Lang lebe das Web! Crowdsourcing für Bibliotheken
9. August 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Aufgelesen — 10.908 Aufrufe
von Karin Hörner, Leiterin der Bibliothek des Asien-Afrika-Instituts.
Digitale Objekte wollen gepflegt sein. Der eine bewirtschaftet fachkundig seinen Online-Bauernhof, der andere teilt sein Wissen über Wilhelm Busch und schreibt einen Artikel über ihn für die Wikipedia.
Das eine und das andere kosten viel Zeit. Was ist mit den Fachleuten, die gern etwas zu ihrem Gebiet beisteuern wollen, aber wenig Zeit haben und höchstens etwas nebenher mit erledigen können? Sie beteiligen sich an Crowdsourcing-Projekten für Spezialisten.
So schickt die Turkologin Digitalisate des osmanischen Manuskriptes, die sie ohnehin für ihre Arbeit braucht, an ein Manuskript-Projekt in den USA: Islamische Manuskripte digitalisieren (University of Michigan).
Der Iranforscher bemerkt bei der Unterrichtsvorbereitung tote Links in Wikipedia auf das wichtigste Online-Fachlexikon. Statt sich bloß zu ärgern, leitet er die Information gleich an die Redaktion der Datenbank weiter: Encyclopaedia Iranica-Links in Wikipedia aktualisieren.
Dies sind nur einige Beispiele für helfende Hände im Web. Wie Sie sehen, ist das Thema Crowdsourcing in bestimmten Bereichen auch für Bibliotheken von Bedeutung.
Literarische Figuren für die Schließfächer ausgewählt
9. August 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,Baustelle Stabi — 10.653 Aufrufe
Im vergangenen Monat haben wir Sie gefragt, welche Literarische Figuren Sie sich auf den Schließfächern im neu gestalteten Informationszentrum vorstellen könnten. Von der großen Resonanz waren wir positiv überrascht. Es war für alle an der Aktion Teilnehmenden interessant zu sehen, was da so an literarischen Gestalten nominiert wurde. Am Ende wurden uns sage und schreibe 465 Vorschläge gemacht. Herzlichen Dank dafür!
Wir haben alle Daten (aus den Kommentaren und aus den E-Mails) sorgsam zusammengeführt und mithilfe des Wortwolken-Tools Wordle eine Vorauswahl der 70 am häufigsten genannten Figuren anzeigen lassen. Das sah dann so aus:

Die 70 Figuren, die nun für die neuen Schließfächer ausgewählt wurden, und wo Sie nach der für Mitte September geplanten Neueröffnung des Informationszentrums Ihr Hab und Gut werden einschließen können, sind in alphabetischer Reihenfolge:
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Literaturverwaltungsprogramm – ja, aber welches nur?
8. August 2012
von TB — abgelegt in: Aktuelles,Tipps und Tricks — 19.832 Aufrufe
Es ist Freitag, 17:48 Uhr. Es bleiben mir noch genau 6 Stunden und 12 Minuten, um meine Abschlussarbeit fertig zu stellen. Das Fazit steht, aber das Literaturverzeichnis muss noch einmal aktualisiert werden. Jetzt bin ich gespannt, ob mein Literaturverwaltungsprogramm das macht, was ich von ihm erwarte…
Die Literaturverwaltung beginnt mit der ersten Recherche und endet meist mit der Erzeugung eines Literaturverzeichnisses für die Abschlussarbeit oder einer wissenschaftliche Publikation. Es empfiehlt sich daher, sich frühzeitig nach einem passenden Literaturverwaltungsprogramm umzuschauen. Überlegen Sie sich, was Ihnen bei der Literaturverwaltung besonders wichtig ist und probieren Sie die Software an Ihrem Rechner aus. Für die Bewertung können Ihnen folgende Fragen behilflich sein: Wie lassen sich die bibliographischen Daten importieren? Lässt sich die PDF-Sammlung gut verwalten? Vor allem aber: Wie lässt sich ein Literaturverzeichnis in meinem Textverarbeitungsprogramm erzeugen? Brauchen Sie ein Instrument zur Zitat-Verwaltung? Und wie lässt sich die Literaturangabe mit dem Zitat verbinden? Arbeiten Sie an verschiedenen Rechnern? Wollen Sie Ihre Literaturverwaltung auf einem USB-Stick mitnehmen? Wollen Sie das Literaturverwaltungsprogramm im Team nutzen?
