FAQ
© 2020 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Bibliothekartag 2012 in Hamburg

5. Juli 2011
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 7.690 Aufrufe

Bibliotheken sind Tore zur Welt des Wissens. Die Hamburger Bibliotheken laden Sie jetzt schon ein, sich ein Bild des kommenden Bibliothekartages zu machen. Vom 22. – 25. Mai 2012 findet der 101. Bibliothekartag in Hamburg statt. Sehen Sie selbst, was die beteiligten Bibliotheken, die Hansestadt und ihre Menschen zu bieten haben und freuen Sie sich schon jetzt mit uns auf den Bibliothekartag 2012 in Hamburg.

5 Antworten zu “Bibliothekartag 2012 in Hamburg”

  1. Axel Schaper sagt:

    1. Die „Hengeler Mueller-Bibliothek“ der Bucerius Law School trägt den Namen ihres Förderers, einer deutschen Wirtschaftsanwaltskanzlei mit Büros in Düsseldorf, Frankfurt/Main, Berlin, Brüssel und London. Sie ist öffentlich nicht zugänglich.
    2. Die Buchsortieranlage der Bücherhallen, technisch entwickelt von FKI Logistex, wird von einem outgesourcten Unternehmen betrieben.
    3. In dem Community Center BARMBEK°BASCH – http://www.barmbek-basch.info/ – befindet sich auch die Bücherhalle Dehnhaide. Dass öffentliche Bibliotheken in dieser Form in stadtentwicklungspolitische Zusammenhänge eingebunden sind, ist mustergültig. Das Community Center ist allerdings von der Kirchengemeinde Alt-Barmbek ausgegangen und von weiteren Akteuren konzeptionell vorangetrieben worden. Zu den Antreibern gehörte die Leitung der Bücherhallen Hamburg nicht.
    4. Gibt es bereits eine deadline, wann der Film zurückgezogen wird? ASAP!

  2. MG sagt:

    Lieber Herr Schaper,

    Hamburg ist eine Stadt mit über 200 Bibliotheken, öffentlichen und privaten, allgemein sowie eingeschränkt zugänglichen. Der Bibliothekartag ist ein Kongress aller in den Verbänden organisierten Bibliothekarinnen und Bibliothekare in Deutschland. Wir tauschen uns dort aus und machen uns für die Zukunft fit.

    Den Bibliotheksfilm, der die bibliothekarische Gemeinschaft nach HH einlädt, auf Einrichtungen zu beschränken, die ausschließlich von der öffentlichen Hand finanziert sind, würde dem Ansinnen eines umfangreichen bibliothekarischen Erfahrungsaustausches entgegenstehen.

    Mit bestem Gruß,
    Marlene Grau

  3. O_Hey sagt:

    Es ist gelinde gesagt eine „Unmenschlichkeit“, wenn sich Hamburg für den Tag der Bibliotheken 2012 rüstet und gleichzeitig die Medienvielfalt infrage gestellt wird, da in den Stadtteilbücherhallen immer mehr auf „Familien- und Kinderliteratur“ gesetzt wird, während allgemein breite Fächervielfalt nicht mehr stattfindet und alle Benutzer der Bücherhallen zur Selbsverbuchung gezwungen werden. Derselbe Prozeß findet in den Fachbibliotheken der Universität statt, indem „nicht originäre“ Medien (d.h. Medien, die nicht unmittelbar dem Fachgebiet zugeordnet werden) aussortiert werden und damit die Nutzerinnen und Nutzer gezwungen werden, diese Medien anderweitig zu erhalten. Da ist nicht nur kein Ruhmesblatt für Hamburg, es ist auch eine Form, Nachwuchskräfte in andere Städte zu vertreiben und andere Menschen in dieser Stadt von Bildung auszuschließen. So kosten z.B. vier Bücherhallenkarten für zwei Erwachsene und zwei Kinder rund 100,- EUR im Jahr, damit werden trotz des Bildungspaktes immer weniger Hamburger die Bücherhallen nutzen.

  4. MG sagt:

    Lieber Kommentator, liebe Kommentatorin,

    alles, was Sie schreiben, ist samt und sonders geeignet, auf unserem Bibliothekartag 2012 untersucht und diskutiert zu werden.
    Herzlichen Dank für Ihre Gedanken – wir geben sie weiter.

  5. Axel Schaper sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Grau,
    1. Ich sehe gerade mit Freude und Dankbarkeit, dass Gedanken der Nutzer auf dem Bibliothekartag diskutiert werden sollen. Wer wird denn der Nutzerbotschafter? Frau Schwemer? Oder Frau Prof. Beger?
    2. Diese Ergänzung war eigentlich der Anlass, den Beitrag noch einmal aufzurufen: FKI Logistex Library Solutions wurde 2009 von dem amerikanischen Intelligrated® – http://www.intelligrated.com – und dem dänischen Crisplant an das gleichfalls dänische Lyngsoe Library Systems – http://www.lyngsoesystems.com/library/library_system.asp – veräußert. Lyngsoe betreibt auch die Sortieranlage; entsprechend werden die Mitarbeiter nicht nach dem Haustarif der Bücherhallen besoldet.
    3. Niemals, Frau Dr. Grau, würde ich wagen, Ihnen zu widersprechen. Das gebieten die Mahnungen meiner Mutter und eine Verankerung in unserer lutherischen deutschen Kultur. Die “Hengeler Mueller-Bibliothek” der Bucerius Law School aber nur als ein Beispiel einer privaten neben vielfältig anderen zu sehen, scheint mir große Gelassenheit auszudrücken. Und das bei einer verfestigten Parallelgesellschaft, die die Bucerius Law School programmatisch und offen postuliert – ein expliziter Integrationsunwille. Sie, liebe, verehrte Frau Dr. Grau, können doch nicht wollen, dass Bibliotheken einen Beitrag dazu leisten, dass sich Deutschland abschafft?

Schreiben Sie einen Kommentar