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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Podiumsdiskussion: Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg (15.1.)

17. Dezember 2014
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.290 Aufrufe

Podiumsdiskussion: Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg

Im Kontext der Ausstellung «Osmanen in Hamburg» lädt das das TürkeiEuropaZentrum Hamburg (TEZ) zur Podiumsdiskussion in den Lichthof der Staatsbibliothek ein:

Der Große Krieg. Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg

Mit

  • Prof. Dr. Fikret Adanır (Istanbul)
  • Prof. Dr. Christian Gerlach (Bern)
  • Prof. Dr. Oliver Janz (Berlin)
  • Prof. Dr. Hans-Lukas Kieser (Zürich)
  • Moderation: Raoul Motika (Istanbul)

Das Osmanische Reich war bereits vor Eintritt in den Ersten Weltkrieg durch die Folgen dreier Kriege zwischen 1911 und 1913 (Tripolitanienkrieg, Erster und Zweiter Balkankrieg) finanziell wie militärisch in einem desolaten Zustand. Die durch die massiven Gebietsverluste und Vertreibungen bedingten Flüchtlingsströme aus dem Balkan verstärkten die seit Jahren zunehmenden Spannungen zwischen
Muslimen und Nichtmuslimen. Während der Balkankriege fanden auch die ersten systematischen Homogenisierungsmaßnahmen statt – mit großflächigen Vertreibungen etwa der griechischen Bevölkerung.

Die Angst vor der endgültigen Zerschlagung der letzten Gebiete des Reiches und die Hoffnung dies mit der militärischen Stärke der Deutschen verhindern zu können, ließ die jungtürkische Führung an der Seite des Deutschen Reiches in den Ersten Weltkrieg eintreten. Außerdem hoffte sie auf eine Rückgewinnung verloren gegangener Reichsteile. Zwischen 1915 und 1916 erfolgte die massenhafte Deportation und Ermordung hunderttausender Armenier (1915/16) sowie weiterer christlicher Gruppen (wie z.B. Assyrer und Aramäer).

In der Podiumsdiskussion sollen einerseits Phänomene von Vertreibung, Massenmord und Völkermord in einem interdisziplinären Kontext beleuchtet werden. Andererseits soll gewissermaßen eine “außerosmanische” Perspektive” auf den Ersten Weltkrieg und die zu besprechenden
Phänomene eingenommen werden.

Eine Veranstaltung des Asien-Afrika-Instituts / Turkologe der Universität Hamburg in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Staats- und Universitätsbibliothek.

Programm:

  • Begrüßung Dr. Petra-Bloedorn-Meyer, Stellv. Direktorin der Staats-­ und Universitätsbibliothek;
  • Dr. Sabine Bamberger-­Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg;
  • Prof. Dr. Yavuz Köse, Turkologie/TürkeiEuropaZentrum Hamburg

Podiumsdiskussion

Donnerstag, 15. Januar 2015, 18.15 Uhr
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee, Eintritt frei

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