{"id":1480,"date":"2009-11-11T10:31:36","date_gmt":"2009-11-11T08:31:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sub.uni-hamburg.de\/blog\/?p=1480"},"modified":"2009-11-11T10:31:36","modified_gmt":"2009-11-11T08:31:36","slug":"%e2%80%9edie-hamburger-schiller-bibliothek%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=1480","title":{"rendered":"\u201eDie Hamburger Schiller-Bibliothek\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am 10. November 2009 war\u00a0der 250. Geburtstag Friedrich Schillers. L\u00e4ngst l\u00f6st das Jubil\u00e4um eines Nationalautoren keine Euphorie mehr aus wie noch vor 150 Jahren, als in Hamburg mit einem gro\u00dfen Festzug zum 100. Geburtstag des Schriftstellers dessen Leben und Werk gew\u00fcrdigt wurde.<\/p>\n<p>An dieser Begeisterungswelle wollte auch der Berliner Buchh\u00e4ndler Stargardt partizipieren und ver\u00f6ffentlichte 1859 ein Verzeichnis zu einem Teil der Schiller-Bibliothek, die er schon 1851 von dem \u00e4lteren Sohn Karl Schiller erworben hatte. Der Hamburger Buchh\u00e4ndler Isaak Salomon Meyer \u2013 genannt Ismeyer \u2013 erwarb schlie\u00dflich die Sammlung von 144 B\u00e4nden und dachte, sie ebenfalls gewinnbringend weiter zu verkaufen. Doch war von den wohlhabenden Hamburger Kaufleuten niemand an dem Erwerb von B\u00fcchern interessiert. Selbst eine Lotterie fand nur wenig Zuspruch. Der Losgewinner schenkte die B\u00e4nde dann 1867 der Hamburger Stadtbibliothek, die der Provenienz der B\u00fccher ebenfalls nur wenig Bedeutung beima\u00dfen und Dubletten aussonderten. Jahrzehnte sp\u00e4ter konnten einige Exemplare zur\u00fcckgekauft werden.<\/p>\n<p>Die Hamburger Schiller-Bibliothek wurde bis zum Zweiten Weltkrieg in einem eigens daf\u00fcr angefertigten Schrank, dem \u201eSchiller-Schrank\u201c, aufbewahrt. Die Sammlung war w\u00e4hrend des Krieges zusammen mit anderen wertvollen Bibliotheksg\u00fctern im s\u00e4chsischen Schloss Lauenstein ausgelagert und galt nach Kriegsende lange Zeit als verschollen. Im Rahmen einer Beutegutr\u00fcckf\u00fchrung kehrten wenige B\u00e4nde 1996 aus Tiflis (Georgien) an die SUB zur\u00fcck. Ein Gro\u00dfteil der \u201eHamburger Schiller-Bibliothek\u201c kann heute in der Russischen Nationalbibliothek Petersburg nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zu Friedrich Schillers Jubil\u00e4um siehe auch:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1067093\/\">http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1067093\/<\/a>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. November 2009 war\u00a0der 250. Geburtstag Friedrich Schillers. L\u00e4ngst l\u00f6st das Jubil\u00e4um eines Nationalautoren keine Euphorie mehr aus wie noch vor 150 Jahren, als in Hamburg mit einem gro\u00dfen Festzug zum 100. Geburtstag des Schriftstellers dessen Leben und Werk gew\u00fcrdigt wurde. 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