Exponat des Monats Dezember: Barocke Lichtershows (19.12.)
5. Dezember 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg,Schätze der Stabi — 7.914 Aufrufe
Barocke Lichtershows – Thomas Lediard und seine „Collection Curieuser Vorstellungen“ (Hamburg 1730)
In den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts erfreute der englische Sekretär Thomas Lediard (1684–1743) die Hamburger Oberschicht und die in der Hansestadt ansässigen Diplomaten mit aufwendig gestalteten und beleuchteten Bühnenkulissen anlässlich verschiedener an der Gänsemarktoper aufgeführten politischer Festopern. Zwischen 1724 und 1730 entwarf er im Auftrag seines Arbeitgebers, des englischen Gesandten Cyrill von Wich, und anderen in Hamburg wirkenden Diplomaten für insgesamt zehn politische Feierlichkeiten prunkvolle Bühnenbilder, aber auch Festschmuck und Illuminationen für Häuserfassaden, die er in Kupfer stechen ließ und in seiner „Collection Curieuser Vorstellungen“ 1730 in Hamburg herausbrachte.
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Neuerscheinungen aus der Germanistik (13.12.)
4. Dezember 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.321 Aufrufe

Wissenschaftsgeschichte: dreimal anders. Neuerscheinungen aus der Germanistik
1) Wege der Aufklärung:
Nur vereinzelt wurden bislang in der Forschungsgeschichte der Philologien Fachvertreter zu ihren
Aktivitäten und Erfahrungen so befragt, dass ihre Aussagen in einem Netz von wiederkehrenden
Annahmen und Perspektiven vergleichend ausgewertet werden konnten. Experteninterviews diese
Art bestimmen den eben erschienenen Band “Wege der Aufklärung” zu einem Drittmittelvorhaben Hamburger Germanistik aus den 1990er Jahren. 21 Literaturwissenschaftler und Historiker wurden über ihre Engagements zwischen 1965 und 1990 in den Wissenschaftsmilieus der BRD und DDR den Themen von “Empfindsamkeit” und “Jakobinismus” befragt. Von diesem Projekt berichten Mic Schlott und Jörg Schönert.
2) Wissenschaft ohne Universität:
Mirko Nottscheid schildert am Beispiel der Berliner „Gesellschaft für deutsche Literatur“ (1888-1938) welche Bedeutung eine literaturwissenschaftliche „Forschung ohne Staat“ hatte.
3) Voßstraße 16:
Myriam Richter zeigt, was aus der Geschichte eines Berliner Grundstücks für die deutsche Kultur-
und germanistische Wissenschaftsgeschichte herauszuholen ist.
Donnerstag, 13. Dezember 2012, 18.15 Uhr im Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.
Jürgen Bruhn: „Die Herrschaft der Kinder“ (12.12.)
4. Dezember 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 9.710 Aufrufe
Jürgen Bruhn: „Die Herrschaft der Kinder“ Eine autobiografische Erzählung aus der Chaoszeit
1945-1947.
Lesung und Buchvorstellung des 4. Bandes unserer Reihe „Kindheitserinnerungen“ »Als Horst Hansen seiner Mutter mitteilte, dass die Ausgebombten auf der Ahrensburger Straße nach Hamburg zurückmarschierten, war es schon Mitte Juni 1945.« So beginnt die Erzählung Jürgen Bruhns, der mit seiner Familie 1943 in Altona ausgebombt wurde und den Krieg in Meiendorf überlebte. Wenig später wird der Junge erschrecken, wenn er die vielen Trümmerhäuser in seinem früheren Wohnviertel sieht. Dann die Freude, wenn nach und nach die Kinder aus der Nachbarschaft eintreffen – und alle kennen die gleichen Probleme: Wie wird die Familie satt und wie der Ofen heiß? Die Väter fehlen, die Mütter kämpfen ums Überleben und die Kinder erleben ohne viel Aufsicht ihre
eigene Welt in den zerstörten Straßen.
Hier findet Sie eine Leseprobe samt Inhaltsverzeichnis im Format PDF.
Dr. Jürgen Bruhn, geb. 1936 in Hamburg, machte nach einer kaufmännischen Lehre sein Abitur, studierte Neuere Geschichte und Politische Ökonomie an den Universitäten Hamburg, Konstanz und der California State University, wurde Professor für Internationale Politik am Monterey Institute of International Studies, Monterey (Kalifornien) und arbeitete lange als Journalist beim »Spiegel«.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Mittwoch, 12. Dezember 2012, 18 Uhr, im Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.
