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Hamburg, Carl von Ossietzky

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„Schädlich und unerwünscht“ – Verbotene Literatur und NS-Raubgut in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (8.09. bis 22.10.)

10. August 2017
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 1.404 Aufrufe

„Schädlich und unerwünscht“ – Verbotene Literatur und NS-Raubgut in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland setzte im Frühjahr 1933 auch die Zensur von Literatur ein, wenige Wochen danach brannten Bücher; schon vor der „Machtergreifung“ waren schwarze Listen vorbereitet worden. Nun wurden Bibliotheken von politisch missliebigen Organisationen beschlagnahmt, Autoren verhaftet und verfolgt, ihre Werke verboten. Viele von ihnen flohen aus Deutschland.

Der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg kam in dieser Zeit eine besondere Rolle zu. Als wissenschaftliche Bibliothek musste sie die verbotenen Bücher nicht aussortieren, sondern war aufgefordert, diese Literatur zu verwahren, um die wissenschaftliche Befassung mit den „Feinden des Reiches“ zu ermöglichen.

Die von den emigrierten und später auch von den deportierten jüdischen Bürgern beschlagnahmten Besitztümer wurden durch das Reich gewinnbringend „verwertet“. Bücher wurden dabei den Bibliotheken angeboten, auch die Stabi profitierte davon. Sie erhielt besonders viel „verbotene Literatur“, da diese nicht öffentlich versteigert werden konnte.

Arbeitsstelle für Provenienzforschung – NS-Raubgut Die „Arbeitsstelle für Provenienzforschung – NS-Raubgut“ der Stabi möchte in dieser Ausstellung präsentieren, wie sich Spuren beider Verfolgungskomplexe – verbotene Bücher, verfolgte Menschen – noch heute in den Beständen der Stabi nachweisen lassen.

Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 7. September 2017, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
„Schädlich und unerwünscht“ – Verbotene Literatur und NS-Raubgut in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

  • Mit einer Einführung von Dr. Anna v. Villiez „Verbotene Bücher als NS-Raubgut in der Stabi“
  • und einem Vortrag von Dr. Wilfried Weinke: „Aufklärung über das Verlorene: ‚Aus zwei Quellen‘ von Jakob Loewenberg“.

Ort der Ausstellungseröffnung: Vortragsraum (1. Etage), der Eintritt ist frei.

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