Nationalsozialistische Täterschaften (5.4.)
23. März 2016
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 3.917 Aufrufe
Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie
Buchpräsentation, Lesung und Gespräch.
Familiäre, wissenschaftliche und gesellschaftliche Formen der Erinnerung an den Nationalsozialismus stehen in engem wechselseitigem Verhältnis. Die Neuerscheinung „Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie“ bündelt eine fünfjährige intensive Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Täterschaft und ihren Folgen. Die ersten Kapitel stellen internationale Forschungsergebnisse zur Diskussion, anschließend präsentieren Kinder und Enkel von Täterinnen und Tätern ihre Sicht auf die NS-Familiengeschichte und deren Folgewirkungen.
Der beiliegende Film „Nationalsozialistische Täterschaft in der eigenen Familie. Erinnerungsberichte der zweiten und dritten Generation“ versammelt filmische Porträts, in denen Nachkommen über ihre Auseinandersetzung mit Täterschaft in der Familie und deren Auswirkungen auf ihr Leben berichten.
Bei der Buchpräsentation lesen der Historiker Johannes Spohr (Enkel eines Wehrmachtsoffiziers), der Literaturwissenschaftler Horst Ohde (Sohn eines Wehrmachtssoldaten und Stiefsohn eines Angehörigen der Neuengammer Lager-SS) sowie die Publizistin Alexandra Senfft (Enkelin des deutschen Statthalters in der Slowakei) sowie weitere Beteiligte Passagen aus ihren Beiträgen und sprechen mit dem Herausgeber Oliver von Wrochem über ihre Auseinandersetzung mit Täterschaft in der eigenen Familie und ihre Motivation, sich an dem Buch- und Filmprojekt zu beteiligen.
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter: studienzentrum@kb.hamburg.de
Leider ist die Veranstaltung schon ausgebucht, eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.
Dienstag, 5. April 2016, 18 Uhr
Zusätzlicher Veranstaltungshinweis:
Filmvorführung im Abaton-Kino: Nationalsozialistische Täterschaft in der Familie
27. April 2016, 18 h
Es werden Passagen aus dem Film gezeigt. Anschließend berichten Barbara Brix (Tochter eines Arz-tes in den Einsatzgruppen der SS), Ulrich Gantz (Sohn eines Hauptmanns der Ordnungspolizei, dessen Einheit zeitweise den SS- Einsatzgruppen zugeordnet war) und Karin Püschel (Enkelin eines Ortsgruppenleiters) im Gespräch mit Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über Aspekte der Auseinandersetzung mit Täterschaft in der Familie und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Leben und ihre Motivation, sich am Film- und Buchprojekt zu beteiligen.
Ort: Abaton-Kino, Allende-Platz 3, 20146 Hamburg
ELFI – Elektronische ForschungsförderInformationen
21. März 2016
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Und gleich noch eine gute Nachricht für die Angehörigen der Universität Hamburg: Der bisher nur für das UKE geltende Zugang zur Datenbank Elektronische ForschungsförderInformationen konnte durch die Finanzierung der entsprechenden Lizenzen durch die Stabi auf die Angehörigen der Universität Hamburg ausgedehnt werden. Wie wichtig der Zugang zur Datenbank ELFI (so die Abkürzung für Elektronische ForschungsförderInformationen) ist, wird mit diesen Worten treffend beschrieben:
Der Rückgang der öffentlichen Mittel für die Forschung und der immer stärker werdende Konkurrenzdruck macht die Einwerbung von Drittmitteln für Hochschulen dringend erforderlich. Häufig wird die Qualität der Forschung an der Höhe der eingeworbenen Drittmittel gemessen. Für die Wissenschaftler bedeutet dies, dass sie sich vermehrt mit der Recherche nach Fördermitteln beschäftigen müssen. Es ist überaus zeit- und arbeitsintensiv, aus der unübersehbaren Menge an Informationen gezielt die passende Fördermöglichkeit herauszufiltern.
