FAQ
© 2026 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten Leichte Sprache

Mittwoch, 24.6., 19 Uhr, Vortragsraum.

Deutsch-Israelische Gesellschaft Islamistische Bewegungen prägen Debatten und beeinflussen Gesellschaften auch in Deutschland. Sie agieren nicht nur offen, sondern häufig über Netzwerke, Bildungsangebote, soziale Medien und zivilgesellschaftliche Strukturen. Ihre Narrative wirken langfristig und zielen auf gesellschaftliche Verschiebungen.

Doch wer sind die zentralen Akteure? Welche Ideologien vertreten sie, und wie wirken sie in Bildungseinrichtungen, sozialen Medien oder politischen Strukturen? Und wie gelingt es ihnen, Einfluss zu gewinnen? Der Vortrag gibt einen Überblick über wichtige Organisationen, ihre Narrative und Strategien. Dabei wird auch beleuchtet, welche Rolle diese Netzwerke in Deutschland spielen und wie sie auf öffentliche Diskurse und politische Prozesse einwirken.
Weiter lesen “Vortrag: Islamismus verstehen: Einführung in Organisationen und Einfluss islamistischer Akteure (24.6.)”

Plakat: Fritz Schumacher. Architektur als City Branding 2. Juli bis 16. August 2026, Ausstellungsraum.

Der Architekt und Stadtplaner Fritz Schumacher (1869–1947) hat das Bild Hamburgs im 20. Jahrhundert maßgeblich gestaltet. Mit seinen Bauten – von der Davidwache über die zur Finanzdeputation am Gänsemarkt bis zur Anlage des Stadtparks – verlieh der Oberbaudirektor der Stadt ein regelrechtes City Branding, das bis heute nachwirkt. Der persönliche Nachlass des Architekten, der sich im Besitz der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg befindet, macht dessen Werk in Zeichnungen, Fotos, Briefen und Plänen erfahrbar. Anhand von selten gezeigten Originalen verdeutlicht die Ausstellung, wie das Image Hamburgs als Backsteinstadt, aber auch als Stadt am Wasser durch Schumachers Bauten konstruiert wird. Der Architekt prägte darüber hinaus das Erscheinungsbild, mit dem Hamburg seinen Bürgerinnen und Bürgern als fürsorglicher Stadtstaat gegenübertrat: Von der Geburtsklinik über Schulen und Wohnsiedlungen bis zu Krankenhäusern und einer Friedhofskapelle begleiteten die Bauten Schumachers die Lebenszyklen der Hamburgerinnen und Hamburger.

Studierende des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg haben sich unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Schmitz intensiv mit dem Werk Schumachers auseinandergesetzt und präsentieren die Ergebnisse in der Ausstellung. Eine begleitende Publikation erscheint im Schaff Verlag (siehe Veranstaltung 17.6., 19 Uhr).
Weiter lesen “Ausstellung: Fritz Schumacher. Architektur als City Branding (2.7.–16.8.26)”

Donnerstag, 18.6., 18.30 Uhr, Vortragsraum.

Die beiden großen linken Parteien der Weimarer Republik, SPD und KPD, waren meist erbitterte Gegner. Aber 1926 taten sie sich mit anderen Kräften zusammen, um erstmals auf Reichsebene die direktdemokratischen Möglichkeiten der Weimarer Verfassung aktiv zu nutzen. Ihr Ziel: Das enorme Vermögen der ehemals regierenden Fürsten einschließlich des Kaisers sollte endlich der breiten Bevölkerung zugutekommen.

Zwar scheiterte die Initiative knapp, zeigt uns aber dennoch die Chancen und Risiken der direkten Demokratie. Und: Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus im Hinblick auf aktuelle Fragestellungen ziehen, etwa auf den Volksentscheid „Deutsche Wohnen enteignen“? Darüber soll mit Dr. Axel Weipert, Historiker in Berlin und Autor der Studie „‚Den Fürsten keinen Pfennig‘. Der Volksentscheid zur Fürstenenteignung 1926“, diskutiert werden. Moderation: Dr. Marcel Bois.
Weiter lesen “Vortrag und Diskussion: Dr. Axel Weipert – Linkes Bündnis gegen alte Eliten (18.6.)”

Donnerstag, 18.6., 18.30 Uhr, Ossietzky-Forum.

Anne Rieger In „Der Allesfresser“ analysiert Nancy Fraser den Kapitalismus als ein System, das seine eigenen Grundlagen – Natur, Fürsorgearbeit, Demokratie – verschlingt. Sie beschreibt ihn als „kannibalisch“, da er für kurzfristige Gewinne die Lebensgrundlagen zerstört, auf denen er aufbaut, und so Krisen in Ökologie, Gesellschaft und Politik verursacht. Das Werk der US-Philosophin und Professorin an der New School for Social Research in New York ist vor drei Jahren erschienen, aber unvermindert aktuell.

Im Roten Salon macht Anne Rieger das wichtige Buch auf lebendige Art zugänglich. Rieger ist Gewerkschafterin und Mitglied der KPÖ Steiermark, die in der Hauptstadt Graz stimmenstärkste Partei ist.
Weiter lesen “Roter Salon: Anne Rieger: „Der Allesfresser – Wie der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen verschlingt“ von Nancy Fraser (18.6.)”

Mittwoch, 17.6., 19 Uhr, Vortragsraum.

Habichtsplatz, Copyright Rainer Binz

Baudirektor Fritz Schumacher prägte den Wohnungsbau der 1920er Jahre in Hamburg. Zu den Architekten, die unter seinen Vorgaben die Backsteinbauten in Winterhude, Barmbek und Dulsberg im Sinne einer einheitlichen Stadtgestalt und als soziales Gefüge realisierten, gehörte Karl Schneider, der mit den Wohnbauten am Habichtsplatz auch baukünstlerische Maßstäbe setzte.

