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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Talmud aus Raubgutbeständen nach Israel restituiert

1. Februar 2017
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 583 Aufrufe

Von Anna von Villiez.

Stempel Loebenstein Im Zuge der Provenienzforschung zu NS-Raubgut konnte die Staatsbibliothek am 20. Januar 2017 einen 15-bändigen babylonischen Talmud restituieren. Der Talmud in einer Ausgabe aus Wilma (heute Vilnius, Litauen), gedruckt 1883 bis 1912, war bis 1942 im Besitz von Eliesar Loebenstein gewesen, wie ein Stempel in jedem Band beweist.

 

Der Stempel findet sich in allen Bänden des babylonischen Talmuds von Eliesar Loebenstein

Bei der Durchsicht der Dauerleihgaben im Institut für die Geschichte der Deutschen Juden durch die Mitarbeiter der Arbeitsstelle Provenienzforschung – NS-Raubgut waren die Bände aufgefallen.

Anhand des Namens und der Adresse (Dillstraße 15) im Stempel gelang es zügig, die Biografie des Betroffenen zu rekonstruieren:

Eliesar Loebenstein, 1883 in Hamburg geboren, hatte religiös gelebt und war als Kantor und Gemeindebeamter ein wichtiges Mitglied der jüdischen Gemeinde Hamburgs gewesen. Mit seiner Frau Rahel geb. Emmanuel und den beiden Töchtern Sofie (geb. 1920) und Irma (geb. 1918) lebte er im Hamburger Grindelviertel.

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stabilogo-150 Die Stabi sucht zum 1.3.2017 eine studentische Hilfskraft im Erststudium mit 40 h/Monat zu einem Stundenlohn von 9,71 EURO zur Mitarbeit bei der Durchführung und Auswertung von Nutzerbefragungen und -beteiligungen.

Ihr Aufgabengebiet:

  • Unterstützung bei der Erstellung von Fragebogen
  • Durchführung einer Belegungsanalyse
  • Durchführung von Pretests, Befragungen, Workshops, Analysen
  • Mithilfe bei der Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse

Ihre Qualifikation:

  • möglichst Student/-in der Sozial- oder Erziehungswissenschaften oder Psychologie
  • möglichst Statistikkenntnisse
  • gute kommunikative  Fähigkeiten
  • Erfahrung in der  Anwendung von Statistik-(insb.  Excel) und  Onlinebefragungssoftware (insb. Unipark) und der Durchführung von Studien von Vorteil

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Herr Duden (Tel. 42838-5870). Kurzbewerbungen senden Sie bitte per E-Mail an: Rolf.Duden@sub.uni-hamburg.de

Von Mark Emanuel Amtstätter.

Wer das Glück hat, Wolfgang Rihms Komposition „Reminiszenz (Hamburg). Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn“ zur Eröffnung der Elbphilharmonie zu hören [wir berichteten], könnte den dort vertonten Ausschnitt aus Hans Henny Jahnns Roman „Fluß ohne Ufer“ auch in der Originalhandschrift mitlesen (alle hier gezeigten Abbildungen sehen Sie nach Klick darauf in groß).

Hans Henny Jahnn 'Fluß ohne Ufer'
Weiter lesen „Zur Elbphilharmonie-Eröffnung vertonte Hans Henny Jahnn-Passage in erster Niederschrift und im Typoskript“

Stellenausschreibung: Mitarbeit im Bereich Sondermaterialien (E9)

10. Januar 2017
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 1.146 Aufrufe

An der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende unbefristete Stelle zu besetzen:

stabilogo-150

Tarifbeschäftigte/r E9

Mitarbeit im Bereich der Erschließung und Bereitstellung von Sondermaterialien, Digitalisierung

Führungsposition: nein
Arbeitsumfang: Vollzeit auch teilzeitgeeignet
Bewerbungsschluss: 06.02.2017

Ausführliche Informationen zur Bewerbung entnehmen Sie bitte diesem PDF.

Allgemeine Hinweise

Hamburg ist eine weltoffene und vielfältige Stadt. Diese Vielfalt soll sich in der hamburgischen Verwaltung widerspiegeln, um die Dienstleistungen für unsere Bürgerinnen und Bürger optimal erbringen zu können.

