Gläserne Übersetzer:innen: HAIKU Blues – Lyrikübersetzungen aus dem Amerikanischen (6.10.)
17. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 715 Aufrufe
Montag, 6.10., 18:30 Uhr, Vortragsraum.
Richard Wright und James Baldwin sind nicht nur Ikonen engagierter Prosa wie Essayistik, beide haben als afro-diasporische Autoren im französischen Exil gelebt und, was weniger bekannt ist, Lyrikbände verfasst. Nun sind sowohl „HAIKU“ von Richard Wright als auch „Jimmy’s Blues“ von James Baldwin auf Deutsch erschienen.
Jonis Hartmann und Miriam Mandelkow lesen aus den Gedichten, sprechen über das Verhältnis der beiden Autoren zueinander, das Lyrische im jeweiligen Werk sowie die übersetzerischen Herausforderungen beim Auffinden von deutschen Zugängen.
Bei dem Veranstaltungsformat der Gläsernen Übersetzer:innen haben Interessierte die Möglichkeit, live mitzuerleben, wie Übersetzer:innen arbeiten, und sich an der Diskussion zu beteiligen. Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien. Der Eintritt ist frei.
Weitere Veranstaltungen der Gläsernen Übersetzer:innen:
Montag, 13.10., 18:30 Uhr, Ossietzky-Forum: Übersetzungen aus dem Jiddischen mit Inge Mandos und Marcel Seidel
Montag, 20.10., 18.30 Uhr, Vortragsraum: Von Ali Baba bis Marko Paşa. Türkische Literatur übersetzen
Vortrag: Medien, Digitalisierung, kollektives Wissen: Wurzeln und Reichweite Künstlicher Intelligenz (6.10.)
17. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.125 Aufrufe
Montag, 6.10., 18:30 Uhr, Ossietzky-Forum.
Die „medienkritische Wende“ im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts hat die Geistes- und Sozialwissenschaften nachhaltig verändert: Medien blieben nicht länger beschränkt auf Massenmedien; vielmehr wurde alles, was wir überhaupt kommunizieren, wahrnehmen, denken und erfahren als etwas gedeutet, das durch Medien konstituiert ist. Doch nun beherrschen Themen aus dem Bereich der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz das Debattenfeld, auf dem ehemals Medien die Hauptrolle spielten. Um die kritische Medientheorie ist es still geworden. Doch was würde es bedeuten, Künstliche Intelligenz als ein Medium zu begreifen, das als Kulturtechnik unsere alltäglichen und außeralltäglichen Praktiken durchdringt? Könnte eine medientheoretische Betrachtung einen Weg bahnen zwischen der apokalyptischen oder utopischen Übersteigerung Künstlicher Intelligenz? Auf diese Fragen versucht der Vortrag von Sybille Krämer zu antworten.
Eine Veranstaltung des Masterstudiengangs Public History der Universität Hamburg. Der Eintritt ist frei.
Gespräch: Frankreich ohne Mehrheit der Mitte (26.9.)
17. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 760 Aufrufe
Freitag, 26.9., 19 Uhr, Vortragsraum.
Wie entwickeln sich die politischen Verhältnisse in Frankreich? Die Regierung Bayrou ist gestürzt – Frankreich im Begriff, sich selbst zu blockieren. Wie geht es weiter? Kann Macron seine Rolle in Europa behaupten?
Michaela Wiegel, langjährige politische Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Paris, äußert ihre Einschätzungen im Gespräch mit der Vorsitzenden der Deutsch-Französischen Gesellschaft Cluny e.V. Hamburg, Ulrike Dotzer.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter https://www.dfg-cluny.de/veranstaltung/michaela-wiegel/
Vortrag und Diskussion: Netzwerke gegen Hitler und Stalin (23.9.)
16. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 672 Aufrufe
Die Pariser Wochenzeitung „Die Zukunft“, Willi Münzenberg und der Traum vom neuen Europa
Dienstag, 23.9., 19 Uhr, Vortragsraum.
Mit der Pariser Wochenzeitung „Die Zukunft“ (1938 bis 1940) gründete Willi Münzenberg, der einflussreichste antifaschistische Medienmacher der Zwischenkriegszeit, ein visionäres Sprachrohr aller Hitler-Gegner:innen. Hier erschien die erste Landkarte deutscher Konzentrationslager. Auch der Aufschrei von Willi Münzenberg „Der Verräter, Stalin, bist Du!“ gegen den sowjetischen Pakt mit Hitler wurde hier publiziert.
Das Buch „Netzwerke gegen Hitler und Stalin“ von Bernhard H. Bayerlein stellt diese Zeitschrift vor und dekliniert Anti-Hitler-Opposition, Exilerfahrung, Antifaschismus, deutsch-französischen Konnex und europäische Solidarität neu als christlich-sozialistische Symbiose einer Kohorte von Nonkonformist:innen aller politischer Strömungen und Milieus gegen den Weltkrieg und die europäische Dystopie. In der DDR wurde Münzenberg totgeschwiegen, teilweise auch Mitstreiter:innen wie Manès Sperber, Arthur Koestler, Alfred Döblin, Pierre Viénot oder Anna Siemsen und im Westen geriet das Zukunft-Netzwerk zum Stiefkind der Exilforschung. Heute zeigt der Blick auf Europa frappierende Gegenwartsbezüge.
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Buchsprechstunde (23.9.)
16. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 655 Aufrufe
Dienstag, 23.9.2025, 15 – 16 Uhr, Foyer.
Sie haben alte Bücher in ihrem Familienbesitz und möchten wissen, ob es sich um Raritäten oder weit verbreitete Standardliteratur handelt? Worauf sollte bei der Erhaltung solch alter Schätze geachtet werden? Viele Fragen dazu beantworten Ihnen die Expert:innen aus den Sondersammlungen in der Buchsprechstunde.