Bücherflohmärkte MIN-Fakultät
30. November 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Fachbibliotheken — 7.222 Aufrufe
Nicht nur die Stabi (5.12.) oder die Bibliothek des AAI (4.12.) veranstalten in der Vorweihnachtszeit ihre beliebten Bücherflohmärkte, auch die Bibliotheken der MIN-Fakultät. Hier die Übersicht:
Informatik-Bibliothek: 3. – 7.12.2012
Chemie-Bibliothek: 6. – 21.12.2012
Bibliothek Mathematik und Geschichte der Naturwissenschaften: 6.12. – 14.12.2012
Zentralbibliothek Biologie – Standort Biozentrum Grindel –
und im Zoologischen Museum: 6.12. – 21.12.2012
Update: Zentrale Physik-Bibliothek an der Jungiusstr.:
ab dem 6.12.2012 – (solange der Vorrat reicht)
Bürgerkrieg, Mayanisierung und Ökotourismus – Guatemala (6.12.)
26. November 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 4.010 Aufrufe
Felix A. Kupprat (Universidad Nacional Autónoma de México):
“Bürgerkrieg, Mayanisierung und Ökotourismus: Vergangenheitsbewältigung und – konstruktion in Río Negro, Guatemala“
Río Negro ist eine von vielen Gemeinden Guatemalas, die in den 1980er-Jahren in geplanten Aktionen des guatemaltekischen Militärs ausgelöscht wurden. Die Gewalt des Bürgerkriegs ist heute Thema des vielseitigen Diskurses der Überlebenden, welcher kulturelle, rechtliche und ökonomische Aspekte aufweist.
In der Zeitschrift «Estudios de Cultura Maya» (vol.38 México 2011, ISSN 0185-2574) finden Sie einen Aufsatz von Felix A. Kupprath: «Memorar la cultura: Modos de mantener y formar las identidades mayas modernas» (als Online-Version oder als PDF, 2,8 MB).
Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.
Donnerstag, 6. Dezember 2012, 18:15 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei
Kalte Sonne, heiße Luft – ist der Klimawandel nur ein Märchen? (4.12.)
22. November 2012
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Ein Abend mit Fritz Vahrenholt
Dienstag, 4.12.12, 19 h, Vortragsraum (1. Etage)
Eigentlich scheint alles klar: Eine große Allianz aus Weltklimarat, dem politischen Establishment und ökologisch bewegten Gutmenschen ist sich einig – der Klimawandel findet statt und der Mensch ist schuld.
Doch dann kommt er und stellt alles in Frage: Ausgerechnet der ehemalige Hamburger SPD-Umweltsenator Fritz Vahrenholt begeht mit seinem Buch “Die kalte Sonne” die Provokation des Jahres. Er behauptet: Der Klimawandel bleibt aus.
Wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse würden in der öffentlichen Debatte verschwiegen, der Einfluss der Sonne auf das Weltklima unterschätzt. Und damit nicht genug: Wissenschaftler, die von der herrschenden Klimawandel-These abweichen, würden unter Druck gesetzt, wichtige UN-Gremien seien massiv einseitig besetzt, so der Provokateur Vahrenholt.
Doch was nun? Hat die klimabewegte Politik der letzten Jahre eine Fehlsteuerung vollzogen, die milliardenschwer ist? Oder schürt der heutige Energiemanager Vahrenholt nur medienwirksam Verschwörungstheorien mit längst bekannten Thesen? Wir laden sie herzlich ein zur Diskussion mit dem “Störenfritz im Klimafrieden” (DIE ZEIT).
Begrüßung und Vorstellung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: Matthias Still,
Forenleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Lesung und Diskussion: Fritz Vahrenholt, Autor “Die kalte Sonne”. Hamburger Umweltsenator 1991 – 1997
Moderation: Lothar Hänsch, Liberaler Mittelstand Nord
Filmabend: Einfach Esther – Eine Eppendorfer Lebensgeschichte (5.12.)
21. November 2012
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 6.089 Aufrufe
Der Dokumentarfilm von Richard Haufe-Ahmels, Jahrgang 1993, schildert aus der Sicht eines Jugendlichen den Umgang und die Auseinandersetzung mit der Geschichte Esther Bauers, der Tochter der in Auschwitz ermordeten jüdischen Ärztin Marie Jonas aus Hamburg. Der 60-minütige Film zeigt Esther Bauer im Zeitzeugengespräch, in ihrer alten Wohnung in Hamburg und in ihrer neuen Heimat New York. Durch Interviews mit Freunden, Autoren, Historikern und Jugendlichen lernt man ihre Persönlichkeit auf ganz verschiedenen Ebenen kennen und erhält einen Einblick in ihren Umgang mit der Vergangenheit.
Der junge Filmemacher Richard Haufe-Ahmels – der zum Filmabend anwesend sein wird (Update 3.12.2012: leider musste der junge Regisseur seine Teilnahme absagen) – wurde 2011 für diesen Film beim Schüler-Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Haufe-Ahmels: “Demokratie bedeutet für mich Freiheit, vor allem künstlerische Freiheit”. Lesen Sie dazu auch den Artikel im Hamburger Abendblatt. Im Januar diesen Jahres erhielt er den Bertini-Preis 2011 für junge Menschen mit Zivilcourage.
