Ein Leben für Hamburg: Oscar Troplowitz (Kunsthalle, 18.1.-30.6.)
23. Januar 2013
von HS — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 8.914 Aufrufe

Franz Nölken, Der Unternehmer Oscar Troplowitz, 1916, Photo: Elke Walford, © Hamburger Kunsthalle/bpk
Von der einfachen Apotheke zur internationalen Firma, von der Architektur bis zum Film, von Nivea bis Renoir – das vielseitige Wirken von Oscar Troplowitz in Hamburg weist auch heute noch weit über die Stadtgrenzen hinaus. Zum 150. Geburtstag von Oscar Troplowitz (1863-1918) würdigt die Hamburger Kunsthalle den Nivea-Erfinder, Politiker und Kunstmäzen in verschiedenen Facetten. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Dialog des Unternehmers mit den bildenden und angewandten Künsten. Die Ausstellung rekonstruiert wichtige Teile seiner Kunstsammlung zur Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Arbeiten von Corot, Sisley, Liebermann und Slevogt – Meisterwerke, die das Ehepaar Troplowitz der Kunsthalle zu Beginn des 20. Jahrhunderts stiftete.
Es ist die Frühzeit der Markenartikel, etwa der Nivea-Seife (1905) und der Nivea-Creme (1911). Troplowitz engagierte die führende Berliner Agentur Hollerbaum & Schmidt für die Werbung. Die Plakatkunst von Lucian Bernhard und Hans Rudi Erdt stellte die Weichen für das heute noch gültige Markendesign der Firma Beiersdorf. Die Ausstellung präsentiert fein gezeichnete Annoncen und ausdrucksstarke Plakate vom Jugendstil bis in die Neue Sachlichkeit, die den Aufbruch der Bilder in den Alltag vermitteln. Zu sehen sind zudem frühe Werbe-Animationsfilme von Julius Pinschewer, die mit Witz und Charme einem Kinopublikum Creme und Zahnpasta nahebrachten.
Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und dem Museum für Hamburgische Geschichte gezeigt. Die Exponate stammen aus diesen Häusern sowie aus dem Bestand der Hamburger Kunsthalle, dem Firmenarchiv der Beiersdorf AG, dem Staatsarchiv und aus Privatbesitz.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die das unternehmerische, sozial-politische und mäzenatische Engagement Troplowitz’ nachzeichnet. Der Katalog ist in unseren Museumshops für 29,90 € und im Onlineshop als Buchhandelsausgabe für 39,80 € zuzüglich Porto erhältlich.
Kuratorin: Leonie Beiersdorf
Quelle: Hamburger Kunsthalle
Erneuerung der Kältetechnik – Ab morgen Kranarbeiten
21. Januar 2013
von RD — abgelegt in: Baustelle Stabi — 7.515 Aufrufe
Im Juni des letzten Jahres hat die Bürgerschaft die dringend notwendigen Mittel zur Erneuerung der Kältetechnik, einer wichtigen Komponente der Klimaanlage bereitgestellt. Die Kältetechnik dient dazu, die Temperatur im Gebäude unabhängig von der Außentemperatur weitgehend konstant zu halten. Die ist wichtig für die Langzeiterhaltung der Bücher, da Temperaturschwankungen für das Papier nachteilig sind. Außerdem sollen auch im Sommer noch akzeptable Temperaturen zum Lernen und Arbeiten in der Bibliothek herrschen. Die bestehenden Maschinen sind bereits über dreißig Jahre alt, fielen häufiger teilweise aus und haben ihre durchschnittliche Lebenserwartung bereits übertroffen.
Damit es auch zukünftig im Sommer im Gebäude für Buch und Mensch nicht zu heiß wird, laufen jetzt im Winter die Bauarbeiten zum Austausch der Anlagen. Bisher weitgehend im Verborgenen im Technikbereich des Hauptgebäudes und auf dem Dach finden bereits seit November die Demontagearbeiten statt.
