FAQ
© 2026 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten Leichte Sprache

Lotse-Tutorial zur Politikwissenschaft

3. Februar 2011
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,Tipps und Tricks — 5.606 Aufrufe

Lotse-Tutorial zur Politikwissenschaft

So wie ein LOTSE sein Schiff durch die Gewässer leitet und auf Kurs hält, bietet das gleichnamige an der Uni Münster entwickelte Tutorial-Portal LOTSE Studierenden und Wissenschaftlern einen gesteuerten Überblick über Informationen zu einzelnen Fächern und Bibliotheksstandorten. LOTSE begleitet Sie als „Library Online Tour and Self-Paced Education“ bei allen Schritten des wissenschaftlichen Arbeitens und führt Sie zu den benötigten Ressourcen.

Neu im Fächerkanon von LOTSE findet sich das Tutorial zur Politikwissenschaft, frisch zusammengestellt von der Stabi Hamburg. Es ist eingebunden in die Virtuelle Fachbibliothek ViFaPol, die wir im Rahmen des Sondersammelgebietes Politik und Friedensforschung betreiben. Sie finden darin – immer auf die Politikwissenschaft bezogen – grundlegende Informationen zur Recherche in fachspezifischen Ressourcen, aber auch Tipps und Tricks zur fachlichen Vernetzung und dem „Auf dem Laufenden Bleiben“.

Prof. Christian Spannagel: Die Uni in Zeiten von Wiki, Blogs & Twitter

2. Februar 2011
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,Aufgelesen — 10.971 Aufrufe

Es gibt nach wie vor viel Unsicherheit, was die Umsetzung von Web 2.0 in Forschung und Lehre anbelangt. Sind Social Media-Aktivitäten der wissenschaftlichen Kommunikation angemessen? Begebe ich mich in ein all zu triviales Umfeld, wenn ich als Forscher im Web kommuniziere? Diese oder ähnliche Fragen von Wissenschaftlern, die den Kommunikations- und Unterrichtsmedien wie Blog, Wiki, Twitter & Co kritisch gegenüberstehen, sind durchaus verständlich.

Aber gerade Erfahrungsberichte von gelungenen Umsetzungen des Web 2.0 in der universitären Forschung und Lehre zeigen, dass in diesem noch recht neuen Feld eine reale Chance besteht, sowohl die Lehrenden bei der Aufnahme des zu behandelnden Stoffes zu motivieren, als auch die Öffentlichkeit im Rahmen von transparenter Kommunikation an den Ergebnissen der Forschung beteiligen zu können. Und nicht zu vergessen: die Vernetzung der Forscher untereinander im Web. In diesem Sinne empfehle ich allen an diesem Thema Interessierten den Bericht der Deutschen Welle, der die Web 2.0-Aktivitäten von Prof. Spannagel im Interview mit dem ausgewiesenen E-Learning-Experten vorstellt: Die Uni in Zeiten von Wiki, Blogs & Twitter:

Videomitschnitte der Vorlesung auf YouTube und Literaturrecherche rund um die Uhr. Ein Studium ohne Internet ist für viele Studierende heute kaum noch denkbar. Doch auch für Professoren hat sich der Uni-Alltag verändert.

Einer der sich besonders gerne und souverän im Netz bewegt, ist Christian Spannagel, Professor für Mathematik und Informatik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Im Gespräch mit DW-WORLD.DE erzählt er über Erfahrungen als bloggender und twitternder Dozent.

Der Bericht kann auch als Audio nachgehört werden: Studi-DW – Uni im Netz.

Weblog Christian Spannagel Wünschenswert wäre es gewesen, die Deutsche Welle hätte in ihrem Bericht auch die Links auf die Webseiten von Prof. Spannagel angegeben. Ich hole das gerne hier nach: Auf seiner Website präsentiert sich Christian Spannagel – nicht zuletzt durch die Verwendung der Open Source-Software Wikiversity – als öffentlicher Wissenschaftler. Auf Twitter kommuniziert er unter dem Namen @dunkelmunkel – im Gegensatz zu diesem vielleicht kurios anmutenden Namen auf sehr erhellende Weise. 😉 Natürlich führt der IT-Experte und lehrende Mathematiker auch ein Weblog: unter dem Titel «chrisp’s virtual comments» lässt er uns an seinem Wissen teilhaben. Im aktuellsten Artikel spricht er einen kritischen Punkt an, den viele Wissenschaftler bestens verstehen werden – das Gefühl der Überforderung durch Überlastung -, und er entwirft sehr nachvollziehbar Ein Plädoyer für Ineffizienz.

