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Digitale Zeitreise durch die Pressegeschichte

6. Dezember 2023
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien,Hamburg — 5.176 Aufrufe


Staats- und Universitätsbibliothek startet „Hamburger Zeitungen Digital“

Zeitungsbanner

35 Zeitungstitel, 235.000 Ausgaben, über zwei Millionen Seiten: Nach einer mehrjährigen Projektphase stellt die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg heute ihr kostenlos nutzbares Portal Hamburger Zeitungen Digital online.

Für historisch Interessierte öffnet der Launch vielfältige neue Recherchemöglichkeiten: Sie können über eine Kalendersuche bestimmte Daten auswählen, Suchergebnisse filtern und ganze Ausgaben oder einzelne Seiten herunterladen. Mit der Volltexterkennung, die bereits für die meisten Scans eingerichtet wurde, sind zudem Suchbegriffe innerhalb der Texte auffindbar.

Portal 'Hamburger Zeitungen Digital'

Norddeutsche Zeitung 1927 „Hamburger Zeitungen Digital“ ermöglicht somit Einblicke in die bewegte Geschichte der Freien und Hansestadt Hamburg von der Aufklärung bis in die Neuzeit. Die älteste verfügbare Ausgabe ist der „Reichs Post Reuter“ aus dem Jahr 1700, die jüngste ein „Hamburger Fremdenblatt“ vom April 1945. Inhaltlich und politisch bilden die historischen Blätter ein vielfältiges Spektrum ab. Es finden sich darunter bekannte Titel wie der renommierte „Hamburger Correspondent“, das überregional verbreitete „Hamburger Fremdenblatt“, sozialdemokratische Blätter wie das „Hamburger Echo“ und auch die Tageszeitung der NSDAP, das „Hamburger Tageblatt“. Zudem werden auch viele Regionalzeitungen angeboten, z. B. die „Bergedorfer Zeitung“ und unbekanntere Titel wie das frühe sozialdemokratische „Hamburg-Altonaer Volksblatt“.

Aufgrund der Tatsache, dass das digitalisierte Zeitungsmaterial auch nationalsozialistische, rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte enthält, versieht die Stabi die veröffentlichten Titel mit zusätzlichen Informationen und Literaturhinweisen und erleichtert so eine kritische Einordung. Für die historische Forschung stellt das Material eine unschätzbare Quellensammlung dar, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglicht. Alle Zeitungsausgaben sind mit einer Lizenz oder einem Rechtehinweis versehen, so dass klar erkennbar ist, welche Nachnutzung rechtlich zulässig ist.

Medienwerkstatt Arbeitsplatz Obwohl die Stabi als Landesbibliothek schon seit dem 17. Jahrhundert Hamburger Zeitungen gesammelt hat, mussten sich die Beteiligten für die Digitalisierung bundesweit auf Titelsuche begeben. Denn die eigentliche historische Zeitungssammlung der Bibliothek existiert seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr – sie ging 1943 bei einem Bombenangriff auf das ehemalige Gebäude am Speersort nahezu komplett verloren. Ermöglicht wurde „Hamburger Zeitungen Digital“ nicht zuletzt durch zahlreiche Projektpartner und die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die die letzte Projektphase mit Fördermitteln unterstützte.

3 Antworten zu “Digitale Zeitreise durch die Pressegeschichte”

  1. Liebes SUB-Team,

    mal so eben zwei Millionen Zeitungsseiten zu durchforsten, toll!
    Meine erste Volltextsuche nach “Denoth” zwischen 1880 und 1900 ergab 170 Treffer in 166 Dokumenten – und eine ganze Reihe wirklich neu für mich!!
    Ich bin begeistert – vielen Dank!

    Herzliche Grüße
    Jörg Beleites
    (Benutzer der SUB seit 1960)

  2. Markus Trapp sagt:

    Lieber Herr Beleites, danke für das tolle Feedback (und für die jahrelange Treue).

  3. […] Digitale Zeitreise durch die Pressegeschichte: 35 Zeitungstitel, 235.000 Ausgaben, über zwei Millionen Seiten: das Portal „Hamburger Zeitungen Digital“ (via blog.sub.uni-hamburg.de): […]

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