Ab morgen werden dann an verschiedenen Tagen die tonnenschweren auf dem Dach befindlichen Maschinenkomponenten mit einem Kran ausgetauscht. Dafür muss zeitweise der Vorplatz der Bibliothek gesperrt werden. Die Bibliothek ist erreichbar über die Grindelallee und dem Gang zwischen WiWi-Gebäude und Stabi.
Update 22.1.2013:
Die Kältetechnik der Stabi wird ausgetauscht. Livebild der Kranarbeiten. http://t.co/gVtIcsHF /mt pic.twitter.com/nlOhGzff
— Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (@StabiHH) January 22, 2013
Neu: E-Book-Paket vom Kohlhammer Verlag
17. Januar 2013
von MT — abgelegt in: E-Medien — 5.853 Aufrufe
Die Stabi hat ihr E-Book-Angebot um einige aktuelle Psychologie-Titel des Verlags Kohlhammer erweitert. Die E-Books des Verlags sind für Angehörige der Universität Hamburg auf und außerhalb des Campus über den Campus-Katalog frei zugänglich.
Übrigens: Über den Campus-Katalog sind inzwischen über 3200 elektronische Bücher und Dissertationen zur Psychologie erreichbar. Denken Sie bitte daran, dass Sie mit der Katalog-Recherchefunktion “eingrenzen” die Titelauswahl nach Ihrem persönlichen Interesse weiter eingrenzen können. Einfach oben im Auswahlmenü statt “suchen” “eingrenzen” auswählen. So wird etwa die Titelmenge bei Eingabe des Suchwortes “Achtsamkeit?” auf die 18 E-Books zum Thema eingeschränkt.
Frisuren, Haarschmuck & Kopfbedeckungen in Asien und Afrika
17. Januar 2013
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Fachbibliotheken — 11.081 Aufrufe

Die Bibliothek des Asien-Afrika-Instituts zeigt im dortigen Foyer eine neue Ausstellung rund um das Thema „Frisuren, Haarschmuck und Kopfbedeckungen in Asien und Afrika“.
Die Themen der Bücher reichen von den Hochsteckfrisuren der Geishas über den türkisverzierten tibetischen Haarschmuck bis hin zu der aufwendigen Flechtkunst afrikanischer Stämme. Ausgewählte Zitate der Fachliteratur erklären interessante Einzelheiten.
Erna Schweizer, BIM-Studentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, hat die Ausstellung im Rahmen ihres Praktikums kuratiert.
Wie alt ist eigentlich Stella?
9. Januar 2013
von MT — abgelegt in: Aktuelles,Aufgelesen — 8.360 Aufrufe
Katzen zum Beispiel haben eine kürzere Lebenserwartung als Menschen. Will man das biologische Alter einer Katze mit dem eines Menschen vergleichen, empfehlen Viele die Formel: 1 Menschenjahr = 7 Katzenjahre. Welche Formel sollte man dann wohl für die Berechnung des Alters von Computerprogrammen nehmen? Windows 7 ging 2009 an den Start, für Februar 2013 ist Windows 8 angekündigt; kommt die EDV-Rente also nach 3, spätestens 4 Jahren? Nein, das gilt jedenfalls nicht für Stella.
Unsere Stella, die virtuelle Informationsassistentin auf der Stabi-Website, ging im Oktober 2004 online und widmet sich nach kurzer Pause und intensiver, stetiger Fortbildung seit 2011 wieder mit unverändertem Elan den Fragen unserer WebsitenutzerInnen.
Sie hat Ihren Wirkungsbereich sogar noch ausgeweitet und eine ganze Schulbuchseite gefüllt. Unter der Überschrift ‚Sicher und kompetent zur Matura‘ hat der Österreichische Bundesverlag Schulbuch Stella für die Darstellung neuer Kommunikationsmöglichkeiten gewinnen können. Darüber freuen wir uns natürlich, vor allem, weil dies sicherlich eine einmalige Aktion bleiben wird, da die Österreichische Nationalbibliothek im letzten Jahr Stellas Wissensbasis erworben hat und damit einen eigenen Chatbot kreieren will. Wir vermuten mal, dass dieses ‚Kind‘ von Stella sie irgendwann im österreichischen Deutschunterricht ablösen wird.