[via @digiwiss]

Mercedes Bunz: Das Denken und die Digitalisierung

25. Januar 2011
von Markus Trapp — abgelegt in: Aufgelesen — 4.072 Aufrufe

Digitales Wissen Einen der besten Texte zu den kulturgeschichtlichen Auswirkungen der Digitalisierung hat die Kulturwissenschaftlerin Mercedes Bunz gestern in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht. «Es wird Zeit,» – so schreibt sie in der Einleitung ihres Textes – «sich nach dem ersten technophoben Erschrecken zu beruhigen und sich der Herausforderung der Digitalisierung zu stellen.». Es geht um das, was gerne Digitale Revolution genannt wird. Man mag diesen Begriff mögen oder nicht. Wir stecken mittendrin.

Revolution mag vielleicht ein abgenutzter Begriff sein, zweifellos ist er in die Jahre gekommen. Und doch ist es genau das, was sich mit der Digitalisierung ereignet: Unter unseren Fingerspitzen erleben wir eine eruptive Umwälzung. Die vielen Anglizismen, die sich bereichernd in unserer Sprache eingenistet haben – mailen, googeln, skypen, bloggen, posten, twittern -, versuchen sich angestrengt unauffällig zu verhalten, aber sie vermögen nicht, uns darüber hinwegzutäuschen: Nicht nur die Worte hinken den zeitgenössischen Entwicklungen hilflos hinterher und erfassen nicht mehr die Welt, in der wir leben, auch das Denken. Wahrscheinlich wissen unsere Fingerspitzen schon mehr als wir.

Lesen Sie den kompletten Text auf der Website der FAZ: Das Denken und die Digitalisierung.

Zur Person: Die in London lebende Mercedes Bunz ist Kulturwissenschaftlerin und Journalistin. Sie publiziert über Online-Journalismus und Digitalisierung. Ihre Dissertation zur Geschichte des Internet ist im Kadmos Verlag unter dem Titel «Vom Speicher zum Verteiler» erschienen. Momentan arbeitet sie an ihrem dritten Buch “A world on algorithms. How digitalisation shook up the order of things”.

Foto: xmacex auf Flickr

Update 27.01.11: heute ist im «Open Data Blog» auf ZEIT Online ein interessantes Interview mit Mercedes Bunz veröffentlicht worden: «Was wollen wir von der Digitalisierung?».

Deckensanierung in der AAI-Bibliothek (7.2. bis 1.4.2011)

20. Januar 2011
von Markus Trapp — abgelegt in: Fachbibliotheken — 3.675 Aufrufe

Sanierung In der Bibliothek des Afrika-Asien-Institutes kommt es wegen Deckensanierung zur Schließung der dortigen Lesesäle vom 7. Februar bis 1. April 2011. PC-Pool und Kopierraum sind in dieser Zeit vom Foyer aus zugänglich.

Öffnungszeiten (PC-Pool mit Buchausgabe, Kopierraum):
Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr.

Leihen Sie Werke, die Sie während der Schließung der Lesesäle brauchen, möglichst VORHER aus. Sie können aber auch in der Schließzeit Bücher ausleihen. Bestellformular und Sonderregeln zur Ausleihe finden Sie auf der Website der AAI-Bibliothek.

Für die Ausgabe und Verlängerung von Leseausweisen gehen Sie bitte in die Stabi. Wenn Sie in der Schließzeit allgemeine Fragen haben, schicken Sie uns bitte eine E-Mail an info.aaibib @uni-hamburg.de. Das Telefon am Tresen ist in dieser Zeit nicht besetzt. Mit Fachfragen wenden Sie sich, wie gewohnt, direkt an das zuständige Personal. Die Telefonnummern stehen auf der Website unter Personal.

Robert Darnton: Globales Wissensarchiv und Wikimedia der Bibliotheken

18. Januar 2011
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,Aufgelesen — 3.569 Aufrufe

Letzte Woche haben wir Ihnen hier im Blog den arte-Beitrag über Robert Darnton vorgestellt: Zugang zum Wissen der Welt durch Öffentliche Institutionen sichern. Der Historiker und Leiter der Universitätsbibliothek von Harvard hat zwischenzeitlich an einem Kongress in Wien Programm der Tagung „Der literarische Transfer zwischen Großbritannien, Frankreich und dem deutschsprachigen Raum im Zeitalter der Weltliteratur“ als PDF teilgenommen. Durch einen Hinweis meiner Kollegin Isabella Meinecke habe ich heute erfahren, dass ORF.at ausführlich über seinen dortigen Vortrag berichtet hat:

Zum Auftakt des internationalen Forscherkongresses „Der literarische Transfer zwischen Großbritannien, Frankreich und dem deutschsprachigen Raum im Zeitalter der Weltliteratur“ des Instituts für Vergleichende Literaturwissenschaft der Uni Wien und der Österreichischen Gesellschaft für Buchforschung nahm Darnton seine Zuhörer mit auf eine abenteuerliche Zeitreise ins 18. Jahrhundert.

