Raubgut-Band restituiert aus der Provenienz Victor Mauthner
25. November 2016
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Sign. A/200159. In beluga mit Provenienz verzeichnet
Am 23. November konnte die Arbeitsstelle NS-Raubgut – Provenienzforschung der Stabi ein Buch nach Israel schicken, um es an die rechtmäßigen Erben zurück zu geben. In dem Buch war eher zufällig der Stempel von „Viktor Mauthner“ gefunden worden. Da der Band erst 1958 als Geschenk der Deutschen Forschungsgemeinschaft in die Bestände kam, war der Raubgut-Hintergrund zunächst nicht aufgefallen.
Es handelt sich um die „Zionistischen Schriften“ von Theodor Herzl in der 2. Auflage von 1920 – ein Klassiker der zionistischen Bewegung der europäischen Juden. Theodor Herzl begründete Ende des 19. Jahrhunderts den politischen Zionismus, der die Gründung eines eigenen Staates für alle Juden forderte. Ihm zu Ehren nannte eine kleine Gruppe Siedler vier Jahre später, 1924, eine Siedlung im damaligen Palästina. Bis heute heißt die dort entstandene Stadt im heutigen Israel „Herzlia“.
Schnell ließ sich recherchieren, dass der Name Mauthner im habsburgischen Österreich-Ungarn häufig war. Die Mauthners waren eine verzweigte jüdische Familie mit vielen, teilweise bedeutenden Mitgliedern.
Über Viktor Mauthner ließ sich in Erfahrung bringen, dass er 1894 im damals böhmischen Grünberg bei Gablonz geboren wurde und als Buchhalter in Prag tätig war.
Mit seiner Frau Anna hatte er die drei Söhne Shlomo, Benjamin und Pavel.
Während seine älteren beiden Söhne mit der Jugend-Aliyah, einer zionistischen Jugendorganisation, in den 30er Jahren nach Palästina emigrierten, gelang dies Viktor Mauthner nicht mehr. Im Spätherbst 1941 begannen, parallel zu Deutschland, die Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus dem besetzten „Protektorat Böhmen-Mähren“. Viktor Mauthner wurde mit seiner Frau und dem jüngsten Sohn, damals 15jährig, am 5. Juli 1943 zunächst in das Lager Theresienstadt deportiert, was von Prag nur etwa 60 Kilometer entfernt lag. Von dort wurden die drei Mauthners rund ein Jahr später nach Auschwitz weiterdeportiert und ermordet.
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Stellenausschreibung: Informatiker/in
23. November 2016
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An der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende befristete Stelle zu besetzen:

Tarifbeschäftigte/r E13
Informatiker/in
Führungsposition: nein
Arbeitsumfang: 50 % wö. Arbeitszeit
Beschäftigungsdauer: 24 Monate
Bewerbungsschluss: 20.12.2016
Ausführliche Informationen zur Bewerbung entnehmen Sie bitte diesem PDF.
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Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg (7.12.)
22. November 2016
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Mittwoch, 7. Dezember 2016, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.
Prof. Dr. Markus Friedrich: Geduldet, verhasst, erfolgreich – Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg
Der Vortrag wird die Rolle und Tätigkeiten der Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg (und Altona) näher beleuchten. Er wird Ankunft, Selbstverständnis und Handlungsspielräume der Ordensmänner im streng lutherischen Kontext Norddeutschlands erörtern und dabei stärker als in den meisten bisherigen Arbeiten die Eigenperspektive der katholischen Akteure zum Ausgangspunkt nehmen. Welche Tätigkeitsfelder sahen die Mitglieder der Societas Iesu in der Hansestadt, wie schätzten sie ihr eigenes Handeln ein, welche Strategien des Überlebens verfolgten sie in einem weitgehend feindlichen Umfeld? Neben den neu herausgegebenen Jahresberichten der Ordensmänner selbst sollen dabei insbesondere auch die literarischen Auseinandersetzungen mit den lutherischen Geistlichen Hamburgs im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.