Wir plädieren also gegen eine starre Altersberechnungsformel für Stella: Sie bleibt aktuell, auch wenn sie nun schon etliche Kinder hat…
Hamburger Klopstock-Ausgabe Briefe XII Gesamtregister
8. Januar 2013
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles — 4.269 Aufrufe
Der neue Band der „Hamburger Klopstock-Ausgabe“, die seit 1962 an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg erarbeitet wird und im Verlag Walter de Gruyter erscheint, bildet den Abschluss der Abteilung „Briefe“. Er enthält als Gesamtregister für die bereits erschienenen Bände I-XI das Namen- und Sachregister sowie – separat – das Register der Werke Klopstocks. Zusätzlich ist das Register des Bandes „Klopstocks Arbeitstagebuch“ in die beiden Verzeichnisse integriert. Schließlich enthält der Band ein Verzeichnis der Korrekturen und Ergänzungen zu den Bänden I-XI, das jenes aus Band XI der Ausgabe vervollständigt.
Friedrich Gottlieb Klopstock, Werke und Briefe. Historisch-kritische Ausgabe. (Hamburger Klopstock-Ausgabe.) Hrsg. von Horst Gronemeyer, Elisabeth Höpker-Herberg, Klaus Hurlebusch und Rose-Maria Hurlebusch (†). Abteilung Briefe XII: Gesamtregister. Hrsg. von Rainer Schmidt. Berlin, Boston 2013.
3. Öffentliches europäisches Symposium: Diffusion oder Kolonisation (19.01.)
8. Januar 2013
von HS — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 3.303 Aufrufe
Das Alte Land, das Marschgebiet zwischen Stade und Hamburg, wurde durch holländische Siedler planmäßig angelegt.Mit dem europäischen Symposium sollen wissenschaftliche Grundlagen, Forschungsansätze und kulturelle Besonderheiten in den einzelnen Regionen gezielt ausgetauscht und vertieft werden. Hier nimmt das Alte Land eine besondere Stellung ein, denn es ist die Hollerkolonie, welche im Gegensatz zur Mutterlandschaft ( NL), noch in ihrer Struktur am Besten erhalten ist. Der Austausch beinhaltet das Ziel eine internationale Arbeitsgruppe zu etablieren, welche das einzigartige Erbe vertiefend erforscht und es vor allem der nachwachsenden Generation entsprechend vermitteln soll. Das Symposium soll gleichzeitig die Grundlage bilden, diese gemeinsamen Wurzeln kulturell in Wert zu setzen und im Sinne einer Heimatpflege neue Bildungsansätze zu erarbeiten. Weiter lesen “3. Öffentliches europäisches Symposium: Diffusion oder Kolonisation (19.01.)”
Veranstaltungsflyer Februar
8. Januar 2013
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.906 Aufrufe
In unserem monatlich erscheinenden Flyer bieten wir Ihnen einen Überblick über das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der Stabi. Sie finden dort die kommenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Als gedrucktes Exemplar liegt er im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Sie können den Flyer auch bequem auf Ihren Rechner herunter laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für den kommenden Monat Februar ist nun da:: Flyer Februar 2013 (PDF, 5,3 MB).
Sicher ist in unserem Veranstaltungsangebot etwas dabei, was Sie interessiert und was Sie vielleicht in Ihrem Kalender vormerken möchten. Wie immer gibt es alle Informationen auch fortlaufend hier im Blog, auf Facebook und auf Twitter.
Zum aktuellen Forschungsstand in der Homöopathie (19.1.)
