{"id":32653,"date":"2022-02-04T07:41:11","date_gmt":"2022-02-04T06:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=32653"},"modified":"2022-08-02T10:45:09","modified_gmt":"2022-08-02T08:45:09","slug":"75-jahre-draussen-vor-der-tuer-von-wolfgang-borchert-ein-hoererinnenbriefe-countdown-zum-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=32653","title":{"rendered":"75 Jahre &#8220;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8221; von Wolfgang Borchert &#8211; Ein H\u00f6rer*innenbriefe-Countdown zum Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p><em id=\"e\">H\u00f6rerbriefe \u201eDrau\u00dfen vor der T\u00fcr\u201c.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/hoererbriefe-draussenvordertuer-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32659\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32659\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/hoererbriefe-draussenvordertuer.jpg\" data-orig-size=\"650,366\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"hoererbriefe-draussenvordertuer\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/hoererbriefe-draussenvordertuer.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32659\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/hoererbriefe-draussenvordertuer.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/hoererbriefe-draussenvordertuer.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/hoererbriefe-draussenvordertuer-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/hoererbriefe-draussenvordertuer-150x84.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zwischen den Schuttbergen der nachkriegsdeutschen St\u00e4dte trieben massenhaft Gebrochene umher. Viele von ihnen waren zwischen 1939 und 1945 als flinke, z\u00e4he, harte \u00dcbermenschen eines Gro\u00dfdeutschen Reiches in den Krieg gezogen. Jetzt kehrten sie als Verlierer und Verlorene in ein Land zur\u00fcck, das besiegt und besetzt war. Einer dieser Heimkehrer, die nicht heimkehren konnten, rauschte am 13. Februar 1947 durch die Radioempf\u00e4nger zwischen K\u00f6ln, Kiel und Berlin. Beckmann nannte er sich, hatte keinen Vornamen, \u201eeinfach Beckmann\u201c. Er war Hauptfigur eines H\u00f6rspiels, das der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) mit Sitz in Hamburg produziert hatte.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Nach Hamburg war auch der Autor des St\u00fccks, Wolfgang Borchert, heimgekehrt, nachdem er 1941 als Zwanzigj\u00e4hriger eingezogen worden war. Sein Soldatenleben war alles andere als heldenhaft gewesen. Als Schwerkranker hatte er sich nach Kampf- und Wacheins\u00e4tzen in den russischen W\u00e4ldern, Prozessen wegen Selbstverst\u00fcmmelung und \u201eheimt\u00fcckischer Angriffe auf Staat und Partei\u201c, Gef\u00e4ngnisstrafen und \u201eFrontbew\u00e4hrungen\u201c im M\u00e4rz 1945 in seine Heimatstadt Hamburg geschleppt, wo seine Eltern lebten. Borchert tat dort, was er als \u201eAllesversucher und Nichtsk\u00f6nner\u201c \u2013 so sein Biograf Peter R\u00fchmkorf \u2013 bereits vor dem Krieg am liebsten gemacht hatte: Er schrieb.<\/p>\n<p>Als sein H\u00f6rspiel <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> im Februar 1947 im NWDR ausgestrahlt wurde, war Borchert allerdings h\u00f6chstens Insider*innen ein Begriff. Er hatte als eigenst\u00e4ndiges Werk bisher nur das schmale Gedichtb\u00e4ndchen <em>Laterne, Nacht und Sterne<\/em> ver\u00f6ffentlicht, einige Prosatexte zudem in Zeitungen und Zeitschriften untergebracht. Mit seinem H\u00f6rspieltext traf er nun den Rundfunkpuls der Zeit, denn tagein, tagaus liefen auf den Sendern die Suchmeldungen, in Kommentaren wurden Fragen der sozialen Wiedereingliederung diskutiert, der Frauenfunk brachte Kochtipps f\u00fcr die Notdi\u00e4ten zur\u00fcckgekehrter Ehem\u00e4nner.<\/p>\n<p>Dementsprechend hallte die 80-min\u00fctige Inszenierung von Drau\u00dfen vor der T\u00fcr unter der Regie von Ludwig Cremer, in der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/Hoerspiel-Draussen-vor-der-Tuer,audio875374.html\">Originalfassung in der NDR-Mediathek<\/a> abrufbar, lautstark nach. Hans Quest, der Beckmann des H\u00f6rspiels und sp\u00e4ter auch auf der B\u00fchne, fing mit seiner Stimme den Aufschrei des Textes ein, das Pathos, die Larmoyanz, die ebenso provozierte wie der Inhalt: Beckmann, ein betrogener Heimkehrer, wird von der Elbe, in der er sich ertr\u00e4nken will, wieder ausgespuckt, flieht, nachdem ihn eine Frau aufgesammelt hat, vor einer Gespenstererscheinung ihres noch nicht zur\u00fcckgekehrten Mannes, versucht seine Verantwortung, die sich in blutige Tr\u00e4ume frisst, bei einem feisten Oberst abzuladen, wird von einem Kabarettdirektor verlacht, erf\u00e4hrt vom Tod der Eltern und endet im Schlussschrei: \u201eWarum schweigt ihr denn? Warum? Gibt denn keiner Antwort? Gibt keiner Antwort? Gibt denn keiner \u2013 keiner \u2013 Antwort?