Vor dem Hintergrund der verschiedenen Anwendungsszenarien können wir an dieser Stelle nur bedingt Empfehlungen geben. Zu den bekanntesten kommerziellen Angeboten gehören:
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Exponat des Monats August: Atlas Russicus, 1745 (15.8.)
8. August 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Schätze der Stabi — 8.552 Aufrufe
Die Stabi zeigt einen Meilenstein der russischen und europäischen Kartographie:
Rußischer Atlas, welcher in einer General-Charte und neunzehen Special-Charten das gesamte Rußische Reich und dessen angräntzende Länder, nach den Regeln der Erd-Beschreibung und den neuesten Observationen vorstellig macht. Hrsg.: Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, St. Petersburg, 1745.
Das unter dem Namen Atlas Russicus bekannte Kartenwerk des gesamtrussischen Reichs ist 1745 in Sankt Petersburg an der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften erschienen und stellt einen Meilenstein der russischen und europäischen Kartographie dar. Die Initiative dazu geht auf Peter den Großen (1672-1725) zurück, der eine kartographische Darstellung seines Riesenreichs mit modernen wissenschaftlichen Methoden wünschte. Denn die Expansion nach Osten erforderte nicht nur die Erforschung der neuen Gebiete, sondern auch ihre genaue Vermessung und kartographische Erfassung.
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Stabi-Veranstaltungsflyer September
7. August 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.077 Aufrufe
In unserem monatlich erscheinenden Flyer bieten wir Ihnen einen kompakten Überblick über das umfassende Veranstaltungsprogramm der Stabi. Sie finden dort die jeweils anstehenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Als gedrucktes Exemplar liegt er im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Sie können den Flyer auch bequem auf Ihren Rechner herunter laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für den kommenden Monat September ist nun da: Flyer September 2012 (PDF; 4,9 MB).
Schauen Sie doch mal rein, ob aus dem Veranstaltungsangebot nicht etwas dabei ist, was Sie interessiert und das Sie vielleicht schon jetzt in Ihrem Kalender vormerken möchten. Wie immer gibt es alle Informationen auch fortlaufend hier im Blog, auf Facebook und auf Twitter.
ProQuest Aquatic Science Collection erweitert
7. August 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: E-Medien — 3.744 Aufrufe
Wir freuen uns, den Nutzern der Datenbank ProQuest Aquatic Science mitteilen zu können, dass wir bereits bestehende Lizenzen dieser Recherchequelle für Sie erweitern konnten.
Die Sammlung umfasst Volltextartikel aus der Hydrologie, begrenzten Zugriff auf Abbildungen und Tabellen in Artikeln sowie alle bibliografischen ASFA-Einträge (Aquatic Sciences and Fisheries Abstracts). ASFA ist die führende Datenbank im Bereich der Hydrologieforschung.
Hier eine Liste der Teildatenbanken (Beschreibungen finden Sie jeweils auf der verlinkten Seite):
- Aquatic Science & Fisheries Abstracts (ASFA) 1: Biological Sciences & Living Resources
- Aquatic Science & Fisheries Abstracts (ASFA) 2: Ocean Technology, Policy & Non-Living Resources
- Aquatic Science & Fisheries Abstracts (ASFA) 3: Aquatic Pollution & Environmental Quality
- Aquatic Science & Fisheries Abstracts (ASFA) Aquaculture Abstracts
- Aquatic Science & Fisheries Abstracts (ASFA) Marine Biotechnology Abstracts
- Oceanic Abstracts
- ProQuest Aquatic Science Journals
- ProQuest Deep Indexing: Aquatic Sciences
ASFA ist im Campus-Netz sowie für Angehörige der Universität auch extern zugänglich.