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Bibliotheksstatistik 2015
21. November 2016
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Haben Sie sich schon einmal gefragt «Welche Bibliotheken bilden eigentlich das Bibliothekssystem Universität Hamburg?» Nun, gerne liefern wir die Antwort: Zum Bibliothekssystem Universität Hamburg gehören…
…die Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, die Bibliotheken der Universität Hamburg sowie die Ärztliche Zentralbibliothek des UKE (ÄZB). Auf der Basis von Kooperationsvereinbarungen stimmen sich die beteiligten Bibliotheken in Fragen der Erwerbung, Bereitstellung und Nutzung von Medien organisatorisch ab.
Die Ergebnisse dieses kooperierenden Systems der Informationsversorgung werden jedes Jahr in übersichtlichen Diagrammen und Tabellen im Rahmen der Bibliotheksstatistik zusammengefasst. Die in diesem Jahr erschienene Ausgabe der Bibliotheksstatistik 2015 können Sie hier im Format PDF (1 MByte) herunterladen.
Bücherflohmarkt im Lichthof (7.12.)
18. November 2016
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Der beliebte Bücherflohmarkt findet jedes Jahr im historischen Lichthof der Staatsbibliothek statt. Wir bieten die Dubletten aus Geschenkzugängen des vergangenen Jahres für wenig Geld zum Kauf an. Das Bücherangebot ist riesig und umfasst alle Fachgebiete, allerdings liegt der Schwerpunkt eher auf den Geisteswissenschaften. Auch Belletristik und Kinderbücher sind im Angebot.
Taschenbücher und ausgesonderte Bände aus der Lehrbuchsammlung sind schon zum Preis von 1 € zu haben, während der Preis für gebundene Bücher zumeist zwischen 3 und 10 € liegt. Da der Erlös des Bücherflohmarkts dem Erwerbungsetat der Bibliothek zufließt, haben sich die Schenker mit dem Verkauf der nicht benötigten Bände einverstanden erklärt. Mit den erzielten Einnahmen kann verstärkt aktuelle Literatur beschaffen werden.
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Gesprächsabend mit der ukrainischen Autorin Oksana Sabuschko (21.11.)
16. November 2016
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Der Deutsch-Ukrainische Kulturverein e.V. lädt ein zu einem Gesprächsabend mit Oksana Sabuschko. Sie ist eine der wichtigsten Autorinnen der modernen Ukraine und setzt sich in ihren Büchern, von denen einige auch in deutscher Übersetzung vorliegen, auf interessante und intelligente Weise mit den nach wie vor hochaktuellen Themen der Ukraine und ihrer Menschen auseinander – mit der noch andauernden Transformation einer postsowjetischen in eine moderne europäische Gesellschaft, mit der Aufarbeitung der Geschichte und den im Land vorhandenen unterschiedlichen Narrativen sowie ganz allgemein gesellschaftlichen Fragen wie z.B. die der Geschlechterrollen.
Bei ihrem Besuch in Hamburg wird sie uns von ihren Werken und dem, was sich hinter ihnen verbirgt, erzählen, und es wird reichlich Gelegenheit geben, ihr Fragen zu stellen.
Die Veranstaltung findet am Montag, den 21. November 2016 in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Vortragsraum, 1. Etage, Von-Melle-Park 3, statt und beginnt um 19:00 Uhr. Zur Kostendeckung erbitten wir 10 € pro Person.
Diese Veranstaltung wurde durch eine Förderung aus Sondermitteln der Bezirksversammlung Eimsbüttel ermöglicht.
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2016 (28.11.)
14. November 2016
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Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
Montag, 28. November 2016, 19 Uhr
Vortragsraum, 1. Etage
Deutschland im Jahr 2016: Hass, Gewalt und das Bedürfnis nach Abschottung nehmen zu. Gleichzeitig gibt es ein hohes Maß an Solidarität und Engagement für Geflüchtete. Die Gesellschaft ist tief gespalten. Die Wahrnehmung von Flucht und Migration, die Billigung von Gewalt und das Misstrauen gegen die Demokratie stehen im Mittelpunkt der neuen “Mitte-Studie” der Friedrich-Ebert-Stiftung. Alle zwei Jahre wird die Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in der Bevölkerung untersucht. Wir laden Sie dazu ein, die neuesten Ergebnisse mit unseren Gästen zu diskutieren.