Als Arbeitgeber begrüßen wir ausdrücklich die Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund.

Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen und Bewerbern gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern. In dem Bereich, für den diese Stelle ausgeschrieben wird, sind Männer unterrepräsentiert (§ 3 Abs. 1 und 3 des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes (HmbGleiG)). Wir fordern Männer daher ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Sie werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Wer sind wir?
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NDR berichtet über geraubte Bücher in der Stabi

9. Januar 2017
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 491 Aufrufe

Arbeitsstelle Provenienzforschung - NS-Raubgut der Stabivon Maria Kesting.

Am 28.12.2016 berichtete NDR 90,3 über die Tätigkeit der „Arbeitsstelle Provenienzforschung – NS-Raubgut der Stabi.“

Die Mitarbeiter der Arbeitsstelle beschreiben darin die mühsame Suche nach den geraubten Büchern und die detektivischen Recherchen, die nötig sind, um Erben zu ermitteln, denen die Bücher restituiert werden können.

Der Radio-Beitrag von Sven Barske (Dauer 2 Min. 49 Sek.) kann hier nachgehört werden:

Hans Henny Jahnn und die Eröffnung der Elbphilharmonie

4. Januar 2017
von MG — abgelegt in: Aktuelles — 764 Aufrufe

Hans Henny Jahnn-Büste von Franz Buse Zur Eröffnung der Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 wird die Uraufführung von Wolfgang Rihms „Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn“ zu hören sein. Das Werk hat er eigens für dieses Ereignis komponiert.

Rund zwei Kilometer Luftlinie entfernt befindet sich der umfangreiche Nachlass von  Hans Henny Jahnn in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, mit seiner gesamten Korrespondenz, den Werkmanuskripten, Entwürfen, Zeichnungen und Mensurenblättern. Zahlreiche Lebensdokumente illustrieren alle Facetten des Lebens und das vielseitige Schaffen von Hans Henny Jahnn. Von besonderer Bedeutung sind beispielsweise die komplette textgenetische Überlieferung zu seinem Hauptwerk „Fluß ohne Ufer“ sowie die Korrespondenz mit Peter Huchel, auf den sich Rihm bezieht. Selbst der Schreibtisch, auf dem Jahnn auf Bornholm „Fluß ohne Ufer“ geschrieben hat, befindet sich heute in der Staatsbibliothek.

Der Nachlass kam in der Zeit von 1968 bis 2013 in mehreren Teilen durch Verfügung von Jahnn in die Staatsbibliothek. Deshalb sind auch noch nicht alle Werke und Archivalien erschlossen. Die Erschließung im Detail wird aufgrund der Fülle und der beeindruckenden Unterschiedlichkeit seines künstlerischen Schaffens noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Siehe auch: Nachlass- und Autographensammlung | Nachlässe und Autographen von A-Z

„Dem Fernand Jellinek-Mercedes sein Buch“.

3. Januar 2017
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 470 Aufrufe

Von Maria Kesting.

Exlibris Raoul Fernand war der Sohn von Emil Jellinek und einer aus Algier stammenden Sephardin. Raoul wurde 1883 in Algier geboren. Sein Vater war ein wohlhabender Geschäftsmann und später Berater der Daimler-Motorengesellschaft. Nach seiner Tochter, also Raouls Schwester Mercedes, wurde übrigens das gleichnamige Automobil benannt. 1903 änderte die inzwischen in Baden bei Wien lebende Familie ihren Nachnamen in Jellinek-Mercedes.

Dank des väterlichen Erbes besaß Raoul neben einer großen Musikaliensammlung, eine Gemäldesammlung sowie eine wertvolle Bibliothek.

Wegen seiner jüdischen Herkunft war er nach dem „Anschluss“ Österreichs zunehmender Verfolgung und finanzieller Repression ausgesetzt. Seine Konten wurden aufgrund der „Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden“ vom 18. Mai 1938 eingefroren. Um sich und seine Familie ernähren zu können, war er gezwungen, immer wieder Stücke aus seinen Sammlungen unter Wert zu verkaufen, Bücher z.B. an Buchhändler und Antiquariate.