Darnton wiederholte in Wien auch seine Forderung nach einem Globalen Wissensarchiv und schlug eine Wikimedia der Bibliotheken vor:

Im Bereich der Bibliotheken schwebt Darnton ein Verbund nach dem zuletzt in Harvard praktizierten Modell vor, wie er in Wien erläuterte. Je mehr Universitätsbibliotheken an eigener Forschung in Artikelform frei zugänglich machten und je mehr Bibliotheken sich untereinander vernetzten, desto eher könnte es eine Art Wikimedia von Universitätstexten geben: „Vielleicht klinge ich jetzt naiv optimistisch, aber ich glaube, dass die Zukunft des Wissens in der Vernetzung, vor allem aber in dessen freier Verfügbarkeit unter Beteiligung möglichst vieler liegt“.

Lesen Sie den kompletten Artikel von Gerald Heidegger auf ORF.at: «Die Lesbarkeit der digitalen Welt».

Robert Darnton: Zugang zum Wissen der Welt durch Öffentliche Institutionen sichern

12. Januar 2011
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,Aufgelesen — 5.630 Aufrufe

Im arte Journal kam mit Robert Darnton, Historiker und Direktor der Universitätsbibliothek von Havard, ein Verfechter der Demokratisierung der Kultur zu Wort, der dieses wichtige Feld nicht Google überlassen möchte:

Gibt es etwas kostbareres als den freien Zugang zum Wissen der Welt zu garantieren? Auch Robert Darnton, der Direktor der Universitätsbibliothek von Havard, ruft zum Kreuzzug gegen Google auf: Nicht kommerzielle, sondern öffentliche Institutionen sollen die Bücher und Bibliotheken der Welt ins Digitale Zeitalter transportieren. Dieser eminente Kenner des gedruckten Buches hat seiner Leidenschaft Ausdruck verliehen… natürlich in Buchform: Apologie des Buches heißt das Werk des Amerikaners, das jetzt auch in französisch erschienen ist.

arte Journal: Robert Darnton, Bibliothekar mit Charakter

Update 13.01.2011: Das im Beitrag angesprochene Buch The Case for Books: Past, Present and Future von Robert Darnton haben wir auch im Bestand.

Update II, 18.01.2011: Robert Darnton: Globales Wissensarchiv und Wikimedia der Bibliotheken

Ab sofort unbegrenzter Zugriff auf E-Ressourcen

10. Januar 2011
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien — 3.875 Aufrufe

E-Books Um Elektronische Zeitschriften, Onlinedatenbanken und E-Books für die
Nutzung außerhalb des Campus bereitzustellen, setzt die Stabi auf ihrem E-Medien-Server die sogenannte HAN-Software HAN steht für Hidden Automatic Navigator. Falls Sie mehr über die technische Realisierung des geregelten Zugriffs auf eJournale und Onlinedatenbanken erfahren möchten, können Sie dies auf der Website des Softwareanbieters tun. ein. Die Nutzer unserer E-Ressourcen haben in der Vergangenheit manchmal die Meldung erhalten, dass ein Zugriff momentan nicht möglich sei, da alle gleichzeitig verfügbaren Lizenzen zu diesem Zeitpunkt benutzt wurden. Wir können nun die gute Nachricht vermelden, dass wir diese HAN-Lizenzen auf einen unbegrenzten Zugriff erweitert haben.

Datenbanken Ihrem Zugriff auf E-Ressourcen sowohl in der Stabi, als auch auf dem Uni-Campus oder von zuhause aus (siehe Tipps zum Zugang) sind also in Zukunft keine Grenzen mehr gesetzt, wenn Sie eine Zugriffsberechtigung auf die jeweiligen Informationsangebote besitzen.