\u201c<\/p>\n<p>Die Antworten sollten kommen. Haufenweise landeten sie unmittelbar nach der Ursendung in der Redaktion des NWDR und sind bis heute im Wolfgang-Borchert-Archiv der Hamburger Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek einsehbar. Als zeitgeschichtliches Zeugnis sind sie von gro\u00dfem Wert. Mit einem Countdown aus den H\u00f6rer*innenbriefen m\u00f6chten wir zum 75. Jubil\u00e4um am 13. Februar 2022 f\u00fchren und ver\u00f6ffentlichen bis dahin in diesem Artikel jeden Tag einen neuen H\u00f6rer*innenbrief:<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/Hoerspiel-Draussen-vor-der-Tuer,audio875374.html\">Originalfassung in der NDR-Mediathek von 1947<\/a><br \/>\nDer <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/podcast5078.html\">Drau\u00dfen vor den T\u00fcren-Podcast des NDR<\/a> aus dem Jahr 2021<\/p>\n<h3 id=\"hb10\">4.2.22<br \/>\n10: \u201eVergessen werde ich es wohl nicht so leicht\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/10_Das-Gewaltigste-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32654\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32654\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/10_Das-Gewaltigste.jpg\" data-orig-size=\"650,758\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"10_Das-Gewaltigste\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/10_Das-Gewaltigste.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32654\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 10\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/10_Das-Gewaltigste.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 10\" width=\"650\" height=\"758\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/10_Das-Gewaltigste.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/10_Das-Gewaltigste-257x300.jpg 257w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/10_Das-Gewaltigste-129x150.jpg 129w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sp\u00fcrbar aufgew\u00fchlt schrieb noch am Abend der Premiere ein Dortmunder an den NWDR. Ob er sich in seinen eigenen Lebensumst\u00e4nden vom Schicksal des Heimkehrers angesprochen f\u00fchlte, lie\u00df er offen. Sp\u00fcrbar war aber, dass seine Begeisterung nachvibrierte. \u201eEs war das Gewaltigste\u201c, schrieb er enthusiastisch, \u201ewas ich jemals aus meinem Empf\u00e4nger vernommen habe.\u201c<\/p>\n<p>Emotionale Reaktionen wie diese finden sich in den H\u00f6rer*innenbriefen zuhauf, in deutlich gr\u00f6\u00dferer Anzahl als sachliche oder gar analytische Antworten. <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> ber\u00fchrte unmittelbar \u2013 und das nicht nur im Positiven, wie in unserem Jubil\u00e4umscountdown zu sehen sein wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb9\">5.2.22<br \/>\n9: \u201e\u00c4pfelchen, wohin rollst Du!\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/9_Aepfelchen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32675\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32675\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/9_Aepfelchen.jpg\" data-orig-size=\"650,460\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"9_Aepfelchen\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/9_Aepfelchen.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32675\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 9\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/9_Aepfelchen.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 9\" width=\"650\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/9_Aepfelchen.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/9_Aepfelchen-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/9_Aepfelchen-150x106.