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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Stabi Festkonzert Post 03_web.jpg530_Jahre_Stabi_Logo_02besser.jpgFestkonzert anlässlich des 530-jährigen Bestehens der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Marien-Offizium aus einer wieder entdeckten Handschrift des Hamburger Doms
Ausführende: Ensemble Amarcord
Künstlerische Beratung und musikalische Einrichtung: Vja?eslav Kartsovnik

Anlässlich ihres 530-jährigen Jubiläums veranstaltet die Bibliothek ein Festkonzert in ihrem wunderschönen, mit kirchenartiger Akustik aufwartenden Lichthof. Das Leipziger Vokalensemble Amarcord singt ein erst jüngst identifiziertes Marien-Offizium aus dem Jahrhundert der Bibliotheksgründung – die früheste derzeit bekannte vollständige Komposition der Hamburger Musikgeschichte. Text und Musik entstammen einem handschriftlichen Antiphonar aus dem Hamburger Dom, das lange verschollen war und erst vor wenigen Jahren in die Bibliothek zurückgekehrt ist. Die mit dem gregorianischen Gesang vergleichbaren kunstvollen einstimmigen Melodien stehen mit ihren geistlichen Prosatexten der deutschen spätmittelalterlichen Gesangslyrik nahe. Text und Melodie gehen vermutlich auf Kleriker des Hamburger Doms zurück, auch die prachtvoll verzierte Pergamenthandschrift entstammt wohl dem Skriptorium dieser Kirche.

Das Konzert wird unterstützt von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG. Es wird aufgezeichnet von Deutschlandradio Kultur und später von dem Label cpo veröffentlicht.

Ort: LICHTHOF im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee. 24. Oktober 2009, 19:00 Uhr.
Reservierung erforderlich: pr@sub.uni-hamburg.de oder 040-42838-5857. Eintritt frei

Ein düsteres Kapitel des Vereins für Hamburgische Geschichte ist zum Gegenstand intensiver historischer Nachforschung geworden: der Ausschluss der jüdischen Mitglieder des VHG. Bei der Rekonstruktion des damaligen Geschehens haben sich zum Teil kontroverse Sichtweisen ergeben, die ihren Niederschlag in unterschiedlichen Veröffentlichungen gefunden haben. In der Podiumsdiskussion werden die Positionen dargestellt und gegeneinander abgewogen.
Es diskutieren: Dr. Manfred Asendorf, PD Dr. Helmut Stubbe-da Luz, Prof. Dr. Joist Grolle, Jürgen Sielemann. Moderation: Sabine Rheinhold-Farenholtz.

Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
Ort: Vortragsraum, 1. Stock, 21. Oktober, 18.00 Uhr, Eintritt frei.

Drei Generationen einer Hamburger Kaufmannsfamilie hinterließen ihre Spuren in der Hansestadt. Der Landschaftsgärtner, Pflanzenzüchter und erste Inspektor des Botanischen Gartens, Johann Heinrich Ohlendorff (1788-1857), hatte zwei Söhne, die durch Guanodünger reich wurden. Von ihrem Geld baute der Architekt Martin Haller das erste Kontorhaus neuen Stils, den Dovenhof. Hans, der letzte Ohlendorff, lebte der Musik und der Freimaurerei. Sein Erbe, die „Ohlendorff’sche Villa“ mit Park in Volksdorf, steht unter Denkmalschutz. Sie gibt bis heute Rätsel auf. Vortrag mit Bildern.
Karin v. Behr schrieb mehrere Bücher zur Kunst, Architektur und Gartenkunst. Ihre Forschungsarbeit über die Ohlendorffs erscheint noch 2009.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
Ort: Vortragsraum, 1. Stock. 7. Oktober, 18.00 Uhr,  Eintritt frei

Ein Stadtteil liest: Viola Roggenkamp: Die Frau im Turm (23.9.)

