Bibliothek Deutscher Klassiker jetzt komplett als Volltext verfügbar
7. Mai 2012
von ME — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien — 12.512 Aufrufe
Für GermanistInnen stehen die kompakten, dunkelblauen und leinengebundenen Bände mit dem schlichten goldfarbenen Rückenaufdruck bereits seit Jahren für hochwertige Texteditionen wichtiger Autoren der deutschen Literaturgeschichte. Die Rede ist von der Bibliothek Deutscher Klassiker, die mittlerweile 19 Editionen von Achim von Arnim bis Karl August Varnhagen von Ense umfasst.
Nun können wir die Reihe erstmals als elektronischen Volltext anbieten. Die Digitale Bibliothek Deutscher Klassiker umfasst alle 19 Editionen (u.a. Eichendorff, Bettina von Arnim, Kleist, Grillparzer, Herder, Hölderlin, Keller und Tieck), aber darüber hinaus noch mehr. Literaturgeschichtlich ebenfalls höchst interessant sind die Textsammlungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Darüber hinaus runden die Bibliotheken der Geschichte und Politik, der Kunstliteratur und der Philosophie, die wichtige historische Texte ihrer jeweilgen Disziplinen versammeln, das Gesamtpaket ab.
Um sich einen Überblick über den gesamten Inhalt der Digitalen Bibliothek zu verschaffen, blättern Sie einfach im Inhaltsverzeichnis (um zum Volltext zu gelangen, klicken Sie bitte jeweils auf den nach unten weisenden Pfeil vor dem Titel). Um gezielt nach einzelnen Texten zu suchen, können Sie aber auch die Suchmaske verwenden. Detaillierte Informationen zur gesammten Sammlung finden Sie auf deren Startseite.
Texteditionen als elektronischer Volltext
Warum aber sind elektronische Ausgaben literarischer Primärliteratur so wichtig für Studium und Forschung? Sollen die Texte etwa in Zukunft am Monitor gelesen werden? Die Antwort lautet “Auch”. Denn im Zeitalter der E-Book-Reader werden elektronische Primärtexte zunehmend eine Alternative zu teueren und schweren Werkausgaben. Gerade wenn Studierende und WissenschaftlerInnen viel unterwegs sind und auch dort nicht auf die Lektüre verzichten möchten, bietet sich die Mobilität der elektronischen Form an.
Aber darum geht es nicht allein: Denn auch wenn man zur Lektüre auf das gedruckte Buch nicht verzichten möchte, bietet die elektronische Ausgabe ungeahnte Möglichkeiten der Textanalyse. So ist z.B. die Volltextsuche ein hervorragendes Werkzeug für Worthäufigkeitsanalysen, begriffsgeschichtliche Untersuchungen oder Textsstellenvergleiche.
Exponat des Monats: Brahms: Ein deutsches Requiem (16.5.)
3. Mai 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Schätze der Stabi — 7.095 Aufrufe
Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats: Brahms: Ein deutsches Requiem
(Teilautograph)
Im Jahr 1970 erwarb die Bibliothek für ihr Brahms-Archiv einen handschriftlichen Klavierauszug von Brahms‘ Deutschem Requiem, in dem Teile der Klavierstimme und der vollständige fünfte Satz eigenhändig von Brahms notiert worden sind. Die beiden Teile – die ursprünglichen Sätze 1–4, 6 und 7 sowie der im Mai 1868 nachkomponierte Satz 5 („Ihr habt nun Traurigkeit“) – übereignete Brahms Weihnachten 1866 und im Mai 1868 seiner musikalischen Weggefährtin Clara Schumann.
Die Besonderheiten dieser wertvollen Musikhandschrift erläutert Dr. Jürgen Neubacher, Musikreferent der Bibliothek, und präsentiert sie im Original.
Mittwoch, 16. Mai 2012, 16.15 Uhr
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.
