Das Fotoplattenarchiv der Gebrüder Dransfeld
13. November 2015
von HS — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien,Hamburg,Schätze der Stabi — 21.039 Aufrufe
Auf Anregung ihres ehemaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher erwarb die Stadt Hamburg 1945 das Fotoplattenarchiv der Brüder Adolf und Carl Dransfeld mit rund 1.200 Glasplattennegativen zu den während der 1920er Jahre entstandenen Bauten Schumachers. Die Fotografien waren im Auftrag der Baudeputation zwischen etwa 1923 und 1933 angefertigt worden. 
Der Erwerb des Archivs sollte die durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen Dokumentationslücken der Hamburger Arbeiten Schumachers schließen helfen. Die Fotoplatten wurden 1946 zunächst im Museum für Hamburgische Geschichte deponiert und dort verzeichnet. 1951 übergab das Museum die Sammlung an die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zur Anreicherung des dort verwahrten Schumacher-Nachlasses. Anfang der 1980er Jahre wurden von allen Glasplattennegativen Papierabzüge angefertigt und jeweils mit einem vollständigen Satz in folgenden Hamburger Einrichtungen deponiert: Staatsbibliothek, Landesbildstelle und Denkmalschutzamt. Weiter lesen “Das Fotoplattenarchiv der Gebrüder Dransfeld”
Die Stadt erzählen in Hamburg und Venedig (18.11.)
3. November 2015
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 3.540 Aufrufe
Vortrag von Prof. Dr. Christoph Dartmann und Dr. Thorsten Logge:
Die Stadt erzählen in Hamburg und Venedig. Zur Repräsentation von Geschichte im öffentlichen Raum.
Geschichte im öffentlichen Raum dient oft der historisierenden Begründung des Gegenwärtigen durch erinnerungskulturelle Bezugnahmen auf die Vergangenheit. Dies zeigen öffentliche Repräsentationsbauten – kirchliche wie weltliche – besonders gut. Christoph Dartmann und Thorsten Logge diskutieren an den Beispielen des mittelalterlichen Dogenpalastes in Venedig und des Hamburger Rathauses, wie sich das politische Gemeinwesen in den beiden Hafenstädten über Repräsentationen von Geschichte im öffentlichen Raum zeitgenössisch verortete, historisch begründete und Erwartungshaltungen an die Gegenwart formulierte und kommunizierte.
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Buchpräsentation: Die Ermittlung (17.11.)
30. Oktober 2015
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 2.294 Aufrufe
Torkel S. Wächter: Die Ermittlung – Die wahre Geschichte einer deutschjüdischen Familie aus Hamburg
Am 30. Januar 1933 sitzt ein deutsch-jüdischer Beamter in seinem Büro im Finanzamt in der Hamburger Innenstadt. Soeben wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Anfangs scheint es, als sollte Hitlers Ernennung den Beamten Gustav Wächter nicht nennenswert beeinflussen. Dann aber brennt in Berlin der Reichstag und die Veränderungen kommen Schlag auf Schlag. Das Berufsverbot für Juden betrifft zunächst seine Söhne. Gustav Wächter ist schon zu lange beim Finanzamt, als dass er nach dem neuen Gesetz zur „Arisierung“ entlassen werden könnte. Um ihn loszuwerden, verfassen einige Kollegen ein anonymes Schreiben mit Vorwürfen gegen ihn, woraufhin eine Ermittlung eingeleitet wird.
Diese Ermittlung, deren Akte im Hamburger Staatsarchiv erhalten ist, bildet ein einzigartiges Zeitdokument. Das präsentierte Buch basiert auf den unveröffentlichten Dokumenten. Hier dürfen sich der Beamte Gustav Wächter und seine Kollegen mit ihren eigenen Worten rechtfertigen oder anklagen: überzeugte Nationalsozialisten und Opportunisten, aber auch die engen Freunde der Wächters. Weiter lesen “Buchpräsentation: Die Ermittlung (17.11.)”