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein \u201eansonsten funkbegeisterter H\u00f6rer\u201c aus Wuppertal schrieb den NWDR unmittelbar nach der Urauff\u00fchrung des H\u00f6rspiels am 13. Februar an. Buchst\u00e4blich entgeistert war er im doppelten Sinn. Am Vorabend war \u201edas geistig triviale\u201c <em>Unsere Frau Mama<\/em> gesendet worden, nun konnte er mit Borcherts <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> rein gar nichts anfangen. Mit bei\u00dfendem Spott schrieb er: \u201eWenn dieser Herr Beckmann in der ersten Minute des H\u00f6rspiels versoffen w\u00e4re, \u2013 es w\u00e4re vielen H\u00f6rern ein widerliches Spiel erspart geblieben.\u201c<\/p>\n<p>Was genau er als \u201ewiderlich\u201c empfand, schrieb der H\u00f6rer nicht. <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> wurde von vielen Seiten angegriffen, mit Blasphemie- und Nihilismus-Vorw\u00fcrfen konfrontiert, als antideutsch eingestuft. Vielleicht bezog sich der Briefeschreiber aber auch, \u00e4hnlich wie im Fall von <em>Unsere Frau Mama<\/em>, auf die Qualit\u00e4t des St\u00fccks. Kritik sollte es nach der Urauff\u00fchrung der Theaterfassung am 21. November auch von zwei bekannten Theaterkritikern der Zeit geben: W\u00e4hren Friedrich Luft von der \u201eQual\u201c sprach, \u201eein neurotisches Lamento bis zum vagen Ende mitanh\u00f6ren zu m\u00fcssen\u201c, schrieb Fritz Erpenbeck kategorisch: \u201eBorchert war ein Anf\u00e4nger, er hatte nicht die geringste Ahnung von Dramaturgie.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb8\">6.2.22<br \/>\n8: \u201e\u2013 bis um 21 Uhr der Strom abgeschaltet wurde\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/8_Stromsperre-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32682\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32682\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/8_Stromsperre.jpg\" data-orig-size=\"650,463\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"8_Stromsperre\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/8_Stromsperre.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32682\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 8\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/8_Stromsperre.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 8\" width=\"650\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/8_Stromsperre.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/8_Stromsperre-300x214.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/8_Stromsperre-150x107.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Hamburger Schneidermeister verfolgte das H\u00f6rspiel \u201emit gr\u00f6sstem Interesse und \u00e4usserster Spannung\u201c \u2013 allerdings nur \u201ebis um 21 Uhr der Strom abgeschaltet wurde\u201c. Knapp zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren Stromsperren noch an der Tagesordnung und der Kohlenmangel im Eiswinter 1946\/47 hatte die Situation noch verkompliziert. Die verschiedenen Stadtteile der Hansestadt wurden nur wenige Stunden am Tag mit Strom versorgt. Vielleicht, so hoffte der H\u00f6rer, k\u00f6nne der zweite Teil noch einmal wiederholt werden.<\/p>\n<p>Das Schicksal des Absenders teilte \u00fcbrigens auch der Autor des St\u00fccks. Wolfgang Borchert war nach dem Krieg bei seinen Eltern in Alsterdorf untergekommen. Dort hatte er nicht einmal den Anfang seines H\u00f6rspiels h\u00f6ren k\u00f6nnen. Im ehemaligen Bauerndorf, das l\u00e4ngst von der Gro\u00dfstadt geschluckt worden war, lief der Strom am 13. Februar n\u00e4mlich nur von zehn bis vierzehn Uhr.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb7\">7.2.22<br \/>\n7: \u201eEs w\u00e4re [\u2026] zu empfehlen, den irrsinnigen W. Borchers zum Ruhrbergbau zu melden\u201c.<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/7_Alter-Ostfrontkaempfer-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32685\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32685\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/7_Alter-Ostfrontkaempfer.jpg\" data-orig-size=\"650,917\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"7_Alter-Ostfrontkaempfer\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/7_Alter-Ostfrontkaempfer.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32685\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 7\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/7_Alter-Ostfrontkaempfer.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 7\" width=\"650\" height=\"917\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/7_Alter-Ostfrontkaempfer.