Sicherheit und Friedensforschung – konträr oder komplementär? (30.3.)
9. März 2017
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 4.878 Aufrufe
Prof. Dr. Michael Brzoska (Hamburg): Sicherheit und Friedensforschung – konträr oder komplementär?
Wann stehen Frieden und Sicherheit in Widerstreit miteinander und in welcher Konstellation ergänzen sie sich? Wie sieht das Verhältnis in konkreten Konfliktsituationen aus? Wissenschaft und Politik beschäftigen sich mit kollektiver Gewalt und deren Verhinderung.
Michael Brzoska beleuchtet fundamentale Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Herangehensweisen, bei denen jeweils entweder Frieden oder Sicherheit im Zentrum steht. Dabei befasst er sich mit den Grundlagen und der historischen Entwicklung der Friedensforschung wie auch mit aktuellen inner- und zwischenstaatlichen Konflikten sowie den Herausforderungen durch Terrorismus und Radikalisierung.
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Die Hamburger Juden im NS-Staat zwischen 1933 und 1938/39. Historische Forschung (22.3.)
3. März 2017
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 2.786 Aufrufe
Prof. Dr. Jörg Berkemann / Prof. Dr. Ina Lorenz: Die Hamburger Juden im NS-Staat zwischen 1933 und 1938/39. Historische Forschung – ihre Zielsetzung und Umsetzung.
Juden unterlagen nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ der offiziellen rassistischen Staatsdoktrin. Die rassenpolitischen Ziele wurden schrittweise immer radikaler durchgesetzt, um zunächst sektoral, dann nahezu vollständig alle gesellschaftlichen Lebensbereiche auch der Hamburger Juden zu erfassen. Dagegen steht die innerjüdische Solidarität der Diskriminierten und Verfolgten untereinander. Die Historikerin Ina Lorenz und
der Jurist Jörg Berkemann zeigen auf der Grundlage einer 20-jährigen Forschungsarbeit, wie jüdisches Leben in Hamburg trotz massiver Repressionen über einen Zeitraum von nur fünf Jahren noch möglich war.
Ina Lorenz war Mitarbeiterin und stellvertretende Direktorin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg; Jörg Berkemann war als Richter am Bundesverwaltungsgericht Berlin/Leipzig tätig.
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Mi, 1.3.: bis 13 Uhr nur Teilöffnung (Personalversammlung)
24. Februar 2017
von ST — abgelegt in: Aktuelles — 2.064 Aufrufe
Am Mi, 1.3.2017 öffnet die Bibliothek wie gewohnt um 9 Uhr. Wegen der jährlichen Personalversammlung sind jedoch bis 13 Uhr Serviceeinschränkungen nicht vermeidbar. Teilbereiche werden erst verspätet geöffnet, bzw. besetzt:
- Serviceplatz (Ausleihzentrum) ab 13 Uhr geöffnet
- Bibliothekarische Auskunft (Informationszentrum) ab 13 Uhr besetzt
- Annahme von Dissertationen (Auskunft Informationszentrum) ab 13 Uhr möglich
- Fernleih-Auskunft (Informationszentrum) 13-15 Uhr besetzt
- Medienwerkstatt ab 13 Uhr geöffnet
- Handschriftenlesesaal ab 13 Uhr geöffnet
Unseren Basisservice können wir trotz Personalversammlung anbieten: das Ausleihzentrum (Buchausleihe + Rückgabe) und die Arbeitsplätze im Informationszentrum sowie den Lesesälen 1,2,und 3, dem Hamburg-Lesesaal und dem Gruppenarbeitsbereich sind bereits ab 9 Uhr zugänglich, die Buch- und Zeitschriftenausgabe im Lesesaal 1 ist ebenfalls schon ab 9 Uhr geöffnet.
Bei der Bereitstellung der Bestellungen von Di, 28.2., muss mit Verzögerungen gerechnet werden. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihren Planungen.
Teobert Maler – historische Fotografien Mexikos (9.3.-23.4.)