Die Sondersammlungen präsentieren immer am dritten Mittwoch des Monats ein originales Sammlungsstück im Handschriftenlesesaal. Auf der Website der Stabi werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert. Das aktuelle Exponat des Monats Mai finden Sie hier ausführlich beschrieben: Brahms: Ein deutsches Requiem (Teilautograph).
Stabi: Himmelfahrt geschlossen (17.5.)
3. Mai 2012
von ST — abgelegt in: Aktuelles — 2.603 Aufrufe
An gesetzlichen Feiertagen bleibt die Stabi geschlossen.
Bitte beachten Sie bei Ihren Planungen, dass Ihnen die Bibliothek am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 17. Mai 2012) nur mit dem virtuellen Angebot, aber nicht vor Ort zur Verfügung steht.
Patenbuch des Monats – Objekt Nr. 50: Mattheson
2. Mai 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Schätze der Stabi — 2.451 Aufrufe
Im Rahmen unserer Aktion Edlen Büchern Pate stehen stellen wir Ihnen jeden Monat ein interessantes Werk vor, das auf einen Buchpaten für seine Restaurierung wartet. Im Mai ist das „Patenbuch des Monats“ eine Bibel für das Studium der Musikpraxis des 18. Jahrhunderts:
Johann Mattheson (1681–1764): Der Vollkommene Capellmeister, Das ist Gründliche Anzeige aller derjenigen Sachen, die einer wissen, können, und vollkommen inne haben muß, der einer Capelle mit Ehren und Nutzen vorstehen will.
Hamburg: Herold, 1739
Provenienz: Friedrich Chrysander (1826–1901)
Bibliothekssignatur: MS 164/2b
Diese weithin bekannte Schrift des Hamburger Musikschriftstellers, Komponisten, Domkantors, Sängers und Gesandschaftsekretärs Johann Mattheson zählt auch heute noch zur Pflichtlektüre im Musikstudium und ist bereichernd für jeden, der sich mit der Musikpraxis des 18. Jahrhunderts beschäftigt. Trotz einer mehrfach wiederaufgelegten Faksimile-Ausgabe, digitaler Zugänglichkeit im Internet und sogar einer 1999 erschienenen Neuausgabe in moderner Typographie (für diejenigen, die keine Frakturschrift lesen können), ist die Erstausgabe noch immer gefragt und muss deshalb in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzt werden.
Was ist zu tun: Trockenreinigung, Ecken festigen und ergänzen, alten Rücken ggf. abnehmen, unteres Kapital ergänzen…
Mehr dazu sowie Informationen zum Zustand, was zu tun ist, und zu den Restaurierungskosten erfahren Sie auf der Seite Patenbuch des Monats Mai 2012.
Jahresbericht 2011 veröffentlicht
30. April 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles — 3.596 Aufrufe
Wenn Sie sich einen lebendigen Eindruck darüber verschaffen möchten, was die Stabi im vergangenen Jahr 2011 alles getan hat, um ihre Dienstleistungen für Sie in der gewohnten Qualität fortzuführen und weiter zu verbessern, sei Ihnen die Lektüre des frisch veröffentlichten Jahresberichtes empfohlen.
Folgendes Zitat aus dem Editorial, mit dem unsere Direktorin, Frau Prof. Beger, in den Bericht über das Stabi-Schaffen im Jahr 2011 einführt, macht Sie hoffentlich neugierig: Weiter lesen “Jahresbericht 2011 veröffentlicht”
Neuer Bibliotheksflyer der Hamburger Bibliotheken
30. April 2012
von MG — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 6.016 Aufrufe
Pünktlich zum 101. Bibliothekartag, der dieses Jahr in Hamburg stattfindet, haben die im Landesverband Hamburg des Deutschen Bibliotheksverbands beheimateten Bibliotheken einen neuen Flyer herausgebracht, der alsbald in den betreffenden Bibliotheken ausliegen wird. Hier schon mal der neue Flyer zum Herunterladen in der elektronischen Version als PDF (975 KB).
