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Neue Digitalisate durch “Hamburger Kulturgut im Netz” online

18. Oktober 2021
von Redaktion — abgelegt in: E-Medien,Schätze der Stabi — 412 Aufrufe

Von Nele Leiner.

1. Eintragung von Goethe (1791) im Stammbuch des Schauspielers Friedrich Ludwig Schröder;
resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1700584316

Karl Lorenz (1930): W. Shakespeare; resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1732484430

Im Rahmen des an der Stabi angesiedelten Projektes “Hamburger Kulturgut im Netz” (HaKiN) konnten wieder weitere Bände aus den vielfältigen Beständen der wissenschaftlichen Bibliothekslandschaft Hamburgs digital frei verfügbar gemacht werden.

Seit 2018 werden mit Förderung der Stadt Hamburg Bestände wissenschaftlicher Bibliotheken in Hamburg digitalisiert. Die Stabi übernimmt dabei die Projektkoordination, Beratung, technische Umsetzung und logistische Organisation für alle beteiligten Bibliotheken. Ziel von HaKiN ist es, dem kulturellen und wissenschaftlichen Erbe der Stadt und Region zu digitaler Präsenz und vielfältiger, weltweit offen zugänglicher Nutzung zu verhelfen. Die Bestände zeichnen sich durch ihre Bedeutung für Wissenschaft und Bildung, die Region Hamburg sowie für die Geschichte der besitzenden Einrichtung aus und unterstützen bestandserhaltende Maßnahmen. Damit kann die physische Nutzung eines Objekts bis auf wenige wissenschaftlich begründete Ausnahmefälle vermieden werden und entsprechend geschont werden.

Friedrich Wolter (1898): Das Auftreten der Cholera in Hamburg in dem Zeitraume von 1831 – 1893;
resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1725992515

Die Digitalisate werden in den bibliothekarischen Katalogen nachgewiesen und in den Digitalisierten Beständen auf unserer Website präsentiert. Sie sind frei von Urheberrechten („gemeinfrei“) bzw. wurden durch den Erwerb einer Lizenz bei der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort als sogen. „vergriffenes Werk“ durch das Deutsche Patent- und Markenamt registriert und damit frei im Netz zugänglich gemacht. Die für die externen Partner-Bibliotheken der Stabi digitalisierten Bestände erscheinen dort unter dem Label Aus anderen Hamburger Sammlungen mit jeweils eigenen Bereichen für die beteiligten Einrichtungen.

Zu den besonderen Beständen, die im aktuellen Durchlauf bearbeitet wurden, gehören:

  • aus dem Nachlass-Bestand der Stabi Titel der Turmpresse, ein Buchprojekt des wohl bedeutendsten expressionistischen Künstler Hamburgs, Karl Lorenz (1888-1961)
  • Start der digitalen Zusammenführung der Stammbücher aus dem Museum für Hamburgische Geschichte, dem Altonaer Museum und der Stabi: Belege von persönlichen Netzwerken Hamburgs und Einblicke in Kultur und Gesellschaft von Beginn des 17. Jahrhunderts bis dem frühen 20. Jahrhundert
  • Historische Literatur zu Gesundheit und Hygiene in Hamburg
  • Teile der historischen Kinderbuchsammlung des Altonaer Museums
  • Historische Literatur zum Ethnologie und Reisen aus dem Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg, der Bibliothek des MARKK sowie der Linga-Bibliothek für Lateinamerikaforschung zur u.a. Unterstützung der postkolonialen Forschung

Durch ihren besonderen unikalen Charakter und einer teilweise aufwendigen Aufmachung mit sensiblen Materialien werden die Stammbücher Stabi-intern in der Medienwerkstatt digitalisiert. So musste beispielsweise in einigen Fällen – wie auch bei dem Eintrag von Goethe oben – aufgrund einer engen Bindung und des Papierzustandes in Rücksprache mit der Restaurierung auf einen Teflon-Spatel zur Fixierung zurückgegriffen werden.

Noch einige Bände aus den dieses Mal zwölf teilnehmenden Bibliotheken warten in unserer Qualitätskontrolle auf eine Freischaltung und der nächste Digitalisierungsdurchgang ist gerade gestartet – es werden also noch zahlreiche weitere Digitalisate hinzukommen, ein regelmäßiger Blick auf unsere Website lohnt sich.

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