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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Susanne Theumer – WELT IM KOPF (Ausstellung 28.7.-11.9)

11. Juli 2011
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 4.720 Aufrufe  

Susanne Theumer – WELT IM KOPF Zeichnungen, originalgraphische Bücher und Mappen zu Literatur:

Susanne Theumers feine, aber ausdrucksmächtige Radierungen formen zu der Literatur von Jakob Michael Reinhold Lenz, Elias und Veza Canetti, Imre Kertész, Marlen Haushofer und anderen Dichtern der Verletzlichkeit des Menschen eine Bilderwelt, die die literarischen Werke mit seltsamer Leichtigkeit in die heutige Zeit herüberholt.

28. Juli bis 11. September 2011
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss, Eintritt frei

Mittwoch, 27. Juli 2011, 18 Uhr:
Eröffnung der Ausstellung „Susanne Theumer – WELT IM KOPF. Zeichnungen,
originalgraphische Bücher und Mappen zu Literatur“

Begrüßung:
Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek.
Einführung:
Prof. Dr. Inge Stephan und
Prof. Dr. Hans-Gerd Winter.
Die Künstlerin ist anwesend.
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Susanne Theumer Susanne Theumer studierte an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, sie finden sich in der Deutschen Nationalbibliothek, im Klingspormuseum Offenbach und vielen anderen öffentlichen und privaten Sammlungen und Bibliotheken.

Aus dem Einführungstext zur Ausstellung:

Für Susanne Theumer bildet die Literatur – vermittelt über das Buch – den Ausgangspunkt ihrer produktiven Auseinandersetzungen. In knapp zehn Jahren hat sie elf Künstlerbücher geschaffen, die in den Vitrinen betrachtet werden können. An den Wänden hängen Graphiken, die mit den Künstlerbüchern in engem Zusammenhang entstanden sind, und zeigen, dass sich die Künstlerin mit Texten und Autoren in verschiedenen Medien auseinandersetzt. Sie bedient sich dabei vor allem der traditionellen, handwerklich anspruchsvollen Technik der Kaltnadelradierung.

Die Ausstellung WELT IM KOPF spiegelt eine Welt, die auf dem Kopf steht. Die Formulierung in Georg Büchners Erzählung Lenz „nur war es ihm unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte“ markiert die verstörende Erfahrung einer tiefen Verunsicherung und zugleich den mutigen Einspruch gegen eine verkehrte Welt.

Die Künstlerbücher von Susanne Theumer gelten Texten von Autoren, die eine ähnliche Sensibilität auszeichnet wie Jakob Michael Reinhold Lenz, Georg Büchner, Elias und Veza Canetti, Imre Kertész und W. G. Sebald. Die Bilder nehmen Erfahrungen von Bedrängnis, Ausgrenzung und Tötung wie ein Seismograph auf und reflektieren sie in einer eigenwilligen künstlerischen Sprache, die intensiviert und weiterführt. Indem die Bilder zugleich das Andere, Menschliche vertreten, gewinnen sie eine enorme Eindringlichkeit, ja Sogwirkung und fordern den Betrachter zu einer genauen Auseinandersetzung auf.

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