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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Das Making-Of der App “Weltbrand 1914” (9.7.)

30. Juni 2014
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,E-Medien — 4.143 Aufrufe

makingofweltbrand

Warum erstellt eine Bibliothek eine App für ihre Nutzer zum Thema Erster Weltkrieg und wie geht sie dabei vor? Dies möchten wir Ihnen gerne anhand der Stabi-App «Weltbrand 1914» erläutern. Unter dem Titel «Schritt für Schritt in die Katastrophe» haben wir die Entwicklung einer App fürs iPad beauftragt (ab Juli 2014 auch für Android-Tablets erhältlich), die es genau 100 Jahre nach den damaligen Geschehnissen ermöglicht in den Volltexten der Hamburger Nachrichten zu recherchieren und ausgewählte Bilder des Jahres 1914 aus dem Fotoarchiv des Hamburger Fremdenblatt zu betrachten. Wir laden Sie ein

am Mittwoch, den 9. Juli 2014 um 18 Uhr im Vortragsraum (1. Etage)

in die Werkstatt Staatsbibliothek und erzählen Ihnen die noch ganz frische Geschichte dieser App.

weltbrand-ccs Am Anfang stand für die Stabi die Frage: Wie kann die Bibliothek mit ihrem zeitgenössischen Material einen unverstaubten Beitrag zum Gedenkjahr 1914 leisten, d.h. wie kommen unsere Quellentexte und die Ansprüche der Nutzer im Jahr 2014 zusammen? Eine geeignete Verbindung von alt und neu schienen uns die gerade digitalisierten Hamburger Nachrichten (1792-1939) zu ermöglichen. Es entstand die Idee einer kostenfrei zugänglichen App im Tablet-Format, mit der die Zeitungsseiten der ersten Kriegsmonate 1914 nicht nur les- sondern auch durchsuchbar gemacht werden konnten – für die Leserschaft ein direkter Zugang in das Kriegsgeschehen aus Sicht einer Hamburger Zeitung, für die Stabi ein neuer Kanal, um zu zeigen, was man mit digitalisierten Zeitungen alles machen kann. Angestoßen wurde das Vorhaben von dem Hamburger Softwareunternehmen CCS Content Conversion Specialists, das die digitalisierte Zeitung im Auftrag der Stabi derzeit für die Präsentation im Web aufbereitet.

App-Icon 1914 Die Idee zu der Zeitungs-App “Erster Weltkrieg” war also schnell da – aber wie ging es dann die folgenden Monate weiter: Wie viele Zeitungsseiten sollen und können hinein? Bildmaterial dazu – aber woher und wie viel, und was ist verfügbar? Was ist spezifisch für das Medium App, wie agiert und was erwartet ein typischer App-Nutzer? Nur Zeitungen präsentieren, propagandistisch und einseitig, wie sie damals waren – oder redaktionelle Zutaten dazu, Orientierung aus heutiger Sicht? Und wie passt das alles in ein aktuelles Design, das von zwei ganz unterschiedlichen Projektpartnern zu finden war?

Ausführliche Informationen zur App und die Links zum Download finden Sie im Artikel: Weltbrand 1914. Zusätzlich gibt es freie Materialien in Form von monatlichen Galerien mit Fotos und Zeitungsscans aus dem Jahr 1914.

4 Antworten zu “Das Making-Of der App “Weltbrand 1914” (9.7.)”

  1. Svea sagt:

    Ich finde solche Apps immer ganz hilfreich. Zahlreiche Museen bieten Apps an, die auf ein Thema oder mehrere basieren. Während man durch das Museum schlendert erhält man auf dem Smartphone weitere Informationen, Hörmaterial oder Rätsel. Mir macht es immer sehr viel Spaß und man lernt efektiver dazu 🙂

  2. MJGT sagt:

    @Svea: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben vollkommen recht, auch und gerade für Museen bieten sich solche Apps gerade zu an. Das Archäologische Museum Hamburg bietet das zum Beispiel auch an.

  3. peter anton sagt:

    ich finde solche ergänzenden möglichkeiten ebenfalls nützlich, hilfreich, erfreulich, usw.
    leider stehen sie mir aber zu oft nicht zur verfügung, sobald sie (nur) über den playstore verbreitet werden, wodurch man in eine zumindest fragwürdige geschäftsbeziehung mit google gezwungen wird…
    es gibt doch offene supos wie aptoide, xda-developers, android-hilfe, u.a., die nicht unter krakenverdacht stehen!
    wie heisst die app??

  4. MJGT sagt:

    @peter anton: Die App heißt «Weltbrand 1914» und kann für Android-Tablets kostenlos in Google Play und für iPad (iOS) kostenlos in iTunes heruntergeladen werden.

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