Dokumentarfilm und Buchvorstellung: „Zwischen Heimat und Fremde – Die Geschichte der Flüchtlinge des Griechischen Bürgerkriegs in Leipzig“ (20.2.)
5. Februar 2026
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 259 Aufrufe
Freitag, 20.2., 18 Uhr, Vortragsraum.
1946 – Das Ende des zweiten Weltkrieges liegt für die Länder Europas inzwischen ein Jahr zurück. Doch Griechenland ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Ein Bürgerkrieg zwischen den linksgerichteten Partisan:innen der Demokratischen Armee und den Regierungstruppen zerreißt seit 1947 Land, Gesellschaft und Familien.
1949 endet der Bürgerkrieg mit einer Niederlage der Partisan:innen. Tausende Kämpfer:innen müssen Griechenland verlassen oder werden verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Wer fliehen kann, findet zumeist in den sozialistischen Ländern eine neue Heimat.
1.100 aus der Kampfzone in Nordgriechenland evakuierte Kinder und Jugendliche finden Zuflucht in der damaligen sowjetischen Besatzungszone, später DDR. Sachsen wird für sie eine neue Heimat. Der Dokumentarfilm und das Buch von Kostas Kipuros und Susanne Grütz lassen die Kinder von damals über ihre Erlebnisse im Bürgerkrieg und das Leben in der Fremde erzählen.
Viel ist über sie und die politischen Hintergründe der Emigration geschrieben, diskutiert und gestritten worden. Kostas Kipuros (Journalist, Sohn griechischer Emigranten, Leipzig) und Susanne Grütz (freischaffende Künstlerin, Leipzig) wollten nicht über die Zeitzeugen sprechen, sondern mit ihnen – über ihr Leben zwischen Heimat und Fremde. Entstanden ist so eine bewegende Dokumentation des Schicksals zweier Generationen in Bild und Schrift.
Das Buch- und Filmprojekt wurde vom Auswärtigen Amt aus Mitteln des Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds finanziert.
Eine Veranstaltung der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Hamburg in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
EN English
FR Français
ES Español
TR Turkce
RU Pусский
AR العربية
CN 中国
NDS Plattdeutsch