Mittwoch, 5. Dezember 2012, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Et., Eintritt frei
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
Schönster Bücherflohmarkt Hamburgs (5.12.)
20. November 2012
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Wie jedes Jahr verkauft die Staatsbibliothek wieder Bücher in ihrem LICHTHOF im Altbau. In seiner stimmungsvollen Atmosphäre kann man ausgiebig nach Schätzen für das eigene Bücherregal oder nach Weihnachtspräsenten suchen: Fachbücher aller Wissensgebiete (mit Schwerpunkt Geisteswissenschaften) sowie Unterhaltsames aus der Belletristik, Reiseführer, Kinderbücher und Ratgeber werden zu moderaten Preisen zwischen einem und zehn Euro angeboten. Es handelt sich dabei um Dubletten zum Bestand der Bibliothek, die uns aus Geschenkzugängen erreicht haben.
Wie jedes Jahr gibt es eine Höchstgrenze von 10 Bänden pro Käufer, ausgenommen mehrbändige Werke. Der Erlös aus dem Buchverkauf wird zum Kauf von aktueller Literatur für die Bibliothek verwendet und hilft so, unseren Buchbestand aktuell und attraktiv für unsere Benutzer zu halten.
Sie sind herzlich eingeladen zum Stöbern, Schmökern und Kaufen!
Mittwoch, 5. Dezember 2012, 9-19 Uhr
Ort: Lichthof im Altbau, Zugang über das Hauptgebäude
elbcanto: To be sung… (1.12.)
20. November 2012
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Das Ensemble elbcanto gibt musikalische Antworten auf existenzielle Fragen: „Die Tage gehen weiter, gleich drei schönen Frühlingstagen. Kalt ist der Abendhauch, und alles ist wie immer (Verwüstung und Trümmer). Der Tod stiehlt durch die Tür beide, Junge und Alte, er hält gefangen des Lichtes Schein. Aber: Über meinem Bett singt die junge Nachtigall von lauter Liebe…“
Zu hören sind Kompositionen von u.a. Delius, Tormis, Mäntyjärvi, Cornelius und Kuckuck. Ziel der musikalischen Zusammenarbeit des Ensembles ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Werken. In ihrer Probenarbeit befassen sich die Musiker mit verschiedenen, durchaus auch widersprüchlichen Interpretationsmöglichkeiten, die auf den Ideen der einzelnen Mitglieder basieren.
elbcanto arbeitet seit seiner Gründung ohne Dirigenten. Das Ensemble gewann 2009 den Landeschorwettbewerb in Hamburg und wurde beim Deutschen Chorwettbewerb 2010 mit dem Sonderpreis für die beste Volksliedinterpretation ausgezeichnet.
Eintritt 12 EUR / 4 EUR
Sonnabend, 1. Dezember 2012, 19 Uhr
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
20+6 – Obdachlosigkeit hat jedes Gesicht (5.12.–3.2.)
16. November 2012
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Wie sehen obdachlose Frauen aus? Gibt es das typische „Obdachlosengesicht“? Können wir wirklich anhand eines Gesichtes unterscheiden, ob eine Frau auf der Straße lebt oder in geregelten Verhältnissen? Um sich dieser Frage zu stellen, hat die Fotografin Ann-Kathrin Kampmeyer insgesamt 26 Frauen aus geregelten und nicht geregelten Verhältnissen portraitiert.
Die Frauen im Alter von 18 – 70 wurden unter immer den gleichen Bedingungen fotografiert. Bei den Portraits geben weder Make-up, Schmuck, Kleidung noch genaue Angaben zur Identität Aufschluss darüber, woher diese Frauen kommen.
Wie schnell verurteilen wir Menschen aufgrund von Äußerlichkeiten, ohne genau hin geschaut zu haben? Und wenn wir jetzt keine dieser äußerlichen Einflussfaktoren haben, was machen wir dann? Können wir aus der Serie von 26 Portraits die 6 Frauen ausfindig machen, die obdachlos sind? Der Betrachter wird nicht mit einer Auflösung belohnt, sondern ist aufgefordert, für sich selbst zu entscheiden, wie die Frauen auf ihn wirken.
Eröffnung der Ausstellung:
Dienstag, 4. Dezember 2012, 18.30 Uhr
„20+6. Obdachlosigkeit hat jedes Gesicht“
Es sprechen die Fotografin Ann-Kathrin Kampmeyer und Andrea Hniopek von der „Wohnungslosenhilfe“.
Ort: Gang zum Lichthof im Altbau, 1. Etage, Eintritt frei
Wir zeigen die Ausstellung vom 5.12.2012 bis zum 3.2.2013 im Gang zum Lichthof im Altbau, 1.Etage, Eintritt frei.
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