Vorstellung zweier Hefte aus der Reihe „hamburger bauhefte“ des Schaff-Verlags mit den Autor:innen Dr. Monika Isler-Binz, Prof. Dr. Frank Schmitz und Studierenden des Kunsthistorischen Seminars der Universität Hamburg.
Weiter lesen “Heftvorstellung und Podiumsgespräch: Stadt und Fürsorge unter Fritz Schumacher – am Beispiel des Habichtsplatzes in Barmbek von Karl Schneider (17.6.)”

Wolfgang Borchert: Ritt auf dem Seepferdchen Dienstag, 16.6., 18 Uhr, Vortragsraum.

Wolfgang Borchert ist als Schriftsteller unvergessen – doch wer kennt ihn als Maler und Zeichner? Das im Verlag Angeli & Engel erscheinende Buch „,Er wollte einmal Maler werden‘. Farbige Zeichnungen und Bilder von Wolfgang Borchert“ präsentiert erstmals einen umfassenden Überblick über seine bildkünstlerischen Versuche, die im Nachlass des Autors in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg bewahrt werden. Der Band ist ein außergewöhnliches Porträt: Es zeigt den Schriftsteller als Doppelbegabten, der in Wort und Bild existenzielle Erfahrungen festhielt – und dessen Werk bis heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat.

Die Herausgeber Peter Engel und Konstantin Ulmer stellen das Buch gemeinsam mit dem mitwirkenden Borchert-Forscher Hans-Gerd Winter vor. Gezeigt werden auch einige Originalbilder des zeichnenden Autors.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter:
https://eveeno.com/321509620.

Bildquelle: Wolfgang Borchert: Ritt auf dem Seepferdchen, Signatur: BOR:Z:E3, Digitalisiert: https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/HANSig391

Workshop: „Health and Race in American History“ (11.6.)

1. Juni 2026
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 176 Aufrufe

Donnerstag, 11.6. und Freitag, 12.6., jeweils ganztägig, Ossietzky-Forum.

Racism is a public health crisis - CC Elvert-Barnes

The workshop explores the intersections and overlaps of citizenship, race and health in the United States between the mid-nineteenth century to the early twentieth century. It will examine the importance of health and how it was negotiated and constructed in medical, cultural and political contexts by focusing on questions like: how were public health discourses intertwined with racial ideologies? How did ideas about health help shaping debates about citizenship during a time of social and political conflicts? The workshop will also look at how literary and cultural texts reflected these racialized understandings of health to answer these questions.
Weiter lesen “Workshop: „Health and Race in American History“ (11.6.)”

Madita Oeming: Aufgeklärt statt aufgeregt Mittwoch, 10.6., 19 Uhr, Lichthof.

Über 80 % der 12-Jährigen haben heute ein eigenes Smartphone und sind damit allein im Internet unterwegs, wo ihnen früher oder später sexuelle Inhalte begegnen: ob gewollt beim neugierigen Stöbern nach Pornos, bei ersten verliebten Sexting-Versuchen oder aber ungewollt im Klassenchat und beim Online-Zocken mit Fremden.

Madita Oemings Buch „Aufgeklärt statt aufgeregt“ liefert Eltern und Bezugspersonen konkreten Rat, wie sie Kinder und Jugendliche im Umgang mit sexuellen Medien souverän begleiten können.

Eine Veranstaltung der Fakultät Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Um Anmeldung wird gebeten unter: pr@sub.uni-hamburg.de. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 10.6., 18 Uhr, Vortragsraum.

Screenshot Hamburger Zeitungen Digital

Mit dem Hamburger Zeitungsportal macht die Staats- und Universitätsbibliothek rund 4 Millionen Seiten aus 57 Zeitungstiteln aus Hamburg, Altona, Bergedorf, Billstedt, Harburg, Wilhelmsburg und Schiffbek, die zwischen 1700 und 1945 erschienen sind, digital zugänglich – eine Schatzkammer für die Hamburg-Forschung. 304.876 Zeitungsausgaben wurden dafür bearbeitet. Andrea Zierer, die in der SUB den Bereich Hamburger Kulturgut im Netz, Zeitungen, Karten und Graphische Sammlungen betreut, wird das Portal und seine Nutzungsmöglichkeiten vorstellen.

Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 9.6., 19 Uhr, Ossietzky-Forum.

Fußball in der DDR war weit mehr als Sport – er wurde zur Bühne für Protest, Eigensinn und die Sehnsucht nach Freiheit. Die Veranstaltung beleuchtet ein brisantes Kapitel der Fußballgeschichte: wie das SED-Regime Stadien als Gefahrenzonen für den Sozialismus markierte, Fans überwachte und Repressionen ausübte. Anhand bisher unveröffentlichter Fotos aus den Archiven von Staatssicherheit und Volkspolizei zeigen Expert:innen und Zeitzeug:innen, wie aus friedlichen Zuschauer:innen Beobachtete und aus Fans Kriminelle wurden.

Norbert Nachtweih wird nach seiner Flucht durch das MfS observiert. Das Kameraobjektiv des Stasi-IM hat das Trainingsgelände der Frankfurter Eintracht fest im Blick. Nachtweih wird 1979 nach dem Training auf dem Parkplatz beim Einsteigen in sein Auto fotografiert. Bildnachweis: Bundesarchiv, MfS AP Nr. 3068/92

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung. Der Eintritt ist frei.