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Hamburg Open Science (HOS) in der Stabi

24. Oktober 2018
von IM — abgelegt in: Aktuelles,Open Access,Open Science — 283 Aufrufe

von Jens Wonke-Stehle und Steff Bentrup

Im Rahmen der Aktivitäten der Stabi zur Open Access-Woche 2018 werden wir am Donnerstag, 25.10., von 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr im Vortragsraum einen Vortrag mit dem Titel „Auf dem Weg in eine offenere Wissenschaft: Open-Science-Projekte in der SUB Hamburg“ halten. Anfang 2018 sind mit dem Programm Hamburg Open Science zwei neue Projekte in der Stabi gestartet und es ist an der Zeit, diese einmal vorzustellen.

Warum Open Science?
Unter dem Begriff Open Science versammeln sich viele verschiedene Ansätze wissenschaftlicher Forschung, um mit digitalen Hilfsmitteln mehr Transparenz und Offenheit (Openness) sowie Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Hierbei gerät nicht nur die Publikation als wesentlicher Teil des Forschungszyklus in den Fokus, sondern auch alle anderen Teile wie z. B. die Ideenfindung, Finanzanträge, Projektpläne und -beteiligte, erhobene Forschungsdaten, verwendete Software, Analyseergebnisse, Veröffentlichungsprozesse sowie Lehrmaterialien. In Verbindung mit Open Access gelangen Ergebnisse und Forschungsdaten schneller in die öffentliche Verfügbarkeit und können damit auch unverzüglich weitergenutzt werden.

Wofür soll das gut sein?

Grafik: Hindawi, Lizenz Creative Commons Attribution License (CC-BY).

Zum einen sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Arbeit durch technische Lösungen unterstützt und der Austausch einer globalen Wissenschaftsgemeinschaft gefördert werden.  Damit wird ein Beitrag zur Qualität wissenschaftlicher Forschung geleistet. Zum anderen wird wissenschaftliche Forschung an öffentlichen Einrichtungen durch öffentliche Gelder finanziert und soll daher über das Internet möglichst ohne Barrieren jederzeit und weltweit nachnutzbar zur Verfügung stehen.

Das Programm Hamburg Open Science (HOS)

Um diesen Bemühungen auch in Hamburg den Weg zu ebnen, wurde nach einem zweijährigen Vorprojekt  das Programm Hamburg Open Science ins Leben gerufen. Hier unterstützt der Hamburger Senat die staatlichen Hochschulen bei der Einrichtung von Systemen und Services, die  eine Öffnung der Wissenschaft unterstützen.

Weil nicht an jeder Hochschule Open-Science-Tools und -Services neu erfunden werden müssen, arbeiten im Programm alle staatlichen Hamburger Hochschulen (UHH, TUHH, HAW, HCU, HfBK, HfMT), sowie das UKE, die Stabi und die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) einrichtungsübergreifend zusammen.

Die drei Programmlinien Open-Access-Repositorien, Forschungsdatenmanagement und Forschungsinformationssystem werden von der vierten Programmlinie des Kulturwandels eingerahmt und speisen das Schaufenster Hamburg Open Science.

Die Projekte Open-Access-Repositorien und Schaufenster Hamburg Open Science

Im Rahmen von Hamburg Open Science unterstützt die Stabi diese Bemühungen durch das Schaffen einer Infrastruktur für Open-Access-Repositorien (Dokumentenserver) und das Bündeln und Darstellen der Open-Science-Aktivitäten von Hamburg in dem Webauftritt Schaufenster Hamburg Open Science.

Als Bibliothek bringt die Stabi ihr Know-how durch ihre seit nun 20 Jahren betriebenen Dokumentenserver ein, für die sie sowohl die inhaltliche Pflege (mit dem E-Dissertationsserver für die UHH) als auch den technischen Betrieb, also das Hosting, für andere Hochschulen übernommen hat.
In HOS wird ein Angebot für medienübergreifende Open-Access-Repositorien aufgebaut, das künftig von jeder Hamburger Forschungseinrichtung genutzt werden kann. Mit im Projekt ist die HAW Hamburg, die untersucht, welche Maßnahmen sinnvollerweise die Einrichtung und Nutzung eines Open-Access-Repositoriums an einer Hochschule begleiten sollten.

Informationen über Quellen zu sammeln, aufzubereiten und recherchierbar zu machen ist ebenfalls bibliothekarisches Alltagsgeschäft. Aus den Systemen der Hamburger Einrichtungen werden über Schnittstellen die beschreibenden Daten von Medien gesammelt, sortiert und an einem Ort gebündelt zugänglich gemacht. Ziel ist es, einen guten Überblick über Hamburger Forschung zu geben und deren Ergebnisse leicht recherchierbar zu machen.
Je weiter die Open Science-Bemühungen gedeihen, umso mehr unterschiedliche Daten und Informationen werden aufbereitet, durchsuch- und entdeckbar gemacht. Dies und der vom Programmmanagement (UHH) betreute Auftritt auf hamburg.de/openscience ergeben zusammen als Schaufenster einen Überblick auf die Hamburger Forschungslandschaft auf dem Weg zu Open Science.

Bei Interesse und Fragen nehmen Sie gerne per Mail Kontakt zu uns auf:

openscience@sub.uni-hamburg.de

Jens Wonke-Stehle (Projektleitung)
Steff Bentrup (Projektkoordination)

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