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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Ausstellung: Licht ins Dunkel! (4.4.-23.6.)

19. März 2019
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 920 Aufrufe

Die Diasammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars im Kontext der Zeit.
Dauer: 4. April bis 23. Juni 2019.

Broschüre zur Ausstellung.

[Update:] Führung durch die Ausstellung „Licht ins Dunkel! Die Diasammlung des Kunstgeschichtlichen Seminars“ durch die Kuratorin Dr. Anke Napp am Mittwoch, den 12. Juni 2019, von 14 – 15 Uhr. [Ende Update]

Ausstellung: Licht ins Dunkel! (4.4.-23.6.) Auf Glas gemalte Bilder, die mit „Laterna Magica“ auf Jahrmärkten, in Salons und Kinderzimmern gezeigt wurden, fanden seit dem 18. Jahrhundert ein begeistertes Publikum. Die Erfindung der Fotografie und die Industrialisierung eröffneten dem im Dunklen leuchtenden „magischen Lichtbild“ Einsatzmöglichkeiten auch im Bildungswesen. Firmen wetteiferten in der Herstellung der besten Glasplattendias und „Bildwerfer“. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Projektion aus Schulen und Universitäten nicht mehr wegzudenken. Für die Kunstgeschichte wurde sie im „Vergleichenden Sehen“ zum zentralen Lehr- und Forschungsinstrument.

Am Kunstgeschichtlichen Seminar der 1919 gegründeten Universität Hamburg sorgte Erwin Panofsky für den Erwerb der ersten Dias und Fotografien, die er eigenhändig beschriftete. Seine Nachfolger trugen Kriegs- und Krisenzeiten zum Trotz die größte kunstgeschichtliche Diasammlung Deutschlands zusammen. Ergänzt durch umfangreich erhaltenes Schriftgut gibt sie Einblick in die Entwicklung der kunstgeschichtlichen Methode und lässt die Geschichte des Fachs lebendig werden.

'Laterna Magica' im Fön-Look: 1920er Jahre

‚Laterna Magica‘ im Fön-Look: 1920er Jahre

Für Jahrzehnte blieb das Bildmaterial schwarzweiß. Farbabstinenz war technischen Defiziten geschuldet und Kriterium wissenschaftlicher Exaktheit. Erst nach dem II. Weltkrieg setzte sich, gemeinsam mit dem Kleinbilddia auf 35mm-Film, farbiges Diamaterial durch und wurde bald enthusiastisch gefördert. In der Nachkriegszeit trat das Kleinbilddia seinen Siegeszug in der Populärkultur an. Für die Neuentwicklung von Projektoren wurde neben der einfachen Bedienbarkeit zunehmend auch die aparte Optik wichtig. Elegante kleine Geräte eroberten die Wohnzimmer in West und Ost. Von Urlaubsorten wurden Diaserien mitgebracht und selbst fotografiert, um später im Familien- und Bekanntenkreis die Erlebnisse bei einem Dia-Abend zu teilen.

Die Ausstellung zeigt anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Gründung der Universität Hamburg Glasdiapositive und Fotografien aus den Sammlungen des Kunstgeschichtlichen Seminars sowie Kleinbildprojektoren und Medien der Dia-Frühgeschichte aus der privaten Sammlung Dia-Versum.


Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Informationsbroschüre, die im Ausstellungsraum zur Mitnahme bereit liegt und die hier im Format PDF heruntergeladen werden kann. Neben Beschreibungen einzelner Ausstellungsstücke finden sich dort auch zahlreiche Abbildungen:

Download Broschüre (57 S., 2,6 MB)

 
 


 


Update 5.4.2019: Die Ausstellungsreferentin der Stabi, PD Dr. Monika Müller, stellt im Interview mit der Kuratorin Dr. Anke Napp, Leiterin der Mediathek am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg, die Ausstellung „Licht ins Dunkel!“ vor:


Ausstellungseröffnung: Mittwoch, den 3. April 2019, um 18 Uhr im Vortragsraum der Bibliothek (1. Etage).

  • Begrüßung
    Dr. Petra Blödorn-Meyer, Kommissarische Leitung der Bibliothek
  • Licht ins Dunkel! Die Bedeutung des Lichtbildes für die universitäre Lehre
    Dr. Anke Napp, Kuratorin der Ausstellung, Leiterin der Mediathek am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg
  • Endlich wieder sichtbar. Groß- und Kleinbilddias des Berliner kunstgeschichtlichen Instituts im digitalen Format
    Dr. Georg Schelbert, Leiter der Mediathek am Jacob- und Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität Berlin

Einige Exponate aus der Ausstellung:

Dia im Holzrahmen: vermutlich Mitte 19. Jhd.

Dia im Holzrahmen: vermutlich Mitte 19. Jhd.

'Filmdienst'-Projektor auf Koffer mit Trafo: um 1923

‚Filmdienst‘-Projektor auf Koffer mit Trafo: um 1923

Dias aus dem Kunstgeschichtlichen Seminar Hamburg

Dias aus dem Kunstgeschichtlichen Seminar Hamburg

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