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/7_Alter-Ostfrontkaempfer-213x300.jpg 213w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/7_Alter-Ostfrontkaempfer-106x150.jpg 106w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den anonymen Leserbrief eines \u201ealten Ostfrontk\u00e4mpfers\u201c w\u00fcrde man heute wohl als Hatespeech bezeichnen. Noch am Sendungstag echauffierte sich der Absender gegen\u00fcber dem NWDR, dass \u201edieser 25 j\u00e4hrige, geistig v\u00f6llig unnormale Wolfgang Borchers [sic]\u201c es \u201ein einer Zeit von Not und Elend\u201c wage, den H\u00f6rern \u201eschandbaren Naturalismus vorzusetzen\u201c. Dem Sender sei zu empfehlen, \u201eden irrsinnigen W. Borchers zum Ruhrbergbau zu melden, damit er sich dort den Wind um die Nase wehen lassen kann!\u201c<\/p>\n<p>Interessant ist die literarische Einordnung des St\u00fccks durch den Absender: Er bezeichnet <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> als Naturalismus, also, legt man die literaturwissenschaftliche Definition zugrunde, als exakte, ungedeutete, objektive Abbildung der Wirklichkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb6\">8.2.22<br \/>\n6: \u201eund der Oberst in dem Spiel sagte mir besonders zu, zumal solche Figur in meinem Hause lebt\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/6_Oberst-im-Haus-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32704\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32704\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/6_Oberst-im-Haus.jpg\" data-orig-size=\"650,855\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"6_Oberst-im-Haus\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/6_Oberst-im-Haus.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32704\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 6\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/6_Oberst-im-Haus.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 6\" width=\"650\" height=\"855\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/6_Oberst-im-Haus.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/6_Oberst-im-Haus-228x300.jpg 228w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/6_Oberst-im-Haus-114x150.jpg 114w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 17. Februar schrieb ein \u201eKr\u00fcckenmann\u201c aus Kiel \u00fcber den NWDR dem Verfasser des H\u00f6rspiels, um ihm seinen \u201ebesten Dank\u201c auszusprechen. Im positiven Sinne ersch\u00fcttert war er auch deswegen, weil er Bez\u00fcge zu seiner Lebenswirklichkeit feststellen konnte. Bei ihm im Haus wohne ein ehemaliger Marine-Feldwebel, der gut durch den Krieg gekommen sei und sich als \u201eStiefellecker bei unseren besten Freunden\u201c offenbare.<\/p>\n<p>Diese pers\u00f6nliche Erfahrung war durchaus repr\u00e4sentativ. Die \u201ePersilscheine\u201c, mit denen ehemalige Angeh\u00f6rige nationalsozialistischer Institutionen mit der sprichw\u00f6rtlichen wei\u00dfen Weste in ihr neues Leben in den Besatzungszonen starten konnten, waren recht einfach zu bekommen. Die Kontinuit\u00e4t war vor allem in der 1949 gegr\u00fcndeten Bundesrepublik enorm. Das <em>Braunbuch Kriegs- und Naziverbrecher<\/em>, 1965 in der DDR vorgestellt, legte mit einer Irrtumsquote von unter einem Prozent die NS-Vergangenheit von 1800 damaligen westdeutschen W\u00fcrdentr\u00e4ger*innen in Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz und Wissenschaft offen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb5\">9.2.22<br \/>\n5: \u201eIn der heutigen Zeit m\u00f6chten wir zur Entspannung leichte Musik\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5_Wasserleiche-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32702\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32702\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5_Wasserleiche.jpg\" data-orig-size=\"650,934\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"5_Wasserleiche\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5_Wasserleiche.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32702\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 5\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5_Wasserleiche.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 5\" width=\"650\" height=\"934\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5_Wasserleiche.