Hamburger Note – Mit Digitalisierung den Zugang gestalten
23. Oktober 2015
von Markus Trapp — abgelegt in: E-Medien,Hamburg — 2.630 Aufrufe

Hambvrgvm / Georg Braun. Franz Hogenberg (1542-1622)
Archive, Museen und Bibliotheken betreiben die Digitalisierung von Kulturgut und wichtigen Zeugnissen, um der interessierten Öffentlichkeit und der Forschung den Zugang zu diesen Materialien zu erleichtern. Mit der Hamburger Note fordern 13 namhafte Rechtsexperten und Vertreter deutscher Kulturinstitutionen dazu auf, die Digitalisierung des kulturellen Erbes zu erleichtern und in größerem Umfang zu ermöglichen:
Gelingt es nicht, die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend weiterzuentwickeln, können wichtige Zeugnisse des kulturellen Erbes weiter aus Gründen der rechtlichen Unsicherheit nicht digital genutzt werden. Dadurch droht eine bedenkliche Verzerrung unseres Geschichtsbildes. Auch werden weiter erhebliche öffentliche Ressourcen für die Klärung von Rechtsfragen aufgewendet, die den Gedächtnisinstitutionen fehlen und die auch nicht den Urhebern zugutekommen.
Gabriele Beger, die Leiterin der Staatsbibliothek gehört zu den Unterzeichnern. Wer die Erklärung noch unterzeichnet hat, und wie der Text der Hamburger Note lautet, finden Sie auf hamburger-note.de.
Unter dem Titel “Zukunftskonzept spartenübergreifende Digitalisierung” wird Frau Beger auch auf der Konferenz Zugang gestalten einen Vortrag halten. Alle Infos und Vortragstitel der Tagung am am 5. und 6. November 2015 finden Sie auf der Website der Veranstalter.
Wer Bücher findet, lese darin… Die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Hamburg (6.11.-3.1.)
21. Oktober 2015
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 7.304 Aufrufe
Nach einer leidvollen Geschichte und langer Irrfahrt gelangte die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde, gegründet 1909, in die Obhut der Staats- und Universitätsbibliothek. Der 2012 geschlossene Depositumsvertrag zwischen der Jüdischen Gemeinde Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek bildet die Grundlage für die Verzeichnung und Restaurierung der Jüdischen Gemeindebibliothek.
Es grenzt an ein Wunder, dass diese Bibliothek die nationalsozialistische Schreckensherrschaft überdauert hat und noch während des Kalten Krieges auf verschlungenen Wegen nach Hamburg zurückgekommen ist. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Freie und Hansestadt Hamburg, die Hermann-Reemtsma-Stiftung und die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius werden die Bücher durch zwei Judaistinnen im Katalog der SUB verzeichnet, und es konnte mit der Restaurierung der beschädigten Bände begonnen werden. Die Katalogisierung wird den Schatz, den die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde für unsere Stadt darstellt, nach und nach wieder sichtbar und benutzbar machen und eine als schmerzlich empfundene Lücke schließen.
Die Ausstellung dokumentiert die Katalogisierungsarbeit, zeigt die Fortschritte in der Verzeichnung der Bücher und präsentiert erste restaurierte Bände. Es ist noch viel zu tun – weitere Unterstützung ist erwünscht.
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Studentische Hilfskräfte für das Team Landesbibliothek gesucht
13. Oktober 2015
von HS — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 3.392 Aufrufe
Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt
studentische Hilfskräfte (je 40 Stunden/Monat)
zur Mitarbeit im Team Landesbibliothek. Der Stundenlohn beträgt 9,49 Euro.
Die Bibliothek sammelt, dokumentiert und präsentiert umfassend die Literatur über Hamburg und die Region. Mit dem Regionalportal HamburgWissen Digital unterstützt sie in verschiedenen Modulen die Recherche nach Hamburg-Themen. Die Bibliothek digitalisiert verschiedenste Materialien zur Geschichte der Stadt – die Scans müssen für eine optimale Webpräsentation in einem Dokumentenmanagementsystem aufbereitet werden.
Aufgabenbereiche:
• Redaktionelle Arbeiten im Portal www.HamburgWissen-Digital.de
• Bearbeitung von Scans in einem Dokumentenmanagementsystem
• Unterstützung der Vorbereitung weiterer Digitalisierungsvorhaben
• Datenerfassung für die Hamburg-Bibliographie in der GBV-Verbunddatenbank
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Stabi-Programm zur Nacht des Wissens (7.11.)
9. Oktober 2015
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 6.227 Aufrufe
Am Sonnabend, den 7. November 2015, findet in Hamburg zum sechsten Mal die Nacht des Wissens statt. Von 17-24 Uhr öffnen Hamburgs Wissenschaftseinrichtungen ihre Türen. Natürlich ist die Stabi auch wieder dabei. Eine gute Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken und mehr darüber zu erfahren, was wir hier alles so machen.
