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Zum 125. Geburtstag von Erwin Panofsky

30. März 2017
von IM — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg,Hamburg University Press — 577 Aufrufe

Erwin Panofsky zwischen seinen ehemaligen Schülern

Erwin Panofsky zwischen seinen ehemaligen Schülern Horst Waldemar Janson und William S. Heckscher, Princeton 1952 (Quelle: Archiv im Warburg-Haus, Hamburg)

Heute vor 125 Jahren wurde Erwin Panofsky (1892–1968) geboren. Panofsky – wer war denn das?

Erwin Panofsky wurde von manchen etwas flapsig „der Einstein der Kunstgeschichte“ genannt:

„Wohl kein Kunsthistoriker des 20. Jahrhunderts hat einen so nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung seines Faches ausgeübt wie Erwin Panofsky (1892–1968), der erste Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte an der Hamburger Universität.“,

so der Kunsthistoriker Rainer Donandt.

Zusammen mit Aby Warburg (1866–1929), Fritz Saxl (1890–1948) und Ernst Cassirer (1874–1945) begründete Erwin Panofsky den Hamburger Kreis bzw. die Hamburger Schule um die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg. Er lehrte und forschte in Hamburg und gilt als Mitbegründer der Ikonologie. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde auf der Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums von der Universität Hamburg entlassen:

Porträt Erwin Panofskys

Porträt Erwin Panofskys – Kaltnadelradierung von Eduard Bargheer, 1934 (Quelle: Archiv im Warburg-Haus, Hamburg)

„1933 als „Nichtarier“ entlassen und 1934 ins amerikanische Exil gegangen, brachte er seine im Wesentlichen im Kontext der deutschen Kunstwissenschaft und namentlich des Hamburger Kreises um die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg entwickelte Arbeitsweise und Denkhaltung zu internationaler Geltung, als er ab 1935 als ständiges Mitglied am Institute for Advanced Study in Princeton sowie als Lehrender und Vortragender an verschiedenen amerikanischen Universitäten wirkte.“ (Donandt)

Als Einstiegslektüre bietet Ihnen der Stabiverlag Hamburg University Press die folgenden elektronisch frei verfügbaren Veröffentlichungen:

Als Ergänzung

Übrigens: Panofskys Sohn Wolfgang war ein erfolgreicher Teilchenphysiker, dem die Universität Hamburg 2006 die Ehrensenatorwürde verlieh. Aber das ist eine andere Geschichte …

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