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5_Wasserleiche-209x300.jpg 209w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5_Wasserleiche-104x150.jpg 104w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine anonyme \u201eWasserleiche\u201c aus K\u00f6ln war mit der schweren Kost, die das H\u00f6rspiel <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> bot, nicht einverstanden. \u201eIn der heutigen Zeit\u201c, so hie\u00df es in der Zusendung vom 15. Februar, \u201em\u00f6chten wir zur Entspannung leichte Musik\u201c.<\/p>\n<p>Die in dem Schreiben ge\u00e4u\u00dferte Forderung und der dahinterliegende Wunsch nach Eskapismus findet sich in den erhaltenen H\u00f6rer*innenbriefen immer wieder. Die gequ\u00e4lte Generation, so der Tenor, solle man nicht weiter qu\u00e4len, stattdessen etwas mehr \u201eFreude und Abwechslung\u201c anbieten, Volkst\u00fcmliches, auch mal eine \u201esch\u00f6ne Operette oder ein nettes plattdeutsches St\u00fcck\u201c, wie es in anderen Schreiben hie\u00df, die den NWDR erreichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb4\">10.2.22<br \/>\n4: \u201eEs soll so sch\u00f6n gewesen sein\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_1_Grosser_Beifall-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32698\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32698\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_1_Grosser_Beifall.jpg\" data-orig-size=\"650,460\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"4_1_Grosser_Beifall\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_1_Grosser_Beifall.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32698\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 4.1\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_1_Grosser_Beifall.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 4.1\" width=\"650\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_1_Grosser_Beifall.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_1_Grosser_Beifall-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_1_Grosser_Beifall-150x106.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_2_Grosser_Beifall-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32700\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32700\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_2_Grosser_Beifall.jpg\" data-orig-size=\"650,461\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"4_2_Grosser_Beifall\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_2_Grosser_Beifall.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32700\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 4.2\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_2_Grosser_Beifall.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 4.2\" width=\"650\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_2_Grosser_Beifall.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_2_Grosser_Beifall-300x213.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4_2_Grosser_Beifall-150x106.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viele interessierte H\u00f6rer*innen im NWDR-Sendegebiet hatten am 13. Februar <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> zu verpasst und l\u00e4ngst nicht alle davon waren von Stromsperren betroffen gewesen. Doch die Sendung provozierte ein Echo, sie sprach sich herum. \u201eDarf ich Ihnen die Mitteilung machen, da\u00df ihr H\u00f6rspiel [\u2026] mit ganz gro\u00dfem Beifall aufgenommen worden ist\u201c, schrieb beispielsweise ein Nicht-H\u00f6rer aus dem Sauerland am 17. Februar. Daran ankn\u00fcpfend \u00e4u\u00dferte er gleich sein Anliegen: Mit ihm w\u00fcrden \u201esehr viele H\u00f6rer in unserem Kreis [\u2026] freundlichst bitten, uns dieses sch\u00f6ne H\u00f6rspiel noch einmal zu senden\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb3\">11.2.22<br \/>\n3: \u201eMeinen Sie, da\u00df aus einem solchen Spiel Positives f\u00fcr unser deutsches Volk herauskommt?\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_1_Es-ist-nicht-wahr-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32694\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32694\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_1_Es-ist-nicht-wahr.jpg\" data-orig-size=\"650,456\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"3_1_Es-ist-nicht-wahr\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_1_Es-ist-nicht-wahr.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32694\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 3.1\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_1_Es-ist-nicht-wahr.