7. Januar 2013
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.456 Aufrufe
Fortbildungsveranstaltung der Gesellschaft Homöopathischer Ärzte
Zu einem Tagesseminar zum Thema “Wirkung, Wirksamkeit, Placebo – Zum Stand der Forschung in der Homöopathie”, u.a. mit einem Vortrag von Dr. Rainer Lüdtke, lädt der DZVhÄ-Landesverband Schleswig-Holstein / Hamburg ein.
Dr. Lüdtke ist Dipl. Statistiker und Stellvertretender Leiter Wissenschaftsstiftungen, DSZ – Deutsches
Stiftungszentrum im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen.
Sonnabend, 19. Januar 2013, 9.30 bis 17.30 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage
Anmeldung und nähere Infos: Dr. med. Ute Maria Buttgereit, info@dr-buttgereit.de
Exponat des Monats Januar: Thomas Selle: Motette „Videntes stellam magi“
3. Januar 2013
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 4.810 Aufrufe
In den vergangenen beiden Jahren haben wir Ihnen jeden Monat ein originales Sammlungsstück, sowohl einmalig zu einem festen Termin im Handschriftenlesesaal, als auch in einer Virtuellen Ausstellung auf der Website gezeigt. Sehen Sie sich bei Gelegenheit doch einmal die stetig wachsende Übersicht der Online-Ausstellungen an.
Die Neuerung ab diesem Jahr: Ab sofort zeigen wir Ihnen das Exponat des Monats zusätzlich zur beliebten Virtuellen Ausstellung auch in einer Sondervitrine im Ausstellungsraum immer zusätzlich zur gerade aktuellen Ausstellung. Wir beginnen als Exponat des Monats Januar mit Thomas Selles Motette „Videntes stellam magi“:

Thomas Selle: Motette „Videntes stellam magi“ a 14 (Hamburg, nach 1641) Tabulatur aus Selles handschriftlicher Werksammlung Opera omnia
Handschriftensammlung, Signatur: Cod. in scrin. 251, passim, und Cod. in scrin. 252, Bd. 1, fol. 163v–169r
2013 jährt sich zum 350. Mal das Todesjahr des am 2. Juli 1663 in Hamburg verstorbenen städtischen Kantors Thomas Selle. Der aus Zörbig in Sachsen stammende und von den Leipziger Thomaskantoren Sethus Calvisius sowie Johann Herman Schein ausgebildete Komponist wirkte nach einer rund 15jährigen Zeit als Lehrer, Schulleiter und Kantor in Holstein (Heide, Wesselburen, Itzehoe) ab 1641 als Kirchenmusikdirektor in Hamburg.
Selle gilt als Reformator der Hamburger Kirchenmusik, deren Organisationsstrukturen er verbesserte und damit wesentlich zum Aufblühen des Hamburger Musiklebens um die Mitte des 17. Jahrhunderts beitrug. 1659 und 1663 stiftete Selle seine private Musikbibliothek mit rund 380 Musikdrucken des 16. und 17. Jahrhunderts sowie seinen kompositorischen Nachlass der Hamburger Stadtbibliothek, womit der Grundstock für die Musiksammlung der heutigen Staats- und Universitätsbibliothek gelegt wurde.
Die für das Fest der Heiligen drei Könige am 6. Januar bestimmte Motette „Videntes stellam magi“ (‚Als die Weisen den Stern sahen‘) stammt ursprünglich aus der um 1630 in Wesselburen entstandenen Werksammlung Monomachia harmonica latina, in der Selle Geistliche Konzerte für verschiedene Kirchenfeste zusammengestellt hatte.
Eine ausführliche Beschreibung des Exponats des Monats Januar – samt Vertonung des vorgestellten Liedes in einer Einspielung des Bremer Barock Consorts – findet sich in der Virtuellen Ausstellung: “Als die Weisen Sterne sahen” – Thomas Selles Motette zum Fest der Heiligen drei Könige.
Die Sondersammlungen zeigen jeden Monat ein originales Sammlungsstück im Ausstellungsraum. Auf der Website der Stabi werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert.
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