11. September 2009
von BP — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.541 Aufrufe

Lange Zeit kannte man Viola Roggenkamp als Journalistin und Publizistin. Mit dem Roman „Familienleben“ überraschte sie ihr Lesepublikum mit einer sensibel nachgezeichneten Familiengeschichte aus den frühen 60er Jahren. In ihrem neuen Roman werden zwei Erzählstränge miteinander verschränkt: die Suche einer jungen Frau nach ihrem jüdischen Vater, der als überzeugter Kommunist in die DDR gewechselt ist, und die Beschreibung des Schicksals der Gräfin von Cosel, die als Mätresse und Gefangene August des Starken infolge intensiver Lektüre einen Zugang zum Judentum fand. In der Reihe “Ein Stadtteil liest” stellt Viola Roggenkamp am 23. September ihren neuen Roman “Die Frau im Turm” vor.
Ort: Vortragsraum, 1. Stock, 20.00 Uhr, Eintritt: 7 Euro / 5 Euro ermäßigt.

Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg arbeitet an der Digitalisierung wichtiger Quellen und Nachschlagewerke zur hamburgischen Geschichte. Einige Projekte aus diesem Vorhaben werden bei einem Vortrag von Ulrich Hagenah und Kerstin Wendt am 23. September vorgestellt: z. B. die komfortable Suche in der digitalisierten „Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte“, das Zoomen in historischen Hamburg-Karten, das Stöbern in Ernst Cassirers Briefwechsel und das Navigieren durch die Hamburger Adressbücher – sie demonstrieren den Gewinn durch eine Netzpräsentation. Abgerundet wird das Bild von einem Werkstattbericht zum Portal „Hamburg-Wissen digital“.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
Ort: Vortragsraum, 1. Stock, 18.00 Uhr. Eintritt frei

Jazz & Unsinnspoesie (11.9.)

24. August 2009
von BP — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 5.348 Aufrufe

jazzbreezeAm Freitag, dem 11. September setzen wir unsere Reihe “Lyrik & Jazz” fort. Der Autor und Visuelle Poet Klaus Peter Dencker liest aus seinen beiden im Reclam Verlag/Stuttgart erschienenen Büchern “Deutsche Unsinnspoesie” und “Poetische Sprachspiele”.

Vom Mittelalter bis in die heutige Gegenwart hat Klaus Peter Dencker Texte gesammelt, die sprach-spielerisch grotesk, witzig, scheinbar sogar unsinnig daherkommen und einen heftigen Angriff auf die Lachmuskeln starten. Ein Gang durch 8 Jahrhunderte voller Sinntäuschungen, Wortverdrehungen, Rätsel und Lautmalereien, ergänzt von grotesken Alltagsfunden wie Behördenbriefe, Verbotstafeln, Verordnungen usw.

Zwischen den Texten gibt es vom Quartett der Jazzband „Jazzbreeze“ traditionellen Jazz zu hören. Die Verbindung Jazz und Poesie ist zwar nicht neu. Aber der traditionelle Jazz der 20er Jahre besaß eine besondere Beziehung zur Groteske, zu den Slapstick-Komödien der Stummfilme und der Künstlerschaft von Bauhaus und Dadaismus.

Die in beiden Bereichen, im musikalischen und literarischen, spürbare Lebensfreude soll im Programm „Jazz & Unsinnspoesie“ fröhliche „Urständ“ feiern und zur Erbauung, zum Staunen und zur sinnfreien Erheiterung beitragen. Eine Veranstaltung in der Reihe Lyrik und Jazz der Staatsbibliothek.
Jazzbreeze-Quartett: Holger Christiansen (trumpet), Etlef Jacobsen (saxophone), Klaus Peter Dencker (banjo, guitar, vocals), Peter Dettenborn (bass)

Ort: LICHTHOF im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee. Eintritt: 5 Euro, Einlass: 19:00 Uhr.
Reservierung: pr@sub.uni-hamburg.de

Ausstellung “Contemporary Arab Book Art” (9.9.-1.11.)

