ist nun in zwei kombinierten Datenbanken vollständig aufgenommen und mit einer Fülle zielführender Schlagworte erschlossen worden. Der Teil „Astrid Lindgren. Primärliteratur und Medien“ enthält zirka 2.500 Datensätze aller Texte und Medienadaptionen von Astrid Lindgren. Hier findet man auch ihre Beiträge zur Kindererziehung und Politik. Der zweite Teil „Astrid Lindgren. Fachliteratur“ verzeichnet und erschließt Würdigungen, Rezensionen, Fachpresse und Hochschulschriften. Von allen Sammelbänden sind die Einzel-Beiträge verzeichnet. Die Anzahl der aufgenommenen Fachbeiträge – von der Zeitungsrezension bis zur Habilitation – beträgt zur Zeit 1.300.
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Stolpersteine in der Grindelallee 6
9. November 2018
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 2.537 Aufrufe
Von Anneke de Rudder.
Vielleicht fallen Ihnen in diesen Tagen plötzlich die Stolpersteine auf, die schräg vor dem Altbau der Stabi auf dem breiten Bürgersteig der Grindelallee liegen. Oft nimmt man die kleinen ins Pflaster eingelassenen Würfel aus Messing kaum noch wahr. Aber zum 9. November werden viele von ihnen von ihren Paten geputzt und dadurch wieder neu in Erinnerung gerufen. So geschehen auch in der Grindelallee 6, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabi Stolperstein-Patenschaften übernommen haben.
Acht Steine im Bürgersteig erinnern an acht jüdische Hamburgerinnen und Hamburger, die vor 77 Jahren eng zusammengedrängt in einem später zerstörten Mietshaus wohnten und von hier aus in den Tod deportiert wurden: Weiter lesen “Stolpersteine in der Grindelallee 6”
Podiumsdiskussion und Finissage (19.11.)
8. November 2018
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.878 Aufrufe
Visuelle Skepsis im öffentlichen Raum – Der Umgang mit „belasteten“ Denkmalen.
„[…] unbequeme Denkmale, die an Tatsachen erinnern, die es besser nicht gäbe, Teile eines Erbes, das niemand will und das doch nicht ausgeschlagen und nicht beschönigt werden darf. Die Versuchung, sich solcher Erbstücke zum Beispiel der Verbesserung des Stadtbildes wegen zu entledigen, ist groß.“
So fasste Norbert Huse 1997 in seinem gleichnamigen Band die Problematik der „unbequemen Baudenkmale“ zusammen.
Die Frage nach dem Umgang mit diesem „ungeliebten Erbe“, die im Zentrum der Ausstellung steht, birgt folgende Schwierigkeit: Wenn wir diese historischen Hinterlassenschaften bewahren wollen, wie präsentieren wir sie im öffentlichen Raum? Reicht es aus, mit Informationstafeln aufzuklären und zu problematisieren oder muss auch der formalen Wirkung und der Rhetorik dieser Bauten und Denkmäler ästhetisch wirkungsvoll widersprochen werden?
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