Welchem Druck die Familie ausgesetzt war, beschreibt seine Witwe 1958 „ Am 10. Februar erschoss sich mein Gatte nach einer Amtshandlung des Vollstreckungsbeamten. Mein Gatte stand vor der Verhaftung. Ich musste nach meinem Gatten an Judenvermögensabgabe 32.000 RM bezahlen. Um diese enorme Summe aufzubringen musste ich die überaus kostbare Bibliothek, die einzigartige Partitursammlung und mein Grundstück in Baden …, ferner Schmuck und fünf sehr wertvolle Perserteppiche, weit unter Wert veräußern.“ 1

Weiter lesen „„Dem Fernand Jellinek-Mercedes sein Buch“.“

  1. http://ub.meduniwien.ac.at/content/PDF_text/Restitutionsdossier_03_Jellinek_Mercedes.pdf []

An der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle zu besetzen:

stabilogo-150

Tarifbeschäftigte/r E9

Mitarbeit im Bereich Informationsdienste

Führungsposition: nein
Arbeitsumfang: Vollzeit auch teilzeitgeeignet
Beschäftigungsdauer: befristet auf vorauss. 21 Monate, siehe Hinweise im Text
Bewerbungsschluss: 25.01.2017

Ausführliche Informationen zur Bewerbung entnehmen Sie bitte diesem PDF.

Allgemeine Hinweise

Hamburg ist eine weltoffene und vielfältige Stadt. Diese Vielfalt soll sich in der hamburgischen Verwaltung widerspiegeln, um die Dienstleistungen für unsere Bürgerinnen und Bürger optimal erbringen zu können. Als Arbeitgeber begrüßen wir ausdrücklich die Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund. Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen und Bewerbern gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Die Freie und Hansestadt Hamburg fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern. In dem Bereich, für den diese Stelle ausgeschrieben wird, sind Männer unterrepräsentiert (§ 3 Abs. 1 und 3 des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes (HmbGleiG). Wir fordern Männer daher ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Sie werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Die Stelle ist für die Dauer des Beschäftigungsverbotes nach dem Mutterschutzgesetz und für die Dauer der Elternzeit der zu vertretenden Beschäftigten zu besetzen. Voraussichtlich handelt es sich zusammengenommen um 21 Monate.

Ihre Aufgaben
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Sicherheitssanierung – LS 3 ab 21 Uhr geschlossen

3. Januar 2017
von RD — abgelegt in: Aktuelles,Baustelle Stabi — 318 Aufrufe

Nachdem wir die Arbeiten an den Brandschutzeinrichtungen im Kellergeschoss abgeschlossen haben, geht die Sanierung der sicherheitstechnischen Einrichtungen jetzt in die 2. Runde.

Ab dem 4.1.17 werden wir mit dem Austausch von Brandschutzklappen, Lautsprechern und Sicherheitsbeleuchtung in der 2. Etage beginnen. Die Arbeiten werden im Lesesaal 3 gestartet. Danach werden Umbauten im  Gruppenarbeitsbereich, im Betty-Hirsch-Raum und im Lesesaal 2 folgen.
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Restitution von vier Büchern an die Familie Friedlaender

21. Dezember 2016
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles — 422 Aufrufe

Von Anna von Villiez

Ende November konnte die Arbeitsstelle NS-Raubgut – Provenienzforschung vier Bücher der Familie Friedlaender nach Israel restituieren.

In zwei Büchern hatten wir den handschriftlichen Vermerk „Grete Friedlaender Fein“ gefunden.

Autograph Grete Friedlaender

Handschriftlicher Vermerk von Grete Friedlaender geb. Fein, 1926

Bei dem einen Buch handelt es sich um einen Erzählband von dem Schweizer Schriftsteller Bruno Frank, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft bereits 1933 Deutschland entfloh. Bei dem zweiten Buch handelte sich um einen Klassiker deutschjüdischer Literatur und um eine frühe jüdische Stimme gegen den erstarkenden Antisemitismus um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert: Julius Goldstein: Rasse und Politik.
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