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Neues Portal für Asiatische und Afrikanische Handschriften – Qalamos.net

27. Juni 2022
von Redaktion — abgelegt in: Aktuelles,Schätze der Stabi — 482 Aufrufe

Von Dr. Katrin Janz-Wenig.

Am 28. Juni 2022 wird ein neues Portal für asiatische und afrikanische Handschriften in Deutschland online gehen: Qalamos.net.

Der Neologismus, gebildet aus dem griechischen Wort für Rohrfeder (Kalamos) und dem arabischen Wort für Schilfrohr (Qalam), steht stellvertretend für aufgezeichnete Schriften verschiedener Manuskriptkulturen der östlichen Welt.

Das Portal ist das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes, das bis 2023 laufen wird. Qalamos verzeichnet bereits jetzt über 55.000 Handschriften, die in deutschen Sammlungen zu finden sind. Das Projekt hat zahlreiche Kooperationspartner, zu denen auch die SUB zählt.

Äthiopische Handschrift, Ledereinband und Tasche

Die im Vergleich mit anderen Sammlungen orientalischer Handschriften als mittelgroß zu bewertende Kollektion umfasst ca. 530 Handschriften in den Signaturengruppen Cod. orient. und Cod. in scrin. Daneben finden sich unter weiteren 580 hebräischen Handschriften der Signaturengruppen Cod. hebr. und Cod. Levy Spitzenstücke der Überlieferung, des Alters wie auch der Ausstattung nach. Ebenso bewahren wir um die 1000 Papyri wie auch rund 500 Palmblatthandschriften und zahlreiche koptische Fragmente der Klöster Pischoi und Makarios (Orientalische Handschriften).

Die Zahl der in den Manuskripten in verschiedenen Schriften aufgezeichneten Sprachen ist immens: Arabisch, Persisch, Türkisch/Osmanisch, Äthiopisch, Samaritanisch, Koptisch, Japanisch, Hebräisch, Swahili, weitere afrikanische und zahlreiche indische Sprachen usw. zeigen den Reichtum tradierten Wissens.

Weitergehende Informationen zu den Objekten werden sich zukünftig gesammelt auf Qalamos finden. Bisher konnte man in den publizierten Reihen der Kataloge und Verzeichnisse der Orientalischen Handschriften Deutschlands Hinweise finden sowie in älteren Katalogen (z.B. Steinschneider, 1878 oder Brockelmann, 1908). Immer wieder waren die Bestände auch Gegenstand wissenschaftlich begleiteter Ausstellungen.

Viele der Handschriften und Fragmente sind bereits digitalisiert und so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich (https://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/digitalisierte-bestaende/).

Cod. orient. 283, fol. 48v–49r, Lehrbuch für Tamil

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