21 Bibliotheken bzw. Bibliothekssysteme (wie das Bibliothekssystem Universität Hamburg oder die Bücherhallen Hamburg) sind vertreten, von den ganz großen, wie die Staats- und Universitätsbibliothek, bis zu kleineren wie der Religionspädagogischen Medienstelle Erzbistum Hamburg – von den öffentlichen Bibliotheken wie den Bücherhallen Hamburg bis zu den wissenschaftlichen wie der Stabi oder der UB der TU in Harburg.
Der Flyer gibt Grundinformationen zu den Bibliotheken, die sämtlich öffentlich zugänglich sind und mit ihren besonderen Print- und elektronischen Beständen, Informations-Services und Arbeitsmöglichkeiten vorgestellt werden.
Schauen Sie rein, besuchen Sie uns vor Ort und im Netz,
Ihre Hamburger Bibliotheken – offen, zuverlässig, aktuell.
Maximilian Buddenbohm liest Geschichte mit Stabi-Bezug
30. April 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Aufgelesen — 6.479 Aufrufe
Am Freitag gab es eine Lesung der besonderen Art in der St.Pauli-Kneipe Le Kaschemme. Hamburger Blogger lasen aus ihren Büchern bzw. aus ihren Blogs. Darunter auch Blogger und Buch-Autor Maximilian Buddenbohm. Nachdem er mit «Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein» sein erstes Buch über seine Zeit als Jugendlicher (am Strand) bei Rowohlt veröffentlichte, lieferte er mit dem zweiten, Marmelade im Zonenrandgebiet, Geschichten übers Erwachsenwerden nach. Aus diesem Band las er dem interessierten Publikum am Freitag eine Geschichte mit dem Titel «Wiebke» vor, indem auch die Stabi eine Rolle spielt. Interessant zum Beispiel die Motivation des Autors Bibliothekswissenschaften zu studieren:
Ich suchte einen Studiengang, der möglichst einfach schien und möglichst schnell ging und eine möglichst hohe Frauenquote hatte. Denn ich brauchte sehr schnell einen Abschluss und ich brauchte ganz dringend eine Frau.
Die Frau, die er dann auch kennenlernte, hieß Wiebke. Was es damit auf sich hat und welche Rolle die Stabi spielte, können Sie nachhören. Denn dankenswerterweise wurde die gesamte Lesung aufgezeichnet und die mit «Wiebke» betitelte Geschichte können Sie genauso nachhören, wie den Rest der Lesungen. Im Rahmen der Veranstaltung «Tirili – Die Frühlingsbloglesung» las auch Isabel Bogdan aus ihrem im Juli ebenfalls bei Rowohlt erscheinenden Buch «Sachen machen» und Nils Mohl (Blog), im Vorjahr mit dem renommierten Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet, berichtete über Stadtrandritter und Jenfeld.
Diskussion mit Senatorin Dr. Stapelfeldt (3.5.)
27. April 2012
von MG — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.458 Aufrufe
Am Donnerstag, 3. Mai, wird die Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Frau Dr. Stapelfeldt, in unserer
Bibliothek sein. Sie kommt zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Alumni-Verein der
Universität Hamburg um 19 Uhr: “Den Wissenschaftsstandort Hamburg zukunftsfähig
machen – bisherige Erfolge und anstehende Herausforderungen”.
Moderiert wird die Veranstaltung vom Vorsitzenden von “Alumni Universität Hamburg e.V.”, Torsten Hönisch.
