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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Stabi stellt Riesenfundus an Hamburger Adressbüchern ins Netz

5. November 2010
von MG — abgelegt in: Hamburg — 17.629 Aufrufe  

Update 12.11.10: Der Zugriff auf die Adressbücher läuft jetzt optimal.

Update: Aufgrund des großen Interesses treten momentan noch Startschwierigkeiten auf, die in Kürze behoben sein werden.

Urgroßvaters Adresse, Omas Hutgeschäft mit Telefonnummer und Bankkonto, Straßenbahnfahrpläne, die Sozialstruktur von Straßen und Quartieren Sitzpläne der Theater: Hamburgs Adressbücher stellen einen ganzen Kosmos von ortsbezogenen Daten dar, der – bisher verborgen in den langsam zerfallenden Papierausgaben – nun als digitales Angebot recherchierbar ist. Journalisten finden zielgenau und schnell dringend benötigte Daten, Familienforscher können ihre Stammbäume mit Adressen und Umfeld ihrer Ahnen versehen, Historiker und Sozialwissenschaftler finden gesichertes Quellenmaterial.

Am 5. November ist es soweit, die wertvollen Quellen werden freigeschaltet: Von den Vorläufern 1698 bis zum Jahr 1903 (sowie exemplarisch das Jahr 1926) sind alle Hamburgischen Adressbücher inclusive Altona und Vororte sowie die Fernsprechbücher digital erfasst und auf verschiedene Weise durchsuchbar, alphabetisch nach Personen, Straßen, Branchen sowie thematisch nach Behörden, Verkehr und Werbung.

Dafür suchte der Bereich Landesbibliothek der Stabi bundesweit alle Teile der Adressbücher zusammen (bedenken Sie: der Stabi-Bestand war 1943 zerstört!), diese wurden verfilmt und dann digital aufbereitet: 250 Bände! In diesem und im kommenden Jahr werden die Teile bis zum Jahr 1975 freigeschaltet werden, dann werden 980 Bände mit rund 550.000 Seiten im Netz stehen, eine Quelle für die Stadt von immensem Wert!

Hamburger Adressbuch von 1712

Hamburger Adressbuch von 1712

Hamburger Adressbuch von 1903

Hamburger Adressbuch von 1903

9 Antworten zu “Stabi stellt Riesenfundus an Hamburger Adressbüchern ins Netz”

  1. sarah sagt:

    toll!

  2. Peter Jürs sagt:

    Reschpekt! Erst werden die Nutzungszeiten für das Internet dramatisch ausgeweitet, und man konnte sich gar nicht vorstellen, warum. Internet ist schließlich eher langweilig. Aber jetzt all die vielen Adreßbücher online – da hat das Leben wirklich Sinn.

  3. Uschi Klute sagt:

    Beeindruckend!
    Zum Beispiel, dass es 1926 in Harburg ein Königliches Niederländisches Vize-Konsulat gab…

  4. Ulrike Lang sagt:

    Wunderbar! Man mag gar nicht aufhören, darin zu suchen und Interessantes und Kurioses zu entdecken.
    Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten dieses Projektes!

  5. Anonymous sagt:

    Ein großes Geschenk für jeden Forscher! Die Stabi wird fortwährend besser. Wo soll das noch enden?

  6. Ulrich Hagenah sagt:

    Wir hoffen, dass das Besserwerden noch lange nicht endet und arbeiten weiter dran – deshalb sind die Jahrgänge 1950-1958 des Hamburger und die an 1903 anschließenden Jahrgänge des Hamburger und Altonaer Adressbuchs kurz vor der Fertigstellung. Wir machen, von Ihrem Lob beschwingt, munter weiter.

  7. Elisabeth Sukowski sagt:

    Viele Menschen machen heute Ahnenvorschung.Sie suchen wie ich nach ihren Angehörigen, weil aber im Krieg manche durch die Bombenangriffe
    umkamen,sind die Adressbücher 1933-1945 so wichtig.
    Auch für die Stolpersteingeschichten sind gerade diese Zeiten 1933-1945
    sehr wichtig!!!
    Leider sind die Adressbücher aus dieser Zeit noch nicht im Netz.
    Ich hoffe es dauert nicht mehr lange.
    Diese Seite ist eine ganz tolle Sache weiter so.

  8. Ulrich Hagenah sagt:

    Die Hamburger Adressbücher 1937, 1942 und 1943 sind inzwischen im Netz. Uns ist natürlich sehr bewusst, wie wichtig die von Ihnen angemahnten Jahrgänge sind. Sie sind auch in der Bearbeitung. Dafür brauchen wir aber jeweils einige Zeit, weil die Erfassung der Einzelseiten, durch die die gezielte Suche ermöglicht wird, aufwendig ist und auch guter Qualitätskontrolle bedarf. Ich bitte Sie um noch etwas Geduld, Sie werden aber sicher noch in diesem Jahr das Gewünschte im Netz finden.

  9. […] erzeugt. Seit wir Ihnen das umfangreiche Digitalisierungsprojekt vor knapp zwei Jahren im Artikel «Stabi stellt Riesenfundus an Hamburger Adressbüchern ins Netz» mit diesen Worten präsentierten, ist es eine gut und gern genutzte Quelle: Urgroßvaters […]

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