21. Februar 2017
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 6.241 Aufrufe
Das fotografische Werk Teobert Malers (1842-1917) ist vor allem durch seine spektakulären Aufnahmen der Maya-Ruinen bekannt geworden. Er gilt als einer der bedeutendsten Forschungsfotografen des 19. Jahrhunderts. Kein anderer Forscher hat so viele vorher unbekannte Maya-Ruinen entdeckt und fotografiert. Seine Fotografien sind noch heute wichtige Dokumente für Studien zur Architektur und zu den Inschriften der Maya-Zivilisation.
Seine archäologischen Aufnahmen sind aber nur ein Ausschnitt seines Werks, das in den dreißig Jahren seines Aufenthalts in Mexiko eine große thematische Bandbreite entfalten konnte. So zählen auch Porträts, Stadtansichten sowie Landschafts- und Naturaufnahmen dazu. Sie zeugen von Malers Interesse am Land und seinen Einwohnern sowie am Kulturerbe Mexikos. Die ersten Fotografien entstanden ab 1874 und in den folgenden Jahrzehnten sollten bis zu 3.000 fotografische Abzüge folgen.
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Gruppenarbeitsbereich & Lesesaal 3 für drei Wochen ab 21 h gesperrt
20. Februar 2017
von Markus Trapp — abgelegt in: Baustelle Stabi — 3.039 Aufrufe
[Update: 27.4.2017:] In dieser Woche wurde die Sperrung ab 21 Uhr wieder aufgehoben. Der Gruppenarbeitsbereich kann nun wie gewohnt bis zur Schließung des Hauses um Mitternacht genutzt werden. [Ende Update]
Über die Sanierung der sicherheitstechnischen Einrichtungen haben wir ja schon hier im Blog berichtet. Um den Betrieb nicht zu sehr zu beeinträchtigen, werden die Arbeiten – wie schon erläutert -, in die späten Abend- und Nachtstunden verlagert. Deshalb ist der Lesesaal 3 ab 21 Uhr gesperrt.
Zusätzlich wird ab heute für ca. die nächsten drei Wochen nun auch der Gruppenarbeitsbereich (im 2. OG) ab 21 Uhr für die anstehenden Sanierungsarbeiten gesperrt sein.
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Das Haus des Paul Levy. Eine Geschichte des Hauses Rothenbaumchaussee 26. (9.3.)
20. Februar 2017
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 3.660 Aufrufe
Dokumentarstück von Michael Batz.
Sprecher: Jantje Biller, Isabella Vértes-Schütter, Erik Schäffler, Martin Wolf
Musik: Jakob Neubauer, Edgar Herzog.
Das 1922 nach Plänen der jüdischen Architekten Hans und Oskar Gerson errichtete Wohnhaus in der Rothenbaumchaussee 26 war zunächst von jüdischen und bürgerlichliberalen Familien bewohnt. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde es Schauplatz von Vertreibung.
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Der Kartoffelkönig von Ochsenwärder
20. Februar 2017
von Redaktion — abgelegt in: E-Medien,Hamburg — 3.812 Aufrufe
Von Bernd Reinert.
Ein vergessener Autor, ein verschollenes Theaterstück – die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg schafft Abhilfe. Theodor Franckes „Der Kartoffelkönig von Ochsenwärder“ hat Aufnahme in ihre E-Medien gefunden.
Die „grosse Lokalposse aus Hamburgs jetziger Zeit (1916)“ – so die Erinnerungsansichtskarte des Ernst-Drucker-Theaters – dreht sich um die Liebe und einen skrupellosen Kartoffelhändler und Bauern aus Ochsenwerder, der letztlich vor einer tatkräftigen „Landsturmfrau“ die Flucht ergreift. Der Text wurde wahrscheinlich nie gedruckt, und so kann es gut sein, dass das in den Digitalisierten Beständen jetzt eingestellte Manuskript aus einer privaten Sammlung das einzige erhaltene Exemplar ist. Das in hochdeutscher und plattdeutscher Sprache gehaltene Stück weist sicher keine besonderen Qualitäten auf (vielleicht ist es zu Recht nie im Druck erschienen), aber es ist ein Dokument seiner Zeit und ermöglicht einen Einblick in das Repertoire des Ernst-Drucker-Theaters vor gut hundert Jahren. Und es spiegelt die vom Krieg und seinen Begleiterscheinungen geprägte Lebenssituation in Hamburg: zum Zeitpunkt der Erstaufführung im Februar 1916 mangelte es an Nahrungsmitteln – im Laufe des Jahres verschärfte sich diese Situation weiter, sodass das Thema nichts an Aktualität einbüßte.
