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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Zwei Menschen – Richard und Ida Dehmel in Hamburg (Ausstellung geschlossen)

20. Dezember 2019
von AKH — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 4.296 Aufrufe

Wegen der Schließung der Bibliothek ist die Ausstellung seit dem 14.3.2020 geschlossen.

Richard und Ida Dehmel waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts das strahlende Künstlerpaar Hamburgs. Der berühmte, von vielen Komponisten vertonte Dichter und die schillernde, sich zunehmend für Frauenrechte einsetzende Muse waren jedoch mehr als die modernen, unkonventionellen Liebenden. Sie waren das Zentrum eines sie umgebenden, selbst gezielt errichteten Gesamtkunstwerks: Von der präzise realisierten Buchgestaltung und Ausstattung von Dehmels Werken bis hin zur Bekleidung Idas nach Dehmels eigenen Entwürfen; von der kalligraphischen Dehmelschen Dichterhandschrift bis hin zum poetischen Dialog mit anderen Autoren der Zeit. In ihrem nicht minder zum Gesamtkunstwerk tendierenden Haus, dessen Verwirklichung im großen Ganzen wie im kleinen Detail sich dem Zusammenspiel namhafter Künstler verdankt, trafen sich die großen Zeitgenossen aus Literatur, Musik, Kunst und Kultur. Das Netzwerk der Dehmels offenbart sich noch heute in ihrem enormen Briefwechsel und in den Dokumenten des Dehmel-Archivs.

Anlässlich des 150. Geburtstags von Ida und des 100. Todestags von Richard Dehmel beleuchtet die Ausstellung das Paar in verschiedenen Konstellationen und Spiegelungen. Ausgehend von Richard Dehmels Roman in Romanzen Zwei Menschen zeigt sie nicht nur, wie Ida und Richard Dehmel sich ineinander spiegelten, sondern auch wie sie sich selbst und sich in anderen Personen reflektierten. In diesem Spiegel-Mosaik wird ein komplexes Kaleidoskop von Beziehungen und Querverbindungen sichtbar, das die „zwei Menschen“ einbettet in den zeitgenössischen ästhetischen und kulturellen Kontext der Stadt.

Die Kuratoren der Stabi, Dr. Mark Emanuel Amtstätter und Antje Theise, danken dem Dehmelhaus für seine freundliche Unterstützung.

 

Eröffnung der Ausstellung

“Zwei Menschen – Richard und Ida Dehmel in Hamburg”
Mittwoch, 15. Januar 2020, 18 Uhr

  • Grußwort
    Prof. Robert Zepf, Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
  • „WirWelt“ – Ein Leben als Gesamtkunstwerk
    Dr. Carolin Vogel, Leiterin des Dehmelhauses
  • Einführende Worte zur Ausstellung
    Antje Theise, Stellv. Leiterin der Sondersammlungen

Im Vortragsraum in der ersten Etage.
Der Eintritt ist frei.

Dauer der Ausstellung: 16. Januar – 22. März 2020
Im Ausstellungsraum im Erdgeschoss.
Öffnungszeiten: täglich 9 – 24 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

 

Rahmenprogramm zur Ausstellung

Download des Rahmenprogramms im Format PDF (1 Seite, 102 kb).

    • 18.01.2020, 15.02.2020, 07.03.2020, jeweils um 15 Uhr
      Führungen im Künstlerhaus von Richard und Ida Dehmel in Blankenese. Anmeldung und Informationen unter www.dehmelhaus.de
    • 08.02.2020, 19 Uhr
      Wenn die Kühnheit uns erlaubt ist …
      Gedichte, Musik und Lieder nach Richard Dehmel
      Hochschule für Musik und Theater Hamburg Mendelssohn-Saal, Harvestehuder Weg 12. Eintritt frei. www.hfmt-hamburg.de

Entfällt wegen Schließung der Bibkiothek:

  • 18.03.2020, 18 Uhr
    Kuratorenführung durch die Ausstellung Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek ohne Anmeldung. Eintritt frei.18.03.2020, 19 Uhr
    Dehmel digital. Vortrag von Prof. Dr. Julia Nantke Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek, erste Etage. Eintritt frei. 

Das Dehmelhaus in Blankenese

Das Künstlerhaus von Richard und Ida Dehmel in Hamburg-Blankenese war Treffpunkt bedeutender Maler, Musiker und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1912 erbaut blieb es in drei Räumen mit seinem originalen Interieur erhalten. Vom Dichter selbst entworfene Möbel, historische Lampen und Tapeten und Objekte spiegeln noch heute die Lebenswelt der Dehmels und ihrer Gäste wider. Das Dehmelhaus wird von einer Stiftung getragen und kann im Rahmen von Führungen auf Anmeldung besichtigt werden.