Sondersammlungen: Exponat des Monats Die Sondersammlungen präsentieren als virtuelle Ausstellung auf der Stabi-Webseite künftig regelmäßig ein «Exponat des Monats» aus ihren Beständen. Immer am dritten Mittwoch des Monats können Sie außerdem das originale Sammlungsstück im Handschriftenlesesaal in Augenschein nehmen und sich von den zuständigen Experten erläutern lassen.
Als Exponat des Monats Januar 2011 wird ein kostbar illuminierter Psalter des 13. Jahrhunderts gezeigt, der eine Darstellung der Heiligen Drei Könige aufweist (Cod. in scrin. 85).

Mittwoch, 19. Januar, 16 Uhr
Handschriftenlesesaal (1. Etage, Eingang Lesesaal 1)

Psalterhandschrift, Thüringen / Sachsen um 1220 Pergamenthandschrift mit Einband des 18. Jahrhunderts Der mit 13 ganzseitigen Miniaturen und 11 ganzseitigen Initialen reich ausgestattete Psalter ist über die Bibliothek des Frankfurter Ratsherrn Zacharias Konrad von Uffenbach (1684-1734) in die Hamburger Bibliothek gekommen. Wo Uffenbach den Codex erwarb, ist nicht überliefert; er ist schon in dessen erstem Sammlungskatalog aus dem Jahr 1720 verzeichnet.

In der malerischen Qualität herausragend, gehört der Codex zu den besten Erzeugnissen der sog. ‚thüringisch-sächsischen Malerschule’, deren Leithandschriften aus einem Gebiet „zwischen Helmarshausen, Hildesheim, Magdeburg und Erfurt“ (Brandis 1988, 172) bereits 1897 der nachmalige Kieler Ordinarius Arthur Haseloff zusammenstellte – er hat sich ins Benutzerverzeichnis der Handschrift mehrmals eingetragen. Verbindendes Stilmerkmal dieser Handschriftengruppe ist der sog. „Zackenstil“: die Gewandfalten sind stark gebrochen, kräftig konturiert und oft „gegen die Wirklichkeit“ dargestellt. Die künstlerische Qualität strahlt in die Erzeugnisse lokaler Skriptorien dieses Einzugsgebietes nachweisbar aus.

Lesen Sie mehr auf der Seite Exponat des Monats (Januar 2011).

Brahms: Wechsellied zum Tanze (op. 31, 1) Die Stabi konnte 2010 wertvolle Handschriften und Musikdrucke aus in Familienbesitz verbliebenen Nachlassteilen des Hamburger Musikers und Brahms-Freundes Theodor Avé-Lallemant (1805–1890) erwerben, darunter Briefe von Brahms, Clara und Robert Schumann, Joseph Joachim und Tschaikowsky sowie einen fragmentarischen Teil des bislang unbekannten Autographs zu Brahms’ Wechsellied zum Tanze (op. 31, 1). Der Musikreferent der Stabi, Dr. Jürgen Neubacher, und Mitarbeiter der Forschungsstelle Kiel der Johannes Brahms Gesamtausgabe präsentieren die bislang unbekannten Dokumente.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von dem Pianisten Cord Garben und der Altistin Jale Papila, die mit ihrem Programm den neuen Flügel der Stabi einweihen werden.
Freitag, 14. Januar 2011, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Vortrag: Rundfunkprogramme aus Hamburg (12.1.2011)

15. Dezember 2010
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 6.968 Aufrufe

Röhrenradio (1954) Diesen Termin für das Neue Jahr sollten Sie sich bereits vormerken: Am Mittwoch, den 12.1.2011, um 18 Uhr hält Dr. Hans-Ulrich Wagner in der Stabi folgenden Vortrag:

Wilmenrod, Waldhagen und das Walross Antje. Über Rundfunkprogramme aus Hamburg und warum sich Historiker mit Medien und Gedächtnis beschäftigen.

Medien prägen unsere Erinnerung entscheidend mit; Programmangebote tragen dazu bei, Bilder der Vergangenheit zu konstruieren und sie zu tradieren. Die so genannte „Public History“ widmet sich dem Rundfunk als Speicher- und Vermittlungsmedium. Vor dem Hintergrund aktueller Forschungsansätze stellt der Vortrag konkrete Untersuchungen zur Hamburger Rundfunkgeschichte der ersten Nachkriegsjahrzehnte vor und gibt Einblick in das Zusammenspiel von geschichts- und medienwissenschaftlichen Fragestellungen.

Dr. Hans-Ulrich Wagner Dr. Hans-Ulrich Wagner ist Senior Researcher am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg und leitet dort die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland.

Verein für Hamburgische Geschichte in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Foto links: © Dr. H.-U. Wagner, Foto oben: Röhrenradio (1954), Quelle: Wikipedia