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Zur Verbesserung der Lehre: Neues Handbuch Hochschullehre
21. März 2016
von Markus Trapp — abgelegt in: E-Medien — 5.345 Aufrufe
Eine gute Nachricht für die Lehrenden des Fachbereichs Pädagogik, aber auch für alle anderen Fachbereiche der Universität Hamburg: Die Stabi hat einen Online-Zugang zur Datenbank des Neuen Handbuchs Hochschullehre lizenziert:
Das neue Handbuch Hochschullehre ist ein umfassendes Werk zum modernen Lehren und Lernen an Hochschulen. Es wendet sich fachübergreifend und praxisorientiert vor allem an Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer. Darüber hinaus unterstützt das Handbuch alle hochschulischen Akteure, die gestaltend auf den Bereich Lehre und Studium einwirken.
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Klaus Peter Dencker – SEHLEKTIONEN – Visuelle Poesie (19.3.-30.4.)
11. März 2016
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Klaus-Peter Dencker gilt als einer der international wichtigsten Autoren der Visuellen Poesie. Zu seinem 75. Geburtstag zeigt die Stabi „SEHLEKTIONEN“ seines Schaffens, die die Vielseitigkeit und unglaubliche Produktivität des Künstlers widerspiegeln. Unter den etwa 30 Arbeiten finden sich viele neue Bilderrätselpoesien Denckers in unterschiedlichsten Expressionen. Die Textbilder und Bild-Text-Objekte auf Einzelblättern, Sequenzen oder Objekten bringen dem Besucher eine völlig andere Facette der Kombination von Text und Bild, von Theorie/Poesie und Visualisierung nahe.
Dencker spielt mit literarischen oder philosophischen Inhalten, mit aktuellen Anlässen und Nachrichten, mit seinen eigenen Gedanken, er seziert, wie er selbst sagt, Sprache und Wörter, um für sich Neues zu erfahren. Er fügt bildnerische Elemente hinzu, die einen starken symbolischen Charakter aufweisen, und erschafft quasi eine Bildpoesie, die an die historische Emblematik erinnert. Und das ist kein Zufall, sucht Dencker doch seit Jahrzehnten Vorbilder und Vorformen auch in der Historie, z.B. in barocken Gesprächsspielen und Emblemdichtungen, wie sein 2011 erschienenes fast 1000seitiges Kompendium zur „Optischen Poesie“ belegt.
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US-Vorwahlen 2016 – Ablauf und Kandidaten (22.3.)
11. März 2016
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.683 Aufrufe
Primaries (Vorwahlen), parteiinterne Verfahren zur Kandidatenaufstellung, wurden ab Anfang des 20. Jh. in den USA eingeführt, um Transparenz in Parteien zu fördern. Es gibt auch Bundesstaaten, die stattdessen Caucuses (Parteitage) durchführen. Unter „Vorwahlen“ fasst man Primaries und Caucuses. Sie werden mit der alle vier Jahre stattfindenden Präsidentschaftswahl sehr beachtet und finden von Januar bis Juni statt. In der Veranstaltung werden Grundzüge des Vorwahlsystems und die Kandidaten von 2016 mit ihren Wahlchancen vorgestellt.
Referent: Prof. Dr. Michael Pfau, Institute for Political Science and International Relations, University of San Diego/Kalifornien (Website). Nach dem Studium in den USA ab 1989 Professur an der University of San Diego (vorher Alabama State University). Forschungsschwerpunkte u. a.: Meinungsbildung über US-Außenpolitik in Nicht-US-Staaten. Auszeichnungen u. a.: American Political Science Association’s Teaching Award.
Moderation: Dr. Petra Beckmann-Schulz, Diplom-Politikwissenschaftlerin und Redakteurin/Hamburg.
Eine Veranstaltung von Politik und Bildung Hamburg e.V.
