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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Vorträge zur Ausstellung “Wund-Bilder. Walter Raum und Wolfgang Borchert”

7. April 2021
von AKH — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 331 Aufrufe

Wie so viele ihrer Generation kehrten Wolfgang Borchert und Walter Raum 1945 aus dem Krieg in ein zerstörtes, zerrissenes Deutschland zurück. Der Schriftsteller Borchert schuf für diese Generation mit seinem Drama Draußen vor der Tür ein Mahnmal. Für sie, die Heimkehrer, lag alles in Trümmern, innerlich wie äußerlich. Sie kehrten heim in eine Welt voller Wunden, die sich wegen der fehlenden gesellschaftlichen Aufarbeitung nicht schlossen.

Während Borchert nach Kriegsende nur zwei Jahre blieben, um sein schmales, aber intensives Lebenswerk zu formen, dauerte Walter Raums Schaffen sechs Jahrzehnte. Zwei Männer der gleichen Generation, bereit, das Erlebte nach außen zu kehren. Der eine schrieb wie besessen in dem Wissen, nur noch kurz zu leben, während der andere sein Leben lang malte, jedoch erst 40 Jahre nach Kriegsende sein Schweigen brach und die Wucht der Leiderfahrung als Soldat in der Serie Wund-Bilder verarbeitete.

Die Ausstellung Wund-Bilder. Walter Raum und Wolfgang Borchert bringt erstmals die Werke dieser beiden Künstler zusammen, intensiviert so die Ausdrucksform des einzelnen und verdeutlicht die sowohl für Wolfgang Borchert als auch für Walter Raum so wichtige Mahnung: Nie wieder Krieg!

Aufgrund der Corona-Pandemie können wir die Ausstellung leider nicht zum geplanten Termin eröffnen, einen ersten Eindruck geben jedoch zwei Online-Vorträge von Dr. Tobias J. Raum und Prof. Dr. Hans-Gerd Winter. Auf der Website zur Ausstellung informieren wir Sie, sobald ein Besuch möglich ist.

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