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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Koloniale Dokumente aus Guatemala (15.1.)

17. Dezember 2014
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.383 Aufrufe

Archäologische Stätte Zaculeu, Huehuetenango, Guatelmala

jun. Prof. Dr. Frauke Sachse: Anspruch und Erbe: Kontinuitäten von Territorialität und Legitimität in kolonialen Dokumenten des Hochlands von Guatemala

Im Hochland von Guatemala übernahmen indigene Eliten in der Kolonialzeit europäische Textgenres und appropriierten sie für eigene Zwecke. Landtitel und Petitionen dienten dazu, legitime Rechte an Territorium und Tribut geltend zu machen, und Testamente waren ein Instrument, um Besitz in den Händen von indigenen Familien und Gemeinden zu erhalten. Dieser Vortrag analysiert Konzeptualisierungen von Land und Macht in k’iche’sprachigen Textquellen. Dabei wird gezeigt, dass die Quellen nicht nur als Spiegel der Kolonialsituation, sondern auch als Vehikel vorspanischer Ideologie zu verstehen sind.


Donnerstag, 15. Januar 2015, 18.15 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.


Buena Vista Guatemala Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung im Rahmen der Ringvorlesung «Indigene Kulturen im Spiegel von Archäologie, Geschichte und Ethnographie» (Oktober 2014 – Februar 2015):

In der Vorlesungsreihe, die sich ausdrücklich an eine breite Öffentlichkeit mit begrenztem Vorwissen richtet, werden in diesem Semester wieder sowohl Themen der vorspanischen, als auch der kolonialen Geschichte der verschiedenen Regionen und Gesellschaften in Mesoamerika behandelt. Anhand von archäologischen Befunden, Schriftquellen und ethnographischen Beobachtungen können die gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Kulturraum nachvollzogen werden. Besonders sollen aber in diesem dritten Teil der Ringvorlesung zur Mesoamerikanistik neuere Entwicklungen und Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte in diesem Kulturraum im Fokus stehen.

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