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Workshop „Gegoogelt, kopiert, zitiert – fertig?“ (23.2.+2.3.)
8. Februar 2017
von Redaktion — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Tipps und Tricks — 2.516 Aufrufe
Workshop zur Bewertung von Informationsquellen.
Vor Ihnen liegen ein Stapel Bücher sowie zahlreiche Ausdrucke von Aufsätzen aus dem Internet. Sie fragen sich: „Woran erkennt man eigentlich, ob die Informationen wissenschaftlichen Standards entsprechen und bedenkenlos zitiert werden können?“ Die Stabi bietet einen neuen Workshop an, in dem die Teilnehmer/innen Strategien zur Bewertung wissenschaftlicher Informationsquellen entwickeln.
Teilnehmerzahl: 9 – 18 Teilnehmer/innen pro Schulung
Voraussetzungen: Recherchekenntnisse, gute Computerkenntnisse. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer/innen einen Reader zum Selbststudium, dessen Kenntnis vorausgesetzt wird.
Treffpunkt: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (Stabi), Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg, Konferenzraum, 2. Etage, Raum 260
Veranstaltungsdauer: 120 Min
Termine:
Donnerstag, 23.02.2017 // 16 – 18 Uhr s.t.
Donnerstag, 02.03.2017 // 16 – 18 Uhr s.t.
Anmeldung und Material zur Vorbereitung finden Sie im Blog
Methodenkompetenz (HOOU).
Veranstaltungsflyer März
7. Februar 2017
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.609 Aufrufe
Was die Stabi an Kulturprogramm zu bieten hat – unser treues Publikum weiß das – ist recht vielfältig. Da kann man schon mal den ein oder anderen Termin verpassen. Damit das nicht passiert, bloggen wir nicht nur regelmäßig darüber, sondern fassen das Programm für Sie auch jeden Monat im Überblick im beliebten Veranstaltungsflyer zusammen. Sie finden dort die kommenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen für die Planung Ihres persönlichen Kulturprogramms. Als gedrucktes Exemplar liegt der Flyer im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Sie können ihn auch bequem auf Ihren Rechner herunter laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für den kommenden Monat März ist bereits da: Flyer März 2017 (PDF; 1,3 MB).
Schauen Sie doch mal rein, ob aus dem Veranstaltungsangebot nicht etwas dabei ist, was Sie interessiert und das Sie vielleicht schon jetzt in Ihrem Kalender vormerken möchten. Wie immer gibt es alle Informationen auch fortlaufend hier im Blog, auf Facebook und auf Twitter.
Talmud aus Raubgutbeständen nach Israel restituiert
1. Februar 2017
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 17.412 Aufrufe
Von Anna von Villiez.
Im Zuge der Provenienzforschung zu NS-Raubgut konnte die Staatsbibliothek am 20. Januar 2017 einen 15-bändigen babylonischen Talmud restituieren. Der Talmud in einer Ausgabe aus Wilna (heute Vilnius, Litauen), gedruckt 1883 bis 1912, war bis 1942 im Besitz von Eliesar Loebenstein gewesen, wie ein Stempel in jedem Band beweist.

Der Stempel findet sich in allen Bänden des babylonischen Talmuds von Eliesar Loebenstein
Bei der Durchsicht der Dauerleihgaben im Institut für die Geschichte der Deutschen Juden durch die Mitarbeiter der Arbeitsstelle Provenienzforschung – NS-Raubgut waren die Bände aufgefallen.
Anhand des Namens und der Adresse (Dillstraße 15) im Stempel gelang es zügig, die Biografie des Betroffenen zu rekonstruieren:
Eliesar Loebenstein, 1883 in Hamburg geboren, hatte religiös gelebt und war als Kantor und Gemeindebeamter ein wichtiges Mitglied der jüdischen Gemeinde Hamburgs gewesen. Mit seiner Frau Rahel geb. Emmanuel und den beiden Töchtern Sofie (geb. 1920) und Irma (geb. 1918) lebte er im Hamburger Grindelviertel.
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