{"id":966,"date":"2008-05-28T18:10:13","date_gmt":"2008-05-28T16:10:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sub.uni-hamburg.de\/blog\/?p=966"},"modified":"2008-05-28T18:10:13","modified_gmt":"2008-05-28T16:10:13","slug":"ausstellung-jo-mihaly-tanzerin-schriftstellerin-politikerin-196-382008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=966","title":{"rendered":"Ausstellung &#8220;Jo Mihaly &#8211; T\u00e4nzerin, Schriftstellerin, Politikerin&#8221; (19.6.-3.8.2008)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jo Mihaly <\/strong>(1902-1989) war eine der vielseitigsten Pers\u00f6nlichkeiten der Weimarer Republik, des deutschen Exils und der fr\u00fchen Nachkriegszeit. Die ZEIT nannte sie \u201eeine der gro\u00dfen Frauen des 20. Jahrhunderts\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"244\" align=\"right\" alt=\"Jo Mihaly \u00c2\u00a9 Archiv Memoria\" id=\"image967\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/08-Mihaly.jpg\" \/>Mihaly wurde am 25.4.1902 in Westpreu\u00dfen geboren. In den zwanziger Jahren kreierte sie eine ganz eigene Form sozialkritischer \u201eepischer T\u00e4nze\u201c. Da sie sich fr\u00fch gegen den Nationalsozialismus engagiert hatte, musste sie schon 1933 mit ihrem Mann, dem j\u00fcdischen Schauspieler und Regisseur Leonard Steckel, emigrieren. In der Schweiz wurde Jo Mihaly eine der aktivsten Gestalten des Exils: sie machte Agitprop-Theater, trat mit Ernst Busch auf, inszenierte Kabarett f\u00fcr Kinder. Als Leiterin der \u201eKulturgemeinschaft der Emigranten\u201c in Z\u00fcrich verschaffte sie emigrierten jungen K\u00fcnstlern erste Auftrittsm\u00f6glichkeiten. Mit Hans Mayer redigierte sie die Exil-Zeitschrift \u201e\u00dcber die Grenzen\u201c. 1942 erschien ihr Roman \u201eH\u00fcter des Bruders\u201c \u00fcber einen politischen Fl\u00fcchtling und 1945 ihr Gedichtband \u201eWir verstummen nicht\u201c. Gleich nach dem Krieg wirkte Jo Mihaly als Mitglied im Stadtparlament von Frankfurt\/M. und Gr\u00fcnderin der \u201eFreien deutschen Kulturgemeinschaft\u201c beim politischen und kulturellen Wiederaufbau mit. 1949 zog sie ins Tessin und widmete sich fortan ausschlie\u00dflich ihrem literarischen Schaffen. 1982 erregte sie Aufsehen mit ihrem Tagebuch aus dem Ersten Weltkrieg \u201e\u2026da gibt\u2019s ein Wiedersehn!\u201c Posthum erschien 2002 ihr Roman \u201eAuch wenn es Nacht ist\u201c, ein ergreifend vers\u00f6hnlicher Text \u00fcber Flucht und Vertreibung aus dem deutschen Osten.<\/p>\n<p>Diese erste Ausstellung \u00fcber Jo Mihaly wurde von Thomas B. Schumann, Exilliteratur-Verleger, Autor, Buch- und Kunstsammler, P.E.N.-Mitglied und Mihaly-Nachlassverwalter, erarbeitet, in Zusammenarbeit mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus, D\u00fcsseldorf, und dem Westpreu\u00dfischen Landesmuseum, M\u00fcnster. Sie dokumentiert anhand von B\u00fcchern, Bildern, Fotos, Dokumenten, Briefen und Manuskripten Leben und Werk dieser bedeutenden und faszinierenden K\u00fcnstlerin.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation in Hamburg wird gef\u00f6rdert von der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung.<\/p>\n<p>Abb.: Jo Mihaly \u00a9 Archiv Memoria<\/p>\n<p>Ausstellungser\u00f6ffnung: <strong>Mittwoch, 18. Juni 2008, 18 Uhr<\/strong><br \/>\nVortragsraum der Bibliothek mit dem Vortrag \u201eWir verstummen nicht\u201c von Thomas B. Schumann.<\/p>\n<p>G\u00e4ste sind willkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jo Mihaly (1902-1989) war eine der vielseitigsten Pers\u00f6nlichkeiten der Weimarer Republik, des deutschen Exils und der fr\u00fchen Nachkriegszeit. Die ZEIT nannte sie \u201eeine der gro\u00dfen Frauen des 20. Jahrhunderts\u201c. Mihaly wurde am 25.4.1902 in Westpreu\u00dfen geboren. In den zwanziger Jahren kreierte sie eine ganz eigene Form sozialkritischer \u201eepischer T\u00e4nze\u201c. 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