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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit…

30. April 2018
von MEM — abgelegt in: Schätze der Stabi — 712 Aufrufe

Streifzüge in der Stabi Hamburg…bzw. der Arbeiterbewegung, ein Beitrag aus der Reihe «Streifzüge in der Stabi» zu „Arbeit in vormoderner Kunst und Manuskriptkultur“.
 
 

Zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit bzw. der Arbeiterbewegung, ein kurzer Streifzug zu „Arbeit in vormoderner Kunst und Manuskriptkultur“ (Abb. 1).

Abb. 1 Psalter, Mitte 13. Jh.: Hamburg,
SUB, Cod. in scrin. 83: Kalendarblatt für Februar

Bis Arbeit neutral und im profanen Kontext dargestellt wurde, sollte einige Zeit vergehen. Denn mit Blick auf das Mittelalter spiegelt die Arbeit einerseits ein Ideal des Benediktinerordens wider, bekannt in der Kurzform „ora et labora“ – bete und arbeite. Bei den Benediktinern wurde unter „labor“ manuelle Arbeit und damit ein Teil des Tagwerks verstanden, das durch Gebet und Arbeit rhythmisiert wurde.

Prinzipiell eher positiv bewertet und von manchen als Keim einer Lebensform betrachtet, die trotz gegenteiligem mönchischem Ideal meist zu Besitz und Reichtum führte, ist dies nur die eine Seite der Medaille. Denn andererseits haben sich die ältesten Darstellungen von Arbeit nur aus biblischem und religiösem Kontext erhalten, also etwa die Illustration der „Ersten Arbeiten“, welche Adam und Eva nach dem Sündenfall ausführen mussten wie an den Hildesheimer Bronzetüren (Abb. 2; um 1020) oder der Bau der Arche Noahs und der Turmbau zu Babel wie hier bei den Elfenbeintäfelchen, die zu einem Altarantependium im süditalienischen Salerno gehören und im 9. Jahrhundert entstanden sind (Abb. 3, 4).
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Telemann-Ausstellung eröffnet

5. Mai 2017
von JN — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.247 Aufrufe

Streifzüge in der Stabi Hamburg.

Streifzüge in der Stabi Hamburg Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zeigt als Beitrag zum diesjährigen Gedenken an den 250. Todestag Georg Philipp Telemanns vom 5. Mai bis 28. Juni einzigartige Dokumente zum fast 50jährigen Wirken dieses überragenden Komponisten in Hamburg, dessen Musik heute international wieder auf großes Interesse stößt.

Ausgehend von ihren eigenen reichhaltigen Beständen, sodann unterstützt durch Leihgaben des Staatsarchivs Hamburg, der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin und der Landesbibliothek in Eutin, wird von der Bibliothek ein unbedingt sehens- und kennenswertes Portfolio an selten oder noch nie gezeigten Schlüsseldokumenten zu Telemanns Wirken in der Elbmetropole entfaltet. Die rund 60 Exponate werden durch themenbezogene Informationstafeln und ausführliche Beschreibungen erläutert.

Unter dem Stichwort „Telemann als Konzertveranstalter“ ist beispielsweise zum ersten Mal überhaupt von fantasievoll gestalteten Einladungskarten zu erfahren, die Telemann aus einem Satz französischer Spielkarten herstellte, um damit den Hamburger Bürgermeister Nicolaus Schuback und/oder dessen Sohn, Ratssyndicus Jacob Schuback, zu einem Konzert im Drillhaus einzuladen (s. Abbildung 1/2). Gezeigt werden hier bewusst nur die Rückseiten, um die Neugierde für einen Besuch der Ausstellung zu erhöhen:
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Streifzüge in der Stabi Hamburg Streifzüge in der Stabi Hamburg.

Beim Kennenlernen der hochkarätigen Handschriftenbestände der Stabi fiel der neuen Referentin für Handschriften, PD Dr. Monika Müller, in einer Psalterhandschrift des 13. Jahrhunderts einiges Faszinierendes auf …

 

Orient und Okzident – Spuren von Krieg und Frieden in Kunst und Kultur des Mittelalters

Orient und Okzident – ihr gespanntes oder friedliches Verhältnis zueinander – sind nicht nur derzeit aktuelle Themen. Das Interesse an der jeweils anderen Kunst und Kultur hat auch nicht erst im Jahr 1480 Spuren hinterlassen, als Sultan Mehmed II. sich in Istanbul bzw. damals noch Konstantinopel von dem venezianischen Maler Gentile Bellini (1429–1507) porträtieren ließ oder man sich in nachfolgenden Jahrhunderten zunehmend für orientalische Stoffe und Sujets der Malerei begeisterte. Umso faszinierender ist ein Blick in weiter zurückliegende Zeiten wie das 12. und 13. Jahrhundert.

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