Die Zukunft der Wissenschaft ist seit Jahren ein immer wichtigeres Thema in der öffentlichen Diskussion in dieser Stadt. Wohl selten haben sich so viele Menschen für die Lage an unserer Universität interessiert. Kann es gelingen, trotz angespannter Haushaltslage, mit Forschung und Lehre national und international wettbewerbsfähig zu werden? Geht es immer nur ums Geld oder können auch Reformen an der Uni selbst bestehende Probleme lösen? Was genau sind eigentlich die Anforderungen an die Universität in den nächsten zehn Jahren? Ob Studiengebühren-Abschaffung, Zukunftspakt mit den Hochschulen, umfassender Neubau von Uni-Gebäuden oder Reform des Hochschulgesetzes: Es gibt viele spannende Themen, bei denen es sich lohnt, genau hinzusehen und mit der verantwortlichen Senatorin über ihre Pläne und unsere Ideen ins Gespräch zu kommen.
Im Anschluss an die Gesprächsrunde wird es einen kleinen Umtrunk geben.
Anmeldung erbeten unter info@alumni-uhh.de
hr2 Der Tag: Literaturkritik im Zeitalter des Internets
26. April 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Aufgelesen — 3.718 Aufrufe
«hr2 Der Tag» hat sich gestern unter dem Titel «Der elektronische Verriss» der Kritik im Zeitalter des Internets angenommen. Warum haben Laien-Rezensionen im Netz so großen Erfolg? Wo steht demgegenüber die traditionelle Literaturkritik? Zu Wort kommen u.a. der in Frankfurt lebende Schriftsteller Matthias Altenburg und der Hamburger Amazon-Rezensent Thorsten Wiedau. Letzterer hat sich im Januar 2012 aus dem System der Amazon-Rezensionen verabschiedet (mit einem lesenswerten Nachruf, siehe seine Amazon-Seite «In eigenen Worten», linke Spalte unter seinem Bild). Grund für den Ausstieg des Viellesers, der fast 3.500 Bewertungen mit Kurzkommentar veröffentlicht hat: «Die Perfidität ist das Bewertungssystem. Gibt man weniger Sterne, fällt man im Ranking ab.» – Das Ranking entscheidet über die Zusendung von Rezensionsexemplaren. Mehr dazu in der wie immer gut recherchierten und das Thema von mehreren Seiten beleuchtenden Radiosendung:
Es war so schön, in den ehrwürdigen Zirkeln der Kulturredaktionen. Verlage standen Schlange, Autoren lagen auf den Knien, die Literaturkritik stand himmelhoch über allen. Königsmacher und Richter, waren sie – aber ach, die Zeiten vergehen. Online-Buchvertriebe züchteten sich eine neue Kritikergeneration. Blogger erhielten das Wort, millionenfach hagelte es ins Netz, bald quoll es über vor Verrissen wie Lobhudeleien. Aber gemach: Einer davon ist jetzt aus dem Heer der Millionen von Kritikern ausgestiegen und er berichtet, wie schrecklich seine Existenz und Arbeit war. Voller Häme, Hass und Neid. Fazit: Es gibt ihn doch, den Rezensentengott.
Sie können den gestern ab 18 Uhr live gesendeten Beitrag (54 Min.) auf der Website von hr2 Der Tag oder hier nachhören:
«hr2 Der Tag» kann auch als Podcast abonniert werden. Wie das geht, beschreibt der Hessische Rundfunk hier: “hr2 Der Tag Podcast“.
25. April: Tag gegen Lärm – Stabi-Interview auf Spiegel Online
25. April 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Aufgelesen — 5.507 Aufrufe
Der 25. April ist der «Tag gegen Lärm». Spiegel Online hat dazu ein Interview mit unserer Kollegin Melina Rathjen geführt, das wir den Lesern des Stabi-Blogs nicht vorenthalten möchten.
HERGEHÖRT, Kollegen im Großraumbüro! Heute ist der “Tag gegen Lärm”. Melina Rathjen arbeitet am stillsten Ort Hamburgs. Sie überwacht den Lesesaal der Staatsbibliothek. Ein Gespräch über Geräusche.
Wenn Sie leise weiter lesen möchten, bitte hier entlang: «Ich erkenne Kollegen am Geräusch ihres Gangs»
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