Dienstag, 22. März 2016, 19 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.
Wilhelm Lamszus – Reformpädagoge und Autor kriegskritischer Literatur (23.3.)
11. März 2016
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 3.081 Aufrufe
Prof. Dr. Andreas Pehnke (Greifswald): Wilhelm Lamszus – Reformpädagoge und Autor kriegskritischer Literatur.
Wilhelm Lamszus (1881-1965) engagierte sich über fünf Dekaden hinweg für Frieden, Völkerverständigung sowie pädagogischen Fortschritt und ist dennoch weitgehend in Vergessenheit geraten. Vor allem der Kalte Krieg und die Wiederbewaffnung ließen ihm wenige Chancen auf Öffentlichkeit bzw. eine Rezeption seines Werkes. Weltweit bekannt wurde er 1912 mit seinem Roman „Das Menschenschlachthaus“, einer schockierenden Vorausschau auf den industriellen Zukunftskrieg.
In den zwanziger Jahren avancierte er zum kreativen Versuchsschullehrer in Tieloh-Süd. 1933 erhielt er Berufs- und Schreibverbot und zeigte oppositionelles Verhalten im Visier der Nationalsozialisten. Dennoch verwehrte ihm seine Vaterstadt Hamburg 1956 seine Ansprüche auf „Wiedergutmachung“ erlittenen Unrechts.
Prof. Dr. Andreas Pehnke lehrt Allgemeine Pädagogik an der Universität Greifswald und hat soeben Lamszus’ literarisches Werk herausgegeben.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Mittwoch, 23. März 2016, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.
Campuslieferdienst
9. März 2016
von Markus Trapp — abgelegt in: Aktuelles — 5.656 Aufrufe
Wer kennt das nicht: Während man am Schreibtisch sitzt und arbeitet, kommt einem der entscheidende Aufsatz oder der dringend benötigte Absatz aus einer Monographie unter, der unbedingt noch gelesen und bearbeitet werden muss. Bisher hieß das bei gedruckten Zeitschriften und Büchern einen Bestellvorgang einzuleiten, das Medium in der Bibliothek abzuholen oder einzusehen und einen Scan oder eine Kopie des benötigten Beitrages anzufertigen. Neben der Zeit, die so etwas kostet, bedeutet dies immer auch einen logistischen und organisatorischen Aufwand. Mit dem neu eingerichteten Campuslieferdienst haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg ab sofort die Möglichkeit, nach erfolgreicher Erstanmeldung und Authentifizierung in beluga, Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelwerken sowie Kapitel aus Monographien bei der Stabi oder der Ärztlichen Zentralbibliothek am UKE zu bestellen. Zugestellt werden die Beiträge dann als PDF direkt an die persönliche Mailadresse.
Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Bestellvorgang finden sich unter stabi.hamburg/liefern
Aus rechtlichen und organisatorischen Gründen bleibt der Service zunächst auf den persönlichen wissenschaftlichen Bedarf der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UHH beschränkt. Nach der laufenden Probephase prüfen wir die Möglichkeiten einer Ausweitung des Campuslieferdienstes.
Sie haben Fragen? Schreiben Sie an Dokumentlieferung@sub.uni-hamburg.de.
Campus Delivery Service: The Library has launched a new service for UHH faculty and staff
This sounds familiar: While working at your desk you suddenly come across an essential article or badly needed book chapter absolutely necessary for your research. Until now this implied that you had to order print journals and books, pick up or read the medium in the library and scan or copy the relevant article. This requires both time and logistical and organisational effort. The newly established Campus Delivery Service allows Hamburg University staff (academic and non-academic) after first registering and authenticating in beluga to order articles from journals and books held by Staats- und Universitätsbibliothek and Ärztliche Zentralbibliothek. Copies ordered will be sent as pdf documents to your personal email address. For further information on registration and ordering please see
stabi.hamburg/liefern.de
For copyright and organisational reasons we are able to offer this service only for personal scientific use of Hamburg University faculty and staff at this stage. After the current test phase we will examine possibiblities of extending the service.