Zu unserem Angebot gehören die sehr beliebten Führungen, drei Konzerte und – neu! – sieben Werkstattgespräche. Hier unser für Sie geschnürtes Programm, auch im praktischen Überblick als PDF (2,4 MB)). Wir freuen uns auf Ihren Besuch:
Führungen – Treffpunkt Foyer:
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Preisverleihung HamburgLesen 2015 (30.10.)
7. Oktober 2015
von MG — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 3.349 Aufrufe
Die Shortlist des Buchpreises der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ist bekannt – der Tag der Verkündung des Preisträgers rückt näher! Heute können wir ein wenig den Vorhang zur Preisverleihung – im historischen Lichthof der Stabi – lüften.
Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank, wird als Schirmherrin von HamburgLesen 2015 die Preisverleihung mit einem Grußwort des Senats eröffnen. Für Musik sorgt das Cafe Royal Salonorchester. Ab jetzt stehen die nominierten Werke im Mittelpunkt, vorgestellt von der Jury:
- Prof. Dr. Gabriele Beger, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
- Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Altonaer Museum
- Dr. Alexander Extra, Initiator des Preises
- Ulrich Greiner, Freie Akademie der Künste
- Dr. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg
- Dr. Uwe Reimer, ehem. Direktor des Johanneums
- Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur
Und dann zückt der Moderator (der erste Preisträger des Buchpreises, Joachim Kersten) den Umschlag: THE WINNER IS…???
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Eröffnung des Maimonides Centre for Advanced Studies – Jewish Scepticism (29.10.)
5. Oktober 2015
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 3.378 Aufrufe
Mit einer feierlichen Eröffnung nimmt das „Maimonides Centre for Advanced Studies – Jewish Scepticism“ (MCAS-JS) der Universität Hamburg seine Arbeit auf.
Die DFG-Kolleg-Forschergruppe betrachtet das Thema des jüdischen Skeptizismus’ – eine Richtung in der Erkenntnistheorie, die bereits seit der Antike kontrovers diskutiert wird. Sie basiert auf dem Zweifel an der Möglichkeit des Wissens und stellt alles prinzipiell und immer wieder in Frage. Obwohl das Hinterfragen aller Aspekte des Lebens ein grundlegendes Merkmal des Judentums ist und Skepsis das erkenntnistheoretische Verstehen der Realität in der jüdischen Philosophie wesentlich bestimmt, wurde dieser Blickpunkt in der bisherigen Forschung sowohl zum Skeptizismus als auch zur jüdischen Philosophie kaum berücksichtigt.
Programm (auf Englisch):
- Grußworte
- Vorstellung der Kolleg-Forschergruppe (Prof. Dr. Giuseppe Veltri, UHH)
- Gastvortrag: „What is Jewish Philosophy? A View from the Middle Ages“ (Prof. Dr. Josef Stern,
University of Chicago)
Anmeldung bis zum 15.10.2015: maimonides-centre@uni-hamburg.de
Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18 Uhr
Ort: Lichthof im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee/Ecke Grindelallee
Die Familie Wohlwill. Eine jüdische Hamburger Bürgerfamilie im 19. + 20. Jahrhundert (21.10.)
1. Oktober 2015
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 20.708 Aufrufe
Prof. Dr. Matthias Brandis (Freiburg):
Die Familie Wohlwill. Eine jüdische Hamburger Bürgerfamilie im 19. und 20. Jahrhundert
Immanuel Wohlwill (Yoel Wolf) war der erste Träger des Namens als Ausdruck eines progressiven und toleranten Freigeistes. Nachkommen wurden durch höhere Schulbildung und Studium in der bürgerlichen Gesellschaft in der Stadt Hamburg akkulturiert. Bis 1933 entstammen dieser Familie verschiedene Persönlichkeiten, die in der Hamburger Bürgerschaft etabliert zu sein scheinen. Nach 1933 wird die Illusion wirksam. Die zunehmende Entrechtung dieser Menschen führt zur Vertreibung der meisten Familienmitglieder in verschiedene Länder der Welt, fünf Mitglieder werden 1942 und 1943 ins KZ Theresienstadt deportiert, vier von ihnen sterben dort bzw. in Auschwitz. Im Vortrag werden die beeindruckende Familiengeschichte im 19. Jahrhundert und die Katastrophe im 20.Jahrhundert dargestellt.
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