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 3.1\" width=\"650\" height=\"456\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_1_Es-ist-nicht-wahr.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_1_Es-ist-nicht-wahr-300x210.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_1_Es-ist-nicht-wahr-150x105.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_2_Es-ist-nicht-wahr-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32696\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32696\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_2_Es-ist-nicht-wahr.jpg\" data-orig-size=\"650,453\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"3_2_Es-ist-nicht-wahr\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_2_Es-ist-nicht-wahr.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32696\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 3.2\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_2_Es-ist-nicht-wahr.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 3.2\" width=\"650\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_2_Es-ist-nicht-wahr.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_2_Es-ist-nicht-wahr-300x209.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3_2_Es-ist-nicht-wahr-150x105.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gott tritt in <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> als weinerlicher, hilfloser alter Mann auf. Das war f\u00fcr eine christlich-v\u00f6lkisch denkende Lehrerin aus Delmenhorst, die am 16. Februar an den NWDR schrieb, ein unerh\u00f6rtes Sakrileg. Ohnehin stimme die Tendenz des St\u00fcckes nicht. \u201eEs ist nicht wahr\u201c, schrieb sie, \u201eda\u00df das deutsche Volk so zerr\u00fcttet ist, da\u00df die Ehen alle kaputt, die Offiziere alle verantwortungslos\u201c seien.<\/p>\n<p>Viele H\u00f6rer*innen stie\u00dfen sich an der Gottesdarstellung und kritisierten das St\u00fcck als blasphemisch. Die Verfasserin des H\u00f6rer*innenbriefs verband ihre Kritik mit einer Aufforderung: Sie und viele Gleichdenkende m\u00f6chten \u201edoch bitten bei aller Traurigkeit der Verh\u00e4ltnisse dem deutschen Volk eine aufmunternde, gl\u00e4ubige Kost vorzusetzen\u201c. Daf\u00fcr war Wolfgang Borchert, selbst als junger Mann aus der Kirche ausgetreten, gewiss nicht der Richtige \u2013 auch wenn seine lebenslustige, humorvolle Seite in etlichen seiner Texte anklingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb2\">12.2.22<br \/>\n2: \u201eSie sind auf dem richtigen Wege, wenn der Gaul auch einmal \u00fcber die Str\u00e4nge wichst\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_1_Der-Gaul-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32690\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32690\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_1_Der-Gaul.jpg\" data-orig-size=\"650,457\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"2_1_Der-Gaul\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_1_Der-Gaul.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32690\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 2.1\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_1_Der-Gaul.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 2.1\" width=\"650\" height=\"457\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_1_Der-Gaul.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_1_Der-Gaul-300x211.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_1_Der-Gaul-150x105.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_2_Der-Gaul-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32692\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32692\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_2_Der-Gaul.jpg\" data-orig-size=\"650,460\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"2_2_Der-Gaul\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_2_Der-Gaul.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32692\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 2.2\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_2_Der-Gaul.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 2.2\" width=\"650\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_2_Der-Gaul.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_2_Der-Gaul-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2_2_Der-Gaul-150x106.