Kirche, Klerus, Kodizes. Zu mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften aus der Hamburger Katharinenkirche (5.10.-15.12.)
14. September 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.064 Aufrufe
Habent sua fata libelli – Bücher haben ihre eigenen Schicksale! Dieses Sprichwort aus einem antiken Lehrgedicht trifft in besonderem Maße auf eine Reihe einzigartiger handgeschriebener Stücke zu, die die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg bewahrt, erforscht und digitalisiert. Die Ausstellung Kirche, Klerus, Kodizes, die Handschriften aus der hiesigen Katharinenkirche präsentiert, bietet nun einen Einblick in Schatzkammer und Werkstatt der Stabi gleichermaßen. Der ehemalige Bibliotheksbestand der Kirche gelangte 1923 als Schenkung in die Stabi. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes wurden die Handschriften nun wissenschaftlich erschlossen.
Die Ausstellung zeigt handgeschriebene Bücher, die aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen, für den liturgischen Gebrauch geschrieben wurden und herausragenden Buchschmuck aufweisen. Eine umfangreiche Briefsammlung und Handschriften aus dem 16. bis 18. Jahrhundert erzählen zudem aus dem historischen Geschehen ihrer jeweiligen Zeit. Weitere Kodizes, die im Rahmen des Projektes untersucht wurden, berichten von besonderen Schicksalen: Für einen bestimmten Ort und Zweck geschrieben, verloren sie ihre Bedeutung, wurden verkauft und gelangten über verschiedene Wege nach Hamburg, gingen im und nach dem Krieg erneut auf Reise und kamen schließlich durch glückliche Fügungen wieder in die Hansestadt zurück.
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Film: Bibliothéque sac à dos. Bücher sind eine bedrohte Art (29.9.)
14. September 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.145 Aufrufe
Donnerstag, 29.9., 19 Uhr, Vortragsraum.
Die Szenen des Films „Bibliothéque sac à dos. Bücher sind eine bedrohte Art“ wurden 2021 nach einem Drehbuch der interdisziplinären Künstlerin Nele Lipp vom Deutschen Tanzfilminstitut Bremen in einem Wald südlich von Hamburg gedreht. Der Film zeigt sechs Figuren, die mit ihren Rucksack-Bibliotheken einen Fluchtort für ihre Monologe, Dialoge und chorischen Sprachgesänge suchen, in denen sie über die Bedeutung der Buchkultur reflektieren. Nele Lipp hat den Film und das Buch „Bücher sind eine bedrohte Art. …lauft, lauft, sonst sind sie verloren!“ ihrem Vater gewidmet, der von Hitler verbotene Bücher im Opiatschrank eines Hamburger Krankenhauses versteckte und sie so vor der Vernichtung rettete. Dem Film ist ein Vortrag der Künstlerin nachgestellt, in dem die Bedrohung für Bücher in der Gegenwart thematisiert wird.
Der Eintritt erfolgt gegen Spende.
Vortrag: „Arisierung“ und Ausbeutung als Expertenaufgabe – Der Hamburger Ökonom und NS-Funktionär Walter Emmerich im besetzten Polen (28.9.)
14. September 2022
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Mittwoch, 28.9., 18 Uhr, Vortragsraum.
Die Nationalsozialisten unterwarfen das Generalgouvernement Polen einer brutalen antijüdischen Verfolgungspolitik sowie einem rücksichtslosen Ausbeutungsregime. Einer der führenden Köpfe dieser Herrschaftspraxis war der Hamburger Ökonom Walter Emmerich, der seit 1940 in der Krakauer Besatzungsregierung als defacto-Wirtschaftsminister tätig war. Dieser hochqualifizierte Experte für antisemitische Verdrängungsmaßnahmen, Handelsökonomie und Exploitation verantwortete dort die wirtschaftspolitischen Dimensionen des NS-Verbrechenskomplex. Als gut vernetzter Lobbyist und Multifunktionär der Hamburger Wirtschaft sorgte Emmerich mit dafür, dass zahlreiche hanseatische Kaufleute sich an der nationalsozialistischen Besatzung auf profitable Weise beteiligten.
Felix Matheis ist Historiker und hat zur Teilhabe hansestädtischer Handelsfirmen an der nationalsozialistischen Besatzungspolitik im Generalgouvernement 1939 bis 1945 promoviert. Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Der Eintritt ist frei.
LuV-Lesung: Indie Stabi mit „Gertigstraße 56“ aus der Galerie der abseitigen Künste (21.9.)
13. September 2022
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Mittwoch, 21.9., 19 Uhr, Vortragsraum
Zum Auftakt unserer Reihe “Indie Stabi” mit der Liste unabhängiger Verlage Hamburg (LuV), in der fortan am dritten Mittwoch im Monat einer der assoziierten Verlage einen besonderen Titel aus seinem Programm vorstellt, liest die Schauspielerin Inés Fabig aus Ruth Stenders „Gertigstraße 56“, erschienen in der Galerie der abseitigen Künste. Das Buch erzählt die Geschichte der drei Brüder Rudolf, Ernst und Werner Stender, die schon als Jugendliche in der Arbeiterjugend organisiert waren und sich 1933 am Aufbau von Widerstandsgruppen beteiligen. Werner, der Jüngste, der als einziger die Nazi-Zeit überlebte, baute eine jugendliche jüdisch-kommunistisch-sozialdemokratische Gruppe in seinem Freundeskreis auf. Er wird zum Chronisten des gemeinsamen Widerstands.