24. August 2009
von BP — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 7.185 Aufrufe

arab book artZeitgenössische Buchkunst ist grenzenlos, denn weltweit arbeiten Buchkünstler mit Materialien, die den Gegebenheiten ihres Landes entsprechen, und schaffen damit einzigartige Werke. Während im europäischen Raum ähnliche Gedanken, Texte, Materialien und handwerkliche Techniken umgesetzt werden, erfahren wir wenig über die Arbeiten aus uns fremden Kulturen. Durch die Eröffnung der Bibliothek von Alexandria im Jahr 2002 konnte der Berliner Künstler Erich Paproth Kontakt mit Kollegen aus den Ländern des Vorderen Orient und des Mittleren Ostens aufnehmen. Ein erstes Ergebnis: die Zusammenstellung zeitgenössischer arabischer Buchkunst, die von BuchDruckKunst e.V., Hamburg, 2004 auf der Buchmesse in Frankfurt erstmals gezeigt wurde.

Die Werke dieser arabischen Buchkünstlerinnen und Buchkünstler faszinieren durch ihre einzigartige Farbigkeit und Gestaltung, ihre fantasievolle Umsetzung von Text und Bild sowie die Verwendung ungewöhnlicher Materialien. Und nicht zuletzt ist arabische Kalligraphie für uns von besonderem ästhetischen Reiz.
Über alle Grenzen hinweg trägt der Austausch zeitgenössischer Buchkunst zur friedlichen Völkerverständigung bei.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 8. September 2009, 18 Uhr, Vortragsraum

Wer die Ausstellung “Geraubte Bücher – NS-Raubgut in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky” verpasst hat, kann sie nun vom 20.7.2009  bis zum 28.8.2009 im Eingangsbereich des Staatsarchivs sehen. Die Ausstellung zeigt das Schicksal von Marie May Reiss und ihrer Familie anhand von  4 Büchern, die als sogenanntes NS-Raubgut 1943 über die Gestapo in die Bibliothek gekommen sind. Im Rahmen des Projektes NS-Raubgut in der Stabi konnte durch eine Diplomandin das Schicksal ihrer Vorbesitzerin ermittelt und Kontakt zu den rechtmäßigen Erben aufgenommen werden. Ihr heute in der Nähe von London lebender Neffe hat die Bücher inzwischen der Bibliothek geschenkt und hofft mit uns, dass sie als Mahnung für die nachkommenden Generationen gelten.

Informationsveranstaltung
Quo vadis, Iran?
Zur aktuellen Situation in der islamischen Republik
Di. 7.7.2009, 18.30 – 20.30 Uhr
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Universität Hamburg, Von-Melle-Park 3
mit Bahman Nirumand – Publizist, Autor des Iran-Reports der
Heinrich-Böll-Stiftung
, Moderation: Anke Butscher – Politikwissenschaftlerin
Organisiert von Umdenken e.V., Heinrich-Böll-Stiftung
Eintritt frei.

Quo vadis, Iran? Zur aktuellen Situation in der islamischen Republik
Hunderttausende Menschen gingen seit der offiziellen Verkündung des Wahlergebnisses in Teheran und in anderen Städten des Iran auf die Straßen, um gegen den vermuteten Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen zu demonstrieren. Nach amtlichen Angaben erhielt Ahmadinejad rund 24 Millionen, Mussawi dagegen nur 6 Millionen Stimmen. Die Opposition spricht von genau umgekehrten Zahlen. Diese in der Geschichte der islamischen Republik einmalige Situation wirft zahlreiche Fragen auf, die im Rahmen der Informationsveranstaltung thematisiert werden:

  • Wie ist die aktuelle Lage im Land?
  • Wohin führen die Proteste der Zivilgesellschaft?
  • Welche Möglichkeiten hat die internationale Politik, Einfluss zu nehmen?
  • Wie ist die Situation hinsichtlich von Berichterstattung?

Die Veranstaltung wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Teg_A_059_8_klein.jpgDiese Kabinettausstellung vom 16.7. bis 30.8.2009 widmet sich den Arbeiten des Hamburger Einbandkünstlers Kurt Londenberg. Einen Teil seiner künstlerischen Bucheinbände übergab Londenberg der Bibliothek 1959 als Dauerleihgabe auf Lebenszeit. Die Einbände gelten als Grundstock der modernen Einbandsammlung der Bibliothek. Mit Erscheinen des Werkverzeichnisses zu Londenberg im Kieler Verlag Ludwig im April 2009 ging diese Dauerleihgabe in das Eigentum der Hamburg Staats- und Universitätsbibliothek über.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 15. Juli, 19 Uhr, Vortragsraum