Wenn die Kühnheit uns erlaubt ist …

Gedichte, Musik und Lieder nach Richard Dehmel
Sein Name stand für Aufbruch, Erneuerung und Wagemut. Um 1900 war Richard Dehmel ein europaweit gefeierter Dichter und übte mit seinem Werk entscheidenden Einfluss auf die Musik des beginnenden 20. Jahrhunderts aus. Auf den Tag genau 100 Jahre nach seinem frühen Tod gehen junge Künstler der Hochschule für Musik und Theater Hamburg auf Entdeckungsreise.

Dehmel digital

Das Projekt Dehmel digital erschließt die umfangreiche Korrespondenz von Ida und Richard Dehmel in Form einer digitalen Plattform und macht die ca. 34.000 Briefe in neuer Form erfahrbar und erforschbar. So wird die in Arbeit befindliche digitale Repräsentation eine Untersuchung der in den Briefen verhandelten Themen und Kommunikationspraktiken ermöglichen und verdeutlicht die Position des Ehepaars Dehmel im Zentrum eines internationalen Austauschs und ihren Einfluss auf den Kunstdiskurs zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

5 Antworten zu “Zwei Menschen – Richard und Ida Dehmel in Hamburg (Ausstellung geschlossen)”

  1. Eine schöne, gelungene Ausstellung!
    Am Mittelpfeiler ist die große Reproduktion eines Bildes von Julie Wolfthorn (Julie Wolf aus Thorn) zu sehen, auf dem sie Ida Dehmel (1897 noch als Frau Konsul Auerbach) in einem wunderschönen Festkleid gemalt hat. Darunter steht nur: „SUB Gemäldesammlung 51“.
    Als langjähriger Benutzer der SUB (der vor mehr als 50 Jahren natürlich zunächst nur den Ursprungsbau der SUB mit seinen dort hängenden Bildern kennengelernt hat) vermisse ich aber einen Hinweis darauf, dass das Original des Bildes – nur wenige Schritte von der Ausstellung entfernt – seit Jahrzehnten ständig in dem eindrucksvollen Treppenhaus des von Zimmermann entworfenen Altbaus der SUB zu sehen ist. Vielleicht könnte während der Dauer der Ausstellung im Neubau der SUB ein ermunternder Hinweis auf den Zugang zum Originalbild angebracht werden – es könnte sich damit zum größten Objekt der Dehmel-Ausstellung entwickeln. Und vielleicht könnte die Reproduktion so verlängert werden, dass unten auch die (abgeschnittene) Signatur der Malerin Julie Wolfthorn (wie auf dem Original) zu sehen ist.
    Herzliche Grüße
    Jörg Beleites

  2. Karin von Behr sagt:

    Danke, Jörg Beleites für diesen Kommentar. Ich habe das nicht gewusst, obwohl ich Julie Wolfthorn sehr schätze. Ich stimme zu, dass diese Hinweise nicht erst den Kommentaren zu entnehmen sein sollen. Die Ausstellung hat mir gefallen.

  3. AKH sagt:

    Lieber Herr Beleites, liebe Frau von Behr,
    haben Sie vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir hatten ursprünglich eine Wegeleitung zum Gemälde von Julie Wolfthorn im Altbau vorgesehen, die leider nicht zum Eröffnungstermin realisiert werden konnte. Sie soll in der kommenden Woche ergänzt werden.
    Bis dahin können interessierte Besucher der Beschilderung in den Lichthof folgen. Das Porträt Ida Dehmels finden Sie auf Höhe des ersten Absatzes im Treppenhaus.
    Mit herzlichen Grüßen
    Ann-Kristin Hohlfeld

  4. Ich möchte diesen Beitrag über EMail teilen zwecks gemeinsamer Terminorganisation.

    Leider geht das – nicht nur mit dieser WebSeite – nur über Twitter und Facebook, die ich beide nicht benutze.

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  5. MJGT sagt:

    @Angelika Reuter: Das Teilen für WhatsApp und Telegram haben wir hinzugefügt. Wenn Sie einen Artikel der Stabi per E-Mail teilen möchten, können Sie die Webadresse nach Klick in die Adressleiste Ihres Browsers kopieren und in Ihr E-Mail-Programm einfügen.

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