Erinnerung: 3.-6.8. Ausleihzentrum geschlossen, Benutzungseinschränkungen, keine Bestellungen + Ausleihen
2. August 2012
von ST — abgelegt in: Aktuelles — 8.204 Aufrufe
Der Endspurt hat begonnen, und unsere IT-Abteilung trifft die letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Aktualisierung unserer Ausleihsoftware. Zur Erinnerung: von Freitag, 3. August, bis Dienstag, 7. August 2012, ca. 8 Uhr , ist unser Ausleihsystem außer Betrieb. Das bedeutet für Sie:
Schließung des Ausleihzentrums mit SB-Bereich und Lehrbuchsammlung von Fr., 3.8. bis Mo, 6.8.
- Bereits bereitliegende Bücher können in dieser Zeit nicht abgeholt werden.
- Bestellungen ins Ausleihzentrum, die am 2.8. bis 13 Uhr eingehen, liegen noch am selben Tag ab 16 Uhr bereit und können bis 19 Uhr abgeholt werden. Danach ist die Abholung erst wieder ab Dienstag, 7.8., 10 Uhr möglich.
Außerdem:
- Bibliotheksausweise: keine Neuausstellung, keine Verlängerung vom 3.8. bis einschl. 6.8.
- Campus-Katalog: Recherche ist möglich, aber:
– keine Bestell- und Ausleihmöglichkeit nach Hause
– keine Vormerkungen und Verlängerungen
– Ausleihanzeigen/Benutzerkonto nicht zugänglich. Auskünfte dazu sind auch unsererseits nicht möglich. - keine Bestellmöglichkeit in die Lesesäle vom 2.8. bis einschl. 6.8.
– Bücher, die bereits bereitliegen, werden aber weiterhin ausgegeben. (Achtung: Am 2.8. online bestellte Medien liegen erst am 7.8. bereit).
– keine Ausleihe aus dem Lesesaal-Bestand (gelber Punkt) vom 3.8. bis einschl. 6.8. - keine Bestellmöglichkeit in den Handschriftenlesesaal vom 2.8. bis einschl. 6.8.
- Buchrückgabe: ist während der gesamten Öffnungszeiten über die roten Rückgabecontainer vorm Ausleihzentrum möglich.
- Kassenautomat:
– Bezahlung von Gebühren ist vom 3.8. bis einschl. 6.8. nicht möglich
– die Geldwechselfunktion ist in Betrieb
– auch Fernleih-Coupons sind erhältlich (die Online-Fernleihe des GVK ist nicht mit unserem Ausleihsystem verknüpft)
Nachweis von Zeitschriftenartikeln bei der Deutschen Nationalbibliothek vereinfacht
1. August 2012
von Isabella Meinecke — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien,Hamburg University Press,Tipps und Tricks — 9.628 Aufrufe
Pflichtabgaben an die DNB – gedruckt und digital
Von jeder in Deutschland erscheinenden Veröffentlichung werden zwei Exemplare an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) abgegeben. Diese Pflichtabgabe gilt seit 2006 auch für digitale Publikationen. Somit bietet der Katalog der DNB für Nutzende eine zusätzliche Möglichkeit zu recherchieren. Für Verfasser digitaler Werke erhöhen sich damit seitdem die Chancen, dass ihre Publikation breiter wahrgenommen wird. Das Potenzial dieses Angebots kann zukünftig noch besser ausgeschöpft werden.
Recherche nach Zeitschriftenartikeln
Eine neue Entwicklung der DNB wird die Katalognutzung weiter verbessern helfen: Die Abgabe von Metadaten zu Zeitschriftenartikeln ist nun automatisiert möglich (für Interessierte: Metadatenstandard XMetaDissPlus ). Dieses Verfahren erleichtert die Ablieferung von Seiten der Inhaltsanbieter in großem Stil. Es steht also zu erwarten, dass mittelfristig die Artikelrecherche über den Katalog der DNB sehr ergiebig sein wird. Sofern die Artikel frei verfügbar sind, kann dann nach erfolgreicher Recherche aus dem Katalog heraus direkt auf den Volltext zugegriffen werden.