PROGRAMM
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Der Kalte Krieg (30.11.-26.2.)
11. November 2016
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Zwischen 1945 bis 1991 – vom Ende der Anti-Hitler-Koalition bis zur Auflösung der Sowjetunion – bestimmte der Kalte Krieg die internationale Politik. Vor dem Hintergrund angespannter Ost-West-Beziehungen und der aktuellen Debatte über eine Wiederkehr des Kalten Krieges blickt die Ausstellung auf diese Jahrzehnte zurück. Sie arbeitet die weltanschaulichen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Ursachen des Kalten Krieges in globaler Perspektive heraus. Und sie zeigt, dass der weltumspannende Konflikt die beteiligten Gesellschaften porentief durchdrang und nachhaltig veränderte. Die unterschiedlichen Schwerpunkte – nuklearer Rüstungswettlauf, Schauplatz Dritte Welt und politische Initiativen zur Moderation und Eindämmung von Konflikten – fordern nicht nur zur historischen Rückschau auf. Sie bieten zugleich Anknüpfungspunkte, sich mit aktuellen internationalen Krisen oder aber den Spätfolgen des Kalten Krieges zu befassen, die insbesondere in der Dritten Welt bis heute nachwirken.
Eine Ausstellung des Berliner Kolleg Kalter Krieg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
30. November 2016 bis 26. Februar 2017
Ort: Gang zum Lichthof, 1. Etage, der Eintritt ist frei.
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Finissage der Ausstellung „Hinter der Schriftstellerfamilie Mann – Julia da Silva-Bruhns“ (25.11.)
11. November 2016
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Seit dem 14.9. ist in der Stabi (im Gang zum Lichthof, 1. Etage) die Ausstellung «Hinter der Schriftstellerfamilie Mann: Julia da Silva-Bruhns» zu sehen. Zum Ende dieser Ausstellung, in der die drei Lebensetappen Julia Manns in Brasilien, Lübeck und München mit Schwerpunkt auf Brasilien dargestellt werden, lädt die Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg e.V. alle Interessierten zu dieser Finissage ein:
Ausstellungsführung und Vortrag von Dieter Strauss: „Julia Manns Einfluss auf ihre Schriftstellerfamilie“.
Der Kurator der Ausstellung, Dr. Dieter Strauss ist der ehemalige Leiter der Goethe-Institute von Sao Paulo und Santiago de Chile. Er publizierte u.a. „Oh Mann, oh Manns – Exilerfahrungen einer berühmten deutschen Schriftstellerfamilie“ (2011) und ist Mitherausgeber des Ausstellungskatalogs: „Julia Mann: Brasilien – Lübeck – München“ (1999).
Eine Veranstaltung der Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg e.V.
Freitag, 25. November 2016, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.
Die neue ZHG ist da! (23.11.)
11. November 2016
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Präsentation der druckfrischen Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 102 (2016)
Mittwoch, 23. November 2016, 18 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.
Zum ersten Mal stellt der Verein für Hamburgische Geschichte den neuen Band seiner Zeitschrift in einer öffentlichen Veranstaltung vor – und dies noch bevor die ZHG an alle Mitglieder verschickt wird. Zum Einstand gibt Anton F. Guhl einen knappen Überblick über die Geschichte der seit 1841 erscheinenden Zeitschrift; anschließend werden die Aufsätze des neuen Bandes in fünf-minütigen Statements von ersten Lesern (nicht von den Autoren selbst) vorgestellt, und das Redaktionsteam wird Rede und Antwort stehen (Dirk Brietzke und Rainer Nicolaysen für den Aufsatzteil; Angela Graf und Franklin Kopitzsch für den Rezensionsteil).
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und darauf, mit Ihnen auf den neuen Band – sei es mit Wasser oder Wein – anzustoßen.
Eine Veranstaltung des Vereins für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.
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