Für eine gute inhaltliche Vorbereitung bitten wir um vorherige Anmeldung unter stabi.hamburg/bss.
Die Buchsprechstunden werden quartalsweise angeboten. Sollte Ihnen dieser Termin nicht passen, kommen Sie gern zum nächsten.
ENTFÄLLT – Diskussion: Warum eine Diversity-Klausel für viele diskriminierend wirkt (22.9.)
16. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 663 Aufrufe
Montag, 22.9., 18.30 Uhr, Ossietzky-Forum im Lichthof
Welche Gruppen profitieren von Gleichstellungsklauseln – und warum führt Vielfalt bei Herkunft oder unterrepräsentierten Gruppen oft zu Kontroversen?
Irene Appiah (SPD, Arbeitsgruppe gegen Anti-Schwarzen Rassismus) diskutiert mit Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft über strukturelle Veränderungen im öffentlichen Dienst und das Spannungsfeld zwischen Antidiskriminierung, Repräsentation und gesellschaftlicher Realität.
Das Land, das ich dir zeigen will: Lesung mit Sara Klatt (16.9.)
11. September 2025
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Dienstag, 16. September 2025, 19 – 21 Uhr, Vortragsraum.
Israel ist voller Gegensätze – und genau darin liegt seine Faszination. In ihrem Debütroman Das Land, das ich dir zeigen will verbindet die Hamburger Autorin und Fotografin Sara Klatt eigene Erfahrungen mit den Geschichten ihres Vaters und Großvaters. Entstanden ist ein vielstimmiges Panorama, das Vergangenheit und Gegenwart, Tel Aviv und Jerusalem, Nähe und Fremdheit miteinander verknüpft.
Klatt führt den Leser durch ein nervenaufreibendes Land: Es ist das Land der Menschen, die S. durch Erzählungen ihres Großvaters kennenlernte, und gleichzeitig der Menschen, denen sie heute beim Trampen zwischen Tel Aviv und Jerusalem begegnet. Früher, da gab es den Untergrundkämpfer Jitzchak, der Tomaten in der Wüste überleben lassen konnte. Es gab Eva und Zwi Goldberg, die ihre Sehnsucht nach der alten Heimat mit deutschen Rosen zu besänftigen versuchten. Heute ist da Mohammad, der in einem Techno-Club auflegt und nicht über seine jüdische Exfreundin hinwegkommt. Die Lektüre eröffnet neue Zugänge zu einem Land, das oft auf wenige Schlagzeilen reduziert wird.
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Veranstaltungsflyer Oktober 2025
8. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 790 Aufrufe
In unserem monatlich erscheinenden Flyer zeigen wir das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg im Überblick. Sie finden dort die kommenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Als gedrucktes Exemplar liegt er im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Die neueste Ausgabe mit dem umfangreichen Programm für den kommenden Monat Oktober ist nun eingetroffen. Sie können den Flyer auch bequem auf Ihren Rechner herunter laden: Flyer Oktober 2025 (PDF, 0,9 MB).
Film und Gespräch: Nahkritik in Zeiten des Zusammenbruchs (10.9.)
8. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 551 Aufrufe
Mittwoch, 10.09.2025, um 19:00 Uhr im Vortragsraum.
Eine Veranstaltung der Galerie der abseitigen Künste in Kooperation mit teorema e.V.
Filmvorführung und Reflexion zu der Frage nach den Auswirkungen des 7. Oktober und des Gaza-Kriegs
»Nacht, schlaflose weiße Nacht – so das Desaster, diese Nacht, der die Dunkelheit fehlt, ohne dass das Licht sie erhellt« (Maurice Blanchot).
Im Dialog mit Blanchots Schrift des Desasters (1980) stellt sich der israelische Philosoph Shaul Setter (Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem) in seinem Essay »Nahkritik in Zeiten des Zusammenbruchs« dem Krieg in Gaza nach dem Massaker der Hamas als einem unfassbaren Ereignis, das er als Symptom eines globalen Zusammenbruchs sieht.
Wir zeigen zuerst den Film von Gideon Bachmann: The Cinema of the Men Who Say No (Drehbuch, Regie, Kamera Gideon Bachmann (Dokumentarfilm), Deutschland, Israel 1989, 43 Min., OmU) – ein Film über israelische Regisseure, die Ende der 80 er Jahre durch ihre Spielfilme ein »Nein« zur Position der Gewalt gegenüber den Palästinensern artikulieren wollten und die Widersprüche eines Landes thematisierten, das in einem Zustand ständiger Militarisierung lebt.
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Joseph Jacob Gumprecht, erster jüdischer Privatdozent in Göttingen, Geburtshelfer und zivilgesellschaftlicher Akteur in Hamburg (18.9.)
4. September 2025
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 703 Aufrufe
Donnerstag, 18.9., 18 Uhr, Vortragsraum.
In diesem Vortrag zeichnet Prof. Dr. Jürgen Schlumbohm die Lebensgeschichte von Joseph Jacob Gumprecht (1772 bis 1838) nach. Gumprecht war ab 1800 in Göttingen der erste Privatdozent jüdischer Religion an einer deutschen Universität. Nach einem heftigen Konflikt mit seinem ehemaligen Lehrer, dem ordentlichen Professor dieses Faches, und bedrängt von finanziellen Nöten zog er 1806 nach Hamburg. Dort gewann er als Arzt und Geburtshelfer hohes Ansehen und heiratete eine Tochter des erfolgreichen Kaufmanns Markus Hertz Schwabe. Darüber hinaus war er beim Aufbau zivilgesellschaftlicher Organisationen beteiligt: als Mitbegründer des Ärztlichen Vereins und der jüdischen Reformbewegung.
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