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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dunkles Gold – Über die weltweiten Schattenseiten des Goldrauschs (11.10.)

16. September 2026
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 291 Aufrufe

Eine live-journalistische Veranstaltung von Weltreporter.net & Headliner im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit.
Sonntag, 11.10., 14 – 15:30 Uhr, Vortragsraum.

Grafik auf Klick in groß: Zwischen den Zeilen - Hamburger Woche der Pressefreiheit Schwebende Bäume in Ghana, umkämpfte Minen im Sudan: In Kooperation mit Headliner bringen die Weltreporterinnen Helena Kreiensiek und Bettina Rühl ihre Recherchen zu den Schattenseiten des Goldrauschs live auf die Bühne. Kreiensiek hat zum Goldabbau in Ghana und im Senegal recherchiert, Rühl traf traumatisierte Schürfer aus den Minen der sudanesischen Kriegsregion Darfur. Im Anschluss: Werkstattgespräche und Blick hinter die Kulissen der Auslandsberichterstattung im Dialog mit dem Publikum.

Erleben Sie spannende Recherchen zum Rohstoff Gold live auf der Bühne. Helena Kreiensiek, die in Dakar lebt, hat zum Abbau des Edelmetalls in Ghana und im Senegal recherchiert. Sie berichtet zum Beispiel von „schwebenden Bäumen“ in einer der goldreichen Regionen in Ghana. Dort wurde so viel Erdreich abgetragen, dass die Bäume mit ihren Wurzeln gleichsam in der Luft stehen. Kreiensiek hat die Belastung der Umwelt und die immer einsturzgefährdeten Stollen gesehen, hat mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Goldregion in Ghana und im Senegal darüber gesprochen, wie der Goldrausch die Gesellschaft verändert, zum Beispiel durch Prostitution und ungewollte Kinder, die von Sexarbeiterinnen zurückgelassen werden.

Bettina Rühl bringt vor allem ihre Recherchen zum Goldabbau in der westsudanesischen Konfliktregion Darfur auf die Bühne. Dort werden viele Minen von der RSF-Miliz kontrolliert, die ihren Krieg – wie auch die sudanesische Armee – zu einem guten Teil durch den Schmuggel von und Handel mit Gold finanziert. Weil vor allem die goldreichen Gebiete schwer umkämpft sind, konnte Rühl nicht in die Abbaugebiete reisen, sie hat geflüchtete Schürfern jenseits der Grenze im Osten des Tschad getroffen. Sie erzählt von Menschen, die von der Gewalt gezeichnet sind, die auch in Goldminen ausgeübt wird. Besonders nahe gegangen ist ihr die Geschichte von Adil Dschagub Mohammed, der mehrfach nur knapp mit dem Leben davon kam und seinen besten Freund in einen der ertragreichsten Minen verlor: Sein Freund hatte versucht, Dschagub bei einem Angriff zu schützen verteidigen, und wurde dann selbst zum Opfer, während Dschagub überlebte. Zu dem Zeitpunkt waren beide noch Kinder, arbeiteten aber schon in den Goldminen.

Im Anschluss an die Bühnenveranstaltung haben Sie im Rahmen von Werkstattgesprächen Zeit und Raum für den Austausch mit den Mitgliedern des Weltreporter-Netzwerks und von Headliner. Das Ziel: direkter Dialog und echte Gespräche. Miteinander am Tisch sitzen, diskutieren und mehr voneinander verstehen – aus der Perspektive der Auslandskorrespondent*innen von Weltreporter und aus der Perspektive der Gäste. Wie erleben Sie die Auslandsberichterstattung in Deutschland? Was ist gut? Was fehlt? Was ist zu viel? Wie wäre es besser? Mit dabei sind unter anderem die Weltreporter*innen Arndt Peltner (USA), Christine Wollowski (Brasilien), Kerstin Zilm (USA), Kerstin Schweighöfer (Niederlande), Malte Seiwerth (Berlin/ Chile), Peter Stäuber (Großbritannien), Wolf-Dieter Vogel (Berlin/ Mexiko), Bettina Rühl (Kenia), Barbara Markert (Frankreich), Kilian Kirchgeßner (Tschechien).

Eine Veranstaltung von Weltreporter.net und Headliner in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist notwendig unter: buero@weltreporter.net.

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