Ist das Diplomatie oder kann das weg? (21.4.)
9. April 2026
von Markus Trapp — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 123 Aufrufe
Dienstag, 21.4., 19 Uhr, Vortragsraum.
Lesung und Gespräch mit Martin Kobler aus seinem Buch „Weltenbeben“
Der Kauf von Grönland, Maduros Entführung oder die Bomben auf Iran, alles seit Jahresbeginn, zeigen mit großer Deutlichkeit: Völkerrechtliche Regeln werden nicht einmal mehr zitiert. Kriegerische Gewalt wird zunehmend (wieder) zu einer Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Und die UN bekommt mit dem von Trump auf Lebenszeit geleiteten Friedensrat Konkurrenz. In dieser wiedererstarkten Welt der Stärkeren wirken Diplomatie, das Festhalten an multilateralen Aushandlungsformaten oder das Mehrebenensystem der EU wie Relikte aus einer anderen Zeit. Viel zu langsam, zu mühsam. Der Diplomat Martin Kobler argumentiert in seinem Buch „Weltenbeben“, dass Europa trotz aller Disruptionen auf eben diese Formate setzen sollte, auch mittels neuer Allianzen etwa mit Ländern vom afrikanischen Kontinent. Mit Kobler wollen wir über die Möglichkeiten von Diplomatie und Multilateralismus in zerstörerischen Zeiten diskutieren, von deren Chancen er selbst zutiefst überzeugt ist.
Moderation: Dr. Stefanie Wodrig (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.). Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg. Der Eintritt ist frei.
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