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem am 25. Februar in der (damals eher liberalen) <em>Welt<\/em> ein Artikel \u00fcber das H\u00f6rspiel erschienen war, sah sich ein H\u00f6rer aus Uelzen zu einem best\u00e4rkenden, verteidigenden Brief an den NWDR ermuntert. Die nationalsozialistische Ideologie steckte vielen Deutschen noch in den Knochen und im Kopf. Deswegen, so urteilte der H\u00f6rer, k\u00f6nne das Volk \u201egar nicht genug aufgekl\u00e4rt werden, wer die Henker und M\u00f6rder der Toten sind. [\u2026] Es soll und mu\u00df so aufgekl\u00e4rt werden, da\u00df es die egoistischen Nationalisten gleich erkennt und ihnen den Sch\u00e4del einschl\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p>Dass er zwar die Tendenz von <em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> guthie\u00df, von dem H\u00f6rspiel aber nicht in G\u00e4nze begeistert war, l\u00e4sst sein abschlie\u00dfender Satz vermuten: \u201eSie sind auf dem richtigen Wege, wenn der Gaul auch einmal \u00fcber die Str\u00e4nge wichst.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n<h3 id=\"hb1\">13.2.22<br \/>\n1: \u201eDadurch dass einmal unsere Seelenlast aufgerollt wurde, habe ich eine Erleichterung versp\u00fcrt\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/1_Seelenlast-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"32688\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=32688\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/1_Seelenlast.jpg\" data-orig-size=\"650,461\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"1_Seelenlast\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/1_Seelenlast.jpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-32688\" title=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 1\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/1_Seelenlast.jpg\" alt=\"H\u00f6rer*innenbrief Nr. 1\" width=\"650\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/1_Seelenlast.jpg 650w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/1_Seelenlast-300x213.jpg 300w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/1_Seelenlast-150x106.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Drau\u00dfen vor der T\u00fcr<\/em> sollte zu einem generationspr\u00e4genden St\u00fcck werden, Wolfgang Borchert als Stimme seiner Altersgenoss*innen in die Geschichte eingehen. Warum, das l\u00e4sst der Brief eines K\u00f6lner H\u00f6rers vom 15. Februar 1947 erahnen, der tief ber\u00fchrt schrieb: \u201eSie haben die ungeheuerliche Bewegung, die unser Inneres aufw\u00fchlt, all das, was uns fast wahnsinnig macht, meisterhaft gestaltet.\u201c<br \/>\nDas St\u00fcck hatte f\u00fcr viele H\u00f6rer*innen, die ihre Lebensumst\u00e4nde behandelt sahen, im wahrsten Sinne kathartische Wirkung, einen therapeutischen Charakter. Das war einer der entscheidenden Gr\u00fcnde f\u00fcr die au\u00dfergew\u00f6hnliche Resonanz. \u201eDadurch dass einmal unsere Seelenlast aufgerollt wurde\u201c, urteilte der H\u00f6rer aus K\u00f6ln stellvertretend f\u00fcr viele andere, \u201ehabe ich eine Erleichterung versp\u00fcrt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#e\"> Einleitungstext \u2191<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6rerbriefe \u201eDrau\u00dfen vor der T\u00fcr\u201c. Zwischen den Schuttbergen der nachkriegsdeutschen St\u00e4dte trieben massenhaft Gebrochene umher. Viele von ihnen waren zwischen 1939 und 1945 als flinke, z\u00e4he, harte \u00dcbermenschen eines Gro\u00dfdeutschen Reiches in den Krieg gezogen. Jetzt kehrten sie als Verlierer und Verlorene in ein Land zur\u00fcck, das besiegt und besetzt war. 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Erst ein Jahr zuvor hatte Borchert mit der Ver\u00f6ffentlichung der Erz\u00e4hlung \u201eDie Hundeblume\u201c sein au\u00dfergew\u00f6hnliches Talent erahnen lassen. Einer gr\u00f6\u00dferen \u00d6ffentlichkeit bekannt geworden\u2026","rel":"","context":"In &quot;Aktuelles&quot;","block_context":{"text":"Aktuelles","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?cat=1"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Borchert_Manifest_Teaserbild-300x169.jpg?resize=350%2C200&ssl=1","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":36730,"url":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=36730","url_meta":{"origin":32653,"position":3},"title":"&#8220;Kleine Meerfrau Aranka&#8221;. 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