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Spanien als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse und als Dauergast in Hamburger Bibliotheken: Drei Institutionen präsentieren ihre Angebote (11.10.)
13. September 2022
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Dienstag, 11. Oktober 2022, 18 Uhr, Vortragsraum. Eintritt frei.
Spanien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2022. Unter dem Motto „Sprühende Kreativität“ wird die Literatur und Kultur Spaniens vom 19.-23. Oktober 2022 in Frankfurt vertreten sein. Doch auch in Hamburg können sich die interessierte Öffentlichkeit und Forschende umfassend über Spaniens Literatur- und Kulturschaffen informieren. Genaueres zu den vielfältigen bibliothekarischen Angeboten und zu Schätzen aus der Vergangenheit erfahren Sie in dieser Überblicksveranstaltung mit Beiträgen von
- Instituto Cervantes Hamburg, vertreten durch seinen Direktor Carlos Ortega Bayón und Bibliothekar Arturo Munguía
- Fachinformationsdienst Romanistik, vertreten durch seinen Projektleiter an der SUB Hamburg, Markus Trapp
- und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung, vertreten durch ihre Leiterin Dr. Wiebke von Deylen
37. Jahrestagung des Internationalen Arbeitskreises für Historische Stadtsprachenforschung (5./6.10.)
12. September 2022
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Mittwoch 5.10. und Donnerstag 6.10., Vortragsraum.
Die historische Stadtsprachenforschung hat sich einer faszinierenden Textvielfalt in einem dynamischen Kommunikationsraum verschrieben. Die Entstehung neuer Textsorten in den Städten tritt dabei genauso in das Blickfeld wie die Entwicklung und Nutzung von Medien oder die sprachliche Heterogenität durch Sprachkontakt und Sprachvariation. Neben Quellen der Rechtsetzung und des Kanzlei- und Verwaltungsschrifttums treten z.B. eine Vielfalt wissensdokumentierender und wissensvermittelnder Texte, die Wirtschaftskommunikation sowie die stadtspezifischen Ausformungen geistlichen und kulturellen Lebens. Die Tagung bietet eine offene Plattform für die Diskussion neuer Forschungsansätze, Themen und Ergebnisse aus diesem Forschungsspektrum.
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Pop-Up-Ausstellung: Wissenschaftscomics (30.9.-2.10.)
9. September 2022
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30. September – 2. Oktober, im Informationszentrum, 1. Etage.
Freitag, 30. September, 16 Uhr Podiumsdiskussion im Vortragsraum, 1. Etage.
Ob Einfluss von Kolonialismus in Afrika, Umweltschutz im bewaffneten Konflikt oder die Rolle der Philosophie in der Quantengravitation: An diesen und anderen spannenden Themen arbeiten die Young Academy Fellows der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Damit ihre Arbeit auch nach außen hin sichtbar wird, haben sie in Zusammenarbeit mit Comic-Künstler:innen Wissenschaftscomics entwickelt, die im Rahmen des Hamburger Comic-Festivals nun erstmals ausgestellt werden.
Die jungen Wissenschaftler:innen und Künstler:innen sind in Teilgruppen vor Ort, um mit den Festivalbesuchern über ihre Comics zu diskutieren. Am 30. September findet um 16 Uhr zudem eine Podiumsdiskussion im Vortragsraum statt. Die Poster selbst sind im Informationszentrum der SUB zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Harbour Front Literaturfestival 2022 (15. + 17.10.)
2. September 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.714 Aufrufe
Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr das Harbour Front Literaturfestival auch wieder in der Stabi Station machen. Am 15. und am 17. Oktober 2022 finden um 20 Uhr Lesungen im wunderschönen Lichthof im Altbau der Stabi statt. Die Karten dafür können auf der Website des Harbour Front Literaturfestival gekauft werden. An den Abenden wird der Eingang zum Altbau von der Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee geöffnet sein.
Hier stellen wir das Programm der beiden Lesungen vor:
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Raphael Lemkin: Historical and Legal Construction of the Crime of Genocide (20.9.)
2. September 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.046 Aufrufe
Dienstag, 20.9., 19 Uhr als Online-Veranstaltung (Zoom).
In 1944, Raphael Lemkin defined the term “genocide” as a “coordinated plan of numerous actions aimed at obliterating the essential living foundations of a group of people with the aim of destroying that group”. Lemkin, father of the UN (anti-) Genocide Convention in 1948, explicitly referred to the Soviet policy against Ukraine in his work on genocide – is there a continuity in the current Russian war of aggression?
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Szenische Lesung: Eine Frau will nach oben. Fontanes Mathilde Möhring (14.9.)
30. August 2022
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.128 Aufrufe
Mittwoch, 14.9., 19 Uhr, Vortragsraum.
Theodor Fontane schildert in “Mathilde Möhring” das Leben einer jungen Frau, die in den einschränkenden gesellschaftlichen Verhältnissen des deutschen Kaiserreichs lebt und der durch ihre Heirat ein sozialer Aufstieg gelingt. Doch recht bald beendet der Tod des Ehegatten ihren Weg nach oben. Als alleinstehende Frau findet Mathilde Möhring dann aber einen eigenen, unabhängigen, selbstbestimmten Lebensweg – ungewöhnlich für diese Epoche und das weibliche Rollenverständnis der Zeit.
Götz Bolten hat den Roman szenisch umgearbeitet und führt Regie, es sprechen Dagmar Dreke, Ingeborg Kallweit, Marion Gretchen Schmitz und Herbert Schöberl.
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