If you have questions, please email Dokumentlieferung@sub.uni-hamburg.de
Veranstaltungsflyer April
4. März 2016
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.212 Aufrufe
Damit Sie das Kulturprogramm der Stabi besser im Überblick behalten können, veröffentlichen wir unsere monatlichen Veranstaltungsflyer. Darin finden Sie die kommenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen für die Planung Ihres persönlichen Kulturprogramms. Als gedrucktes Exemplar liegt der beliebte Flyer im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Sie können ihn aber auch bequem auf Ihren Rechner herunter laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für den kommenden Monat April ist bereits da: Flyer April 2016 (PDF; 1,6 MB).
Schauen Sie doch mal rein, ob aus dem Veranstaltungsangebot nicht etwas dabei ist, was Sie interessiert und das Sie vielleicht schon jetzt in Ihrem Kalender vormerken möchten. Wie immer gibt es alle Informationen auch fortlaufend hier im Blog, auf Facebook und auf Twitter.
Lichthof-Konzert von barockwerk hamburg (9./10.3.)
24. Februar 2016
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 9.337 Aufrufe

Georg Caspar Schürmann: Die getreue Alceste. Eine Hamburger Barockoper
Mittwoch, 9. März, und Donnerstag, 10. März 2016, jeweils 19 Uhr
Wofür es sich zu sterben lohnt – die getreue Alceste weiß es. Selbstlos bringt sie das größte Liebesopfer und stirbt den großen Bühnentod. Damit rettet sie ihrem Ehemann Admetos das Leben. Der tragische Mythos der Alceste ist bereits 2500 Jahre alt. Neben dem zentralen Thema, ihrem freiwilligen Opfertod, steckt darin ein Menschheitswunsch – den Tod selbst zu überwinden. Und so steigt Hercules in die Unterwelt hinab und holt Alceste zurück zu den Lebenden.
Der Librettist Johann Ulrich König fügte weitere Figuren in die Handlung ein: zunächst Alcestes Freundin Cephise, die Hyppolite liebt, der eigentlich eine verkleidete Frau ist, die wiederum den Kraftprotz Hercules liebt. Der allerdings schmachtet nach Alceste, die nun in der Unterwelt weilt und sich immer noch nach ihrem geliebten Admetus verzehrt… So verbindet sich ganz im Sinne eines barocken Welttheaters das Lyrische mit dem Dramatischen, das Niedere mit dem Edlen, das Komische mit dem Tragischen.
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Loki Schmidt. Ein Leben im Focus von biografischen Selbstzeugnissen… (24.2.)
8. Februar 2016
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Prof. Dr. Reiner Lehberger: Loki Schmidt. Ein Leben im Focus von biografischen Selbstzeugnissen und Biografie-Forschung
Mittwoch, 24. Februar, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.
Loki Schmidt war eine Person der Zeitgeschichte, über die viel berichtet wurde und die auch selbst in mehreren Büchern Einblicke in ihr Leben gegeben hat. Mit seiner 2014 erschienenen Loki Schmidt-Biografie hat Reiner Lehberger dennoch einen neuen Blick auf diese bemerkenswerte Frau geworfen.
Die Basis seiner Arbeit waren umfängliche Archivarbeiten, Interviews mit 70 Zeitzeugen und mehr als hundert Gespräche mit Loki Schmidt selbst. Konsequent ist er den Brüchen und schwierigen Lebensphasen seiner Protagonistin nachgegangen. Davon, aber auch von den unglaublichen „drei Leben“ der Loki Schmidt, wird die Rede sein. Einige eindrucksvolle Fotodokumente aus dem privaten Fotoarchiv der Familie werden außerdem zu sehen sein.
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