{"id":633,"date":"2007-07-16T17:30:13","date_gmt":"2007-07-16T15:30:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sub.uni-hamburg.de\/blog\/?p=633"},"modified":"2007-07-18T16:53:06","modified_gmt":"2007-07-18T14:53:06","slug":"das-kartell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=633","title":{"rendered":"Das Papyrus-Kartell"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 1902 gr\u00fcndete sich die &#8220;Commission zur Erwerbung griechischer-litterarischer Papyri aus Egypten&#8221;, kurz das &#8220;Papyrus-Kartell&#8221; genannt. Unter der Leitung des Kasseler \u00c4gyptologen Dr. Otto Rubensohn wurden bis einschlie\u00dflich 1910 zahlreiche Papyrus-Funde in \u00c4gypten geschlossen angekauft. Das Geld floss aus den Etats der am Kartell beteiligten Institutionen, so auch aus dem Etat der damaligen Hamburger Stadtbibliothek. \u00dcber die Verteilung der Funde entschied neben der H\u00f6he der Einlage oftmals das Los. 1908 trafen die ersten Zusendungen des Kartells in Hamburg ein und bildeten den Grundstock der hiesigen Papyrussammlung.<\/p>\n<p>Darunter befanden sich z.B. bedeutende Zeugnisse f\u00fcr die erste systematische Christenverfolgung im gesamten R\u00f6mischen Reich, die sog. &#8220;libelli libellatici&#8221;. Weltweit sind 46 Vertreter dieser Gattung aus verschiedenen Sammlungen publiziert. Die SUB besitzt mit 19 &#8220;libelli&#8221; den gr\u00f6\u00dften Bestand. Dabei handelt es sich um Opferbescheinigungen aus der Zeit des r\u00f6mischen Kaisers Decius um 250 n. Chr. Per Edikt hatte dieser von den Bewohnern des Reichs gefordert, dass sie ihre Loyalit\u00e4t durch ein Opfer f\u00fcr die Staatsg\u00f6tter unter Beweis stellen. Viele Christen umgingen das mit ihrem Glauben unvereinbare, heidnische Opfer und die drohende Verfolgung und Bestrafung, indem sie sich eine solche Bescheinigung kauften. Einer dieser Belege ist noch bis zum 19. August in der Ausstellung &#8220;Erlesen&#8221; zu sehen &#8211; ob f\u00fcr ein wirklich vollzogenes Opfer oder vom Schwarzmarkt ist allerdings nicht mehr festzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1902 gr\u00fcndete sich die &#8220;Commission zur Erwerbung griechischer-litterarischer Papyri aus Egypten&#8221;, kurz das &#8220;Papyrus-Kartell&#8221; genannt. Unter der Leitung des Kasseler \u00c4gyptologen Dr. Otto Rubensohn wurden bis einschlie\u00dflich 1910 zahlreiche Papyrus-Funde in \u00c4gypten geschlossen angekauft. 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