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Open Access in der Stabi

20. Oktober 2019
von IM — abgelegt in: Aktuelles,Open Access — 435 Aufrufe

Wissenschaftliche Bibliotheken sind Einrichtungen, die Angebote und Infrastrukturen zur Sicherung des nachhaltigen und verlässlichen Zugangs zum wissenschaftlichen Wissen bereitstellen. Sie sind wichtige Akteure für Open Access und weiteren Aspekten von Offenheit (Openness) wie Open Science und Open Source.

Open Access ist seit 2006 ein Schwerpunktthema in der Stabi und zeigt sich in vielfältigen Aktivitäten. Einige sollen im Rahmen des Veranstaltungsprogramms zur Open-Access-Woche 2019 in diesem Überblick kurz – und in folgenden Blogbeiträgen und Veranstaltungen vertieft – dargestellt werden.

Richtlinien und Lizenzen

Eine theoretische Grundlage für die Open-Access-Aktivitäten der Stabi wurde mit ihrer Open-Access-Policy geschaffen. In dieser wird der Open-Access-Gedanke zum strategischen Ziel erklärt. Mit einer möglichst freien Lizenzierungspolitik unterstützt die Stabi die freie nachhaltige Verbreitung von Inhalten und Metadaten, die in der Stabi erzeugt und/oder auf Servern der Bibliothek veröffentlicht werden. Darüber hinaus bietet sie Unterstützung bei Fragen rund um die Nutzung, Auffindbarkeit und insbesondere die Veröffentlichung in Form von Open Access lizenzierten Inhalten und Angeboten. (s. Lizenzierung, Urheberrecht und Open Access).

E-Dissertationen: seit über 20 Jahren

Das bisher nachhaltigste Angebot der Stabi ist der E-Dissertationsserver. Bereits seit 1998 (!) können Promovierende auf diesem ihre Doktorarbeit in elektronischer Form veröffentlichen. Die Stabi sorgt für die Erschließung, Archivierung und Verbreitung der mittlerweile knapp 8000 Werke.

Ein Univerlag für Erstveröffentlichungen

Mit dem hauseigenen Open-Access-Verlag Hamburg University Press unterstützt die Bibliothek seit 2006 den Wissenschaftler*innen beim Veröffentlichen von Open-Access-Erstveröffentlichungen (Goldener Weg). Im Verlag erschienene Monografien und Sammelbände werden in gedruckter Form sowie digital frei verfügbar bereitgestellt. Darüber hinaus bietet der Verlag die Möglichkeit, begutachtete Open-Access-Zeitschriften im Rahmen eines digitalen Zeitschriften-Hostings zu veröffentlichen.

Open-Access-Transformation

Bibliotheken unterstützen Wissenschaftler*innen auch in finanzieller Hinsicht, Open Access zu veröffentlichen. Sie beteiligen sich an der so genannten Transformation von etablierten Zeitschriften, der Überführung traditioneller wissenschaftlicher Zeitschriften in Open-Access-Modelle. Die Stabi unterstützt diese Transformation, indem sie gemeinsam mit der UHH und dem UKE Zeitschriften mit neuartigen Publikations- und Finanzierungsmodellen bei Fachverlagen bezieht. In unterstützten Zeitschriften können UHH-Wissenschaftler*innen zu günstigen Bedingungen Open Access publizieren.

Unterstützung für die Romanistik

Im Rahmen des Fachinformationsdienstes (FID) Romanistik setzt sich die Stabi für die Verankerung des Themas Open Access in der Fachgemeinschaft unter anderem durch Beratung und Workshops bundesweit ein. Dieses Engagement wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Offene Kulturgüter

Von großer strategischer Bedeutung ist die Digitalisierung von kulturellem Erbe und wissenschaftlich bedeutsamer Bestände, davon ein Großteil mit Hamburg-Bezug, sowie deren qualitative Erschließung. Neben der Digitalisierung für Hamburger Einrichtungen werden (inter-)nationale Projekte (z. B. Europeana Newspapers) umgesetzt. Die digitalisierten Bestände werden soweit möglich mit freien Lizenzen zur Nachnutzung angeboten.

Freie Software

In der Stabi wird Open-Source-Software eingesetzt, angepasst und weiterentwickelt. Genannt werden sollen exemplarisch das bei der Massendigitalisierung eingesetzte Software-Tool Kitodo.Production, die kooperative Entwicklung des bibliothekarischen Suchsystems belugacore auf Basis der Software VuFind oder die Software-Lösung Open Journal Systems des PKP Knowledge Projects

Weiteres Engagement

Die Stabi engagiert sich in lokalen, nationalen und internationalen Organisationen, Gremien und Projekten mit Open-Access-Bezug. Ein wichtiges Projekt ist Hamburg Open Science. Mit diesem Programm fördert der Hamburger Senat wissenschaftliche Einrichtungen im Wandel hin zu Open Science. Die Stabi leistet ihren Beitrag mit dem Aufbau von Infrastruktur für Open-Access-Repositorien (Dokumentenserver) und dem Webauftritt Schaufenster Hamburg Open Science sowie seiner Beteiligung am Projekt Modernes Publizieren.

Der Open Library Badge (OLB) macht Aktivitäten und Angebote von Bibliotheken sichtbar, die das Konzept der Offenheit verfolgen.

Der Einsatz der Stabi für mehr Offenheit in Wissenschaft und Gesellschaft wurde bereits 2016 mit dem Open Library Badge belohnt. Mittlerweile liegt das Open Library Badge 2020 vor. Die Stabi war eingeladen, sich an der Weiterentwicklung des Badge zu beteiligen.

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