Stabiverlag Pilotpartner
Hamburg University Press hat als Pilotpartner die DNB bei der Umsetzung der automatisierten Ablieferung in die Praxis unterstützt. Mit dem heutigen Tag nun sind die frei verfügbaren Zeitschriften der GIGA Journal Family und von Aethiopica die ersten, die automatisiert importiert wurden und entsprechend verfügbar sind (zum Beispiel Datensatz hier). Das somit erprobte Verfahren kann jetzt von weiteren Zeitschriftenlieferanten genutzt werden.
Das Verfahren wurde als Service bereits in das neue Verlagsangebot, den Zeitschriftenserver, integriert:
Alle hier zukünftig erscheinenden Zeitschriften werden also von Anfang an auf Artikelebene zeitnah langzeitarchivert, im DNB-Katalog nachgewiesen und damit sichtbar und auffindbar gemacht.
Patenbuch des Monats August: Schreibhefte für den kleinen Detlev
1. August 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Schätze der Stabi — 4.218 Aufrufe
Im Rahmen unserer Aktion Edlen Büchern Pate stehen stellen wir Ihnen jeden Monat ein interessantes Werk vor, das auf einen Buchpaten für seine Restaurierung wartet. Das „Patenbuch des Monats August“ trägt den Titel Schreibhefte für den kleinen Detlev. Dahinter verbirgt sich Detlev von Liliencron (1844–1909). Zitat aus der Objektbeschreibung Nr. 48 (1–7):
34 (von 52) eigenhändige Manuskripte, Hamburg, ca. 1867–1893, mit Werkentwürfen und teilweise auch anderen datierten Eintragungen Bibliothekssignatur: LN: 1–52
Der kleine Detlev ist Detlev von Liliencron, der große Dichter des Poggfred, des Epos „mit und ohne Held“, das man „von vorne und von hinten“ lesen kann.
Was ist zu tun: Sicherung und Befestigung der losen Blätter, schließen der Risse an den Blatträndern, Verstärkung der Umschlagfälze, teilweise neue Heftung.
Weitere Informationen sowie Angaben zu den Restaurierungskosten entnehmen Sie bitte der Seite Patenbuch des Monats August 2012.
Interessiert oder frustriert? Jugend und Politik im Jahr 2012 (16.8.)
30. Juli 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 7.299 Aufrufe

Vier von fünf Jugendlichen unter 15 haben mit Politik nichts am Hut, so die Shell-Jugendstudie. Auf den ersten Blick scheinen Jugendliche 2012 weit unpolitischer als in den 70er und 80er Jahren.
Aber ist das tatsächlich so? Denn während sich Jugendliche von etablierten Parteien und Politikbetrieb abwenden, teilen sie ihre Meinungen in Blogs mit anderen, nehmen an Unterschriftenaktionen teil und beteiligen sich an Demonstrationen. Und während gesellschaftliche Gruppen wie Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten, Polizei und Bundeswehr bei der jungen Generation ein hohes Ansehen genießen, schwindet das Vertrauen in Politik und Politiker weiter.
Ist womöglich das Interesse an Politik bei Jugendlichen gar nicht gesunken – sondern hat sich stattdessen nur die Form der Beteiligung geändert? Oder hat die „pragmatische Generation 2012“ keine Ziele und Ideale mehr, für die sie eintritt?
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit lädt Sie herzlich ein an Vortrag und Diskussion teilzunehmen.
Donnerstag, 16. August 2012, 19:00 Uhr im Vortragsraum der Stabi (1. Etage).
Anmeldung online oder per PDF und weitere Informationen auf der Website der Veranstalter.
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